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Damals und heute: das Design der Speick Seife im Wandel der Zeit

Fast 90 Jahre ist es her, seit die erste Speick Seife ihren Weg in den Handel gefunden hat. Einige Dinge haben sich seitdem nicht geändert: Schon von Anfang an beispielsweise hat ein Stück Speick Seife (heute bezeichnet als Speick Natural Seife) 100 Gramm gewogen und enthielt heute genauso wie damals den Extrakt der Speik-Pflanze. Auch die lachsrote Farbe der Seife hat sich im Laufe der Jahrzehnte nicht verändert. Was sich jedoch seit 1928 in regelmäßigen Abständen – im Schnitt ca. alle 10 Jahre – gewandelt hat, ist das Design der Verpackung. In ihrem letzten Bericht erwähnt Julia bereits die minimalistische Verpackung der Seifen in einem einfachen Karton. Es bedarf keiner Folie oder ähnlichem, sondern einfach nur „ein bisschen Pappe“. Kommt, ich zeige euch mal, wie die Speick Seife damals verpackt war und wie sie sich bis zu ihrem heutigen Erscheinungsbild gewandelt hat.

So fing alles an

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Wir starten im Jahr 1928 – dem Jahr, in dem der erste bemannte Raketenflug durchgeführt würde und Walt Disney die Micky Maus erfunden hat. Schon damals war die Verpackung der Speick Seife optisch durch ein auffälliges, rot-grünes Erscheinungsbild geprägt. Der Umkarton enthält zahlreiche Informationen: von der Wirkung des Speiks bzw. der Seife („zur Stärkung der Nerven und Erzielung eines frischen Hautgefühls“) über den Unternehmensgründer (Walter Rau) und die Produktionsstätte (FeinseifenWerk Walter Rau & Co.)  bis hin zu einer Illustration der namensgebenden Pflanze.

Ein leichter Wandel bis hin zu den 1950er Jahren

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Wir reisen weiter in die 1930er Jahre. Wie ihr seht, hat sich am Verpackungsaufbau zu diesem Zeitpunkt nicht grundlegend viel geändert, wenn man mal von der Schriftart absieht. Neu ist vor allem der Hinweis auf die Unnachahmlichkeit von Duft und Wirkung der Speik-Pflanze, die durch die österreichische Landesregierung 1936 unter Naturschutz gestellt wurde. Zu diesem Zeitpunkt fanden die Seifen allmählich ihren Weg in die langsam entstehende Landschaft der Reformhäuser. SPEICK Naturkosmetik erhielt später eine exklusive Sondergenehmigung zur Ernte und Verarbeitung der Pflanze.

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Der Umkarton der Speick Seife aus den 1950er Jahren ist optisch betrachtet eine Mischform aus den beiden Vorgängerversionen, oder was meint ihr? Apotheken spielten in diesen Jahren zunehmend eine wichtige Rolle beim Verkauf der Seifen. Kleingrößen mit einer Prägung des jeweiligen Apothekennamens als Schriftzug direkt auf der Seife waren damals nicht ungewöhnlich.

Ein neues Gewand in den 1970ern

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Wir machen einen Sprung in die frühen 1970er Jahre – und siehe da, nun präsentiert die Speick Seife sich in einem deutlich überarbeiteten Gewand: der grüne Rahmen ist einem leuchtend grünen Balken gewichen, die Illustration der Speik-Pflanze ist (trotz Flower Power-Zeit ;-)) auf die seitlichen Wände des Umkartons gewandert, die Schriftarten sind neu und insgesamt wirkt die Verpackung für meinen Geschmack deutlich luftiger und „aufgeräumter“. Erstmals ist nun auch der Preis direkt auf die Verpackung gedruckt: 1,80 DM kostete ein Stück Speick Seife damals. Erhältlich war sie mittlerweile auch in den Drogeriemärkten. Übrigens, SPEICK Naturkosmetik hatte zu dieser Zeit auch ein bekanntes Werbegesicht: Bergsteiger Luis Trenker zeigte sich auf Plakaten als begeisterter Anwender der Speick Seife.

Internationalisierte Vepackung

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Zweifelsohne haben wir mit der oben gezeigten Verpackung erneut einen großen Zeitsprung gemacht. Angekommen sind wir damit bereits in den 1990er Jahren. Der Umkarton der Speick Seife präsentiert sich nicht nur in einem komplett neuen Layout, sondern wird zunehmend internationalisiert. Gleich in vier Sprachen findet sich eine kurze Produktbeschreibung nun auf dem Karton. Erstmalig sind nun auch die enthaltenen Inhaltsstoffe direkt auf der Verpackung aufgedruckt (im Bild unten links in dem kleinen Kasten zu sehen). Kennt vielleicht jemand von euch diese Verpackung sogar noch? Ein Symbol, das euch auf jeden Fall bekannt ist, ist der Grüne Punkt, der sich nun auch auf der Verpackung befindet.

Schlicht und klar zur Jahrtausendwende

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Neues Jahrtausend, rundum erneuertes Design: willkommen in den 2000er Jahren. Ich persönlich bin froh, dass sich das für meinen Geschmack doch etwas wilde Design der 1990er Jahre nicht dauerhaft durchgesetzt hat, sondern die Speick Seife nach der Jahrtausendwende ein schönes, neues Design bekommen hat. Rot und Grün bleiben nach wie vor erhalten, werden über einen weichen Farbverlauf jedoch ganz harmonisch miteinander kombiniert. Vorder- und Rückseite des Kartons präsentieren sich ganz schlicht und übersichtlich: der Markenname und die Produktbezeichnung in jeweils drei Sprachen – und das war’s. Die vollständige INCI-Deklaration findet sich nun auch auf der Verpackung. Ein wenig schade finde ich es allerdings, dass die Illustration der Speik-Pflanze komplett weichen musste. Auf dem folgenden Bild seht ihr nochmal die beiden Versionen der Speick Seifen-Verpackung aus den 1920ern und den 2000ern im direkten Vergleich:

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Und heute?

Nun, wie die Speick Natural Seife sich derzeit präsentiert, wisst ihr vielleicht aus eigener Erfahrung. In diesem Beitrag habe ich euch die Kleingröße, die sich optisch nicht von ihrer großen Schwester mit 100 Gramm unterscheidet, bereits gezeigt.

Limitierte Sondereditionen

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Den Lauf der Zeit könnt ihr auch an den limitierten Sondereditionen, die es jeweils zu runden SPEICK-Firmenjubiläen gab, erkennen. Neben einer weiteren Verpackung aus den 1970ern (links im Bild) sind drei Sondereditionen zu sehen, und zwar zum 70., 75. und 80. Jubiläum. Ich bin gespannt, ob es 2018 zum 90. SPEICK-Jubiläum eine neue limitierte Version geben wird und falls ja, wie sie aussehen wird. Vielleicht findet ja die Speik-Pflanze erneut ihren Weg auf die Verpackung?

Ich hoffe, ihr hattet Freude an dieser kleinen Zeitreise durch die Welt der Speick Seifen! Meine persönlichen Favoriten sind das leicht verspielte Design mit der Speik-Pflanze aus den 1920er und die klare, schlichte Gestaltung der 2000er Jahre. Welche Version spricht euch besonders an?

Bis bald,

Eure Ida

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