Im Dreiertest: Die neue Haarseife made by SPEICK

Die SPEICK-Seife ist Kult. Und auch sonst bietet das Sortiment eine Vielfalt an zarten Duftstückchen für nahezu jede Gelegenheit. Mit der neuen Haarseife „Made by SPEICK“ erreicht das Seifenglück ein neues Level – endlich gibt es das überschäumende Vergnügen auch für den Schopf! Julia, Ida und Jenny haben die Haarseife direkt ausprobiert und ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Hier erfahrt Ihr die Dos und Dont‘s für die Anwendung.

 

Julias Reisebegleiter

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Das Produkt: Eine Haarseife von Speick – der Firma, von der die wahrscheinlich die bekannteste Seife Deutschlands stammt! Ich bin sehr gespannt, als ich das kompakte und orange-gelbe Seifenstück zum ersten Mal in den Händen halte. Den Duft würde ich als fruchtig-blumig und natürlich etwas seifig beschreiben, er gefällt mir. Auf der Banderole, die die Haarseife schützt, stehen auch die Inhaltsstoffe: Verseifte pflanzliche Öle werden mit einem Kokossulfat ergänzt, die zusammen für die waschaktive Wirkung zuständig sind. Gepflegt wird das Haar mit ein bisschen Arganöl als Lipid, Weizenprotein stärkt das Haar und ein Filmbildner aus der Guarbohne arbeitet gegen die statische Aufladung des Haares.

So habe ich getestet: Also unter die Dusche gestellt, Haar ordentlich befeuchtet und dann mit der Seife ein paar Mal über das Haar gefahren! Sofort entwickelt sich ein üppiger Schaum, fast mag man gar nicht mehr aufhören, so viel Spaß macht die Schaumentwicklung – sollte man aber, denn sonst erwischt man zu viel des Produkts 😉 . Ich lasse das „Shampoo“ kurz ein bisschen einwirken, bevor ich es mit viel Wasser wieder ausspüle. Nach dem Trocknen fühlt sich mein Haar sehr griffig an, es hat mehr Stand als sonst. Ich mit meinen kurzen Haaren brauche das gar nicht unbedingt, aber für feines (ungefärbtes) Haar ist das natürlich schön! Diese Wirkung kommt auch daher, dass die Haarseife basisch ist und die Schuppenschicht des Haares damit etwas aufgeraut wird. Wer das nicht möchte – z.B. bei längerem, spröden Haar – dem empfehle ich im Nachgang eine Essigspülung (auf einen Liter Wasser kommen dafür etwa 1-2 Esslöffel Essig). Mit dieser sauren Rinse, die nicht wieder ausgespült wird, wird die Schuppenschicht geschlossen und das Haar nach der Wäsche geschmeidig! Empfehle ich insbesondere, wenn das Wasser so kalkhaltig („hart“) wie hier in Nürnberg ist.

Mein Fazit: Perfekt für Reisen und auch zwischendurch ist die Haarseife für mich. Ich habe sogar den Eindruck, dass meine eher trockene Kopfhaut damit gepflegt wird.

 

Idas Seifenoper mit Happy End

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Das Produkt: Mit Haarstyling-Produkten lockt man nicht so schnell hinter dem Ofen vor (einfach, weil ich so gut wie keine benutze), aber ich experimentiere nur allzu gern mit verschiedenen Formen der Haarreinigung. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich die neue Haarseife made by Speick entdeckt habe! Mit ihrer schlichten Papierbanderole hat sie bei mir auf Anhieb schon mal gepunktet, denn damit passt sie bestens zu meinen Zero Waste Vorsätzen für das neue Jahr. Größe und Form sind handlich, die kräftige, leuchtend orangene Farbe vertreibt bereits optisch morgens im Bad den Winterblues. Der Duft hat mich überrascht – ist er doch in erster Linie sehr seifentypisch und kommt nicht mit den sonst so vertrauten Speick-Duftnoten daher. Die vegane Seife basiert auf verseiftem Palm-, Kokos- und Olivenöl. Arganöl aus Fairem Handel ist ebenfalls enthalten (mehr dazu erfahrt ihr in diesem Interview). Für Schaum und Reinigung sorgen pflanzliche Tenside.

So habe ich getestet: Mit der Anwendung von Haarseifen bin ich vertraut, also wird das doch sicher ein Klacks – dachte ich zumindest.  Also ab unter die Dusche! Die Seife liegt auch bei Wasserkontakt fest und sicher in meiner Hand, schnell bildet sich der gewünschte Schaum. Und der ist ziemlich üppig! Der erste Versuch ist bei mir allerdings kläglich gescheitert. Statt eines blitzblanken Gefühls waren meine Haare eher pappig und nach dem Trocknen blieb eine unangenehme Griffigkeit zurück – da ging es mir wie Jenny. Auch die darauffolgenden Versuche lieferten dasselbe Ergebnis. Da kam mir die saure Rinse wieder in den Sinn, die ich bereits bei anderen Haarwäsche-Experimenten angewendet habe. Auf einen Liter lauwarmes Wasser habe ich zwei Esslöffel Himbeeressig gegeben – Apfelessig ist da der Klassiker, aber ich mag den Geruch nicht so besonders, auch wenn er nach dem Trocknen verfliegt. Damit ausgestattet folgte ein neuer Haarseifen-Versuch. Ich spülte den Seifenschaum also erst gewohnt mit warmem Wasser aus, ehe ich die saure Rinse als „finale Spülung“ benutzte. Scheinbar hatte sich bei den Versuchen davor aufgrund von zu hartem Wasser Kalkseife gebildet. Saure Rinse neutralisiert den basischen ph-Wert der Seife,  schließt die oberste Schuppenschicht der Haare und sorgt so für Glanz und gute Kämmbarkeit. Und siehe da: das Ergebnis überzeugt. Meine Haare sind sauber, glänzen und fühlen sich angenehm an. Auch meinen gewohnten Waschrhythmus kann ich so beibehalten. Ein Tipp noch zur Aufbewahrung der Seife: Damit sie nach der Benutzung vollständig trocknen kann, nutze ich gern ein Sisalsäckchen. Alternativ tut es auch ein kleines Wäschenetz, das im Bad aufgehängt werden kann.

Mein Fazit: Ein wenig Experimentierfreude ist bei der Anwendung der Haarseife made by Speick sicher nicht verkehrt – ich bin froh, dass ich nach den ersten Versuchen nicht gleich aufgegeben habe und dank der sauren Rinse die ersten Startschwierigkeiten so überwinden konnte. Nun bereichert dieser Zero Waste Artikel mein Badezimmer definitiv!

 

Jennys haarige Erfahrung

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Das Produkt: Ein völlig neues Utensil in meinem Badezimmer: Die Haarseife von SPEICK ist eine reine Pflanzenölseife in handlicher Quaderform. Ihre sonnige, orange-gelbe Farbe versprüht gute Laune, ihr Duft hat eine typische Seifennote, mit leicht krautigen Nuancen. Das steckt drin: Fair Trade Arganöl aus Marokko – ein toller Pflege-Wirkstoff, den ich in der Hautpflege sehr schätze. Es soll das Haar kräftigen, Geschmeidigkeit und Glanz verleihen. Weizenproteine sollen zusätzlich für Kämmbarkeit sorgen. Für Schaum stecken natürlich rein pflanzliche Tenside in dem neuen Produkt. Anstelle einer Umverpackung ziert nur eine Banderole mit den wichtigsten Infos die Seife – das reduziert Müll im Badezimmer. Weiterer Pluspunkt: Die Rezeptur ist vegan.

So habe ich getestet: Ich gebe es zu: Der Test der Haarseife war absolute Premiere für mich. Ich habe tatsächlich im Speickshop nachgelesen, wie die Anwendungsempfehlung ist: „Mit der angeschäumten Seife die Haare einreiben bis ein sahniger Schaum in den Haaren entsteht.“ Gesagt, getan. Das Seifenstück rutscht dank seiner eckigen Form auch im Nasszustand nicht aus den Händen, ist griffig und praktisch. In der Hand entsteht zunächst wenig Schaum, bei Haarkontakt überzeugt die Formel aber mit einer voluminösen, sahnigen Konsistenz. Sie lässt sich gut verteilen und mein erster Gedanke ist WOW! Was ich allerdings vermisst habe, war das typische „Quietschen“, das mein Haar bei der Anwendung meines SPEICK Natural Aktiv Shampoos von sich gibt. Auch kann ich nicht mit den Fingern bis in die Spitzen meiner knapp kinnlangen Haare gleiten – ich bleibe stecken. Selbst nach dem Ausspülen und der ergänzenden Anwendung meines Natural Aktiv Conditioners ist mein Schopf nicht wie gewohnt weich, sondern ungewohnt griffig. Widerwillig wasche ich ihn erneut, dieses Mal mit dem gewohnten Shampoo und bin glücklich über das Ergebnis.

Mein Fazit: Leider nichts für mich… Entweder ich habe (wie von Julia vermutet) zu viel Produkt verwendet, oder mein (momentan in den Spitzen blondiertes) Haar kommt mit der Seife nicht zurecht. Seit meinem letzten Friseurbesuch ist es tatsächlich trockener als gewohnt. Zum Glück hat mein geliebtes SPEICK Shampoo damit jedoch keine Probleme. Vielleicht teste ich demnächst nochmal die Seife in Kombination mit Himbeeressig – der fruchtige Duft dieser sauren Spülung erscheint mir zu verlockend…

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Haarseifen? Habt Ihr die neue Haarseife Made by SPEICK schon ausprobiert?

Eure Julia, Ida und Jenny

Zehn Tipps fürs Haarewaschen mit Naturkosmetik

Wozu man sich eigentlich die Haare wäscht? Um Schweiß, Schmutz oder Stylingreste aus den Haaren zu entfernen. Obwohl es so einfach klingt, die Haare nass zu machen, Shampoo zu verteilen und dann wieder auszuspülen, kann man bei der Haarwäsche doch einiges falsch machen.

Gerade wenn man vorher konventionelle Shampoos verwendet hat, ist es möglich, dass sich das neue Naturkosmetik-Shampoo nicht so gut anfühlt wie das bisherige Produkt: Es schäumt vielleicht nicht ganz so viel; und bei blondierten oder chemisch gefärbten Haaren kann es sein, dass die Haare sich nach dem Waschen nicht mehr so leicht nass durchkämmen lassen. Das hat folgenden Grund: Synthetische Schaumbildner, Silikone und Quats sind in Naturkosmetik nicht erlaubt.

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Mit diesen zehn Tipps klappt die Haarwäsche mit einem Naturkosmetik-Shampoo am besten:

  1. Die Haare zu waschen bedeutet im Grunde, die Kopfhaut zu waschen. Am wichtigsten ist es also, dass das Shampoo vor allem am Haaransatz wirkt. Für die Längen reichen die herabtropfenden Reste des Shampoos.
  2. Zum Nassmachen der Haare und Ausspülen des Shampoos empfehle ich, grundsätzlich kein heißes Wasser zu verwenden. Denn das stresst Kopfhaut und Haar, viel besser ist lauwarmes Wasser.
  3. Seitdem ich nur noch Naturkosmetik-Shampoos nehme, mache ich meist zwei Waschgänge: Also Shampoo im nassen Haar verteilen und ein bisschen einmassieren, ausspülen und dann das Ganze nochmals von vorn – allerdings mit einer viel kleineren Menge an Shampoo! Beim zweiten Durchgang schäumt das Shampoo dann schön und alle Schmutzreste werden gründlich gelöst.
  4. Nicht zu viel Shampoo verwenden, meist genügt die Menge eines Teelöffels! Um besser an die Kopfhaut heran zu kommen, kann man das Shampoo auch in einer Friseurflasche aus Plastik mit etwas Wasser zu verdünnen und dann mit der Spitze gezielt auf die Kopfhaut auftragen. Grundsätzlich sollte man das Shampoo nicht direkt aus der Tube auf den Kopf zu geben, sondern auf die beiden Hände und dann damit über dem Kopf verteilen.
  5. Wer viel Stylingprodukte im Haar verwendet, dürfte mit einem Shampoo, das u.a. Kokossulfate (INCI: Sodium Coco Sulfate) enthält, am besten zurechtkommen – die Reinigungswirkung ist gut!
  6. Sinnvoll kann es auch sein, Haar und Kopfhaut mit einer hochwertigen Wildschweinborstenbürste mechanisch vor der Wäsche vorzureinigen: Dazu zart und ohne großen Druck die Bürste an der Kopfhaut ansetzen und durch das Haare gehen. Das stimuliert auch die Kopfhaut und ist sehr angenehm!
  7. Überhaupt kann ich empfehlen, Shampoos abzuwechseln und zwei verschiedene Sorten zu verwenden: Bei mir verhindert das z.B. das schnelle Nachfetten und meine Frisur sitzt insgesamt besser.
  8. Wichtig ist es, dass man das Shampoo wirklich gründlich und geduldig herauswäscht: Dazu nehme ich die Finger und den Wasserstrahl der Dusche zu Hilfe, damit die Kopfhaut und die Haare auch wirklich sauber werden. So verkleben sie über Nacht nicht gleich wieder und bleiben länger frisch!
  9. Wer pflegebedürftiges und/oder chemisch gefärbtes Haar hat, kann nach der Haarwäsche einen Conditioner ins Haar geben.
  10. Nach dem Waschen sollte man die Haare vorsichtig trocken tupfen – und nicht wie wild mit einem Handtuch auf dem Kopf herum rubbeln (verklettet die Haare und sie lassen sich dann nur mühsam entwirren).
  11. Vorsicht beim Durchkämmen des (nassen) Haars: Billige Plastikkämme mit Nähten sind dazu ungeeignet. Außerdem unbedingt darauf achten, dass man das Haar nur achtsam kämmt und sich keine Haare dabei ausreißt.
  12. Last but not least: Wenn es geht, nicht zu oft Haare waschen! So werden Kopfhaut und Haare geschont.

Speick bietet gleich mehrere Shampoos an – für jedes Bedürfnis ist eines dabei. Denn auch die richtige Auswahl des Shampoos ist wichtig! Über den aktuellen Trend zum Cowash, also der Haarwäsche mit Conditioner, habe ich hier auf dem Speick-Blog bereits geschrieben.

Welche Tipps und Erfahrungen habt ihr noch zum Thema Haarewaschen?

Eure Julia