3er Test: Speick Natural Aktiv Deo Roll-on ohne Alkohol

Ein Deo-Test im Herbst? Der war anlässlich der wunderbar milden Temperaturen der vergangenen Wochen durchaus angebracht. Außerdem haben Julia, Ida und Jenny dafür ein wirklich brandheißes Produkt auf ihre Schreibtische bekommen: Den neuen Natural aktiv Deo Roll-on ohne Alkohol.

Auf Aluminiumsalze, Parabene und synthetische Zusätze verzichten die Speick-Produkte ja von Haus aus. Die neue, extra milde Rezeptur enthält zudem nichts Hochprozentiges und ist auch noch komplett vegan. Sogar eine Langzeitwirkung soll sie haben und mit ihrem zitronig-krautigen Duft den ganzen Tag frisch halten.

Ob das gelingt? Das lest ihr in unseren Erfahrungsberichten.

 

Julia: Die sanfte Alternative

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Das Produkt: Ein zertifiziertes Deo Roll-on ohne Alkohol, juhu! Diese Neuentwicklung von Speick wollte ich unbedingt sofort testen, denn das bisherige „normale“ Aktiv Deo Roll-On mit Langzeitwirkung gehört zu meinen Favoriten. Als Hauptwirkstoff ist in diesem neuen Deodorant ein Zitronensäureester an Bord, dieser blockiert die schweißzersetzenden Bakterien auf der Haut und verhindert so Müffelei. Auch die Kombination aus Lactylmilchsäureester und Natriumsalz wirkt antimikrobiell. Maisstärke sorgt für ein gewisses Trockenheitsgefühl unter den Achseln, Salbei ist leicht adstringierend (zieht also die Poren etwas zusammen). Für meine Nase duftet das alkoholfreie Deo Roll-On schön zitronig und frisch. Natürlich kommen alle Deos von Speick ohne Aluminiumsalze aus!

So habe ich getestet:  Herbstliche Temperaturen mit maximal 20 Grad, lange Tage am Schreibtisch, aber auch einige Reisen (z.B. nach Wien) mit Sprints zum Bahnhof durfte das Deo Roll-On mitmachen.

Mein Fazit:  Morgens das Deo Roll-On ohne Alkohol auftragen und am Abend noch immer ein richtiges Frischegefühl haben, das hat bei mir leider an schweißtreibenderen und stressigen Tagen nicht funktioniert. Da musste ich dann nachmittags doch nachlegen! Dafür schlug sich das neue Deo Roll-On bestens nach der Rasur, die Haut brannte nicht und fühlte sich damit sogar gepflegt an! Mein Tipp für alle, die Deodorants mit Natron oder Alkohol nicht vertragen und öfter mal gereizte Haut nach der Rasur haben.

 

Ida: Rock & Roll im Badezimmer!

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Das Produkt: Als Gudrun und Anke uns vor einigen Wochen verraten haben, dass ein Deo Roll-On ohne Alkohol in das SPEICK-Sortiment  einziehen wird, habe ich innerlich vor Freude in die Hände geklatscht. Meine Haut ist ein Sensibelchen und die frisch rasierten Achseln reagieren auf Alkohol etwas übellaunig. Das ist einer der Gründe, weshalb ich in letzter Zeit eher zum Deostick als zum klassischen Roll-On gegriffen habe. Nun also ein neuer Versuch. Absolut erwähnenswert finde ich den Duft des Deos. Im ersten Moment musste ich an Melisse denken: frisch, belebend, leicht krautig, kombiniert mit einem Hauch Zitrus. Der Duft gefällt mir so gut, dass mein geliebter Thermal Sensitiv-Stick echte Konkurrenz bekommt.

So habe ich getestet: Härtetests im Sinne von Sport und Co. musste der neue Natural Aktiv Deo Roll-On bei mir noch nicht bestehen, sondern sich vor allem im Alltag beweisen. Den Sensibelchen-Test hat er dabei mit Bravour bestanden: kein Brennen, keine Rötungen. Nach dem Auftragen ist das Gefühl unter den Achseln auch nicht zu feucht, sodass ich mich recht schnell danach anziehen kann.

Mein Fazit:  Und die Wirkung? Nun, die besten Deo-Tests sind die, bei denen man im Laufe des Tages ganz vergessen hat, dass man überhaupt ein Deo testet. Soll heißen: ich fühle mich mit dem neuen Natural Aktiv Deo Roll-On den ganzen Tag über gut erfrischt und zuverlässig vor Geruch geschützt. Von nun an gibt es also wieder öfter „Rock & Roll“ im Badezimmer!

 

Jenny: Mein neues „Verlasspferd“

Deo alkoholfrei JP

Das Produkt: Alkoholfrei ist immer gut. Während ich eine Cranberry-Schorle jedem Cocktail vorziehen würde, greife ich auch bei Kosmetik gern zu Alternativen ohne Hochprozentiges. Manchmal kommt man aber nicht drum herum, sollte man meinen. Gerade bei Deos heißt es oft Kompromisse machen – entweder man verzichtet auf bestimmte Rohstoffe, oder auf Wirksamkeit. Der neue Roll-on von Speick beweist das Gegenteil und punktet mit einer neuartigen Mischung aus talentierten natürlichen Wirkstoffen: Den Zitronensäureester mit antibakterieller Wirkung steigt schon beim ersten Schnuppern angenehm frisch in die Nase. Verstärkung bekommt dieser unter anderem von Natriumsalz. Mein persönlicher Held der sanften Mischung: Salbei. Wunderbar herb und ein echter Nasenschmeichler – er unterbindet unangenehme Gerüche.

So habe ich getestet:  Morgens raus zur Stallarbeit, danach Frühstück mit dem Besuch und ran an den Schreibtisch, immer ein wenig unter Strom… Zuverlässiger Deoschutz, also quasi ein „Verlasspferd“, ist da unverzichtbar. Macht der Gewohnheit, läuft bei mir die Morgenrunde immer doppelt: Nach dem Aufstehen wird das Gesicht gereinigt und eingecremt, Deo aufgetragen. Nach etwa 3 Stunden im Stall wiederhole ich das Ganze, bevor ich zu den „Indoor-Aktivitäten“ im Home Office übergehe. Genau so habe ich den Deo Roll-on ohne Alkohol ebenfalls benutzt

Mein Fazit:  Der alkoholfreie Roll-on hat mich überzeugt! Trotz warmer Tage mit viel Sonne und der Notwendigkeit die Kleidung im Zwiebellook nach und nach abzulegen, hat die milde Rezeptur zu jeder Zeit gehalten, was sie verspricht. Sehr empfehlenswert auch für sensible Haut.

Wie findet Ihr das neue alkoholfreie Deo?
Eure Julia, Ida und Jenny.

 

 

 

 

Wie ein guter Wein: Reifeprozesse und Kosmetik

Wenn wir an Reifeprozesse in Kombination mit Schönheit denken, kommt uns als erstes Anti-Aging in den Sinn und unsere oft kläglichen Versuche, das Altern aufzuhalten – oder zumindest zu verzögern… Mit Mitte Dreißig, ertappe ich mich auch hin und wieder beim Betrachten der Linien rund um meine Augen, die ich dann als charakterbedingte Lachfältchen abtue. Meine natürliche Reife, soll meinetwegen so weitermachen. Aber wie ist das eigentlich mit Kosmetik? In den meisten Fällen möchte man auch hier bestimmte Prozesse verhindern, die zum Beispiel eine Creme in ihrer Qualität mindern könnten. Trotzdem gibt es Ausnahmen. Und die hat mir Susanne aus dem Labor verraten.

Es ist ein wenig, wie bei so manchem Rebensaft: Je älter desto besser. Das gilt für unseren persönlichen Erfahrungsschatz genau wie für bestimmte Beauty-Produkte. Susanne Gans, Leiterin des Labors bei Speick Naturkosmetik hat wieder ein wenig für unseren Blog aus dem Nähkästchen geplaudert…

Es gibt zwei Produktkategorien, bei denen eine Reifung notwendig ist:

Einfach dufte: Klare alkoholische Zubereitungen 

Dazu gehören die SPEICK Deodorants, die Rasierwässer, das Eau de Cologne und Eau de Toilette. „Es handelt sich hier um komplexe Mischungen von Extrakten, Wirkstoffen und ätherischen Ölen, die in eine mehr oder minder alkoholische Grundlage eingearbeitet werden. Die Tatsache, wie hoch der Alkoholgehalt ist, entscheidet darüber wie gut löslich die ätherischen Öle oder die Pflanzenextrakte sind“, so Susanne.

Speick_Men EdT_StillJeder Rohstoff hat eine vorgegebene Löslichkeit in Alkohol und in Wasser. „Wenn wir nun unsere Rohstoffe in das Wasser Alkoholgemisch geben, dann kommt es oft zu Ausfällungen, je nachdem wie sich der Rohstoff in dem vorhandenen Wasseranteil oder dem zur Verfügung gestellten Alkoholanteil löst. Diesen Prozess nennen wir Reifeprozess. Wir konnten feststellen, dass dieser Reifeprozess mindestens 6 bis 8 Wochen dauert. Dann hat sich alles im Medium gelöst, oder was sich nicht löst, ist ausgefallen oder schwimmt oben auf“, verrät die Laborchefin.

 

Eine spannende Sache, bei der definitiv Geduld gefragt ist. Aber wirkt sich so ein Reifeprozess neben dem Fortschritt der Lösung auch anderweitig aus? Ganz offensichtlich: „Wir konnten feststellen, dass diese lange Standzeit sich bei den eingesetzten ätherischen Ölen auch positiv auf die Duftentfaltung im Produkts auswirkt.“

Damit das Produkt immer gleich riecht, ist bei diesen alkoholischen Produkten zwingend diese Reifezeit notwendig. Nach der Reifezeit wird alles filtriert und kann abgefüllt werden. Der Duft ist dann auch ausgereift (frische Öle riechen anders als gelagerte und gereifte Öle) und mögliche Schwebeteilchen, die nicht nur unschön aussehen, sondern auch einen Pumpzerstäuber von einem Deospray verstopfen können, sind entfernt worden.

 

Eisgekühlt am besten: Die Rasiercreme

RasiercremeEin weiteres Produkt aus dem SPEICK-Portfolio braucht Zeit: Die Rasiercreme. Dabei handelt es sich um eine Seifencreme, bei der Öle mit Lauge verkocht werden. „Da Rasiercreme pastös ist, benutzt man zur Verseifung nicht ausschließlich Natronlauge (mit NaOH verseifte Öle ergeben feste Seifen), sondern mischt diese mit Kalilauge (Flüssigseifen bekommt man mit KOH verseiften Ölen). Dadurch entsteht eine pastöse Seife. Es entscheidet die Fettauswahl und die Auswahl der Lauge über die Erscheinungsform und die Qualität der Seife“, weiß Susanne und hat das sicher schon unzählige Male ausprobiert. Aber was hat das mit Reife zu tun? „Wenn man die Rasiercreme herstellt, so dauert dieser Herstellprozess 2 Tage bis die Verseifung abgeschlossen ist: Alle Inhaltsstoffe werden zusammen gegeben und es wird in der Wärme in einer Maschine geknetet. Zusatzstoffe werden erst einen Tag später zugesetzt. Man erhält hier eine transparente, feste Masse, die man abstechen kann. Nach der Herstellung kommt alles in Lagerbehälter, die bei entsprechenden Temperaturen gelagert werden müssen. Dieser Reifeprozess dauert dann mindestens 3 Monate“. Ganz schön lange…

Und warum muss die Temperatur stimmen? „Die Reifung selbst wird von der Lagertemperatur stark beeinflusst, was wiederum Auswirkungen auf das Aussehen und die Geschmeidigkeit der Rasiercreme hat. Nach dieser Reifezeit wurde aus der anfänglich festen Masse eine geschmeidige, perlglänzende Rasiercreme die gebrauchsfähig ist“, weiß die Expertin. Das ist auch für Anwender interessant: Wird Rasiercreme zu warm gelagert, dann verfestigt sie sich so sehr, dass die Formulierung steinhart werden kann und sich nicht mehr aus der Tube drücken lässt. Trick 17 von Susanne: „Gekühlt oder eingefroren erhält die Rasiercreme die gewohnte Geschmeidigkeit und den Perlglanz zurück.“

Da muss man erstmal drauf kommen. Manchmal bin ich ganz froh, dass ich einfach ins Regal greifen kann. Denn ob ich wirklich diese Geduld hätte, die Reifeprozesse abzuwarten? Wie gut, dass das Speick-Laborteam sie hat und für so ausgeklügelte Rezepturen sorgt. Ich für meinen Teil brauche jetzt ein Näschen voll Eau de Cologne, perfekt gereift und einer der schönsten Naturdüfte, die ich kenne. (Das findet übrigens auch Ida und hat Euch den erfrischend leichten Duft vor einiger Zeit näher vorgestellt)

Eure Jenny