Die häufigsten Fragen rund um SPEICK Naturkosmetik – Teil 2: Inhaltsstoffe

KonsumentInnen interessiert heute nicht nur, ob ein Produkt hübsch aussieht und ob es gut funktioniert, sondern auch, wie es hergestellt wird, was drin steckt, ob es umwelt- und sozialverträglich ist und vieles mehr. In dieser Beitrags-Serie widmen wir uns daher Fragen, die immer wieder rund um Speick Naturkosmetik auftauchen.

Im ersten Teil ging es um die äußeren Werte in Form von Verpackungen, heute schauen wir mal in die Tuben, Tiegel und Flaschen hinein und werfen einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe der Speick-Produkte.

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Warum sind manche Produkte im Speick-Sortiment nicht als Naturkosmetik zertifiziert?

Grundsätzlich sind die Produkte von Speick als Naturkosmetik durch COSMOS zertifiziert (COSMOS Natural oder COSMOS Organic findet ihr als Siegel entsprechend auf den Verpackungen, mehr zum Standard erfahrt ihr hier). Es gibt jedoch einige wenige Ausnahmen, und zwar die Produkte aus der Natural- und der Men-Serie. Diese enthalten naturnahe Duftstoffe und sind deshalb nicht zertifizierbar. Diese Klassiker aus dem Speick-Sortiment erfreuen sich einer großen Fangemeinde, sodass sie mit unveränderter Rezeptur mit den beliebten Düften auch weiterhin im Sortiment bleiben. Auch hier könnt ihr euch aber darauf verlassen, dass kritische Inhaltsstoffe wie Silikone, Parabene, Erdölderivate oder polyzyklische Moschusverbindungen niemals ihren Weg in die Produkte finden.

In den  anderen Serien von SPEICK findet ihr darüber hinaus zahlreiche Artikel, die als Naturkosmetik zertifiziert sind und jedes Produkt, das als Neuheit ins Sortiment kommt, entspricht den Regularien der BDIH-Standards.

Macht Speick Naturkosmetik Tierversuche?

Speick Naturkosmetik hat seit der Unternehmensgründung im Jahr 1928 Tierversuche weder durchgeführt noch in Auftrag gegeben. Was für Speick Naturkosmetik schon von Anbeginn selbstverständlich war, ist seit 2004 EU-weit verboten, seit 2009 dürfen außerdem in der EU keine Kosmetika mehr vermarktet werden, die an Tieren getestet worden sind. Global betrachtet gilt jedoch: andere Länder, andere Sitten. So müssen bspw. Kosmetikprodukte, die in China verkauft werden, an Tieren getestet sein. Aus diesem Grund exportiert Speick Naturkosmetik keine Produkte in Regionen, in denen Tierversuche die Voraussetzung für die Einfuhr sind.

Wie viele Produkte sind vegan?

Bleiben wir gleich mal bei den „tierischen“ Themen. Dass ein Produkt tierversuchsfrei ist, heißt nicht automatisch, dass es keine tierischen Bestandteile enthält. Im Speick-Sortiment findet ihr jede Menge Produkte, die vegan sind: alle Deos, Shampoos, Handcremes und Body Lotions. Die Duschgele sind – abgesehen vom Deo Dusch, das Collagen enthält – ebenfalls vegan. In Summe sind das rund 90% aller Speick-Produkte, die frei von tierischen Inhaltsstoffen sind!

Die meisten nicht-veganen Produkte findet ihr im umfangreichen Seifen-Sortiment von Speick Naturkosmetik. Konkret sind das die Speick Natural Seife (dazu gleich mehr) sowie einige weitere Seifen, die Buttermilch, Bienenwachs und/oder Honig enthalten. Eine Übersicht über alle veganen und nicht-veganen Produkte findet ihr im Download-Bereich.

Auf die Speick Natural Seife möchte ich nun nochmal zurückkommen, denn folgende Frage taucht immer wieder auf:

Warum enthält die Speick Natural Seife Rindertalg?

Die Speick Natural Seife ist das Produkt, mit dem alles begann. Das Design hat sich im Laufe der letzten 9 Jahrzehnte zwar immer wieder gewandelt, die Rezeptur blieb dabei jedoch unverändert, wofür heute die langjährigen und treuen Kunden sehr dankbar sind. Firmengründer Walter Rau war der Erhalt der Originalrezeptur so wichtig, dass er sogar in seinem Nachlass darüber verfügt hat, dass die Rezeptur nicht verändert werden darf.

In diesem Seifen-Klassiker steckt mit Rindertalg ein Inhaltsstoff, der eine lange Tradition in der Seifenherstellung hat – wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um einen Rohstoff handelt, der regional leicht verfügbar war bzw. ist. Und Regionalität ist auch heute noch ein Wert, der in der Naturkosmetik von Bedeutung  ist. So ist auch Speick Naturkosmetik bestrebt, so regional wie möglich zu wirtschaften. Bei der Seifenherstellung ist das gar nicht so einfach, da Oliven-, Kokos- oder Palmöl, die häufig in Seifen zu finden sind, selbstverständlich nicht bei uns vor der Haustür gewonnen werden. Der Rindertalg, der ausschließlich in der Speick Natural Seife zu finden ist, ist ein Nebenprodukt der Fleischindustrie. Es handelt sich damit also um eine Ressource, die in Bezug auf Aspekte der Gewinnung und der Regionalität nachhaltiger ist als viele Pflanzenöle.

Das umfassende Produktsortiment von Speick Naturkosmetik bietet so jedem Konsumenten/jeder Konsumentin die Möglichkeit, die Kaufentscheidungen an den eigenen Werten auszurichten – sei es die Regionalität von Rohstoffen oder der Verzicht auf tierische Rohstoffe. Was all diese Produkte in jedem Fall gemeinsam haben, ist das große Bestreben, nachhaltige und zertifizierte Naturkosmetik anzubieten.

Verwendet Speick Naturkosmetik Palmöl?

Auch bei den Pflanzenölen ist aber nicht alles schwarz oder weiß – insbesondere das Thema Palmöl ist differenziert zu betrachten. Viele VerbraucherInnen fordern den kompletten Verzicht von Palmöl in Kosmetika. Das ist jedoch gar nicht so einfach zu realisieren, da viele Emulgatoren oder Tenside Palmölfraktionen enthalten. Außerdem ist der Ertrag der Palmpflanzen um einiges höher als bei anderen Pflanzen zur Ölgewinnung, bspw. Sonnenblumen.

Das Kernproblem im Kontext von Palmöl ist die Rodung bestehender Wälder, um Flächen für große Palmplantagen in Monokultur zu schaffen. Speick Naturkosmetik setzt deshalb auf nachhaltig gewonnenes Palmöl, das von alten Plantagen stammt, für die keine Wälder gerodet werden mussten und arbeitet dabei bereits seit vielen Jahren mit einem indonesischen Palmöl-Lieferanten zusammen, der seit Beginn Mitglied des Roundtable of Sustainable Palm Oil (RSPO) ist. Dabei handelt es sich um ein in 2011 vom WWF ins Leben gerufene Palmöl-Zertifikat für nachhaltigen Anbau und nachhaltiges Wirtschaften. (Details dazu findet ihr hier.) Wenn ihr noch mehr zum Thema Palmöl erfahren wollt, dann schaut gern mal in Gudruns Beitrag zu diesem anspruchsvollen Dauerbrenner rein.

Beinhalten Speick-Produkte Mikroplastik?

Diese Frage lässt sich kurz und knackig wie folgt beantworten: nein – das haben sie bisher nie und werden sie auch in der Zukunft nicht. Speick Naturkosmetik richtet seine Unternehmensaktivitäten an den Dimensionen der Nachhaltigkeit aus. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass bedenkliche und umweltkritische Stoffe – zu denen ganz klar auch Mikroplastik gehört – nicht in den Rezepturen verwendet werden.

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Ihr seht – das Thema der Inhaltsstoffe ist  also ein mindestens genauso weites Feld wie das der Verpackungen.

Eure Ida

Verschwiegene Geheimnisse bei Speick

Eigentlich weiß man bei Speick immer, woran man ist. Das Unternehmen setzt auf klare Kommunikation und druckt lieber einen Hinweis mehr auf die Verpackung, wenn dem Konsumenten damit geholfen ist. Clean Labelling ist daher selbstverständlich. Trotzdem gibt es Dinge, die im Hause Speick als so selbstverständlich empfunden werden, dass kaum jemand darüber spricht, geschweige denn darauf hinweisen würde. Bei einem Gespräch mit Gudrun von den Speick Insights kamen sie durch Zufall nun endlich zutage – die verschwiegenen Geheimnisse…

Die Krux mit der Bescheidenheit

Wenn man so will, ist es ein Grundproblem der Naturkosmetikbranche: Während konventionelle Hersteller für jedes Fünkchen Nachhaltigkeit die Werbetrommel rühren und das Chemiecocktail-Shampoo als „Jetzt silikonfrei“ deklarieren, schweigen und denken die grünen Pioniere nur „Und? Das ist bei uns schon immer so!“ Einerseits löblich, doch diese Bescheidenheit lässt wichtige Fakten vor allem für die breite Masse der Kosmetikkäufer unbekannt bleiben.

All die Werte, die bei Speick zum Beispiel schon über Generationen hinweg gelebt werden, sind in der großen weiten Beauty-Welt nämlich alles andere als selbstverständlich. Man kann also gar nicht oft genug auf das Engagement in den verschiedensten Bereichen aufmerksam machen! Ida hat in ihrem Beitrag Gelebte Nachhaltigkeit bereits ausführlich berichtet, in welchen Dimensionen die unternehmerische gesellschaftliche Verantwortung übernommen wird. Spannend ist dabei vor allem die Verankerung des Prinzips CSR (Corporate Social Responsibility) in der Unternehmenskultur seit seiner Gründung – obwohl der Begriff 1928 noch gar nicht in Gebrauch war.

Ausgezeichnet!

Schön dass so viel Einsatz auch immer wieder belohnt wird: Speick Naturkosmetik wurde bereits mehrfach mit Awards ausgezeichnet, darunter der Green Product Award, der Best New Product Award, der Sustainable Beauty Award, der Deutsche Nachhaltigkeitspreis und der CSR-Preis der Bundesregierung.

Kleine Dinge, die einfach dazu gehören

Das ist aber noch längst nicht alles: Auch außerhalb vom Rampenlicht auf dem „grünen Teppich“ passiert im Hintergrund noch so einiges mehr…

Gedruckt wird bei Speick zum Beispiel ausschließlich auf FSC Papier, von der Faltschachtel, über Geschäftspapiere, Broschüren und Visitenkarten bis hin zu den Prints der Mitarbeiter auf den Firmendruckern: FSC steht für „Forest Stewardship Council“ und ist ein internationales Zertifizierungssystem für die Waldwirtschaft. Die weltweit gültigen Prinzipien garantieren, dass Holz- und Papierprodukte mit dem FSC-Siegel aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen.

Auch das Symbol Blauer Engel dürfte auf vielen Printerzeugnissen stehen. Der Blaue Engel ist das Umweltzeichen der Bundesregierung. Produkte und Dienstleistungen, die damit ausgezeichnet werden, sind umweltfreundlicher als vergleichbare, konventionelle Varianten. Dabei ist bei der Beurteilung stets der gesamte Lebensweg zu betrachten.

FSC-Papier mit dem Blauen Engel, komplett ungestrichen ist derzeit quasi das Nonplusultra bei nachhaltigem Papier. Und trotz seiner Verwendung hat Speick die vertrauenswürdigen Symbole nicht überall prominent aufgedruckt. Hier und da hat man es schlichtweg vergessen – oder aber es wurde aus optischen Gründen darauf verzichtet. Mit dem Zaunpfahl gewunken, hat man bei Speick eben noch nie…

In Sachen Rohstoffe gilt: Fairer Handel ist Grundvoraussetzung! Genau wie eine gute Qualität und in den meisten Fällen die Bio-Zertifizierung. Palmöl zum Beispiel müsste bis 2019 selbst in COSMOS zertifizierter Naturkosmetik nicht aus nachhaltiger Quelle stammen. Anders jedoch bei Speick: Was anderes kommt definitiv nicht in den Tiegel!

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Hinter den Kulissen des Unternehmens, abseits von Zutaten, Produkten und Druckerzeugnissen, zieht sich der rote Faden (der in diesem Fall eigentlich grün sein müsste) weiter: Selbst Kaffee und Kekse sind bio-zertifiziert, genau so die wöchentlich vom Chef gesponserte Obstkiste für die Mitarbeiter. Bei Speick ist Nachhaltigkeit eben Lebenseinstellung und jedes noch so kleine Detail fügt sich in ein rundes Gesamtbild. Und das seit nunmehr 90 Jahren.

Ich bin immer wieder begeistert von so viel Engagement und freue mich schon auf meinen ersten Besuch in der Zentrale (ganz besonders auf die Bio-Kekse, hihi…)

Eure Jenny

COSMOS: Nachhaltiges Palmöl wird Standard

Unter dem Dach von COSMOS bilden BDIH, Ecocert, Cosmebio, ICEA und Soil Association das weltweit größte System zur Zertifizierung von Natur- und Biokosmetik. Von Beginn an setzte COSMOS Maßstäbe und nicht einmal ein Jahr nach seiner Einführung, gibt es bereits Veränderungen, die die Strenge des Standards noch einmal verschärfen:

Wie Ende Oktober 2017 angekündigt wurde, dürfen Neuentwicklungen ab Januar 2019 ausschließlich Palmöl, Palmkernöl und Co. enthalten, wenn diese aus zertifizierten Quellen stammen. Wir finden: Daumen hoch!

Was hinter COSMOS steckt, haben wir Euch bereits in einem ausführlichen Beitrag verraten. In Kürze könnte man den Standard etwa so zusammenfassen:

COSMOS unterscheidet die Kontrolle von Naturkosmetik und die Zertifizierung von Biokosmetik. Für beide sind die Anforderungen in ihren Grundzügen identisch. Biokosmetik muss allerdings zusätzlich hohe Anteile von Bestandteilen aus biologischem Anbau erfüllen. Für die Auslobung eines Produktes als Biokosmetik müssen mindestens 95% der physikalisch gewonnenen pflanzlichen Bestandteile aus der Öko-Landwirtschaft stammen.

Für den Einsatz von Palmöl gab es bisher keine separate Regelung. Wie nun angekündigt wurde, soll sich das im nächsten Jahr aber ändern. Dann nämlich dürfen Palmöl, Palmkernöl und deren Derivate (wie z.B. Glycerin, Fett-Alkohole und Fettsäuren) nur noch aus zertifizierter Quelle (certified sustainable palm oil/CSPO) stammen. Die Vorgaben folgen dabei dem RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil).

Das RSPO-Zertifizierungssystem wurde auf Initiative des WWF gegründet. Wesentliche Inhalte sind die Vermeidung von Rodungen, eine umweltbewusste Produktion, die Achtung der Rechte der lokalen Bevölkerung und von Arbeitnehmerrechten.

Ein wichtiger Schritt also – denn ganz auf Palmöl verzichten, können wir in absehbarer Zeit wohl nicht. Warum das so schwierig ist, und weshalb sowohl Palmöl-freie Produkte (wie Organic 3.0), als auch mit nachhaltigem Palmöl produzierte Kosmetik bei Speick eine Rolle spielen, hat Gudrun im Blog Palmöl- ein anspruchsvoller Dauerbrenner genau erklärt. Fakt ist: Quellen mit unsicherer Herkunft kommen auf keinen Fall in Frage.

SPEICK Naturkosmetik setzt ausschließlich zertifiziertes, nachhaltiges Palmöl ein. Und das schon lange bevor das Unternehmen durch Kriterien oder Vorgaben dazu verpflichtet wird.

Es gehört wohl einfach zum Selbstverständnis und der gelebten Nachhaltigkeit (wie sie auch Ida im Blog zum Thema CSR festgestellt hat) dazu – Hut ab, liebes SPEICK-Team, dass Ihr immer einen Schritt voraus geht!

Eure Jenny

 

 

 

 

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Ein Spätsommergruß mit Sanddorn und Orange

Jedes Jahr sehne ich ihn aufs Neue herbei: den Herbst. Und auch, wenn ich mit Hitze wenig anfangen kann, bin ich doch gleichzeitig immer ein bisschen wehmütig, wenn die Abende spürbar kühler werden. Ein Blick auf die aktuellen Wetteraussichten, gepaart mit den merklich kürzer werdenden Tagen, legt nahe, dass der Herbst unmittelbar vor der Tür steht. Zeit also für einen kleinen Spätsommergruß! In diesem Jahr kommt er für mich mit Sanddorn und Orange ums Eck.

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Sanddorn ist ein passender Begleiter für den Übergang vom Sommer zum Herbst – die reifen Früchte entfalten ihre Farbpracht in leuchtenden Orange-Tönen ab August. Oft wird der Sanddorn mit den Küstenregionen assoziiert. Wer die Augen offen hält, wird jedoch feststellen, dass verschiedene Sanddorn-Arten sich auch in urbanen Gegenden pudelwohl fühlen und dort für bunte spätsommerliche und herbstliche Akzente sorgen.

Beliebt ist der Sanddorn in vielerlei Form, angefangen vom Saft bis hin zum Tee oder Likör. Kein Wunder, ist er doch eine Art lokales Superfood, da Sanddorn besonders reich an Vitamin C ist. Und auch in der Naturkosmetik ist er aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften, der Vielfalt an enthaltenen Vitaminen und Mineralien und seiner regenerierenden Wirkung ein beliebter Inhaltsstoff!

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Ich habe mir den Sanddorn in Form der Wellness-Seife Sanddorn & Orange, die „made by Speick“ ist, ins heimische Badezimmer geholt. Wenn ich könnte, würde ich hier direkt den Duft mit euch teilen, der ist nämlich umwerfend. Die Kombination aus feinherbem Sanddorn und spritziger Orange duftet für meine Nase nach Sommersonne pur! Gedanklich nimmt der Duft mich mit ans Meer, während mir eine warme Brise durchs Haar streift und an der nächsten Strandbar schon ein leckerer Fruchtcocktail auf mich wartet. Ja, so gefällt der Sommer mir!

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Die Seife fällt mit ihren 200 Gramm recht üppig aus, dank ihrer Nussschalen-ähnlichen Form liegt sie dennoch sehr gut in der Hand. Verwendet werden kann sie natürlich ganz klassisch zum Händewaschen, das größere Vergnügen bereitet sie jedoch beim Duschen und Baden, wenn man sich so richtig in den Duft hüllen kann. Der Schaum, der beim Kontakt mit Wasser entsteht, ist ausgesprochen cremig und fühlt sich auf der Haut sehr angenehm an. Die Seife konserviert den Sommer nicht nur olfaktorisch, sondern wirkt auch fast so erfrischend wie die sommerliche Morgensonne: der enthaltene Sanddorn-Extrakt belebt, während ätherisches Orangenöl gleichzeitig sanft die Stimmung hebt. Die Seife basiert auf verseiftem Palm-, Kokos- und Olivenöl, Glycerin wirkt als Feuchtigkeitsspender für die Haut. Geeignet ist die Seife auch für Veganer. Mein Tipp: legt das trockene Seifenstück einfach mal für ein paar Tage mit in euren Kleiderschrank – und schon breitet sich dort auch nochmal so richtig der Sommer zwischen den kuscheligen Herbstpullis aus.

Wie duftet für euch der Sommer und womit erhaltet ihr ihn euch noch ein wenig länger?

Bis bald,

Eure Ida

Es weihnachtet sehr! Die Weihnachts-Seifen von SPEICK

Auf wenige Dinge freue ich mich jedes Jahr aufs Neue so euphorisch wie auf die Adventszeit. Insbesondere das weihnachtliche Schmücken der Wohnung bereitet mir jährlich großes Vergnügen. Wenn das erste Mal Weihnachtslieder durch die Wohnung schallen, befreie ich die großen Deko-Kisten von ihrer Staubschicht und verteile allerhand Chi-Chi in der Wohnung. In diesem Jahr ist meine Dekoration allerdings teilweise nicht dazu verbannt, danach wieder ein trostloses Dasein im Keller zu fristen, sondern kann auch anderweitig genutzt werden. Falls ihr also noch auf der Suche nach einem ganz besonderen Weihnachts-Schmuck seid, dann habe ich jetzt etwas für euch!

Die „Geburtsstunde“ der Schaukelpferd-Seife

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In einem meiner letzten Beiträge habe ich euch mitgenommen in die Produktionshallen der SPEICK-Seifen. Ich hatte großes Glück, denn an diesem Tag wurde gerade die Schaukelpferd-Seife „geboren“, d. h. ich war live dabei, als die erste Charge dieses Weihnachts-Artikels ganz frisch das Band verlassen hat. Besonders hübsch sind die Seifenschaukelpferde in der Herde anzusehen:

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Ich habe mich sofort in diese kleinen Schmuckstücke verliebt! Das Schaukelpferd sieht mit seinen Details vom Ohr über den Sattel bis zum Schweif nicht nur niedlich aus, sondern duftet herrlich! Insgesamt empfinde ich den Duft als sehr ausgewogen, ja fast schon cremig-pudrig. Ein kuscheliger Duft, der gut in die heimelige Adventszeit passt. Der Clou: das Seifenpferd schaukelt, wenn man es anstupst, auch tatsächlich einige Male! Selbstverständlich ist es aber nicht nur dekorativ, sondern  darf gern auch am Waschbecken zum Einsatz kommen.

Noch mehr Seifenglück zur Adventszeit

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Das Seifenschaukelpferd ist im Weihnachtsseifen-Sortiment von SPEICK Naturkosmetik nicht allein. Gefallen habe ich auch an Tannenbaum und Seifenstern gefunden, die ein bisschen Farbe ins Spiel bringen. Alle drei Seifen sind rein pflanzlich und basieren auf verseiftem Palm-, Kokos- und Olivenöl. Mehr über das Palmöl aus nachhaltigem Anbau erfahrt ihr hier. Glycerin sorgt in der Seifenrezeptur für Feuchtigkeit, Bienenhonig (im Seifenschaukelpferd enthalten) pflegt die Haut zusätzlich.

In Cellophan gehüllt und mit einer kleinen Schleife versehen, sind die drei Seifen das ideale Mitbringsel für die Kollegen auf der Weihnachtsfeier oder aber zum Füllen der Nikolausstiefel. Ich habe mich allerdings dazu entschieden, die drei Weihnachtsseifen anderweitig zu verwenden: Mit einem Band habe ich sie an ein paar Zweigen befestigt, so dass die Seifen nun anstelle von Weihnachtskugeln das Wohnzimmer schmücken, ehe demnächst der Baum aufgestellt wird.

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Nun fehlt nur noch Kerzenschein, ein Stück Stolle und Fruchtpunsch – und schon ist das Adventsfeeling perfekt. In diesem Sinne wünsche ich euch eine heimelige Adventszeit – macht es euch gemütlich!

Eure Ida

Palmöl – ein anspruchsvoller Dauerbrenner

 

In vielen Naturkosmetik-Produkten sind Palm- oder Palmkernöl enthalten. Fakt ist: Aktuell kommen wir nicht an diesen Rohstoffen vorbei – leider. Es gibt deshalb ernsthafte Anstrengungen, Palmöl nachhaltiger zu machen: Das Zertifizierungssystem RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) und der Zusammenschluss FONAP (Forum Nachhaltiges Palmöl) bilden dafür eine wichtige Basis. Allen voran sind aber wir, die Hersteller, gefragt.

Für Palmöl brennt der Regenwald  – mit allen Konsequenzen für Flora und Fauna und den sozialen Bereich der Menschen in diesen Gebieten. Dieser Zustand ist so nicht hinnehmbar, die Produktion von nachhaltigem Palmöl ein wichtiger Ansatz.

Was ist unter nachhaltigem Palmöl zu verstehen?

Der bedeutendste ist der im Wesentlichen von der Industrie getragene RSPO. Hier wird nach bestimmten Kriterien gewonnenes, nachhaltiges Palmöl zertifiziert, und Rodungen werden eingedämmt. RSPO steht für Roundtable on Sustainable Palm Oil, ist ein Zertifizierungssystem und wurde auf Initiative des WWF gegründet. (rspo.org/) Vorrangig gelten diese Kriterien:

  • Keine Rodung von besonders schützenswerten Wäldern für neue Plantagen
  • Umweltbewusste Produktion
  • Respektierung der Rechte der lokalen Bevölkerung
  • Respektierung von Arbeitnehmerrechten

Welche Rolle spielt FONAP?

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Inzwischen gibt es sogar eine erste Weiterentwicklung dieses Konzepts. FONAP ist ein Zusammenschluss aus Unternehmen, Verbänden und NGOs, der gemeinsam  tragfähige Lösungen für die Verbesserung der Praktiken im Palmölsektor erarbeiten will. „Ziel des Forums Nachhaltiges Palmöl ist es, den Anteil von segregiertem (isolierte Produktion und Lieferkette), zertifiziertem Palmöl aus nachhaltiger Produktion im deutschen, österreichischen und Schweizer Markt signifikant zu erhöhen und möglichst schnell 100% zertifiziertes Palmöl für diese Märkte verfügbar zu machen.“ (forumpalmoel.org/de)

Zusätzlich zur Selbstverpflichtung der FONAP-Mitglieder, zur Vernetzung mit anderen europäischen Initiativen und zur Schaffung von Transparenz, setzt sich FONAP für die Verbesserung der Zertifizierungssysteme ein.

Warum wird überhaupt Palmöl in der Naturkosmetik genutzt?

Aktuell kommen wir am Palm- bzw. Palmkernöl nicht vorbei. Es gibt für funktionierende Produkte keine echten Alternativen  So lange wir aber Palmöl einsetzen müssen, um die von den KonsumentInnen gewünschten Produkte entwickeln zu können, ist nur nachhaltiges, zertifiziertes Palmöl eine echte Interims-Alternative. Ich persönlich bin auch überzeugt davon, dass die Entwicklung insgesamt noch geraume Zeit benötigen wird, um den aktuellen Status merklich zu verbessern.

Was bedeutet unser Engagement bei FONAP und wie sieht es konkret aus?

Uns bei SPEICK Naturkosmetik geht es hierbei um die ganzheitliche Betrachtung der Sachlage – speziell bei uns im Unternehmen. Wir kümmern uns ja tatsächlich um beide Bereiche (Palmöl-frei bzw. nachhaltiges zertifiziertes Palmöl), und unser Labor setzt alle Hebel in Bewegung, auch im Bereich der Lieferkette. Die Partner werden dann aktiv, wenn es ein erkennbares Abnahmepotential am Markt gibt. Die gute Nachricht: Es ist einiges an Bewegung in die Weiterentwicklung von nachhaltigem, zertifiziertem Palmöl gekommen. Als Mitglied bei FONAP engagieren wir uns für den nachhaltigen Anbau von Ölpalmen und setzen ausschließlich zertifiziertes, nachhaltiges Palmöl ein.

Warum beinhalten die SPEICK-Seifen Palmöl?

Unsere Pflanzenöl-Seifen beinhalten – neben anderen Pflanzenölen – reines Palmöl; seit 2013 ausschließlich RSPO-zertifiziertes Palmöl aus nachhaltigem Anbau. Aufgrund seiner idealen Zusammensetzung für Seifen verwenden wir Palmöl für die Formulierungen unserer Seifen, die wir in klassischer Seifensieder-Tradition ausschließlich aus reinen Pflanzenölen herstellen. Unsere Seifen bieten ganz besonders hautmilde, basische Waschpflege. Sie schäumen sahnig und fein.

Warum verzichten wir nicht grundsätzlich auf Palmöl?

Das Thema Palmöl und die Umweltschäden des konventionellen Anbaus stehen im Fokus der Konsumenten und der Medien. Entscheidend für den Umgang mit dem Thema Palmöl ist der nachhaltige Anbau und nicht der komplette Verzicht. Denn: Nicht das Palmöl an sich stellt das Problem dar, sondern die kurzsichtige Art des Anbaus, die für die fortschreitende Rodung immer weiterer Regenwaldflächen verantwortlich ist – aus ökonomischen Motiven, aufgrund mangelnden Bewusstseins und aufgrund fehlender Steuerung der Regierungen.

Andere Ölpflanzen wie z.B. Soja, Raps oder Kokospalmen erzeugen im konventionellen Anbau ähnliche Probleme. Darüber hinaus ist Palmöl im Grunde ein sehr nachhaltiges Pflanzenöl, da die Ölpalme global eine der ertragreichsten Ölfrüchte ist. Um die entsprechende Menge Öl zu erzielen, benötigt man für den Anbau anderer Ölpflanzen bis zu sieben Mal mehr Fläche.

Die Verwendung 100% RSPO-zertifizierten Palmöls genügt uns jedoch nicht. Seit 2016 sind wir Mitglied bei FONAP und engagieren uns damit – über den verantwortungsvollen Einkauf hinausgehend – für den nachhaltigen Anbau von Ölpalmen. Für bestimmte Produkte verzichten wir sogar ganz auf den Rohstoff Palmöl, auch wenn wir manchmal an die Grenzen des Machbaren stoßen:

Das Problem der Nachfrage am Beispiel unseres Palmöl-freien SPEICK Organic 3.0 Duschgel

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Hier lag die Schwierigkeit vorrangig bei der Verpackung. Wir haben nach einer nachhaltigen Lösung als Alternative zum herkömmlichen PE gesucht. Die Nachfrage ist tatsächlich noch so gering, dass es sich für die Partnerlieferanten kaum lohnt, hier tief einzusteigen. Schlimmer noch: Erste Unternehmen sind gar schon wieder ausgestiegen aus diesen Gründen. Ziemlich traurig … Und es spricht vor allem nicht für den ernsthaften Willen, wirklich vorwärts zu kommen im Recycling. Im besten Falle sollte ein Produkt doch in der Gesamtheit kreislauffähig sein! Und wenn nachwachsende Rohstoffe, wie in unserem Fall Zuckerrohr, bereits für die Nahrungskette genutzt werden, bevor sie für unsere Flasche verarbeitet werden, ist das gleich doppelt sinnvoll.

Eure Gudrun