Adventsdeko mit den Speick-Kerzen

Weihnachten ist meine Zeit! Schon seit Kindertagen liebe ich die Lebkuchensaison, die festliche Stimmung und nicht zuletzt die Dekoration. Der Stil ist dabei eher zweitrangig, solange das Festtagsgewand der Wohnung nicht zu bunt und überladen wirkt. Auch ein klassischer Adventskranz ist schön, es gibt aber Alternativen… Bei mir kommen meist Kerzentabletts zum Einsatz, die ich mal mit Kugeln, mal mit Naturmaterialien bestücke. Auch die schicken Speick-Kerzen eignen sich prächtig für ganz individuelle Arrangements.

Advent ohne Kerzenschein? Undenkbar! Zwar nehme ich es nicht so streng und zünde auch ohne Countdown an den Adventssonntagen meine vier Lichtlein an, aber ein wenig Tradition muss dennoch sein. Und wenn der sanfte Schein auch noch einen herrlichen Duft verströmt, bin ich Feuer und Flamme…

Speick bietet seit einiger Zeit tolle Duftkerzen im Gefäß an – von klassisch in satiniertem Weiß, über Porzellan mit Holzdeckel bis hin zum urigen Weck-Glas. Sie alle bestehen aus reinem Rapswachs in Kombination mit dem Speick-Duft, natürlich ohne Zusatzstoffe. Dass man die das ganze Jahr über genießen kann, macht das Trio aber nicht weniger geeignet für festliche Deko. Hier findet Ihr drei Varianten für einen stimmungsvollen Advent:

Weidmanns Weihnacht

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In meiner Landhausküche findet man sie fast überall: Hirsche auf Tassen, Servietten und an der Kühlschranktür. Kein Wunder, dass unter all den Sachen auch ein Tablett zu finden ist, das mit Hirschen verziert ist. Es dient als Basis für ein hübsches Arrangement mit den Speick Kerzen in Porzellanhülle.

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Passend zum Advent, stelle ich vier der Kerzen auf das Tablett, dazu große Zapfen (in meinem Fall aus der Gärtnerei), etwas Kiefer aus dem Garten, eine Baumkugel in Bronze und eine kleine Abwurfstange, ein Fundstück eines befreundeten Jägers. Praktisch: Mit den ansprechenden Holzdeckeln kann ich die Kerzen zwischendurch abdecken und das Speick-Aroma bewahren.

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White Christmas

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Ein weiteres Tablett aus meinem Fundus kommt in der zweiten Deko zum Einsatz: Ein gold-glänzendes, rundes. Hierauf arrangiere ich vier der schneeweißen Speick-Kerzen zusammen mit weißen Kugeln und etwas Birken-Reisig.

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Diese Variante ist sehr minimalistisch und passt zu modernen Einrichtungen. Wer mag kann den Look mit einem feinen LED-Leuchtdraht veredeln.

 

Nostalgie pur

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Die rote Speick-Kerze im Weck-Glas versprüht auch solo einen besonderen Charme. Für meine Deko platziere ich sie mit drei Kameraden rund um einen Mini-Holzschlitten.

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Zusammen mit Hagebutten, etwas Moos, Birkenreisig (alles selbst gesammelt und getrocknet) und ein paar roten Kugeln entsteht ein verspielt-natürlicher Festlook.

 

Erhältlich ist die duftende Variante im satinierten Glas online über den Speickshop. Die beiden Modelle mit Nostalgie-Charme gibt es exklusiv in der Speickwelt Stuttgart und im Werksverkauf am Standort Leinfelden-Echterdingen. Vielleicht habt Ihr ja Lust auf einen Adventsausflug?

Eure Jenny

 

Meine Weihnachtsgeschenk-Tipps

Schon im November habe ich mir in diesem Jahr Gedanken gemacht, was ich an Weihnachten verschenken könnte – einige Sachen von Speick sind natürlich auch dabei. Möchtet ihr wissen, wer was bekommt? Nun kann ich nur noch hoffen, dass niemand von den Beschenkten diesen Blogpost hier liest…

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Für meine Mutter

Ich habe meine Mutter in meiner Teenagerzeit ein bisschen mit meiner Leidenschaft für schöne Düfte angesteckt. Damals entdeckte sie frische Eau de Colognes für sich, die einen zwischendurch immer wieder olfaktorisch aufmuntern und erfrischen. Daran musste ich neulich denken, als ich im Regal das zertifizierte Speick Natural Eau de Cologne Fresh stehen sah. Es duftet herrlich nach Zitrone und Orange, aber auch herb-krautig und ein bisschen nach Sandelholz. Zum Aufsprühen in einem großen eckigen Flakon. Den werde ich ihr schenken!

Für meinen Vater

Mein Vater rasiert sich täglich, er ist ein klassischer Nassrasierer – deswegen bekommt er von mir die Speick Men Active Rasierseife zu Weihnachten. Um die Rasierseife zu verwenden, macht man den Rasierpinsel nass, kreist damit im Tiegel und schäumt die Seife auf. Mit dem Pinsel kommt der cremige Seifenschaum dann auf die Haut; er macht die Bartstoppeln weicher und lässt die scharfe Rasierklinge besser gleiten. Für meine Nase duftet die Men Active Rasierseife zitronig-frisch und auch etwas herb. Neben Wasser basiert die Rasierseife auf zwei Tensiden, die aus verseifter pflanzlicher Stearinsäure und Kokosöl produziert werden; sie ist von Cosmos zertifiziert.

Für meinen Bruder

Bei meinem Bruder habe ich es einfach: Er ist eingeschworener Speick-Fan, und das schon seit vielen Jahren. Ich werde ihm deswegen den Speick Natural Deo Stick schenken, eines seiner Lieblingsprodukte. Das Deo hält – laut seiner eigenen Aussage – auch bei körperlicher Arbeit im Sommer den ganzen Tag frisch. Der grünliche Stick duftet typisch nach Speick, also krautig-frisch mit einem Hauch nach der Speik-Pflanze. Natürlich ohne Aluminiumsalze.

Für meine beste Freundin

Meine beste Freundin möchte ich endlich von den tollen Eigenschaften eines Mizellenwassers überzeugen! Ich werde ihr aus diesem Grund das Speick Thermal Sensitiv Mizellenwasser schenken, mit dem sie sich das Gesicht reinigen und zugleich auch pflegen kann. Ich verwende es im Rahmen meiner abendlichen Reinigung als ersten Schritt und nehme damit mein Makeup ab (danach reinige ich noch mit einer Reinigungsmilch nach): Einfach die nach Orange duftende Flüssigkeit auf einen Wattepad geben und damit über die Lider und die Haut streichen. Es kommt ohne Alkohol aus und brennt auch nicht in den Augen. Man kann es aber auch umgekehrt machen und das Mizellenwasser zur Nachreinigung verwenden, dann profitiert man zugleich noch von den befeuchtenden Eigenschaften des zertifizierten Speick Mizellenwassers. Ich bin mir sicher, meine Freundin wird diese Kombination aus Reinigung und pflegendem Gesichtswasser mögen!

Für meinen Freund

In Sachen Pflege ist mein Freund ein Minimalist, gar nicht so einfach, ihm in dieser Kategorie etwas Sinnvolles zu schenken. Er verwendet Seifen sowohl für die Reinigung der Haut als auch der Haare – und liebt Pistazien! So bekommt er von mir die zertifizierte Pistazien-Ölseife Ein Stück Seifenglück von Made by Speick geschenkt. Die grüne runde Seife liegt nicht nur gut in der Hand, sondern duftet appetitlich nach Pistazieneis, fast schon zum Anbeißen (sollte man natürlich nicht tun!).

Vielleicht waren ja auch für euch ein paar Anregungen für Weihnachtsgeschenke dabei!

Eure Julia

4 Fragen an: Das Speick Vertriebsteam

Auch in diesem Monat führen wir unsere Interviewreihe fort und haben uns erstmals gleich vier Mitarbeiter von Speick geschnappt: Caterina Graziosa, Holger Maier, Rainer Schöll und Valentin Teuffel gehören zum Vertriebsteam. Sie sind es gewohnt Fragen zu beantworten – Kundenanfragen in erster Linie. Und die flattern recht häufig rein, gerade was die Verfügbarkeit von Produkten oder das Sortiment betrifft. Welche das am häufigsten sind, interessiert mich natürlich brennend! Daher kommen die (ausnahmsweise 4) Fragen heute nicht von mir, sondern von Euch – den lieben Speick-Kunden!

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Holger Maier, Caterina Graziosa und Valentin Teuffel vom Speick Vertriebsteam (v.l.n.r.).

  1. Wo überall in Deutschland gibt es eure Produkte? Es antwortet Rainer Schöll:

SPEICK Produkte gibt es im klassischen Fachhandel wie zum Beispiel im Bioladen, in der Drogerie und im Reformhaus. In der Apotheke kann man unsere Produkte meist vorbestellen. Darüber hinaus sind viele davon in Drogeriemärkten, in Bio Supermärkten sowie im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.

SPEICK Produkte werden aber auch über ausgewählte Versandhändler angeboten, offline als auch online.

Selbstverständlich gibt es nicht alle unserer Produkte überall. Der Sortimentsumfang ist unter anderem abhängig von Filialgröße, Region, etc. Die Geheimtipps: Unser gesamtes Sortiment gibt es online auf speickshop.de. Auch in unserem Flagship Store, der SPEICKwelt in Stuttgart Mitte (Hirschstr. 29) und unserem Werksverkauf an unserem Unternehmenssitz in Leinfelden, ist die gesamte Produktfamilie vertreten.

 Die Speickwelt und den tollen Speickshop online haben wir Euch bereits im Blog vorgestellt. Sooo schade, dass man nicht überall diese Produktvielfalt erleben kann – was auch gleich zur nächsten Kundenfrage führt.

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Die Speickwelt in Stuttgart (Foto: Julia Keith)

 2. Warum bekommt man nicht in jedem Geschäft dieselben Produkte bzw. Serien? Es antwortet Holger Maier:

Generell obliegt die Sortimentsgestaltung dem Handel. Selbstverständlich sind wir mit unseren Handelspartnern bezüglich neuer Artikel und Sortimentsoptimierung ständig in Kontakt. Aufgrund unseres breiten Sortiments und unterschiedlicher Vertriebsschienen und Handelspartner, welche wiederum auf unterschiedliche Schwerpunkte und Kompetenzen setzen, ist es leider nur begrenzt möglich, in allen Bereichen vollständig vertreten zu sein.

 Das ist natürlich verständlich und sorgt (bei mir definitiv) dafür, immer einen Vorrat der Lieblingsprodukte parat zu haben. Nur: Was mache ich im Urlaub?!

 3. Bekomme ich eure Produkte auch im Ausland bzw. Urlaubsland? Es antwortet Valentin Teuffel:

Natürlich gibt es unsere Produkte auch im Ausland. Wir sind von Australien bis Zypern aktuell in 38 Ländern weltweit vertreten. Am einfachsten sind SPEICK Naturkosmetik-Produkte jedoch im europäischen Ausland wie Österreich, der Schweiz oder Italien zu bekommen.

Wenn ihr im Ausland lebt oder im Urlaub seid und wissen möchtet, wo Ihr ein bestimmtes Produkt von uns findet, könnt ihr uns jederzeit schreiben oder anrufen. Am einfachsten geht’s über Facebook oder per Email (info@speick.de). Ihr bekommt dann innerhalb kürzester Zeit eine Antwort von uns. Grundsätzlich versendet unser Onlineshop (speickshop.de) natürlich auch in alle Länder. Wir freuen uns zudem auch immer sehr, wenn wir von unseren Konsumentinnen und Konsumenten „Urlaubspost“ in Form eines Fotos mit einem Speick-Produkt vor einem spektakulären und regional erkennbaren Hintergrund o.ä. bekommen. Diese Bilder werden dann traditionell auf Facebook (facebook.com/speick/) und Instagram (instagram.com/speicknaturkosmetik) geteilt.

Wie so eine Speick-Präsenz im Handel am anderen Ende der Welt aussehen kann, hat Julia in diesem spannenden Beitrag aus Tokio gezeigt. Aber auch daheim ist das Unternehmen absolut weltoffen…

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Speick im Crayon House in Tokio (Foto: Julia Keith)

4. Thema Kundenservice – wie kann ich euch denn am besten erreichen und wer kümmert sich dann um meine Anliegen? Es antwortet Caterina Graziosa:

Ganz gleich wo ihr euch befindet – ein Anruf / eine Mail an unseren Kundenservice hilft euch bei der Suche nach eurem Lieblings-Speick Produkt auf jeden Fall weiter. Natürlich könnt ihr euch auch an uns wenden, wenn ihr Fragen zu bestimmten Inhaltsstoffen habt oder Beratung bei der Produktauswahl benötigt. Wir freuen uns über jede Anfrage, ganz gleich ob auf Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch… jede Anfrage wird so schnell wie möglich von unseren Mitarbeitern beantwortet.

Kein Wunder, dass man sich bei Speick immer willkommen fühlt!
Eure Jenny

Konkurrenzdruck beim Rohstoffeinkauf: Pflanzen werden knapp

Ein Beitrag hat mich diesen Sommer ziemlich aufgewühlt: Eine deutsche Tageszeitung titelte, die Rohstoffe für Naturkosmetik seien knapp – ein wichtiger Grund dafür: das wachsende Interesse konventioneller Hersteller an pflanzlichen Zutaten. Diese definitiv schlechten Nachrichten haben mich zu Nachforschungen angeregt, denn ich mache mir ein wenig Sorgen um die Zukunft meiner heiß geliebten Bio Beauty. Haben Authentizität und Pioniergeist am Ende doch weniger Gewicht als große Mengen und Etats? Und welche Probleme gibt es darüber hinaus? Ich habe Susanne Gans, Laborleitung bei Speick Naturkosmetik nach ihren Erfahrungen gefragt und bin teilweise schockiert.

Fakt ist: Die steigende Nachfrage nach Naturkosmetik setzt den Rohstoffmarkt mehr und mehr unter Druck. Wo es einst einfach war, ein pflanzliches Öl vom Lieferanten seiner Wahl zu beziehen, stehen nun die Pioniere der Bio Beauty hinter Kosmetikriesen Schlange, deren Produktion große Mengen verschlingt – und die über die garantierte Abnahme dieser enormen Mengen die Rohstoffhersteller an sich binden. Doch neben der Konkurrenz am Kosmetikmarkt drängen auch Hersteller anderer Branchen auf den natürlichen Markt. Und es kommt nicht zuletzt zur Verknappung des Angebots durch negative Umwelteinflüsse und gesetzliche Verordnungen. Aber eins nach dem anderen…

 

Susanne, was sagst du zum Thema Rohstoffknappheit in der Naturkosmetik. Ist da was dran?

Ja, leider werden vor allem ätherische Öle knapp. Da fallen mir Orangenöl oder Grapefruit Öl ein. Zu den Ursachen komme ich später noch. Das liegt auch daran, dass viele ätherische Öle in Reinigungsmitteln und konventioneller Kosmetik als Eyecatcher eingesetzt werden.

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Knapp durch Missernten: Grapefruit (Foto: pixabay)

Welche anderen Rohstoffe sind durch das Interesse der Großkonzerne weniger verfügbar?

Da fällt mir Lemongrasöl ein. Das kommt daher, dass der Hauptbestandteil Citral darin als synthetische Ware nicht verfügbar ist. Hier hatte BASF der Hauptlieferant einen Betriebsunfall und musste die Produktion stoppen und auch in China mit seinen neuen ökologischen Bestrebungen müssen viele Fabriken geschlossen werden, da sie den neuen Standard nicht einhalten können. Wenn keiner mehr produziert, dann wird der Rest zu Spitzenpreisen verkauft.

Dann wäre da das Lavendelöl. Lavendelöl enthält Linalylacetat und Linalool, die gerade auch synthetisch nicht zu bekommen sind, da aufgrund der REACH Verordnung viele Firmen die Produktion einstellen (die Generierung der geforderten Daten kostet zu viel Geld). Nun nimmt man als Ersatz Lavendelöl.

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Begehrter Austauschstoff: Lavendel (Foto: pixabay)

Natur als Austauschstoff – für mich ein trauriges Beispiel der derzeitigen Marktentwicklung. Und was knapp wird, wird auch teuer… Welche (prozentualen) Preissteigerungen konntet Ihr verzeichnen?

Wir setzen ja ätherische Mischungen ein für unsere Parfümierungen, so dass Preissteigerungen nicht genau zugeordnet werden können. Aber hier sind die Preise auch deutlich gestiegen. Nur bei den wenigen reinen ätherischen Ölen die wir noch zusätzlich einsetzen habe ich eine Vorstellung von der Preissteigerung.

Kostete 2012 Orangenöl noch 8,50 € so lagen wir 2016 bei 14,60 €. Der Preis für Menthol verdoppelte sich. Bei Grapefruit Öl aus Florida ist es ganz krass. Innerhalb eines Jahres stieg der Preis pro Kilogramm von 15 € auf 105 €. Vanille als CO2 Extrakt braucht sich da nicht zu verstecken. Hier muss man das Zehnfache des ursprünglichen Preises bezahlen.

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Rar und teuer: Vanille. Ihr Preis stieg um das zehnfache! (Foto: pixabay)

Ziemliche Hausnummern.. Inwiefern kommen Euch da noch langfristige Verträge oder eigene Anbauprojekte zugute?

Leider haben wir keine eigenen Anbaugebiete, einmal von unserem Speick als kontrollierte Wildsammlung abgesehen. Wir machen aber bei vielen Rohstoffen, vor allem bei den Parfümierungen, Kontrakte über 1 bis 2 Jahre. Da können unsere Lieferanten strategisch ihren Einkauf planen und durch die eingelagerten Mengen haben wir eine Preisstabilität. Bei Vanille melden wir unseren Bedarf schon Jahre im Voraus an, damit uns die Firmen unsere Wunschmenge zumindest einplanen können.

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Exklusiv bei Speick: Die Pflanze aus kontrolliert biologischer Wildsammlung

Tragen aus deiner Sicht auch fremde Branchen, negative Umwelteinflüsse oder der Klimawandel zur Verknappung einiger Rohstoffe bei? Welche wichtigen Faktoren darf man nicht außer Acht lassen?

Die REACH Verordnung mach der Industrie große Probleme. Zuerst mussten die Rohstoffe die über 100 Tonnen, dann die über 10 Tonnen und zum Schluss die über 1 Tonne produziert werden, registriert werden. Danach musste man alle geforderten toxikologischen Daten ermitteln. Schwierig auf der einen Seite, da Tierversuche verboten sind und viele Ersatzmethoden noch nicht validiert und damit einsetzbar sind. Und auch auf der anderen Seite sehr kostenintensiv mit viel Bindung von Kapazitäten die man anderweitig benötigt. Das führt dazu, dass Hersteller einfach die Produktion einstellen oder nicht mehr an die Kosmetik verkaufen. So ging es uns bei pflanzlichen Emulgatoren. Diese dürfen nun nur noch in die Lebensmittelindustrie verkauft werden, da hier die Toxdaten nicht gefordert werden. Die Kosmetik geht nun leer aus. Wenn nun einige Firmen den gleichen Rohstoff aus diesen Gründen nicht mehr liefern, dann entsteht ein Engpass weil einfach keine Ware da ist. Wenn es einen Austauschstoff tatsächlich geben sollte, wird dieser teuer verkauft.

Auch die Arzneimittelindustrie hat ihren Einfluss: Hier ist z.B. Lavandin als Biozid zugelassen. Solche Zulassungen sind aufwendig und teuer, da braucht man das EINE ätherische Öl und kann nicht tauschen. Und bei Engpässen werden letztlich so große Mengen abgezogen, dass für die Kosmetik nichts mehr bleibt … Oder der klägliche Rest ist kaum mehr bezahlbar.

Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle. Ernten verkümmern wegen Vulkanausbrüchen, Waldbränden oder wie in Borneo wegen einer Überschwemmung. Ein Hurrikan hat in Florida die ganze Grapefruiternte vernichtet. Die übrig gebliebenen Früchte vergammelten, da kein Strom für die Bearbeitung da war.

Dem Lavendel macht wohl ein Pilz zu schaffen der bei zu viel Feuchtigkeit auftritt. Dieser Pilzbefall muss erst bekämpft werden und das Feld bleibt unbenutzbar. Es dauert Jahre bis wieder an der gleichen Stelle Lavendel angebaut werden kann.

Aufgrund von klimatisch bedingten, jahrelangen Missernten kommt es bei Vanilleextrakten zu langfristigen Engpässen. Es gibt einfach nichts. Das Wenige was oft von den Vanilleschoten noch übrig bleibt, wird gestohlen, oft unreif und dann dadurch auch nicht verwertbar.

 

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Unberechenbar: Naturkatastrophen wie Hurrikans. Sie vernichten ganze Ernten. (Foto: pixabay)


Ein Blick in die Zukunft: Welchen Ausblick gibst du für den Einkauf und die Etablierung neuer (Trend-)Rohstoffe aus der Pflanzenwelt?

Neue Bio Rohstoffe auf den Markt zu bringen wird immer schwieriger. Verantwortungsbewusste Hersteller pflanzenbasierter Rohstoffe nehmen das Nagoya Protokoll ernst. Dieses internationale Umweltabkommen regelt in einen völkerrechtlichen Rahmen den Zugang zu genetischen Ressourcen und einen gerechten Vorteilsausgleich. Also wer einen neuen Pflanzenrohstoff kreiert muss sich fragen, welches Land ist dem Nagoya Protokoll beigetreten und welche Vorgaben werden zur Nutzung des landeseigenen Biomaterials gemacht. Es werden gesetzlich viele Daten gefordert. Man braucht Sicherheitsdatenblätter, Analysenzertifikate und andere Daten. Da steckt Aufwand dahinter und natürlich auch Kosten.

Wenn ich einen Pflanzenwirkstoff einsetze und das auf meine Verpackung schreibe, dann erwartet der Gesetzgeber dass ich mögliche Wirkungen auch belegen kann. Solche kostspielige Studien leisten sich nur große Firmen. Aber ohne Wirknachweise ist ein Einsatz von Wirkstoffen heutzutage fast nicht mehr möglich.

Und: Oft sind toll klingende neue Rohstoffe am Ende nicht zu gebrauchen, da die Funktionalität fehlt. Wir wollten unbedingt eine Seife aus den Früchten der Acrocomia Palme aus einem Kleinbauern Bio Projekt machen. Das ging nicht, da Seife sich trotz idealer Fettzusammensetzung daraus nicht herstellen ließ und auf der anderen Seite die Kleinbauern immer nur das sammelten was sie benötigen…

 

Das klingt nach vielen Herausforderungen am Rohstoffmarkt… Danke liebe Susanne für die Aufklärung! Nach all diesen Details ist mein Respekt gegenüber den Herstellern von Naturkosmetik noch weiter gewachsen – es gehört definitiv viel Idealismus dazu, sich an einem so hart umkämpften Markt zu behaupten.

Eure Jenny

 

 

 

 

5 Tipps, wie Pflege und Make-up Hand in Hand gehen

Im Sommer, der ja in diesem Jahr erst ziemlich spät ein Ende gefunden hat, war mir bei schweißtreibenden Temperaturen häufig nicht nach aufwendigem Make-up zumute. Oft habe ich auf Foundation, ja sogar auf Mascara, die eigentlich mein Must-Have ist, verzichtet. Jetzt lassen mich die kühleren Temperaturen aber wieder routinemäßig die Schminkpinsel schwingen. Immer wieder zeigt sich dabei, dass Pflege und Make-up gekonnt Hand in Hand gehen sollten – und genau dafür teile ich heute meine Pflegetipps mit euch:

Tipp Nr. 1: Klare Verhältnisse schaffen

Niemand würde auf die Idee kommen, ein Aquarellbild auf staubigem Papier zu malen. Gleiches gilt auch für unsere Haut: je gründlicher das Gesicht gereinigt ist, desto besser lässt es sich hinterher schminken. Ob ihr dabei einfach oder doppelt reinigt (mehr zum Double Cleansing gibt’s dank Julia in diesem Beitrag zu erfahren), ist eine Frage des Hautbildes und des persönlichen Geschmacks. Ich mag es morgens gern schnell und einfach, bspw. mit der Thermal Sensitiv Reinigungsmilch, die nicht nur reinigt, sondern gleichzeitig schon ein gewisses Maß an Pflege mitbringt. Wer mag, kann natürlich auch zu Reinigungsschaum greifen! Mit so einer sauberen „Leinwand“ lässt es sich gut arbeiten.

Tipp Nr. 2: Feuchtigkeit ist Trumpf

Gerade beim Auftrag von Foundation, Flüssig-Make-up oder Puder zeigen sich je nach Hautpflege deutliche Unterschiede im Ergebnis. Für einen ebenmäßigen Auftrag ohne Flecken oder unebene Stellen ist – insbesondere bei trockener Haut – eine feuchtigkeitsbetonte Basis empfehlenswert. Ich persönlich schätze (nicht nur) deshalb Gesichtsseren sehr, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen, aufpolstern und sanft glätten. Das Speick Thermal Sensitiv Hyaluron-Serum hat gleich fünf Feuchtigkeitsbooster im Gepäck (mehr dazu erfahrt ihr an dieser Stelle), zieht schnell ein und eignet sich damit als Make-up Unterlage bestens.

Tipp Nr. 3: Rote Lippen Soll man Pflegen

Auch die Lippen freuen sich über eine pflegende Basis, bevor Farbe ins Spiel kommt. Eine ausgewogene Mischung aus Ölen und Wachsen, wie z. B. in der ungetönten Natural Aktiv Lippenpflege,  macht die Lippen geschmeidig, so dass Farbpigmente sich nicht so schnell in den Lippenfältchen absetzen. Die Lippenpflege vor dem Farbauftrag gut einziehen lassen und überschüssige Pflege vorher ggf. mit einem Kosmetiktuch entfernen, damit die Farbe nicht verrutscht. Ein Hauch Puder kann die Haltbarkeit der Farbe erhöhen. Gepflegte Lippen vollenden ein Make-up übrigens auch dann, wenn ihr auf Lippenstift verzichtet.

Tipp Nr. 4: Mix and Match

Ich liebe ja Pflegeschritte, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Deshalb schätze ich lose Produkte, die ich direkt in die Tagespflege mischen kann – das erspart das Auftragen mit dem Pinsel. Mische ich bspw. lose Mineralfoundation in die Speick Natural Face Intensivpflege, erhalte ich ein samtig-mattes Make-up, dessen Deckkraft ich durch die Menge der hinzugegebenen Mineralfoundation selbst bestimmen kann. Und wer nicht selbst mischen will, kann einfach zu getönter Tagescreme greifen und liegt mit einem dezenzen No Make-up Make-up voll im Trend. Weihnachten steht ja auch bald vor der Tür und für ein festliches Make-up bietet es sich an, losen Highlighter mit feinen Schimmerpartikeln für einen ganz dezenten Glow direkt in die Tagespflege zu mischen.

Tipp Nr. 5: Abends Gut Gereinigt ist halb gepflegt

Eiserne Beauty-Regel: ins Bett geht es nur mit gründlich gereinigtem Gesicht. Um Make-up schonend, aber gründlich zu entfernen, mag ich persönlich Produkte mit Mizellen sehr gern. Das Mizellenwasser von Speick hat den Vorteil, dass es ohne Alkohol auskommt und daher auch für die sensible Augenpartie geeignet ist. Außerdem macht das Abschminken mit dem fröhlich-fruchtigen Duft dieses Multitalents gleich doppelt so viel Spaß! Zusätzlich zum Mizellenwasser greife ich gern noch zur passenden tensdifreien Sanften Reinigungsmilch. So kann die Haut sich über Nacht regenerieren, bevor es am nächsten Tag wieder heißt: auf die Pinsel, fertig, los!

Frohes Farbspiel und bis bald,

Eure Ida

In Herbststimmung

Ja, ich habe den langen und heißen Sommer sehr genossen. Aber Ende August musste ich dann doch manchmal sehnsüchtig an kuschelige Pullover, an warme Bäder in der Badewanne oder an nach Zimt und Gewürzen duftenden Tee denken.

Jetzt ist es Mitte Oktober und schon länger wieder kühl, die Tage sind viel kürzer und die Nächte deutlich länger. An den Wochenenden treibt es mich nicht mehr an den See oder in den Biergarten, sondern ich genieße es, lange auszuschlafen und ganz ohne schlechtes Gewissen nachmittags auf der Couch zu liegen.

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Oder aber ich freue mich nach einem sonnigen Spaziergang im Wald mit bunt gefärbtem Laub darauf, am Abend nicht mehr raus zu müssen und gemütlich in einem Buch zu lesen. Dazu zünde ich mir gern eine Duftkerze an – die Duftkerze von Speick erinnert mich an eine Bergwanderung in Kärnten vor einigen Jahren, bei der ich das zarte Speick-Pflänzchen in seiner bergigen Heimat entdecken konnte. Wenn ich die Augen schließe und tief einatme, dann sehe ich das südliche Alpenpanorama vor meinem inneren Auge und denke an das dortige Speick-Spa, in dem es so gut nach Speick duftete: Krautig, aber auch wärmend und entspannend.

Pflege im Herbst

Auch kosmetisch habe ich in den letzten Wochen einiges umgestellt. Während ich im Sommer gern zu einer Bodylotion gegriffen habe, sind jetzt wieder die Körperöle an der Reihe. Nach dem Baden trage ich das Speick Natural Aktiv Körperöl auf meiner noch feuchten Haut auf, um die Feuchtigkeit in die Haut einzuschließen. Es gehört zu meinen Lieblingsprodukten von Speick, auch weil man es multifunktional einsetzen kann, z.B. als Badeöl (passt ja ebenfalls in den Herbst!).

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Meine Gesichtshaut kam ebenfalls in Herbststimmung und braucht jetzt wieder mehr Lipide. Im Sommer reichte ein Serum und eine Sonnencreme oder eine leichte Tagescreme bei meiner eher trockenen Haut aus, nun brauche ich stärkeren Schutz: Die Speick Natural Face Intensivpflege Creme Medium pflegt neben dem befeuchtenden und pflegenden Wirkkomplex aus Zuckerrübenextrakt, Linolsäure und Linolensäure, Schilfrohrextrakt sowie Kiefernschwamm noch mit Q10. Mit ihrem ausgewogenen Verhältnis von Lipiden und Feuchtigkeit unterstützt die Creme die Hautbarriere. Wenn es später im Winter richtig eisig wird, kann ich die Speick Natural Face Intensivpflege Creme Rich mit ihrer fast balmigen Textur empfehlen (aber noch ist es nicht so weit).

Olfaktorisch bleibe ich mit der Speick Duftkerze, dem Speick Natural Aktiv Körperöl und der Speick Natural Face Intensivpflege Creme Medium in einer ganz ähnlichen Familie: Als krautig frisch und typisch Speick würde ich den Duft beschreiben – für mich Herbststimmung pur.

Ich wünsche euch einen schönen Herbst mit gemütlichen Abenden und Wochenenden!

Eure Julia

Susanne Gans, Laborleiterin bei Speick Naturkosmetik

3 FRAGEN AN: SUSANNE GANS

Heute gibt es den dritten Teil unserer kleinen Jubiläums-Interviewreihe: Ich bin mal eben (digital) ins Labor gehuscht und habe Susanne Gans befragt – das kreative Entwickler-Genie hinter den Speick-Produkten. Ich muss zugeben: Ich beneide sie um ihr Wissen und ihre Arbeit, die das Unternehmen schon so lange prägen. Noch dazu hat sie vieles von dem, was sie heute tut, ganz allein erarbeitet. Nur die vielen Protokolle während der Entwicklung einer Rezeptur, erscheinen sicher manchmal wie die „unendliche Geschichte“… Lest am besten selbst!

  1. Susanne, seit wann bist du im „Speick-Team“ und wie bist du dazu gekommen? Wäre konventionelle Kosmetik je für dich in Frage gekommen? Und hattest du zu Beginn noch einen „Mentor“ im Unternehmen, der dich in die Geheimnisse hinter der Marke (im Labor) eingeführt hat?

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In der Zwischenzeit bin ich über 42 Jahre im Betrieb. Als ich hier in der Entwicklung angefangen habe, direkt nach der Ausbildung, war meine Vorgängerin schon nicht mehr im Labor. Mein damaliger Chef, Dr. Endlich, war für mich wie ein Vater. Ein wirklich herzensguter Mensch, der sich vor allem philosophischen Gedanken widmete und nicht praxisorientiert war. Er sagte so immer: „Das machst Du schon, das kannst Du!“. Also habe ich mir alles erarbeitet, wurde gefördert und geprägt. Wenn ich heute zurückblicke, hätte ich mir keinen besseren Start vorstellen können. Ich hatte Glück, dass mich das Schicksal genau da hingestellt hat, wo ich heute bin: In der Naturkosmetik.

 

  1. Erinnerst Du dich an die erste Rezeptur, die du für Speick entwickelt hast/an deren Entwicklung du beteiligt warst? Und gab es zu Beginn vielleicht eine Textur/einen Duft/eine Mixtur im Sortiment, mit der du so gar nichts anfangen konntest?

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Zusammen mit der Filderklinik sollte ich eine Serie für die Frühgeborenen-Station entwickeln, unter anderem eine Feuchtpflegecreme. Das war eine Herausforderung, alles ganz ohne Computer, nur mit der spärlichen zur Verfügung stehenden Literatur und den wenigen Rohstoffen zu erarbeiten. Endlos viele von Hand ausgefüllte Entwicklungsprotokolle und genauso viele Versuche habe ich dazu gebraucht. Doch zu guter Letzt entstand eine Cremegrundlage, die sich nicht nur gut bei den Frühchen bewährt hat, sondern auch heute noch als Basis für viele unserer Cremes dient.

Schwer getan habe ich mich am Anfang tatsächlich mit dem Speick-Duft, den ich weniger angenehm fand. Aber unser damaliger Verkaufsleiter hatte recht mit seiner Aussage, dass es nichts gibt was man nicht mag, sondern nur solche Dinge, an die man sich noch gewöhnen muss. Heute liebe ich den Speick-Duft!

 

  1. Ich glaube du bist sehr ehrgeizig und ein Perfektionist, was deine Arbeit betrifft. Was war bislang (entwicklungstechnisch) die größte Herausforderung? Hat dich ein Auftrag/Wunsch aus Marketing/Vertrieb im Labor schon mal an den Rand der Verzweiflung gebracht, weil es einfach nicht klappen wollte?

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Leider kann man sich bei der Entwicklung von Naturkosmetik nicht an den vorhandenen konventionellen Versuchsrezepturen orientieren. Alles muss individuell entwickelt werden. Oft kommt es vor, dass die Rezepturen nicht den 6-wöchigen Stabilitätstest überstehen und sich erst zum Schluss verflüssigen oder trennen. Oder die Formulierung sieht nicht so aus, wie man es möchte, riecht nicht so oder hat nicht die Wunschwirkung, obwohl in der Theorie alles stimmt. Man fängt immer wieder von vorne an. Da gibt es leider mehr Tiefschläge als Erfolgserlebnisse. So habe ich 5 Jahre dazu gebraucht, ein wirklich gutes (weg vom herkömmlichen „Bio-Struppi“) Naturkosmetik-Shampoo-Konzept zu entwickeln. Aber alles ist vergessen, wenn man das Perpetuum Mobile geschafft hat. Unsere „Bio-Shampoos“ haben in Testungen genauso gut abschnitten wie konventionelle Shampoos.

 

Definitiv ein Erfolg, auf den Susanne und das Speick-Team stolz sein können. Ich selbst bin großer Fan des Natural Aktiv Shampoos und möchte auch den zugehörigen Conditioner nicht mehr missen. Mit dem Speick-Duft ging es mir übrigens ganz ähnlich: Beim ersten Schnuppern konnte ich nur wenig damit anfangen. Heute hingegen genieße ich schon Minuten nach dem Aufstehen meine krautige Gesichtspflege – einfach frisch und belebend!

Natürlich gibt es auch nächsten Monat wieder ein kleines Interview. Wer nicht so lange warten will, kann gern nochmal in die Beiträge mit Gründerenkel Wikhart Teuffel und Leitung Marketing und Produktmanagement Gudrun Leibbrand reinlesen.

 

Eure Jenny

 

Im Dreiertest: Die Body Lotion Vielfalt bei Speick

Es ist bereits eine ganze Weile her, dass Julia, Ida und Jenny zuletzt Produkte im Dreiertest auf dem Prüfstand hatten. Höchste Zeit, wieder einmal individuelle Lieblinge in den Fokus zu rücken. Dieses Mal hat jede der drei Bloggerinnen eine der Speick Bodylotions ausgewählt und stellt sie Euch hier im Detail vor. Im Rennen waren die Speick Organic 3.0 Body Lotion bei Julia, die Speick Natural Aktiv Body Lotion bei Ida und die Speick Thermal Sensitiv Body Lotion bei Jenny.

Julias nachhaltiger Liebling: Die Speick Organic 3.0 Body Lotion

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Das Produkt: Als es darum ging, dass wir hier auf dem Blog einen Dreiertest zum Thema Bodylotion machen, musste ich nicht lange nachdenken, welches Körperpflege-Produkt von Speick mein Favorit ist. Für mich stand augenblicklich fest, dass ich die Speick Organic 3.0 Body Lotion vorstellen werde! Und das nicht nur, weil die Rezeptur mit nur 11 Inhaltsstoffen so übersichtlich und die Verpackung aus nachwachsenden Ressourcen so nachhaltig ist – sondern weil die Body Lotion eine geniale Textur hat. Dazu kommt sie ohne Palmöl aus und ist vegan; bio-zertifiziert ist sie sowieso.

So habe ich getestet: Ich greife täglich mindestens einmal zu einer Körperpflege – im Sommer wird meine Körperhaut durch Baden im See oder häufiges Duschen ausgetrocknet, im Winter wird ihr durch die Heizungsluft zugesetzt. Zu schwer darf eine Body Lotion bei mir nicht auf der Haut liegen, trotzdem muss aber ein nachhaltiger Pflegeeffekt spürbar sein. Die Speick Organic 3.0 Body Lotion würde ich als eine Gelcreme beschreiben, die der Haut schön Feuchtigkeit spendet. Sie lässt sich streifenlos verteilen und zieht schnell ein. Genau deswegen habe ich sie sowohl morgens als auch abends nach dem Duschen verwendet.

Mein Fazit: Ok, ihr könnt es euch bereits denken, ich bin begeistert 🙂 . Auch der Duft nach Orangen gefällt mir, nur die Gestaltung der Verpackung finde ich vielleicht nicht ganz so stylish. Nun wünsche ich mir eine Gesichtspflege mit so einer erfrischenden Textur wie die der Speick Organic 3.0. Body Lotion! Ein passendes Duschgel Organic 3.0 gibt es ja glücklicherweise schon.

 

Idas natürlicher Wachmacher: Die Speick Natural Aktiv Body Lotion

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Das Produkt: Wenn es um Body Lotion von Speick geht, habe ich – zumindest was den Duft anbelangt – eigentlich einen klaren Favoriten: die Thermal Sensitiv Bodylotion. Unser Dreiertest war aber eine gute Gelegenheit, mich auch mal anderweitig im Speick-Sortiment umzuschauen. Schlafmangel ist hier daheim aktuell ein großes Thema, sodass mich die Natural Aktiv Body Lotion allein schon wegen ihres Namens angesprochen hat. Aktiv = wach, oder? Das kann ich gerade sehr gut gebrauchen! Außerdem klingt das Versprechen auf der Tube, dass die Body Lotion mit Bio-Aloe Vera Gel intensiv Feuchtigkeit spendet, super. Genau genommen sind es sogar gleich drei Durstlöscher, die enthalten sind: neben Aloe Vera enthält die Natural Aktiv Body Lotion auch Zuckerrübenextrakt und Glycerin. (Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Beitrag). Wie auch die beiden Favoriten von Julia und Jenny ist mein Text-Exemplar ebenfalls vegan und selbstverständlich bio-zertifiziert.

So habe ich getestet: Die Verwendung von Body Lotion ist für mich Teil des morgendlichen Pflegerituals, abends greife ich in aller Regel lieber zu einem Körperöl. Idealerweise zieht eine Body Lotion flott ein und lässt sich unkompliziert und ohne große Streifenbildung auf der Haut verteilen. An diese Kriterien kann ich bei der Natural Aktiv Body Lotion zufrieden einen Haken setzen. Der feuchtigkeitsspendende Effekt ist auf der Haut sofort spürbar, gleichzeitig fühlt meine Haut sich damit auch angenehm gepflegt an. Und dann ist da natürlich noch der Duft, den ich unbedingt erwähnen muss! Fruchtige Litsea und ganz zart krautige Unternoten sorgen morgens selbst nach einer kurzen Nacht für gute Stimmung und helfen mir dabei, mit Schwung in den Tag zu startet, egal wie tief die Augenringe sind. Der Duft hält sich eine ganze Weile auf der Haut, so dass ich immer mal wieder „nachschnuppern“ kann.

Mein Fazit: Die Speick Natural Aktiv Body Lotion habe ich mir dank unseres Dreiertests genauer angeschaut – gut so, denn der fruchtige Duft ist ein natürlicher Wachmacher und das Hautgefühl nach der Anwendung ist top. Ich glaube, ich lasse meinen bisherigen Liebling, die Thermal Sensitiv Body Lotion, jetzt erst einmal eine Weile ruhen.

 

Jennys Wellnesspflege: Die Speick Thermal Sensitiv Body Lotion

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Das Produkt: Zart duftend und feuchtigkeitsspendend: Das ist die Thermal Sensitiv Body Lotion. Sie ist meine persönliche Favoritin unter den Körperpflegecremes von Speick. Obwohl ich eigentlich der „Natural Aktiv-Typ“ wäre, hat die Thermal Lotion irgendwie die Nase vorn – vielleicht ja der heimliche Wunsch nach etwas Wellness im Alltag?

So habe ich getestet: Die samtige Lotion darf nach der täglichen Dusche auf meine an Armen und Beinen (noch) sonnenverwöhnte Haut. Reichhaltige Sheabutter und Aloe vera in Bioqualität liefern die richtige Portion an Lipiden und Feuchtigkeit und pflegen sie streichelzart. Für mein ersehntes Wellness-Feeling sorgen Algenextrakt und das Thermalwasser aus Bad Schlangenbad. Dass Wasser nicht gleich Wasser ist, hat Julia Euch in diesem Blogpost schon verraten. Das Besondere an diesem hier ist sein Gehalt an Kieselsäure. Das Wasser fließt durch einen tief liegenden Quartzstollen und wird dort intensiv angereichert. In der Kieselsäure wiederum steckt Siliziumdioxid, ein Spurenelement, das für Festigkeit und Elastizität in unserer Haut sorgt. Die Speick Body Lotion, ist also ein echter Straffmacher! Das Thermalwasser wirkt außerdem beruhigend und entzündungshemmend auf die Haut.

Mein Fazit: Dieses sanfte Multitalent ist ein Must-Have, um den Sommer gefühlt ein klein wenig zu verlängern und das ganze Jahr über eine straffe, prall mit Feuchtigkeit verwöhnte Haut zu bewahren. Die Rezeptur zieht angenehm schnell ein und verwöhnt bei der Pflege mit einem frischen, zarten Duft, der mich gedanklich ins SPA versetzt. Ich mag sie einfach!

Jetzt müsst Ihr entscheiden: Welche der drei ist Euer Liebling unter den Bodylotions?
Eure Julia, Ida und Jenny.

3 Fragen an: Gudrun Leibbrand

Nachdem Gründerenkel Wikhart Teuffel sich vergangenen Monat meinen Fragen stellen musste, ist heute Gudrun Leibbrand an der Reihe. Sie ist mit 27 Jahren im Unternehmen ebenfalls ein „Urgestein“ bei Speick und heute als Leitung Marketing und Produktmanagement aktiv. Viele von Euch kennen sie bereits von den Speick Insights hier auf dem Blog und von zahlreichen öffentlichen Aktivitäten der Marke.

Beworben hat sie sich damals als Werbeassistentin und wurde im ersten Gespräch schon nach ihrer Bereitschaft zu Veränderungen befragt. Was sich dahinter verbarg, wie bei Speick alles unter ein Dach kam und das Marketing im Laufe der Jahre zur treibenden Kraft im Unternehmen wurde, verrät Gudrun im Interview.

Ohne lange Vorrede möchte ich einfach mit den Fragen starten – denn Gudrun hat jede Menge zu erzählen. Nach all den Jahren schlummert da sicher noch viel mehr in den (gedanklichen) Schubladen. Was mich natürlich brennend interessiert, sind ihre Anfänge bei Speick…

1. Gudrun, was hat dich damals bewogen, dich bei Speick zu bewerben? Erinnerst du dich an dein Vorstellungsgespräch?

Ich war vorher gute drei Jahre in einer mittelgroßen Werbeagentur und dort quasi Quereinsteiger im Bereich Werbung/Marketing. Meine Wurzeln als PTA in der Apotheke boten mir viel Einblick in homöopathische Prozesse. Auch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin hatte ich absolviert.

Die Anzeige für SPEICK Naturkosmetik (damals als Werbeassistentin) hatte ich nach dem Urlaub entdeckt und war eigentlich schon viel zu spät dran. Aber es gibt ja keine Zufälle. Als ich meine Bewerbung persönlich abgab, lief ich dem damaligen Personalchef direkt in die Arme. Vielleicht war dies ein gutes Omen? Auf jeden Fall hat‘s geklappt. Im ersten Bewerbungsgespräch 1991 wurde ich schon gefragt, ob ich denn bereit sei, mit dem Unternehmen von Stuttgart-Möhringen nach Leinfelden umzuziehen. Das habe ich natürlich bejaht. Und siehe da – es hat gar nicht mehr lange gedauert: 17 Jahre später, im Jahr 2008, haben wir den Umzug vollzogen, und ich war dabei.

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2. 27 Jahre sind eine lange Zeit. Ist dir in all den Jahren nie langweilig geworden? Erzähl uns doch über deine Stationen und 1-2 ausgewählte Erlebnisse.

Beim Start ins Unternehmen hatten wir eher keine Hightimes, und es ging darum, das Unternehmen zu erneuern. Ernsthaft begonnen haben wir dies 1998. Aus meiner Idee, 70 Jahre öffentlich mit den regionalen Konsumenten zu feiern, wurde Realität. Ich durfte mit einer Arbeitsgruppe den ersten Öffnungstag unseres Werksverkaufs in Möhringen (damals tatsächlich im kleinen ehemaligen Pförtnerhäuschen) realisieren, einen Kindertag und einen Tag der offenen Tür mit Bus-Pendelverkehr Möhringen-Leinfelden. Das war der Auftakt zu transparenter Kommunikation.

Seit 2001 leite ich das Marketing. Wir haben unserer Firmierung „Walter Rau GmbH & Co. Speickwerk“ das schöne „SPEICK Naturkosmetik“ voran gestellt und damit angefangen, das SPEICK-Dach zu denken und später zu bauen. Alle Produkte sollten ein gleiches, wiedererkennbares Erscheinungsbild haben, das nur durch Farbcodes unterschieden wird. Es ist uns gelungen.

Mit dem Umzug 2008 habe ich auch das Produktmanagement mit der Leitung übertragen bekommen. Gleichzeitig haben wir begonnen, einen Status unserer nachhaltigen Bemühungen zu erstellen. Aus der Philosophie heraus hatten wir bis dato schon sehr viele positive Errungenschaften diesbezüglich. Und es war der Auftakt zu weiteren Anstrengungen…

Ich merke gerade, dass ich Romane weiter schreiben könnte. Jeder Tag im Unternehmen war im Prinzip ein neues Erlebnis. Es gibt keine Langeweile, und meine und unsere Bemühungen sind heute gekrönt von vielen Erfolgen, Auszeichnungen. Es ist sehr schön, daran beteiligt zu sein.

3. Wenn du deine Karriere in 10-Jahres-Abschnitte teilst: Was waren die Herausforderungen jeder Ära (für das Unternehmen und den Teilbereich deiner Arbeit)? Und welche siehst du für die nächsten 10?

1991 – 2001: Einleben in die Firmenphilosophie, Herantasten an mögliche Erneuerungsprozesse, Ideen vortragen und umsetzen können.

2001 – 2008: Aus einfacher Werbung komplexes Marketing machen und denken. Ich hatte ja bis zum Jahr 2000 noch neben dem Job ein Studium zur Marketing- und Kommunikationswirtin gemacht. Das gab natürlich Schub und neue Möglichkeiten, war aber auch über drei Jahre hinweg ziemlich anstrengend.

2008 – 2018: Aufbau, Ausbau und immer im Auge, keine strategischen Fehler zu machen. Eine echte Marke muss sehr behutsam geführt und erneuert werden, weil sie generationenübergreifend funktionieren muss. Und es scheint, dass wir vieles richtig gemacht haben. Natürlich war auch unser Umzug in 2008 eine riesengroße Chance, Prozesse zu erneuern. Und auch dies ist gut gelungen.

Wir sind eine homogene Gruppe und schaffen es mit unserem doch eher kleinen Team immer wieder, Berge zu versetzen. So werden wir regelmäßig seit 2011 mit Auszeichnungen im Nachhaltigkeitsbereich belohnt. Wir hier im Marketing sind quasi die Treiber – aber nur mit allen zusammen kann man es letztendlich schaffen.

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Gemeinsam stark könnte man sagen – ich denke, das ist das passende Schlusswort zu Gudruns Ausführungen. Sie und ich kennen uns mittlerweile immerhin 10 Jahre und ich habe sie als absoluten Teamplayer, Optimisten und quasi personifizierte Authentizität kennengelernt. Einfach toll, dass Persönlichkeiten wie diese, ein Unternehmen wie Speick schon so lange Zeit mit prägen.

Mal sehen, wen wir in unserer kleinen Serie als nächstes (näher) kennenlernen…

Eure Jenny

 

lindos walter rau speick

Ein Blick in die Vergangenheit: die Lindos Kamillen-Seife für Kinder

Als Jenny, Julia und ich im Frühjahr bei Speick zu Besuch waren, konnten wir nicht nur in Produktion, Labor und Lager hineinschnuppern, sondern haben auch allerhand rund um die Geschichte des Unternehmens erfahren. Ich wusste bis dahin beispielsweise nicht, dass es früher eine Kinder-Serie im Sortiment gab! Zu gern wollte ich einmal an einem der Produkte schnuppern, also habe ich mich online auf die Suche gemacht und bin fündig geworden. Und welchen besseren Anlass als das 90-Jährige Speick-Jubiläum könnte es geben, um mit euch eine kleine Zeitreise ins letzte Jahrhundert zu unternehmen und einen Blick auf einen Teil des damaligen Sortiments zu werfen?

Die fünfteilige Lindos Kamillen-Pflege-Serie

lindos kamillen pflege walter rau

Anfang der 1950er Jahre war es, als Walter Rau das Sortiment um fünf Produkte erweitert hat, die speziell für die Pflege von Babys und Kindern gedacht war. Seife, Puder, Creme, Öl und Bademilch bildeten die Lindos-Serie, die nach einem Ort auf der griechischen Insel Rhodos benannt worden ist, wie ihr ja auch im Porträt über Walter Rau schon erfahren konntet.

Im Mittelpunkt der Produkte steht als Inhaltsstoff die Echte Kamille – mit ihren entzündungshemmenden, antibakteriellen und beruhigenden Eigenschaften ist sie ein Klassiker der Babypflege. Bis in die 1990er Jahre hinein war die Lindos-Serie Teil des Speick-Sortiments. Der Markt für Babypflege war bereits zu dieser Zeit allerdings hart umkämpft, sodass die Produkte das Sortiment wieder verlassen mussten. Die Seife war dabei bei den Kunden besonders beliebt und wurde bis Ende der 1990er Jahre verkauft.

Die Lindos Kamillen-Seife

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Die Echte Kamille ziert die Verpackung der Lindos-Seife. Spannend finde ich die blaue Farbe des Umkartons: ob das eine Anspielung auf das blaue ätherische Öl der Kamille ist?

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Die Seife selbst ist in feines Papier nochmal eingeschlagen – wenn ihr genau hinschaut, seht ihr darauf schon das damalige Speick-Logo, das das Design der Seifen im Wandel der Zeit über viele Jahrzehnte geziert hat.

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Einmal auspacken, bitte! So sieht die Seife ganz ohne Verpackung aus:

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Zart-gelb ist sie (in natura etwas dunkler als auf den Fotos) und präsentiert sich mit Lindos-Prägung. Noch hübscher finde ich allerdings die Rückseite, denn dort ist tatsächlich eine Kamillenpflanze eingeprägt:

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Und wie duftet die Seife nun? Tja, mein Exemplar hat schon mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel, da hat der Duft deutlich nachgelassen. Meine Nase empfindet den Duft als zart, unaufdringlich und einfach ein bisschen seifig-cremig. Ja, diesen Duft würde ich auf Baby- oder Kinderhaut sehr gern riechen! Ich habe mich übrigens bisher nicht getraut, meine Lindos-Seife tatsächlich zum Händewaschen oder zur Körperpflege zu nutzen, denn diese Rarität soll doch möglichst lange noch unversehrt bleiben.

Auf einem Beileger im Umkarton ist die gesamte Kamillen-Serie abgebildet:

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Herzerwärmend finde ich persönlich ja die Details in Form von Kinderliedern bzw. Reimen, die den Rahmen der Abbildung bilden. Dass Speick in Schwaben beheimatet ist, ist dabei unverkennbar – Hotte, hotte, Rössle!

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Ich wäre gespannt darauf, zu erfahren, ob von euch vielleicht sogar noch jemand die Lindos Pflege-Serie von Speick kennt und damit entweder selbst gepflegt worden ist oder sie für die Pflege der eigenen Kinder verwendet hat…

Eure Ida