Haarseife vs festes Shampoo: zwei Schaumschläger im Fokus

Sie liegen absolut im Trend: Feste Produkte für die Haarwäsche. Auch bei Speick gibt es verschiedene Haarseifen im Sortiment – festes Shampoo bislang nicht. Aber wie unterscheiden sich die beiden Produktkategorien eigentlich? Ich habe mit Ina Hiller aus dem Team Marketing und Produktmanagement gesprochen. Hier erfahrt Ihr interessante Hintergründe und Anwendungstipps…

Was steckt drin in den smarten Stückchen: Gibt es grundsätzliche Rezepturunterschiede zwischen Haarseife und festem Shampoo?

Auf jeden Fall! Haarseife und festes Shampoo sind grundsätzlich unterschiedlich in ihren Rezepturen, auch wenn es sich bei beiden Varianten um sogenannte anionische Tenside handelt, die für die Haarwäsche wichtig sind.

Eine Haarseife ist ein festes Seifenstück mit Shampoozusätzen. Sie basiert, wie der Name schon sagt, auf Seife. Unsere Haarseife ist eine rein pflanzliche Seife, die nach der traditionellen Seifenrezeptur von Speick Naturkosmetik mit Olivenöl, Kokosöl und Palmöl aus RSPO-zertifiziertem Anbau hergestellt wird. Dabei handelt es sich um ein basisches Produkt mit einem pH-Wert von 10, wie all unsere Seifen. Dieser basische pH-Wert versorgt Haut und Haare mit Feuchtigkeit, sorgt aber auch dafür, dass die Haare aufquellen. Wir verwenden hier immer gerne das Beispiel des Tannenzapfens: Durch die Seife öffnet sich das Haar wie ein Tannenzapfen. Natürlich möchten wir aber, dass die Haaroberfläche geschlossen wird, damit die Haare geglättet werden, glänzen und gut kämmbar sind. Entsprechend fügen wir dieser Seifen-Grundrezeptur einen Naturkosmetik-konformen Shampoo-Waschrohstoff hinzu, um das Waschergebnis zu verbessern. Das verhindert auch, dass sich Kalkseife in den Haaren ablegen kann, die bei der Haarwäsche mit Seife und kalkhaltigem Wasser entstehen kann. Durch den Einsatz des Shampoo-Waschrohstoffes wird die Kalkseife eingehüllt und bei der Haarwäsche weggespült, so dass keine Rückstände im Haar verbleiben. Die Konditionierer aus hydrolisiertem Weizenprotein und der Guar Bohne sorgen somit für den Effekt des geschlossenen Tannenzapfens: Die Haaroberfläche wird geschlossen, lässt sich gut kämmen und kann das Licht gut brechen, was dem Haar wiederum Glanz verleiht. Der Glanzeffekt wird durch das eingesetzte Arganöl verstärkt.

Abschließend sollte immer eine saure Rinse verwendet werden, denn sie schließt die Haaroberfläche und spült auch die letzten Kalkseifenreste weg. Wem eine saure Rinse auf Essigbasis zu aufwendig ist, der kann auch auf einen Conditioner, bspw. den Speick Natural Aktiv Hair Conditioner, zurückgreifen. Dieser sorgt ebenso für den „sauren“ (und sauberen) Abschluss der Haarwäsche.

Feste Shampoos unterscheiden sich insofern im Wesentlichen von Haarseifen, da sie einen sauren pH-Wert haben. Bei den festen Shampoos handelt es sich um hochkonzentrierte pulverförmige Tensidformulierungen, die entweder zusammengepresst oder in einer Schmelze mit Wachs in Formen ausgegossen werden. Aufgrund des sauren pH-Werts ist hier keine saure Rinse zum Abschluss nötig. Das feste Shampoo funktioniert also ähnlich wie ein flüssiges Shampoo, ist jedoch deutlich konzentrierter in der Zusammensetzung.

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Welche Vor- und Nachteile haben die beiden – für die Umwelt, bei Rohstoffen und Herstellung, sowie Anwendung und Ergebnis?

UMWELT

Unsere Seifen verfügen alle über eine sehr gute biologische Abbaubarkeit gemäß OECD-Kriterien. Die OECD-Testungen geben Aufschluss darüber, wie schnell ein Produkt unter aeroben Bedingungen vollständig abgebaut werden kann. Hier stehen unterschiedliche Testmethoden zur Verfügung, je nachdem ob ein Produkt gut oder schlecht löslich ist oder es sich um flüchtige Substanzen handelt. Bei unseren Seifen wird innerhalb von 5 Tagen eine Abbaubarkeit von fast 90% erreicht, nach 28 Tagen ein Eliminierungsgrad von 98%. Entsprechend gilt die Seife, und damit auch unsere beiden Haarseifen, als „biologisch sehr gut abbaubar“.

Auch unsere Duschgels, Shampoos und Flüssigseifen schneiden bei diesen Tests übrigens gut ab und werden als „leicht biologisch abbaubar“ eingestuft. Das bedeutet, dass sie auch innerhalb der vorgegebenen 28 Tage abgebaut werden, jedoch nicht so schnell wie die Seife.

Bei festen Shampoos hängt die Abbaubarkeit von der Auswahl der Tenside ab. Da wir ja noch kein festes Shampoo im Sortiment haben, können wir hier auch noch keine weiteren Angaben machen. Fest steht aber, dass wir bei jedem neuen Produkt eine möglichst schnelle Abbaubarkeit erreichen wollen und unsere Inhaltsstoffe entsprechend umweltverträglich auswählen. Auch hier erwarten wir also eine leichte biologische Abbaubarkeit!

HERSTELLUNG

Haarseife wird wie all unsere festen Seifenstücke klassisch piliert, das heißt die Seifenspäne werden mit allen für die Haarseife erforderlichen Zusätzen zu einer Masse verarbeitet, die als Seifenstrang gepresst und in Stücke geschnitten wird.

Bei der Herstellung von festen Shampoos benötigen wir mehr Technikeinsatz. Hier werden in der Regel Pulvertenside in einer Wachsschmelze eingebunden und die warme Masse in Formen ausgegossen. Ein anderes Verfahren wäre die reine Pressung der Pulvertenside unter hohem Druck. Bisher produzieren wir noch keine festen Shampoos, auch aufgrund der technischen Komplexität der Herstellung. So viel sei aber schon verraten: Wir testen bereits fleißig Rezepturen und prüfen, wie wir die Produktion der festen Shampoos auch in unserem Haus angehen können.

ANWENDUNG

Die Anwendung von Haarseife und festem Shampoo unterscheidet sich nur gering, jedoch können kleine, feine Unterschiede den Erfolg der Haarwäsche ausmachen.

Anwendung Haarseife

  1. Seife mit der Hand leicht anschäumen und den Schaum in die nassen Haare einreiben. Danach die Haare gründlich ausspülen. Empfehlung: Nicht das gesamte Seifenstück über die Haare reiben, sondern nur den Schaum mit den Händen einarbeiten.
  2. Den Waschvorgang wiederholen: Beim ersten Waschgang werden die Schmutz- und Staubpartikel aufgenommen und entfernt, im zweiten Waschgang findet dann die gründliche Tiefenreinigung statt. Beim zweiten Waschen schäumt die Seife im Haar zumeist auch deutlich stärker.
  3. Anschließend mit einer sauren Rinse (1 EL Essig auf 800 ml Wasser) nachspülen, um das Haar zu glätten und eventuell vorhandene Kalkseifen-Ablagerungen abzuspülen. Es müssen nicht die gesamten 800 ml zur Nachspülung verwendet werden – je nach Haarlänge und persönlichem Empfinden. Es wird kein weiteres Wasser zum Ausspülen benötigt. Alternativ kann auch eine Spülung verwendet werden, zum Beispiel der Speick Natural Aktiv Hair Conditioner. Übrigens: Einige Anwender mit eher feinem Haar verzichten auf die saure Rinse, weil die Haare mit Haarseife allein viel griffiger und „voller“ wirken. Es ist also wirklich eine Frage des Haartyps und Empfindens!

Anwendung festes Shampoo

  1. Das Shampoostück mit der Hand leicht anschäumen und den Schaum in die nassen Haare einreiben. Alternativ kann auch das gesamte Shampoostück verwendet werden, um die Haare einzuschäumen. Danach die Haare gründlich ausspülen.
  2. Optional den Waschvorgang wiederholen: Beim ersten Waschgang werden die Schmutz- und Staubpartikel aufgenommen und entfernt, im zweiten Waschgang findet dann die gründliche Tiefenreinigung statt. Beim zweiten Waschen schäumt das Shampoo im Haar zumeist auch deutlich stärker.
  3. Zur optimalen Pflege mit dem Speick Natural Aktiv Hair Conditioner nachspülen.

Ein deutlicher Unterschied besteht in der Umstellungsphase:

Feste Shampoos sind lediglich Shampoostücke ohne Wasser und verhalten sich auch so wie Shampoo. Sie können also ohne große Umstellung verwendet werden, lediglich das Anwendungsgefühl mag für viele anfangs noch ungewohnt sein.

Die Haarwäsche mit Haarseife erfordert im Gegensatz dazu etwas Geduld bei der Umstellung! Die Reinigungswirkung ist bei der Haarseife genauso gut wie bei einem Shampoo, das Haar fühlt sich anschließend jedoch ungewohnt an. Die Haare wirken gestärkt, oftmals als hätte man einen Festiger benutzt. Viele Verbraucher schätzen diesen Effekt, andere hingegen mögen ihn nicht und beklagen ein eher wachsiges Haargefühl. Wichtig bei der Haarseife: Wir empfehlen mindestens fünf Haarwäschen durchzuhalten, um ein endgültiges Resultat des Wascherfolges mit der Haarseife ziehen zu können. Das Ergebnis hängt dabei von vielen Faktoren ab: Welches Shampoo wurde vorher benutzt? War es bereits silikonfrei oder müssen die Haare sich generell erst auf Shampoo ohne Silikone umstellen? Wie ist der Wasserhärtegrad? Wird eine saure Rinse verwendet? Wie ist die Haarstruktur? Genauso, wie nicht jedes Shampoo für jeden Haartypen funktioniert, ist es auch bei der Haarseife sehr schwierig bis unmöglich, ein Produkt zu entwickeln, das für alle Haare gleichermaßen gut funktioniert.

Weitere Vorteile/Nachteile:

Ein bedeutender Vorteil der Haarseife ist die Feuchtigkeitsversorgung von Haut und Haaren: Seife pflegt die Haut und schützt sie vor dem Austrocknen. Feste Shampoos sind hingegen hoch konzentriert und können bei falscher Anwendung und je nach enthaltenen Tensiden zu einer Überbeanspruchung oder Austrocknung der Haut führen. Im Zweifel wird sehr viel mehr Tensid als benötigt auf Haar und Kopfhaut aufgetragen, vor allem, wenn der Verbraucher es gewohnt ist, auch bei flüssigen Shampoos mit üppigen Mengen Produkt die Haare zu waschen.

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Welche Variante ist für wen besser geeignet?

Die Erfahrungen unserer Verbraucher und auch intern bei unseren Kolleginnen und Kollegen zeigen, dass die Haarseife besonders gut bei lockigem oder feinem Haar funktioniert. Tendenziell also eher bei Haaren, die sich über eine Festigkeits-spendende Haarpflege freuen, die für mehr Griff sorgt. Im Prinzip ist die Haarseife aber für alle Haartypen geeignet, hier gilt es einfach für sich selbst ausprobieren und möglichst die Umstellung durchhalten 😉 Weniger gut geeignet ist die Haarseife jedoch bei stark strapaziertem oder geschädigtem Haar, da sie die Haarstruktur nicht reparieren kann. Hier eignen sich unsere Shampoos für strapaziertes Haar besser.

Festes Shampoo ist weniger Haartypen-spezifisch und kann praktisch von jedem verwendet werden. Hier gilt jedoch Vorsicht bei der Dosierung, um ein Austrocknen der Kopfhaut zu vermeiden!

Der Komfort der Anwendung ist bei beiden sehr ähnlich – das feste Shampoo hat jedoch die Nase vorn, da es keine saure Rinse erfordert!

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Wie gut kommt die Speick Haarseife im Handel an? Ist ein festes Shampoo geplant?

Bisher ist die Resonanz auf die Haarseife bezüglich der Nachfrage sehr gut. Wir sind aber ganz ehrlich: Das Produkt ist aufgrund der für viele ungewohnten Anwendung erklärungsbedürftig und erfordert eine Umstellungsphase. Dementsprechend haben wir bei der Haarseife so viele Kunden-Nachfragen wie bei sonst keinem Produkt. Das hat aber auch den Vorteil, dass wir dadurch den Wunsch vieler Verbraucher nach einem festen Shampoo gespiegelt bekommen und wissen, woran wir weiter arbeiten können und müssen.

Mit den neuen Bionatur Soap Bars für Körper und Haare  haben wir eine zweite Haarseife in unserem Sortiment, die sich hinsichtlich der Inhaltsstoffe (bei den eingesetzten Konditionierern) von unserer „Klassiker-Haarseife“ unterscheidet. Bei vielen Anwendern, die mit der Haarseife nicht zu 100% klargekommen sind, zeigt sich mit den Bionatur Soap Bars Hair + Body ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis bei der Haarwäsche. Andere kommen nach wie vor mit unserer Made by Speick Haarseife besser klar. Generell gilt hier, wie bei jedem Shampoo auch: Es gibt kein Produkt, das gleichermaßen für alle Haartypen funktioniert. Also einfach mal testen und etwas rumprobieren! Und für wen die Haarseife danach noch immer nichts ist: Wir haben ja auch noch fünf tolle flüssige Shampoos im Sortiment, bei denen garantiert jeder Haartyp fündig wird.

 

Wenn ihr gerne wissen wollt, wie es mit den Produktentwicklungen aus dem Labor weitergeht: Folgt uns weiterhin auf diesem Blog oder schaut bei Instagram und Facebook vorbei, um immer die aktuellen Infos über die Speick-Produkte und Neuheiten zu erfahren.

Eure Jenny

Von Außendienstbetreuung bis Wunscherfüllung: Der Alltag im Vertrieb

Bei der Fahrt auf Autobahnen sind sie Euch vielleicht auch schon untergekommen: LKWs, auf deren Ladefläche man lesen kann „Ohne mich, wären die Regale in Ihrem Supermarkt leer“. Das trifft übrigens nicht nur auf die Logistikbranche zu – auch ohne den Vertrieb würden uns die Waren in den Einkaufsstätten ausgehen. Caterina Graziosa, Vertriebsinnendienst bei Speick Naturkosmetik, erfüllt mit ihrem Team also wichtige Aufgaben. Im Interview verrät sie mehr…

  1. Caterina, welche Aufgaben im Vertrieb hast du genau? Wie lange bist du in der Position und wie bis du dort gelandet?

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Mein Job ist ein Kombi-Job zwischen Marketing und Vertrieb. Von der Betreuung unseres Außendienstes, über die Planung, Organisation und Koordination unserer Naturkosmetik-Referentinnen für die Promotion Einsätze vor Ort, bis hin zur Betreuung des Facheinzelhandels in Deutschland sowie den nicht-deutschsprachigen Export – meine Aufgaben sind sehr vielfältig. Ach – und im Betriebsrat bin ich ganz nebenbei auch noch.

Ursprünglich komme ich allerdings aus einer ganz anderen Ecke. Ich bin ausgebildete Erzieherin und Religionspädagogin der röm.-kath. Religionslehre. In Abendkursen habe ich mir den Fachwirt für Organisation & Führung im Sozialwesen angeeignet sowie den Fachwirt für Marketing & Kommunikation.

Bei letzterer Ausbildung hatte ich mich aus einer Laune heraus bei Speick Naturkosmetik beworben und wurde – auch dank meiner 4-Sprachigkeit –  prompt eingestellt. Das war im September 2002.

 

  1. Wie groß ist dein Team (Innen-/Außendienst)?

 Unser Team besteht im Innendienst aus mir und meiner Kollegin im Kundendienst.

Wir teilen uns ein Büro und arbeiten auch sonst Hand in Hand. Das Telefon klingelt selten durch, jeder Anruf ist wichtig und wird entgegengenommen.

Im Außendienst sind 5 Handelsvertretungen und 5 Naturkosmetik-Referentinnen für uns tätig.

 

  1. Blick in die Glaskugel: Wie weit vor Vertriebsstart wisst Ihr über Neu-Launches/Aktionen Bescheid? Wann geht Ihr damit an die Kunden?

Wenn die Glaskugel klar ist, dann in der Regel 3 Monate vorher. Es gab aber auch schon kurzfristige Aktionen, die von unseren Kunden dennoch angenommen wurden.

 

  1. Renner und Penner: Im Vertrieb bekommt ihr direktes Feedback zu Produkten und seht auch anhand von Verkaufszahlen deren Erfolg unmittelbar. Wie eng ist der Austausch mit Produktmanagement/Labor/Marketing. Wie lange bekommt ein Produkt die „Chance“ sich zu beweisen im Markt?

In der Regel geben wir dem Produkt 1 Jahr, um sich zu beweisen. Sind die Abverkäufe – trotz verstärkter Promotion – nicht wie erwartet, geht es in die 2. Runde Promo. Erst danach wird entschieden, ob das Produkt bleibt oder geht. Aus der Erfahrung der letzten Jahre kann ich sagen, dass ein Produkt, sobald es nicht mehr da ist, verstärkt nachgefragt wird…

  1. Und wie stark bestimmt der Vertrieb das Sortiment mit?

In Anbetracht der Tatsache, dass wir im stetigen Kontakt mit unseren Kunden (Händlern & Endkonsumenten) sind, können wir deren Wünsche und Anregungen weitergeben und das Sortiment – sofern möglich – entsprechend gestalten.  Anregungen sind uns immer willkommen.

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Sortimentsgestaltung: Der Vertrieb bestimmt mit, was in den Regalen steht.

  1. Über den Alltag hinaus: Welche Sonderfälle oder ungewöhnlichen Gespräche sind dir vielleicht schon untergekommen?

Manchmal kommt es vor, dass wir Kunden zurückrufen, weil noch etwas in der Auftragsbearbeitung unklar ist. Dann kann es passieren, dass man am anderen Ende nicht den Kunden selbst, sondern deren Nachwuchs hat. So geschehen nach dem Nikolaus-Tag, als am anderen Ende ein kleiner Junge war, weil dessen Mutter noch am anderen Telefon war. Wir haben uns sehr nett unterhalten und er wollte mir unbedingt was zeigen. „Schau mal, was ich zum Nikolaus bekommen habe.“ Mit einem strahlenden Lächeln. Ich wollte wissen, was es denn wäre und er meinte nur „ich zeig es dir doch, du musst da reinschauen, da wo wir reden.“ Dann habe ich ihn animiert, mir zu erzählen, was man denn damit machen kann…also erzählte er mir von seinem Spielzeug, das sich dann als Feuerwehrauto entpuppte. Auf meine wiederholten Fragen nach seiner Mutter meinte er immer wieder, „ja warte, die steht da“ und erzählte fleißig von seinem Spielzeug. Irgendwann, nach gefühlten 10 Minuten kam dann auch seine Mama und entschuldigte sich für ihren kleinen Sohn. Das war alles in allem ein schönes Gespräch.

Manchmal gibt es aber auch Kunden, die um einiges älter sind als der kleine Junge. Kunden, die sich über ein offenes Ohr freuen und ihren Gedanken freien Lauf lassen.

Alles in allem…es gibt immer wieder schöne, interessante und aufschlussreiche Gespräche.

 

Ein spannender Alltag mit vielen Facetten. Der Vertriebsinnendienst ist praktisch ein Job als Planer, „Wunscherfüller“, Ideengeber und -filter…

 

Die neue Black Soap made by Speick

Endlich erobert das „kleine Schwarze“ auch die Badezimmer! Die Rede ist dabei nicht von einem stylischen Kimono oder einem anderen Fashion It-Piece, sondern von einem schwarzen Seifenstück – der neuen Black Soap made by Speick. Die nutzt nämlich die Trendzutat Aktivkohle in Kombination mit echter Seifensieder-Tradition. Ihre Mission: porentiefe Reinheit. Wie genau sie das schafft, hat mir Laborleitung Susanne Gans im Interview verraten und auch gleich noch mit ein paar Vorurteilen aufgeräumt.

Aktivkohle kommt schon seit geraumer Zeit für Reinigungsprozesse zum Einsatz. Ob im Labor, in der Medizin oder zur Behandlung von (Trink)Wasser und Lebensmitteln.  Auch die Beauty-Szene hat den gut verträglichen Rohstoff nun für sich entdeckt. Für porentiefe Sauberkeit!

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Mehr als nur ein Trend-Teil: Die Black Soap made by Speick.

Schwarze Reinigungsprodukte versprechen eine besonders reine Haut – was steckt dahinter?

„Bei Versuchen hat man festgestellt, dass die Reinigungskraft, zum Beispiel von Seife, mit der schwarzen Zutat noch unterstützt wird, da Aktivkohle auf Grund der großen Oberfläche Toxine binden kann. Wir haben viele Jahre Aktivkohle zur Sterilfiltration verwendet. So können z.B. Aknebakterien entfernt werden.“

Was ist anders als bei der Verwendung von Tensiden?

„Tenside reinigen auf Grund ihrer Struktur (wasserfreundlicher Kopf und fettliebender Schwanz), weil sie kugelförmige Mizellen bilden (Wasserkopf außen zum Wasser und Fettschwänzchen zum fettigen Schmutz innen) und dabei den Schmutz im Inneren der Mizelle einschließen. Aktivkohle hat eine extrem große Oberfläche und kann kleinste Teilchen festhalten. Im Falle unserer Seife auch Bakterien und Geruchsmoleküle.“

Im Grunde hat Aktivkohle ja eine schwammartige Oberfläche in der sie z.B. Schmutz binden soll. Wie funktioniert es, dass die Kohle erst auf dem Gesicht ihre Wirkung entfaltet und  nicht schon mit anderen Stoffen (aus der Rezeptur) gesättigt ist? Denn dann könnte sie auf der Haut gar keine Wirkung mehr haben – wie ein voller Schwamm, der kein Wasser mehr aufnimmt.

„Auch wenn sie so aussieht: Aktivkohle funktioniert nicht wie ein Schwamm. Sie kann im Prinzip nichts aufsaugen. Aktivkohle kann dafür kleinste Teilchen herausfiltern indem sie diese an der Oberfläche fest hält. Je größer die Oberfläche desto größer das Bindevermögen. Durch diesen Effekt konnten wir unser Reinstwasser noch von Bakterien befreien.“

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Rein, reiner, Aktivkohle…

Um Schmutz, Fette und Toxine zu adsorbieren, müsste der Reinigungsprozess theoretisch (wie bei der Filtration im Labor) doch einige Zeit in Anspruch nehmen. Welche Anwendungsdauer macht Sinn?

„Man kann die Seife wie gewohnt verwenden. Im Zuge der Waschung wird von der Seife der Schmutz gebunden und sobald die Aktivkohle Moleküle oder Bakterien erwischt, werden auch diese gebunden. Also arbeiten Seife und Aktivkohle Hand in Hand, ohne Wartezeiten.“

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Aktivkohle: Ein Rohstoff mit poröser Oberfläche, der die Black Soap veredelt.

Ihre poröse Oberfläche erhält Aktivkohle durch die Behandlung mit Gas. Bringt das Nachteile mit sich bzw. gibt es Unterschiede bei den Kohle-Sorten?

„Die Herstellung spielt eine entscheidende Rolle. Wichtig ist, dass Schadstoffe wie PAK’s nicht entstehen können. Die Funktion der Aktivkohle selbst hängt nicht von dem Ausgangsmaterial ab.“

Hintergrund-Info: PAK

Habt Ihr von PAK’s schonmal gehört? Die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe bilden eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen mit einem großen Variantenreichtum. Es handelt sich überwiegend um neutrale Feststoffe. PAK sind natürlicher Bestandteil von Kohle und Erdöl, aber auch in Gegrilltem und Gebratenem können sie stecken. Sie entstehen unter bestimmten Voraussetzungen bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material. Und sie haben es in sich…

Susanne, die Kohle entsteht ja grundsätzlich durch Verbrennung von Holz oder ähnlichen Materialien. Während der Verbrennung können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft PAK’s größtenteils als krebserregend ein, außerdem können sie zu Entzündungen oder Schäden an den Schleimhäuten führen.

„Es kommt darauf an wie die Aktivkohle hergestellt wird. Bei der Entstehung von PAK’s spielen die Temperaturen, die extrem hoch sein müssen, und der Sauerstoffgehalt bei der Verbrennung eine Rolle. Die von uns verwendete Aktivkohle ist schadstofffrei.“

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Reinheit im dunklen Gewand: Die Black Soap made by Speick.

Vielen Dank, liebe Susanne! Die „kleine Schwarze“ von Speick hat offenbar keine dunklen Geheimnisse. Vielmehr steht die neue Black Soap für Reinheit und Frische. Sie eignet sich besonders für fettige, unreine Haut, ist aber auch für alle anderen Hauttypen eine Versuchung. Besonders toll ist ihr feiner Duft nach Lavendel und Rosmarin – und natürlich die traditionelle Rezeptur mit RSPO zertifiziertem Palmöl aus nachhaltigem Anbau sowie Kokos- und Olivenöl…

Also lasst Euch nicht von ihrer Farbe täuschen und probiert diese Neuheit unbedingt aus!

Eure Jenny

 

 

3 FRAGEN AN: VALENTIN TEUFFEL

Nachdem wir in den letzten Monaten Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen vorgestellt haben, gibt es heute den letzten Teil unserer kleinen Jubiläums-Interviewreihe: Heute kommt Valentin Teuffel zu Wort, sozusagen die „Next Generation“ bei Speick Naturkosmetik. Er wurde 1987 in Stuttgart geboren, hat nach einem Wirtschaftsstudium in Innsbruck und Heidelberg drei Jahre lang erste Berufserfahrung in Wien gesammelt. Und im Oktober 2017 ging‘s dann zurück in die Heimat – und ins Familienunternehmen.

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Die vierte Generation bei Speick Naturkosmetik: Valentin Teuffel (Foto: Marc Doradzillo)

  1. Wie lange wirken Sie nun bereits aktiv im Unternehmen mit? War es schon länger geplant, als die vierte Generation bei SPEICK Naturkosmetik einzusteigen?

Seit Herbst letzten Jahres bin ich im elterlichen Betrieb tätig. Für mich selbst war schon sehr früh klar, dass ich später einmal in den Familienbetrieb einsteigen möchte. Meine Familie hat allerdings in keinster Weise Druck ausgeübt oder Erwartungen an mich gestellt. Die Firma war und ist im Familienalltag aber natürlich immer präsent und ich habe viel über betriebliche Abläufe und Zusammenhänge in Gesprächen mit meinen Großeltern und meinem Vater erfahren. Das hat mein Interesse geweckt und meinen Willen gestärkt, das fortzuführen, was mein Urgroßvater, Großvater und Vater aufgebaut haben. Natürlich erfüllt es mich auch sehr mit Stolz, als vierte Generation an den Erfolgen meiner Familie anzusetzen und diese hoffentlich weiter auszubauen.

  1. Ein Rückblick: Wenn Sie anlässlich des 90-jährigen Jubiläums die Geschichte betrachten, was war besonders spannend?

Ich denke am spannendsten war einerseits die Zeit, als die Speickpflanze 1936 unter Naturschutz gestellt wurde. Für das Unternehmen galt es damals, neue Wege zu finden, um auf legalem Wege an die Pflanze zu gelangen. Das ist uns ja glücklicherweise durch unsere enge Zusammenarbeit mit den Bauern in den Kärntner Nockbergen gelungen. Zwischenzeitlich wurden auch Forschungen angestellt, die Pflanze in unseren heimischen Gefilden ertragreich kultivieren zu können. Bei dem Projekt, das noch vor meiner Geburt stattgefunden hat, wäre ich gerne dabei gewesen.

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Mitten im Geschehen: Valentin Teuffel in der Produktion (Foto: Marc Doradzillo)

  1. Und wie geht es weiter? Haben Sie persönliche Wünsche für die nächsten 90 Jahre? Wo sehen Sie die Chancen, wo die Herausforderungen für den Naturkosmetikpionier?

SPEICK Naturkosmetik hat sich zu einem Klassiker in der Naturkosmetik-Branche entwickelt. Für meine Generation ist es jetzt wichtig, das Sortiment weiter zu beleben und sich in neue Segmente vorzuwagen. Beobachtet man die Entwicklung der Branche und die Bedürfnisse unserer Kunden, werden die Leitmotive meines Urgroßvaters in Zukunft eine noch größere Rolle bei unseren Vorhaben einnehmen. So werden schon im Februar nächsten Jahres auf der weltweit größten Fachmesse für Naturkosmetik, der Vivaness in Nürnberg, einige neue Produktkonzepte vorgestellt. Man darf gespannt sein!

Gespannt bin ich definitiv, was es wieder Neues geben wird – und auch, wie sich Sortiment und Unternehmen künftig mit dem Input der jüngsten Generation entwickeln. In der Vergangenheit, ist der Spagat zwischen Innovation und Tradition auf alle Fälle gelungen. So kann es weiter gehen…

Eure Jenny

4 Fragen an: Das Speick Vertriebsteam

Auch in diesem Monat führen wir unsere Interviewreihe fort und haben uns erstmals gleich vier Mitarbeiter von Speick geschnappt: Caterina Graziosa, Holger Maier, Rainer Schöll und Valentin Teuffel gehören zum Vertriebsteam. Sie sind es gewohnt Fragen zu beantworten – Kundenanfragen in erster Linie. Und die flattern recht häufig rein, gerade was die Verfügbarkeit von Produkten oder das Sortiment betrifft. Welche das am häufigsten sind, interessiert mich natürlich brennend! Daher kommen die (ausnahmsweise 4) Fragen heute nicht von mir, sondern von Euch – den lieben Speick-Kunden!

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Holger Maier, Caterina Graziosa und Valentin Teuffel vom Speick Vertriebsteam (v.l.n.r.).

  1. Wo überall in Deutschland gibt es eure Produkte? Es antwortet Rainer Schöll:

SPEICK Produkte gibt es im klassischen Fachhandel wie zum Beispiel im Bioladen, in der Drogerie und im Reformhaus. In der Apotheke kann man unsere Produkte meist vorbestellen. Darüber hinaus sind viele davon in Drogeriemärkten, in Bio Supermärkten sowie im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.

SPEICK Produkte werden aber auch über ausgewählte Versandhändler angeboten, offline als auch online.

Selbstverständlich gibt es nicht alle unserer Produkte überall. Der Sortimentsumfang ist unter anderem abhängig von Filialgröße, Region, etc. Die Geheimtipps: Unser gesamtes Sortiment gibt es online auf speickshop.de. Auch in unserem Flagship Store, der SPEICKwelt in Stuttgart Mitte (Hirschstr. 29) und unserem Werksverkauf an unserem Unternehmenssitz in Leinfelden, ist die gesamte Produktfamilie vertreten.

 Die Speickwelt und den tollen Speickshop online haben wir Euch bereits im Blog vorgestellt. Sooo schade, dass man nicht überall diese Produktvielfalt erleben kann – was auch gleich zur nächsten Kundenfrage führt.

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Die Speickwelt in Stuttgart (Foto: Julia Keith)

 2. Warum bekommt man nicht in jedem Geschäft dieselben Produkte bzw. Serien? Es antwortet Holger Maier:

Generell obliegt die Sortimentsgestaltung dem Handel. Selbstverständlich sind wir mit unseren Handelspartnern bezüglich neuer Artikel und Sortimentsoptimierung ständig in Kontakt. Aufgrund unseres breiten Sortiments und unterschiedlicher Vertriebsschienen und Handelspartner, welche wiederum auf unterschiedliche Schwerpunkte und Kompetenzen setzen, ist es leider nur begrenzt möglich, in allen Bereichen vollständig vertreten zu sein.

 Das ist natürlich verständlich und sorgt (bei mir definitiv) dafür, immer einen Vorrat der Lieblingsprodukte parat zu haben. Nur: Was mache ich im Urlaub?!

 3. Bekomme ich eure Produkte auch im Ausland bzw. Urlaubsland? Es antwortet Valentin Teuffel:

Natürlich gibt es unsere Produkte auch im Ausland. Wir sind von Australien bis Zypern aktuell in 38 Ländern weltweit vertreten. Am einfachsten sind SPEICK Naturkosmetik-Produkte jedoch im europäischen Ausland wie Österreich, der Schweiz oder Italien zu bekommen.

Wenn ihr im Ausland lebt oder im Urlaub seid und wissen möchtet, wo Ihr ein bestimmtes Produkt von uns findet, könnt ihr uns jederzeit schreiben oder anrufen. Am einfachsten geht’s über Facebook oder per Email (info@speick.de). Ihr bekommt dann innerhalb kürzester Zeit eine Antwort von uns. Grundsätzlich versendet unser Onlineshop (speickshop.de) natürlich auch in alle Länder. Wir freuen uns zudem auch immer sehr, wenn wir von unseren Konsumentinnen und Konsumenten „Urlaubspost“ in Form eines Fotos mit einem Speick-Produkt vor einem spektakulären und regional erkennbaren Hintergrund o.ä. bekommen. Diese Bilder werden dann traditionell auf Facebook (facebook.com/speick/) und Instagram (instagram.com/speicknaturkosmetik) geteilt.

Wie so eine Speick-Präsenz im Handel am anderen Ende der Welt aussehen kann, hat Julia in diesem spannenden Beitrag aus Tokio gezeigt. Aber auch daheim ist das Unternehmen absolut weltoffen…

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Speick im Crayon House in Tokio (Foto: Julia Keith)

4. Thema Kundenservice – wie kann ich euch denn am besten erreichen und wer kümmert sich dann um meine Anliegen? Es antwortet Caterina Graziosa:

Ganz gleich wo ihr euch befindet – ein Anruf / eine Mail an unseren Kundenservice hilft euch bei der Suche nach eurem Lieblings-Speick Produkt auf jeden Fall weiter. Natürlich könnt ihr euch auch an uns wenden, wenn ihr Fragen zu bestimmten Inhaltsstoffen habt oder Beratung bei der Produktauswahl benötigt. Wir freuen uns über jede Anfrage, ganz gleich ob auf Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch… jede Anfrage wird so schnell wie möglich von unseren Mitarbeitern beantwortet.

Kein Wunder, dass man sich bei Speick immer willkommen fühlt!
Eure Jenny

Konkurrenzdruck beim Rohstoffeinkauf: Pflanzen werden knapp

Ein Beitrag hat mich diesen Sommer ziemlich aufgewühlt: Eine deutsche Tageszeitung titelte, die Rohstoffe für Naturkosmetik seien knapp – ein wichtiger Grund dafür: das wachsende Interesse konventioneller Hersteller an pflanzlichen Zutaten. Diese definitiv schlechten Nachrichten haben mich zu Nachforschungen angeregt, denn ich mache mir ein wenig Sorgen um die Zukunft meiner heiß geliebten Bio Beauty. Haben Authentizität und Pioniergeist am Ende doch weniger Gewicht als große Mengen und Etats? Und welche Probleme gibt es darüber hinaus? Ich habe Susanne Gans, Laborleitung bei Speick Naturkosmetik nach ihren Erfahrungen gefragt und bin teilweise schockiert.

Fakt ist: Die steigende Nachfrage nach Naturkosmetik setzt den Rohstoffmarkt mehr und mehr unter Druck. Wo es einst einfach war, ein pflanzliches Öl vom Lieferanten seiner Wahl zu beziehen, stehen nun die Pioniere der Bio Beauty hinter Kosmetikriesen Schlange, deren Produktion große Mengen verschlingt – und die über die garantierte Abnahme dieser enormen Mengen die Rohstoffhersteller an sich binden. Doch neben der Konkurrenz am Kosmetikmarkt drängen auch Hersteller anderer Branchen auf den natürlichen Markt. Und es kommt nicht zuletzt zur Verknappung des Angebots durch negative Umwelteinflüsse und gesetzliche Verordnungen. Aber eins nach dem anderen…

 

Susanne, was sagst du zum Thema Rohstoffknappheit in der Naturkosmetik. Ist da was dran?

Ja, leider werden vor allem ätherische Öle knapp. Da fallen mir Orangenöl oder Grapefruit Öl ein. Zu den Ursachen komme ich später noch. Das liegt auch daran, dass viele ätherische Öle in Reinigungsmitteln und konventioneller Kosmetik als Eyecatcher eingesetzt werden.

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Knapp durch Missernten: Grapefruit (Foto: pixabay)

Welche anderen Rohstoffe sind durch das Interesse der Großkonzerne weniger verfügbar?

Da fällt mir Lemongrasöl ein. Das kommt daher, dass der Hauptbestandteil Citral darin als synthetische Ware nicht verfügbar ist. Hier hatte BASF der Hauptlieferant einen Betriebsunfall und musste die Produktion stoppen und auch in China mit seinen neuen ökologischen Bestrebungen müssen viele Fabriken geschlossen werden, da sie den neuen Standard nicht einhalten können. Wenn keiner mehr produziert, dann wird der Rest zu Spitzenpreisen verkauft.

Dann wäre da das Lavendelöl. Lavendelöl enthält Linalylacetat und Linalool, die gerade auch synthetisch nicht zu bekommen sind, da aufgrund der REACH Verordnung viele Firmen die Produktion einstellen (die Generierung der geforderten Daten kostet zu viel Geld). Nun nimmt man als Ersatz Lavendelöl.

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Begehrter Austauschstoff: Lavendel (Foto: pixabay)

Natur als Austauschstoff – für mich ein trauriges Beispiel der derzeitigen Marktentwicklung. Und was knapp wird, wird auch teuer… Welche (prozentualen) Preissteigerungen konntet Ihr verzeichnen?

Wir setzen ja ätherische Mischungen ein für unsere Parfümierungen, so dass Preissteigerungen nicht genau zugeordnet werden können. Aber hier sind die Preise auch deutlich gestiegen. Nur bei den wenigen reinen ätherischen Ölen die wir noch zusätzlich einsetzen habe ich eine Vorstellung von der Preissteigerung.

Kostete 2012 Orangenöl noch 8,50 € so lagen wir 2016 bei 14,60 €. Der Preis für Menthol verdoppelte sich. Bei Grapefruit Öl aus Florida ist es ganz krass. Innerhalb eines Jahres stieg der Preis pro Kilogramm von 15 € auf 105 €. Vanille als CO2 Extrakt braucht sich da nicht zu verstecken. Hier muss man das Zehnfache des ursprünglichen Preises bezahlen.

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Rar und teuer: Vanille. Ihr Preis stieg um das zehnfache! (Foto: pixabay)

Ziemliche Hausnummern.. Inwiefern kommen Euch da noch langfristige Verträge oder eigene Anbauprojekte zugute?

Leider haben wir keine eigenen Anbaugebiete, einmal von unserem Speick als kontrollierte Wildsammlung abgesehen. Wir machen aber bei vielen Rohstoffen, vor allem bei den Parfümierungen, Kontrakte über 1 bis 2 Jahre. Da können unsere Lieferanten strategisch ihren Einkauf planen und durch die eingelagerten Mengen haben wir eine Preisstabilität. Bei Vanille melden wir unseren Bedarf schon Jahre im Voraus an, damit uns die Firmen unsere Wunschmenge zumindest einplanen können.

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Exklusiv bei Speick: Die Pflanze aus kontrolliert biologischer Wildsammlung

Tragen aus deiner Sicht auch fremde Branchen, negative Umwelteinflüsse oder der Klimawandel zur Verknappung einiger Rohstoffe bei? Welche wichtigen Faktoren darf man nicht außer Acht lassen?

Die REACH Verordnung mach der Industrie große Probleme. Zuerst mussten die Rohstoffe die über 100 Tonnen, dann die über 10 Tonnen und zum Schluss die über 1 Tonne produziert werden, registriert werden. Danach musste man alle geforderten toxikologischen Daten ermitteln. Schwierig auf der einen Seite, da Tierversuche verboten sind und viele Ersatzmethoden noch nicht validiert und damit einsetzbar sind. Und auch auf der anderen Seite sehr kostenintensiv mit viel Bindung von Kapazitäten die man anderweitig benötigt. Das führt dazu, dass Hersteller einfach die Produktion einstellen oder nicht mehr an die Kosmetik verkaufen. So ging es uns bei pflanzlichen Emulgatoren. Diese dürfen nun nur noch in die Lebensmittelindustrie verkauft werden, da hier die Toxdaten nicht gefordert werden. Die Kosmetik geht nun leer aus. Wenn nun einige Firmen den gleichen Rohstoff aus diesen Gründen nicht mehr liefern, dann entsteht ein Engpass weil einfach keine Ware da ist. Wenn es einen Austauschstoff tatsächlich geben sollte, wird dieser teuer verkauft.

Auch die Arzneimittelindustrie hat ihren Einfluss: Hier ist z.B. Lavandin als Biozid zugelassen. Solche Zulassungen sind aufwendig und teuer, da braucht man das EINE ätherische Öl und kann nicht tauschen. Und bei Engpässen werden letztlich so große Mengen abgezogen, dass für die Kosmetik nichts mehr bleibt … Oder der klägliche Rest ist kaum mehr bezahlbar.

Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle. Ernten verkümmern wegen Vulkanausbrüchen, Waldbränden oder wie in Borneo wegen einer Überschwemmung. Ein Hurrikan hat in Florida die ganze Grapefruiternte vernichtet. Die übrig gebliebenen Früchte vergammelten, da kein Strom für die Bearbeitung da war.

Dem Lavendel macht wohl ein Pilz zu schaffen der bei zu viel Feuchtigkeit auftritt. Dieser Pilzbefall muss erst bekämpft werden und das Feld bleibt unbenutzbar. Es dauert Jahre bis wieder an der gleichen Stelle Lavendel angebaut werden kann.

Aufgrund von klimatisch bedingten, jahrelangen Missernten kommt es bei Vanilleextrakten zu langfristigen Engpässen. Es gibt einfach nichts. Das Wenige was oft von den Vanilleschoten noch übrig bleibt, wird gestohlen, oft unreif und dann dadurch auch nicht verwertbar.

 

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Unberechenbar: Naturkatastrophen wie Hurrikans. Sie vernichten ganze Ernten. (Foto: pixabay)


Ein Blick in die Zukunft: Welchen Ausblick gibst du für den Einkauf und die Etablierung neuer (Trend-)Rohstoffe aus der Pflanzenwelt?

Neue Bio Rohstoffe auf den Markt zu bringen wird immer schwieriger. Verantwortungsbewusste Hersteller pflanzenbasierter Rohstoffe nehmen das Nagoya Protokoll ernst. Dieses internationale Umweltabkommen regelt in einen völkerrechtlichen Rahmen den Zugang zu genetischen Ressourcen und einen gerechten Vorteilsausgleich. Also wer einen neuen Pflanzenrohstoff kreiert muss sich fragen, welches Land ist dem Nagoya Protokoll beigetreten und welche Vorgaben werden zur Nutzung des landeseigenen Biomaterials gemacht. Es werden gesetzlich viele Daten gefordert. Man braucht Sicherheitsdatenblätter, Analysenzertifikate und andere Daten. Da steckt Aufwand dahinter und natürlich auch Kosten.

Wenn ich einen Pflanzenwirkstoff einsetze und das auf meine Verpackung schreibe, dann erwartet der Gesetzgeber dass ich mögliche Wirkungen auch belegen kann. Solche kostspielige Studien leisten sich nur große Firmen. Aber ohne Wirknachweise ist ein Einsatz von Wirkstoffen heutzutage fast nicht mehr möglich.

Und: Oft sind toll klingende neue Rohstoffe am Ende nicht zu gebrauchen, da die Funktionalität fehlt. Wir wollten unbedingt eine Seife aus den Früchten der Acrocomia Palme aus einem Kleinbauern Bio Projekt machen. Das ging nicht, da Seife sich trotz idealer Fettzusammensetzung daraus nicht herstellen ließ und auf der anderen Seite die Kleinbauern immer nur das sammelten was sie benötigen…

 

Das klingt nach vielen Herausforderungen am Rohstoffmarkt… Danke liebe Susanne für die Aufklärung! Nach all diesen Details ist mein Respekt gegenüber den Herstellern von Naturkosmetik noch weiter gewachsen – es gehört definitiv viel Idealismus dazu, sich an einem so hart umkämpften Markt zu behaupten.

Eure Jenny

 

 

 

 

Susanne Gans, Laborleiterin bei Speick Naturkosmetik

3 FRAGEN AN: SUSANNE GANS

Heute gibt es den dritten Teil unserer kleinen Jubiläums-Interviewreihe: Ich bin mal eben (digital) ins Labor gehuscht und habe Susanne Gans befragt – das kreative Entwickler-Genie hinter den Speick-Produkten. Ich muss zugeben: Ich beneide sie um ihr Wissen und ihre Arbeit, die das Unternehmen schon so lange prägen. Noch dazu hat sie vieles von dem, was sie heute tut, ganz allein erarbeitet. Nur die vielen Protokolle während der Entwicklung einer Rezeptur, erscheinen sicher manchmal wie die „unendliche Geschichte“… Lest am besten selbst!

  1. Susanne, seit wann bist du im „Speick-Team“ und wie bist du dazu gekommen? Wäre konventionelle Kosmetik je für dich in Frage gekommen? Und hattest du zu Beginn noch einen „Mentor“ im Unternehmen, der dich in die Geheimnisse hinter der Marke (im Labor) eingeführt hat?

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In der Zwischenzeit bin ich über 42 Jahre im Betrieb. Als ich hier in der Entwicklung angefangen habe, direkt nach der Ausbildung, war meine Vorgängerin schon nicht mehr im Labor. Mein damaliger Chef, Dr. Endlich, war für mich wie ein Vater. Ein wirklich herzensguter Mensch, der sich vor allem philosophischen Gedanken widmete und nicht praxisorientiert war. Er sagte so immer: „Das machst Du schon, das kannst Du!“. Also habe ich mir alles erarbeitet, wurde gefördert und geprägt. Wenn ich heute zurückblicke, hätte ich mir keinen besseren Start vorstellen können. Ich hatte Glück, dass mich das Schicksal genau da hingestellt hat, wo ich heute bin: In der Naturkosmetik.

 

  1. Erinnerst Du dich an die erste Rezeptur, die du für Speick entwickelt hast/an deren Entwicklung du beteiligt warst? Und gab es zu Beginn vielleicht eine Textur/einen Duft/eine Mixtur im Sortiment, mit der du so gar nichts anfangen konntest?

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Zusammen mit der Filderklinik sollte ich eine Serie für die Frühgeborenen-Station entwickeln, unter anderem eine Feuchtpflegecreme. Das war eine Herausforderung, alles ganz ohne Computer, nur mit der spärlichen zur Verfügung stehenden Literatur und den wenigen Rohstoffen zu erarbeiten. Endlos viele von Hand ausgefüllte Entwicklungsprotokolle und genauso viele Versuche habe ich dazu gebraucht. Doch zu guter Letzt entstand eine Cremegrundlage, die sich nicht nur gut bei den Frühchen bewährt hat, sondern auch heute noch als Basis für viele unserer Cremes dient.

Schwer getan habe ich mich am Anfang tatsächlich mit dem Speick-Duft, den ich weniger angenehm fand. Aber unser damaliger Verkaufsleiter hatte recht mit seiner Aussage, dass es nichts gibt was man nicht mag, sondern nur solche Dinge, an die man sich noch gewöhnen muss. Heute liebe ich den Speick-Duft!

 

  1. Ich glaube du bist sehr ehrgeizig und ein Perfektionist, was deine Arbeit betrifft. Was war bislang (entwicklungstechnisch) die größte Herausforderung? Hat dich ein Auftrag/Wunsch aus Marketing/Vertrieb im Labor schon mal an den Rand der Verzweiflung gebracht, weil es einfach nicht klappen wollte?

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Leider kann man sich bei der Entwicklung von Naturkosmetik nicht an den vorhandenen konventionellen Versuchsrezepturen orientieren. Alles muss individuell entwickelt werden. Oft kommt es vor, dass die Rezepturen nicht den 6-wöchigen Stabilitätstest überstehen und sich erst zum Schluss verflüssigen oder trennen. Oder die Formulierung sieht nicht so aus, wie man es möchte, riecht nicht so oder hat nicht die Wunschwirkung, obwohl in der Theorie alles stimmt. Man fängt immer wieder von vorne an. Da gibt es leider mehr Tiefschläge als Erfolgserlebnisse. So habe ich 5 Jahre dazu gebraucht, ein wirklich gutes (weg vom herkömmlichen „Bio-Struppi“) Naturkosmetik-Shampoo-Konzept zu entwickeln. Aber alles ist vergessen, wenn man das Perpetuum Mobile geschafft hat. Unsere „Bio-Shampoos“ haben in Testungen genauso gut abschnitten wie konventionelle Shampoos.

 

Definitiv ein Erfolg, auf den Susanne und das Speick-Team stolz sein können. Ich selbst bin großer Fan des Natural Aktiv Shampoos und möchte auch den zugehörigen Conditioner nicht mehr missen. Mit dem Speick-Duft ging es mir übrigens ganz ähnlich: Beim ersten Schnuppern konnte ich nur wenig damit anfangen. Heute hingegen genieße ich schon Minuten nach dem Aufstehen meine krautige Gesichtspflege – einfach frisch und belebend!

Natürlich gibt es auch nächsten Monat wieder ein kleines Interview. Wer nicht so lange warten will, kann gern nochmal in die Beiträge mit Gründerenkel Wikhart Teuffel und Leitung Marketing und Produktmanagement Gudrun Leibbrand reinlesen.

 

Eure Jenny

 

3 Fragen an: Wikhart Teuffel

90 Jahre Speick Naturkosmetik – höchste Zeit, um einmal jene zu befragen, die heute zu den „Urgesteinen“ des Unternehmens gehören. Wir starten unsere kleine Serie mit Gründerenkel Wikhart Teuffel, geschäftsführender Gesellschafter der Walter Rau GmbH & Co. KG. Wenn man es genau nimmt, hat er bereits über 60 Jahre Einfluss auf das Speickwerk und sein Sortiment. Und der begann schon im Säuglingsalter, wie er mir im Interview verraten hat…
Außerdem habe ich erfahren, welche Vorbildfunktion sein Großvater Walter Rau für ihn hatte und wie hoch der Stellenwert von Nachhaltigkeit und ihrem Verständnis für Herrn Teuffel ist.

An meinem Schreibtisch im Home Office habe ich lange gegrübelt, wie ich unsere 3-Fragen-Serie starten soll. Der erste Interviewpartner stand eigentlich sofort fest. Aber ich wollte auch so früh wie möglich in der Geschichte von Speick starten. Aber lest einfach selbst:

1. Herr Teuffel, als Gründerenkel haben Sie Speick Naturkosmetik schon früh als Traditionsunternehmen kennengelernt. Was ist ihre erste „SPEICK-Erinnerung“ aus Kindheitstagen?

Als ich das Licht der Welt erblicken durfte, und das war vor 64 Jahren, wurde in den Gremien der Firma das Thema Babypflege zum erstem Mal diskutiert. So erfuhr ich aus Erzählungen!

Erinnern kann ich mich sehr gut, dass man mir all abendlich die Textgeschichten, die auf den Packungen aufgedruckt waren, vorlas. Außerdem habe ich den tollen Duft unserer damaligen Lindos Kamillen-Kinder-Pflege heute noch in der Nase.

2. Wann haben Sie begonnen, sich beruflich für das Unternehmen Ihres Vaters und Großvaters zu interessieren und wann sind Sie tatsächlich eingestiegen?

Der Wunsch, in das großelterliche Unternehmen einzusteigen, entstand, als ich ungefähr vierzehn Jahre alt war. Zu dieser Zeit habe ich realisiert, welche Vision mein Großvater hatte und mit welchem Engagement er sich dafür in den letzten Jahren seines Lebens eingesetzt hatte. Ich habe innerlich das Vorhaben gebildet, sein Lebenswerk einmal fortzuführen.

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Gründersohn Lothar Teuffel (links) mit Wikhart Teuffel (rechts) und traditionsreichen Speick-Produkten.

3. Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit sind untrennbar mit Speick Naturkosmetik verbunden. Lassen Sie uns an ihren Erinnerungen teilhaben, die Sie gemeinsam mit ihrem Team bei SPEICK eingeführt haben?

Eine der größten Herausforderungen war ab dem Jahr 2000 die Schaffung des Markendaches „Speick“. Es galt Tradition und Innovation so kenntlich zu machen, dass der Anwender unsere Inhalte versteht und in einem einheitlichen Markenbild wiedererkennt.

Eine weitere große Herausforderung war es, unser Tun und unsere Werte in den Themen Nachhaltigkeit und CSR so verständlich zu formulieren, dass wir dafür Verständnis und Anerkennung von unseren Verbrauchern erhalten. Die Auszeichnungen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und der CSR-Preis der Bundesregierung haben uns dies bewiesen.

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Bewiesen hat Speick in der Vergangenheit definitiv schon einiges. Wie schön, dass dieses Traditionsunternehmen noch immer in Familienbesitz ist und auch künftig so fortgeführt werden soll. So soll Wikhart Teuffels Sohn Valentin im Laufe dieser kleinen Serie unbedingt noch zu Wort kommen…

Eure Jenny

Hautschutz oder digitale Diät – was hilft gegen blaues Licht?

UV-Schutz ist wichtig. Das hat mittlerweile wirklich jeder verstanden. Dabei setzen wir uns täglich über viele Stunden hinweg einem anderen Licht aus, welches die Hautalterung ebenfalls negativ beeinflusst: Die Rede ist von sogenanntem Bluelight, wie es Smartphone, Tablet, Laptop und PC ausstrahlen. Das blaue Licht soll die Augen schädigen und den Schlaf-wach-Rhythmus durcheinanderbringen. Laut Dermatologen kann es außerdem bis tief in die Haut eindringen und oxidativen Stress verursachen. Um Knitterfältchen und dem sogenannten „Digital Aging“ vorzubeugen, hilft nur abschalten – oder die richtige Pflege. Susanne Gans aus dem Speick Labor hat mir verraten, was wirkt.

Wir kommen beinahe nicht drum herum: Viel zu sehr ist unser Leben im Job und auch privat von der digitalen Welt geprägt. Wir arbeiten am Bildschirm, nutzen Smartphone und Tablet für diverse Dinge des Alltags, schauen Filme auf modernen LED TVs und machen mit Leuchtstoffröhren die Nacht zum Tag. Blaues Licht ist also allgegenwärtig. Und selbst, wenn wir unsere digitalen Helfer mal bei Seite legen: Auch im Tageslicht kommt das blaue Licht vor. Offiziell wird es als HEV-Licht (High Energy Visible Light) bezeichnet und macht etwa 50 Prozent unseres Sonnenlichts aus. Den Rest teilen sich die bekannten und teils gefürchteten Strahlen von UV‑A und UV‑B (fünf Prozent) sowie das Infrarotlicht (45 Prozent).

Blaues Risiko

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Allgegenwärtig: Digitale Helfer (Foto: pixabay)

Bluelight verursacht zwar keinen Sonnenbrand oder die Entstehung von Hautkrebs, fördert aber wie die UV‑A‑Strahlung vorzeitige Hautalterung und die Entstehung von Pigmentflecken. Und: Es dringt offenbar noch tiefer in die Haut ein und bildet regelrechte Mengen an freien Radikalen. Diese wiederum zerstören Kollagen und Elastin, was der Haut einen Teil ihrer Elastizität nimmt. Und das blaue Licht schwächt sogar die natürliche Barriere der Haut – sie wird so anfälliger für äußere Einflüsse.

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Bei Vielen kommen sie sogar mit ins Bett: Smartphone und Tablet (Foto: pixabay)

Ein Stück weit kann unsere Haut sich selbst helfen und ist mit entsprechenden Schutzmechanismen ausgerüstet. Auch eine gesunde Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, kann unterstützen, um den Teint wirksam zu schützen. Trotzdem ist es vor allem die richtige Pflege, die unser größtes Organ gegen Bluelight unter die Arme greift…

Susanne, was braucht die Haut, wenn wir nicht dauerhaft die Möglichkeit haben, eine „digitale Diät“ einzulegen?

Wir haben hierfür zum Beispiel als Rohstoff Ectoin in unserem Speick Thermal Sensitiv Hyaluron Serum. Das Serum ist ein Multitalent, unter anderem mit effektivem Zellschutz vor UVA/UVB, IR-A – und Bluelight.

Klar habe ich den Wirkstoff schon in der INCI entdeckt, weiß aber ehrlich gesagt so gar nicht, was sich eigentlich hinter Ectoin verbirgt…

Holomonas Elongata, genannt Ectoin, ist eines der kleinsten und ältesten Mikroorganismen.

Ectoin ist ein Aminosäurederivat gebildet von Mikroorganismen zum Überlebensselbstschutz in lebensfeindlicher Umgebung (Salzseen, heiße Quellen, Wüsten). Entdeckt wurde es schon1985, hergestellt wird es durch patentierte Bio-Fermentation in Deutschland.

Dieser Extremolyt ist ein Universaltalent, zu dem es unendlich vielen Studien gibt. Gegen Placebo konnte zum Beispiel belegt werden:

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  • 100 % STOP von UV induzierter Hautschädigung
  • 100 % Schutz und Stärkung des Haut Immunsystems
  • Globaler Zellschutz „ Anti – Photoaging & Anti – Pollution“
  • Faltenreduzierung bis 40 % (nach 4 Wochen)
  • 200 % Feuchtigkeitssteigerung mit Langzeiteffekt (7 Tage)
  • Verringerung der Hautrauigkeit 52 %, 82 % mehr Elastizität (nach 4 Wochen)
  • Reparatur der Hautbarriere (TEWL Reduzierung 24 %) (nach 9 Tagen)
  • Entzündungshemmend, Reizungslinderung (Rötung – 38 %)
  • besser als „Hydrocortison“ (4 Wochen)
  • Schutz vor Hautalterung & DNA Schädigungen
  • Schutz vor UVA/UVB, IR-A und sichtbarem (blauem) Licht

 

Im Bild ein Auszug aus der Studie zu Bluelight:

Studie Blue light

Ectoin kann blaues Licht um über 90% reduzieren! Du kannst also auch mit einem nicht ganz so schlechten Gewissen regelmäßig dein Smartphone nutzen.

Danke, liebe Susanne! Auch wenn ich tatsächlich versuche, die Technik privat so gut es geht ruhen zu lassen, komme ich nicht ganz dran vorbei. Allein beruflich sind es täglich mindestens 4 Stunden, die ich am PC verbringe. Und „verknittern“ möchte ich dabei ja nun auch nicht unbedingt…

Darüber hinaus kann Ectoin wirklich mit einer beachtlichen Liste punkten. Und es ist ja nicht mal der einzige Wirkstoff, den das Serum mitbringt. Zusammen mit Hyaluron und Co. ist die Haut damit wirklich perfekt gegen Umwelteinflüsse und Hautalterung geschützt. Julia, Ida und ich waren im Dreiertest auf jeden Fall begeistert!

Hättet Ihr gewusst, dass Bluelight so allgegenwärtig und tiefenwirksam ist? Wie geht Ihr den blauen Strahlen aus dem Weg oder schützt Euch und Eure Haut davor?

Eure Jenny

 

 

 

Auf den letzten Drücker – Restentleerbarkeit bei Speick

Der Alptraum schlechthin: Es ist Wochenende, die Lieblingscreme geht zur Neige und man hat vergessen Ersatz einzukaufen. So ging es mir vor ein paar Wochen mit meiner SPEICK Natural Intensivpflege… Was mich aber tatsächlich noch über ein paar Tage hinweg rettete, war die enorm gute Restentleerbarkeit der Alu-Tube. Buchstäblich bis zum letzten Tropfen presste ich meine Creme Rich aus den letzten Winkeln heraus. Klar war ich froh, dass es klappte. In Gedanken an meinen Beitrag zu den verschwiegenen Geheimnissen bei Speick Naturkosmetik ratterte es aber in meinem Kopf. Ob das Zufall sein konnte, oder wieder einmal Bestandteil der nachhaltigen Philosophie des Unternehmens ist?

Zurück am Schreibtisch schrieb ich gleich an Anke aus dem Speick Insights Team. Wahrscheinlich musste sie Lachen über meine Frage… Und Ihr ahnt es bereits: Nichts ist Zufall:

Anke Boy: „Die Restentleerbarkeit von Packmitteln wird bei uns auf „Herz und Nieren“ geprüft – klar, ist ja nicht nachhaltig, wenn die Hälfte in der Packung verbleibt.“

Eigentlich logisch. Aber hoch interessant, was da noch so dahinter steckt. Anke verwies mich an die Spezialistinnen im Labor und so hatte ich wieder einmal das Vergnügen, die liebe Susanne zu löchern:

Bevor wir zu den tollen Tuben kommen – was ist eigentlich mit dem Klassiker: Cremes im Tiegel?

Susanne Gans: „Tiegel gibt es bei uns überhaupt nicht, und zwar aus hygienischen Gründen. Auch wenn sie in Glas einige Vorteile bei der Produktstabilität durch Lagerung und bei der Entleerbarkeit hätten. Bei Naturkosmetik wird auf Konservierungsstoffe möglichst verzichtet und ist viel anfälliger als konventionelle Kosmetikprodukte. Leider bringt man mit jeder Entnahme neue Keime in das Produkt und das kann die Haltbarkeit natürlich drastisch verkürzen. So kann eine noch so gute Creme schlecht und unbrauchbar werden. Alles was mit möglichst wenig Haut in Berührung kommt, hat so den Vorzug.“

Zum Glück gibt es Alternativen. Besonders beliebt sind hygienische Spender. Wie schaut es da in Sachen Entleerbarkeit aus?

Spender

Body Oil, Reinigungsschaum und Serum in verschiedenen Spender-Varianten.

Susanne Gans: „Besonders gut und quasi vollständig kann der Reinigungsschaum mit der Pumpe entleert werden. Auch beim Körperöl bleibt beinahe nichts übrig (maximal 0,8 ml). Die kleine Restmenge man aber wenn man aufschraubt ebenfalls einfach heraus bekommen. Den Serum Spender mag ich persönlich gerne, da man hier sehr gut auch kleine Mengen dosieren kann und der Inhalt durch den Pumpmechanismus gut vor Keimen geschützt ist. Die Entleerbarkeit ist auch sehr gut, da durch Unterdruck ein Zweitboden angezogen wird und alles Serum in den Spender gedrückt wird, wie von Zauberhand…“

Sichtstreifen

Der praktische Sichtstreifen gibt Einblick, wie viel noch in der Hülle steckt.

Was auch prima klappt: Auf die Tube drücken. Hab ich selbst erfolgreich ausprobiert.

Tube Metall

Die Alutuben – echte Helden in Sachen Entleerbarkeit.

Susanne Gans: „Das kommt darauf an. Die Alutubenentleerung ist gut, aber abhängig von der Entleerungstechnik. Besonders gut und fast vollständig lassen sich die Alutuben entleeren, wenn man diese aufwickelt. Mit unseren PE Tuben hatten wir da schon mehr Probleme: Wir wollten die schulterlosen Verschlüsse nehmen, um Verschlussmaterial zu sparen. Das hat aber der Restentleerbarkeit geschadet: Durch Stabilisierungsstege innen blieb viel Medium in der Tube zurück. Nun haben wir Tuben mit aufgeprellten Verschlüssen ohne Stege, in denen fast jedes Medium gut nach unten läuft und auch nahezu alles entnommen werden kann. Der Trick dabei ist, die Tube auf dem Kopf stehend zu lagern.“

Tube Plastik

Die PE Tube mit transluzenter Hülle und Verschluss ohne Steg.

Fazit: Auch auf die Technik kommt es an

Die clevere Verpackung ist also das eine. Oft ist es aber auch eine Frage der Technik, ob der Verwender alles heraus bekommt. Restentleerbarkeit hat demnach eine gewisse Individualität. Danke, liebe Susanne, für die Einblicke in Eure Verpackungskonzepte!

Damit es nicht – wie bei mir – auf den letzten Drücker zum Einkaufen geht, helfen transluzente Verpackungen dabei zu sehen, wie viel noch an Inhalt enthalten ist. Und auch an einer Alutube erkennt man deutlich, wenn ihr Inhalt zur Neige geht. Grundsätzlich habe ich meine Lieblingsprodukte (bis auf dieses Mal) eh immer auf Vorrat zuhause. Höchste Zeit, den wieder aufzustocken…

Eure Jenny