Vitamin F: Der unterschätzte Hautschmeichler

Vitamine sind wahre Alleskönner, die auf den gesamten Organismus positiv wirken. Auch in Sachen Beauty bringen sie einige Talente mit. Während Vitamin C und E sich hier bereits einen Namen gemacht haben, gehört Vitamin F (noch) zu den unterschätzten Hautschmeichlern. In vielen Produkten von Speick Naturkosmetik findet der Wirkstoff allerdings Einsatz. Hier erfahrt ihr mehr…

Vitamin(ex)kur(s)

Unser Körper braucht Vitamine. Aber was steckt eigentlich hinter der Bezeichnung? Vitamine sind organische Verbindungen, die für das Leben (lateinisch: „vita“) in kleinsten Mengen essenziell sind, also vom Körper nicht oder nur unzureichend gebildet werden. Im Grunde also echte Mangelware, wenn man sie nicht von außen zuführt. Ursprünglich glaubte man, dass alle Vitamine aus Aminen bestehen – daher stammt der Wortbestandteil „amin“. Dies ist jedoch nicht korrekt. Jedes Vitamin muss deshalb ganz für sich allein betrachtet werden. Julia hat hier erst kürzlich das Vitamin E für euch unter die Lupe genommen.

Vitamin F im Fokus

Was genau bezeichnet eigentlich Vitamin F? Im Prinzip ist es ein Dachbegriff für bestimmte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Zu den wichtigsten gehören die mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die vorrangig in pflanzlichen Ölen zu finden sind.

Vitamin F zählt genau genommen zu den Grundbausteinen unserer Haut. Seine Lipide haben deshalb die Eigenschaft, den natürlichen Schutzmantel zu pflegen und stärken. Eine intakte Hautbarriere wiederum beugt dem Eindringen von Schadstoffen vor und wirkt so dem Potential von Entzündungen entgegen. Außerdem schützt sie vor dem Verlust von Feuchtigkeit und damit vor Transepidermalem Wasserverlust.

Der Hautschmeichler schützt den Teint besonders im Winter vor dem Austrocknen. Haut, die zu wenig Vitamin F bekommt, kann schnell trocken, stumpf und schuppig werden.

Positive Außenwirkung

Wie bei allen Wirkstoffen ist auch bei den Vitaminen die Frage: Wie gelangen sie am besten ans Ziel? Das intensiv pflegende Vitamin F entfaltet schon an der Hautoberfläche seine „Smooth-Wirkung“. Das bietet wiederum den Vorteil, dass Vitamin F selbst in Rinse-Of-Produkten, wie Duschgel und Seifen einen Effekt entfalten kann, obwohl diese wieder abgespült werden. Das schützt die Haut fühlbar vor dem Austrocknen. In Cremes und Lotionen sorgt die Zutat für eine Extraportion Feuchtigkeit. Der Wirkstoff punktet darüber hinaus mit entzündungshemmenden Eigenschaften und pflegt super sanft, so dass selbst sensible Haut prima damit zurechtkommt.

Bei so vielen Möglichkeiten bietet die Zutat tatsächlich „Pflege aus dem ff“…

Eure Jenny

Stay fresh: Wie Deos richtig wirken können

Bloß nicht ins Schwitzen kommen – das gilt für stressige Situationen ebenso, wie für heiße Sommertage. Aber mal abgesehen vom Geruch: Ist Schwitzen wirklich schlecht? Wir sind zusammen mit Susanne Gans, Laborleitung bei Speick Naturkosmetik, quasi „immer der Nase nach“ gegangen und haben uns vielen Facetten rund um Schweißbildung und Deodorants gewidmet. Hier erfahrt ihr Wissenswertes zum Thema Wirkprinzip, Rohstoffe und Rezepturen.

Was ist eigentlich Schweiß?

Das Sekret wird nahezu am ganzen Körper von unseren Schweißdrüsen abgesondert. Allerdings ist seine Zusammensetzung nicht überall die gleiche. Die ekkrinen Schweißdrüsen produzieren eine geruchlose Form, die fast komplett aus Wasser und Salzen besteht. Ihre Funktion ist die Kühlung – ein effektiver Mechanismus unserer hauseigenen Klimaanlage.

Problematischer sind da die apokrinen Drüsen in den behaarten Körperregionen. Der milchige Schweiß, der hier zutage tritt, enthält auch Proteine, Lipide und Pheromone. Zwar ist hier grundsätzlich das Entsenden von Gerüchen, genauer von Sexuallockstoffen vorprogrammiert – der unangenehme Geruch jedoch, kommt erst mit dem Abbau langkettiger Fettsäuren zustande, welcher mithilfe von Bakterien erfolgt. Unsere Ernährung, Gesundheit und bestimmte hormonelle Veränderungen können beeinflussen, wie unser Schweiß riecht.

Bevor wir uns den Deodorants widmen, fassen wir einmal kurz zusammen:

Frischer Schweiß riecht nicht: Erst wenn er länger auf der Haut verbleibt und bakterielle Abbauprozesse einsetzen, „müffelt“ es. Körperhygiene ist demnach der wichtigste Schlüssel gegen unangenehme Geruchsattacken. Auch die Zufuhr von Sauerstoff hemmt eine Geruchsbildung. Luftige Kleidung und die Rasur des Achselbereichs können sich  positiv auswirken.

Was machen Sprays, Roll-ons und Co.?

Wie ihr euch anhand der Vorbetrachtungen vorstellen könnt, setzen Deos jeder Art genau dort an, wo Geruch entsteht. Konventionelle Desodorierung erfolgt zum Beispiel in der Regel durch antimikrobielle Stoffe. Das ist zwar wirksam, der Einsatz von keimtötenden Zusätzen beeinflusst aber die gesunde Hautflora und kann damit Auswirkungen auf die Verträglichkeit haben. Reizungen und Allergien sind nicht ungewöhnlich und einige Stoffe stehen sogar im Verdacht, krebserregend zu sein.

Zum Glück hält die Natur Alternativen bereit:

Der Wirkstoff Zitronensäureester (Triethyl Citrate) ist eine Verbindung aus pflanzlichem Alkohol und natürlicher Zitronensäure und gehört zur Gruppe der Enzyminhibitoren. Diese sollen verhindern, dass die Enzyme, die den Schweiß zersetzen und damit den Geruch verursachen, aktiv werden. Die Bakterien, von denen diese Enzyme gebildet werden, bleiben unbeschädigt. Es darf also weiter geschwitzt werden –  aber ohne Geruchsbelästigung.

Der Duftstoff Farnesol lässt Kosmetika nicht nur leicht nach Maiglöckchen riechen, er hemmt auch schweißzersetzende Bakterien. Polyglyceryl-3 Caprylate soll verhindern, dass sich Bakterien in der feuchten Umgebung der Haut ungehemmt vermehren. Gemäß Studien wirkt der Stoff genauso gut wie das umstrittene Triclosan.

Da gibt es also durchaus Möglichkeiten. Welche Wirkstoffe sind die Anti-Geruchs-Helden in den Speick-Deos und was können sie?

Susanne Gans: Wir verwenden immer ein Bio-Wirkprinzip. Es basiert darauf, dass frischer Schweiß eigentlich nicht riecht, sondern nur seine enzymatischen Abbauprodukte. Durch den Einsatz von Pflanzenextrakten wird dieser enzymatische Abbau verhindert. Kein Abbau bedeutet keine Geruchsbildung. Da die Enzyme nicht zerstört werden, sondern nur in der Wirkung inhibiert werden, ist das eine besonders hautfreundliche Methode.

Wir  versuchen mit Hilfe von Salbeiextrakt die Poren auf natürliche Weise zu verengen, um die Schweißabgabe zu regulieren. Weniger Schweiß bedeutet weniger Abbau.

Alle unsere zertifizierten Deodorants enthalten zudem ein Bio-Ferment das die schlecht riechenden Abbauprodukte (wie z.B. geruchsbildende Säuren) neutralisiert und sich dadurch geruchlose Verbindungen bilden. Das verlängert die Wirkung.

Bei unserem Speick Pure Deo Stick wird zusätzlich ein Zinkkomplex eingesetzt, der wie ein Schwamm die unangenehmen Schweißabbaugerüche einsaugen kann. Daraus ergibt sich  eine effektive Langzeitwirkung.

Auch Alkohol desinfiziert, hält also die Bakterien in Schach und findet sich deshalb in vielen Deos. Aber gerade diese Zutat wird öfter diskutiert. Susanne, was meinst du? Ist Alkohol in Deos nützlich? Notwendig? Oder sagst du generell „Finger weg“?

Susanne Gans: Alkohol desinfiziert und wirkt antibakteriell. Er trägt entscheidend dazu bei, dass Deos auch funktionieren, da er die Deo-Wirkung verstärkt. Natürlich geht es auch ohne Alkohol. Dann brauche ich aber ein anderes Konzept und muss die desinfizierende Wirkung durch andere Inhaltsstoffe generieren. Wir haben einen Roll-on ohne Alkohol, der mit Anissäure arbeitet.

Grundsätzlich kommt es nicht nur auf die einzelnen Inhaltsstoffe an, sondern auch auf das Gesamtkonzept. Oft wird Alkohol wegen seiner austrocknenden Wirkung negativ beurteilt. Deshalb kommt es vor allem darauf an wie der Alkohol verarbeitet wird. Hochkonzentriert im Spray braucht man eine Feinstvernebelung und Feuchthaltefaktoren. In Deo Sticks ist der Alkohol gebunden und kommt so nicht mehr als reiner Alkohol auf die Haut.

Da wären wir auch schon bei den verschiedenen Formen: Roll-on, Stick oder Spray: Was wirkt bei wem am besten – oder ist es nur eine Frage der Vorliebe?

Susanne Gans: Die Vorliebe spielt natürlich eine entscheidende Rolle. Unserer Erfahrung nach ist das individuelle Wirkempfinden nicht objektiv messbar. Rein theoretisch scheinen die Deo-Sprays etwas besser zu wirken als die Roll-on Typen. Das liegt sicher an dem höheren Alkoholgehalt, der die Deo-Wirkung unterstützt.

Unsere Deo-Sticks sind nicht sauer, sondern basisch. Auch Sie haben das Bio-Wirkprinzip, also die Verhinderung des enzymatischen Abbaus des Schweißes durch Pflanzenextrakte, aber durch die Base (der Deo Stick ist eigentlich ein Seifengel) können auch die unangenehm riechenden Fettsäuren die beim Schweißabbau entstehen, neutralisiert werden – auch duftmäßig.

Unser Speick Pure Deo Stick ist für besonders schwierige Fälle. Er wirkt etwas anders, denn der eingesetzte Zinkkomplex kann zusätzlich die schlechten Geruchsmoleküle einsaugen, wie ein Schwamm und so neutralisieren. Das steigert die Langzeitwirkung und funktioniert noch besser als das ansonsten eingesetzte Bio-Ferment, das sich an unangenehme Geruchsmoleküle bindet und diese so neutralisiert.

Kommen wir am Ende noch zu einem anderen Thema: Schwitzen Männer eigentlich anders? Oder ist hier nur ein herberer Duft gefragt?

Susanne Gans: Das ist ein wenig umstritten: Eine australische Studie zeigt, dass die Schweißmenge offenbar nicht vom Geschlecht abhängt. Frauen können demnach genauso viel Schweiß wie Männer produzieren. Wissenschaftler der University of Wollongong (UOW) stellen vielmehr einen Zusammenhang zwischen Schweißmenge und Körpergröße eines Menschen her.

Das Ergebnis: Die kleineren Probanden gaben die Hitze ihres Körpers vorrangig über die Haut ab, die eher größeren durchs Schwitzen – und zwar unabhängig davon, ob es sich um Frauen oder Männer handelte. Nur weniger als fünf Prozent der Unterschiede des Hitzeverlustes seien laut Taylor auf das Geschlecht zurückzuführen.

Eine Studie aus dem Jahr 2010 der Osaka International University in Japan konstatiert eindeutige Unterschiede. Männer schwitzen demnach tatsächlich mehr als Frauen. Eine US-Studie der National Strength and Conditioning Association bestätigt das. Bei der wissenschaftlichen Untersuchung kam heraus, dass Frauen beim Sport im Schnitt 0,57 Liter Schweiß pro Stunde verlieren. Bei den Männern waren es 1,2 Liter. Somit war die Schwitzrate bei den Männern höher.

Gleichgültig was nun die Wissenschaft sagt: Männer und Frauen schwitzen, um die Körpertemperatur zu regeln. Der unangenehme Schweißgeruch entsteht beim Abbau des apokrinen Schweißes, also des Schweißes der Duftdrüsen. Und hier gibt es sehr wohl Unterschiede, die in erster Linie auch hormonell gesteuert werden.

Demnach kommt es bei beiden Geschlechtern vorrangig darauf an, dass das Deo wirkt, was wir mit unserem Bio-Wirkprinzip gut hin bekommen. Wichtig ist dabei immer der Duft, denn der darf nicht mit dem Schweiß abgebaut werden und muss dem Benutzer gefallen. Aber auch duftfreie Deos wie unser Speick Pure Deo Stick funktionieren.

Vielen Dank, liebe Susanne!

Wir können uns also ganz nach unseren Vorlieben für Deo-Form und Duft entscheiden. Ich für meinen Teil, bin nun neugierig geworden, tatsächlich mal die verschiedenen Varianten zu testen.

Eure Jenny

Nur ein Trend? Vegane Produkte im Speick Naturkosmetik Sortiment

Stay calm and go vegan! Eine vegane Ernährung, ein veganer Lebensstil, vegane Kleidung, vegane Naturkosmetik – immer häufiger begegnen wir im Alltag veganen Produkten, die längst nicht mehr nur für Veganer:innen an sich interessant sind. Auch das Sortiment von Speick Naturkosmetik beinhaltet zu 90% vegane Produkte, und das nicht erst, seitdem „vegan“ zu so einem Trendthema geworden ist.

Für mich ist das Thema besonders spannend, immerhin ernähre ich mich seit 2015 überwiegend vegan und achte auch in allen anderen Bereichen auf möglichst vegane Produkte. Hier auf dem SPEICKblog hat sich Jenny bereits 2017 mit dem veganen Sortiment beschäftigt. Eigentlich hat sich seither gar nicht so viel geändert, aber eines schon: Eure Fragen zu veganen Produkten in unserem Sortiment, alleine schon die Häufigkeit dieser Fragen. Also möchten wir uns heute mal wieder dem veganen Sortiment widmen, mit allem, was dazugehört!

Was bedeutet eigentlich vegan?

Über 90% der Produkte des Speick Naturkosmetik-Sortiments sind vegan – hier verzichten wir also komplett auf tierische Bestandteile in Rezeptur und Verpackung. Die veganen Produkte unseres Sortiments sind durch einen „VEGAN“-Schriftzug auf der Vorderseite der Produkte gekennzeichnet. Manchmal befindet sich diese Kennzeichnung auch auf der Seite oder Rückseite eines Produktes – je nachdem, wie viel Platz auf dem Etikett, der Tube oder der Faltschachtel vorhanden ist. Auf unserer Website lassen sich die Produkte nach „Vegan“ filtern, ebenso bieten wir eine Übersicht aller veganen Produkte als PDF-Übersicht zum Download an.

Warum überhaupt vegan?

Vegane Produkte verzichten auf tierische Bestandteile und das ist ganz klar gut für die Tiere und unsere Umwelt. Daher befürworten wir grundsätzlich vegane Rezepturen und versuchen auch bei all unseren Neuprodukten immer erst, eine vegane Formulierung zu kreieren. In manchen Fällen macht es allerdings Sinn, von dieser Regel abzuweichen – einfach aufgrund der jahrzehntelang geschätzten und in vielen Fällen durch andere Inhaltsstoffe nicht zu erreichenden Eigenschaften von bspw. Bienenwachs, Honig oder Buttermilch. Werden diese Inhaltsstoffe bei uns eingesetzt, achten wir selbstverständlich auf eine nachhaltige Gewinnung dieser Rohstoffe.

Im Zeichen des Tierwohls

Die nachhaltige Gewinnung der tierischen Inhaltsstoffe in den einigen wenigen Produkten unseres Sortiments steht für uns an erster Stelle – auch im Sinne des Tierwohls. Speick Naturkosmetik hat seit der Unternehmensgründung im Jahr 1928 Tierversuche weder durchgeführt noch in Auftrag gegeben. Was für uns schon von Anbeginn selbstverständlich war, ist seit 2004 auch EU-weit verboten. Seit 2009 dürfen außerdem in der EU keine Kosmetika mehr vermarktet werden, die an Tieren getestet worden sind.

Global betrachtet gilt jedoch: andere Länder, andere Sitten. So müssen beispielsweise Kosmetikprodukte, die in China stationär verkauft werden, an Tieren getestet sein. Aus diesem Grund exportiert Speick Naturkosmetik keine Produkte in Regionen, in denen Tierversuche die Voraussetzung für die Einfuhr sind.

Hautpflege mit gutem Gewissen

Eigentlich ist es egal, welches Produkt aus unserem Sortiment ihr euch schnappt – ihr könnt es mit gutem Gewissen verwenden und euch und der Umwelt etwas Gutes tun. Vor allem geht das aber mit den veganen Produkten, da ihr hier auf sämtliche tierische Inhaltsstoffe verzichtet. Wie wäre es also mit einem doppelt entspannenden Bad mit unserer Wellness Soap Dusch- und Badeseife Lavendel Bergamotte? Oder dem genauso entspannenden Dufterlebnis beim Händewaschen mit unserer Melos Pflanzenölseife Lavendel?

Probiert es doch mal aus und genießt die vegane Auswahl im Speick Naturkosmetik Sortiment! Meine aktuellen Favoriten sind übrigens das Speick Pure Duschgel und Shampoo mit rein veganer Rezeptur und Verpackung, die durch eine besonders hautmilde, parfümfreie Wirkstoffformel bestechen. Eine reine Wohltat für meine trockene, empfindliche (Kopf-)Haut!

Um die Anfangsfrage schlussendlich noch einmal ganz konkret zu beantworten: Sind die veganen Produkte bei Speick Naturkosmetik also nur ein Trend? Nein, ganz bestimmt nicht. Die Vielfalt unseres veganen Sortiments wird uns genauso wie die letzten Jahrzehnte sicher auch noch die nächsten Jahrzehnte begleiten. Trend hin oder her!

Bis bald,

eure Ina

Oil là là: fette Pflanzenöle als kostbare Kosmetikrohstoffe

Hochwertige Rohstoffe haben eine lange Tradition in der Herstellung von Naturkosmetikprodukten. Dazu zählen zweifelsohne auch die fetten Pflanzenöle, die (zusammen mit Wasser) die Grundlage von Emulsionen und damit von verschiedensten Arten von Cremes und Lotionen bilden. Auch für die Seifenherstellung sind pflanzliche Fette eine wichtige Basis. Ich nehme euch heute mit in die Welt der Pflanzenöle, die als Powerpakete einiges in Sachen Skincare zu bieten haben und zu den Helden der Naturkosmetik gehören.

Kokosöl: Sommerflair mit kühlender Wirkung

Unter den Pflanzenölen ist sicherlich Kokosöl dasjenige, das am meisten sommerliche Vibes vermittelt. Mit seinem niedrigen Schmelzpunkt von ca. 20-25 Grad Celsius wird es bereits durch die Körperwärme flüssig und legt sich wie ein leicht kühlendes Seidentuch über die Haut. Gleichzeitig duftet es in der unraffinierten Form umwerfend gut nach Kokosnüssen, aus deren getrocknetem Fruchtfleisch es gewonnen wird.

Kokosöl lässt sich nicht nur für pflegende Produkte nutzen, sondern ist auch als Rohstoff zur Seifensiederei interessant. So findet ihr es bspw. im Sortiment von Speick Naturkosmetik in der Wellness Soap Milch & Honig oder der Speick Organic 3.0 Seife. Dabei wird es gern mit anderen Pflanzenölen wie zum Beispiel Olivenöl kombiniert.

Arganöl: Ziegenglück mit Berber-Tradition

Arganbäume sind in Ländern wie Marokko beheimatet, in denen das Klima heiß und trocken ist. Erkennen kann man die Bäume unter anderem daran, dass gern Ziegen auf ihnen herumklettern, um Blätter und Fruchtschalen zu fressen. Aus den Argannüssen lässt sich kostbares Arganöl, das “Gold aus Marokko”, gewinnen. Das ist ein aufwendiger Prozess, bei dem die Nüsse zunächst von Hand aus ihrer Schale befreit werden, ehe sie gepresst werden können. Traditionellerweise werden diese Tätigkeiten von Berber-Frauen verrichtet und es gibt verschiedene Fairtrade-Projekte, in denen Fraueninitiativen finanziell und mit entsprechender Ausstattung unterstützt werden. Auch Speick Naturkosmetik bezieht das Bio-Arganöl aus einem Fairtrade-Projekt – hier erfahrt ihr mehr darüber.

Mit seinen regenerierenden und hautelastizitätsfördernden Eigenschaften ist Arganöl insbesondere für die Pflege von barrieregestörter und trockener Haut oder zur Haarpflege interessant. So findet ihr es bspw. in der Haarseife von Speick Naturkosmetik oder dem Speick Natural Aktiv Shampoo Glanz & Volumen sowie dem zugehörigen Conditioner.

Kameliensamenöl: Rising Star mit Anti-Pollution-Power

Kameliensamenöl zählt zu den fetten Pflanzenölen, die bei uns noch vergleichsweise unbekannt sind, auch wenn die zarten Blüten literarisch bereits im 19. Jahrhundert als Inspiration dienten, wie Alexandre Dumas mit seinem Roman “Die Kameliendame” aus dem Jahr 1848 zeigt. Global betrachtet sieht das anders aus, denn insbesondere in Japan hat die Kamelie eine jahrhundertelange Tradition in der Haut- und Haarpflege. Das ist wenig verwunderlich, denn die Kamelie ist In den Ländern Ostasiens keine Exotin, sondern zählt dort zu den heimischen Pflanzen.

In Europa erhält Kameliensamenöl nicht zuletzt aufgrund seiner Anti-Pollution-Wirkung zunehmende Aufmerksamkeit in der Beauty-Welt. Es kann bis in die tieferen Hautschichten eindringen und den transepidermalen Wasserverlust reduzieren – ein großes Plus für trockene, feuchtigkeitsarme Haut. Doch nicht nur das, Kameliensamenöl mildert außerdem Irritationen und bewahrt die Haut vor oxidativem Stress. Ein echter Anti-Pollution-Star also! Zu finden ist Bio-Kameliensamenöl bspw. in der Speick Themal Sensitiv Nachtcreme sowie in der Schützenden Bodylotion.

Neben den Klassikern wie Mandel- und Jojobaöl hält die Welt der fetten Pflanzenöle viele kostbare Schätze bereit. Spannend finde ich dabei besonders, welche regionalen Traditionen mit den Pflanzen verbunden sind – und wie vielfältig die Pflegewirkung von Ölen ist.

Eure Ida

Die häufigsten Fragen rund um SPEICK Naturkosmetik – Teil 2: Inhaltsstoffe

KonsumentInnen interessiert heute nicht nur, ob ein Produkt hübsch aussieht und ob es gut funktioniert, sondern auch, wie es hergestellt wird, was drin steckt, ob es umwelt- und sozialverträglich ist und vieles mehr. In dieser Beitrags-Serie widmen wir uns daher Fragen, die immer wieder rund um Speick Naturkosmetik auftauchen.

Im ersten Teil ging es um die äußeren Werte in Form von Verpackungen, heute schauen wir mal in die Tuben, Tiegel und Flaschen hinein und werfen einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe der Speick-Produkte.

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Warum sind manche Produkte im Speick-Sortiment nicht als Naturkosmetik zertifiziert?

Grundsätzlich sind die Produkte von Speick als Naturkosmetik durch COSMOS zertifiziert (COSMOS Natural oder COSMOS Organic findet ihr als Siegel entsprechend auf den Verpackungen, mehr zum Standard erfahrt ihr hier). Es gibt jedoch einige wenige Ausnahmen, und zwar die Produkte aus der Natural- und der Men-Serie. Diese enthalten naturnahe Duftstoffe und sind deshalb nicht zertifizierbar. Diese Klassiker aus dem Speick-Sortiment erfreuen sich einer großen Fangemeinde, sodass sie mit unveränderter Rezeptur mit den beliebten Düften auch weiterhin im Sortiment bleiben. Auch hier könnt ihr euch aber darauf verlassen, dass kritische Inhaltsstoffe wie Silikone, Parabene, Erdölderivate oder polyzyklische Moschusverbindungen niemals ihren Weg in die Produkte finden.

In den  anderen Serien von SPEICK findet ihr darüber hinaus zahlreiche Artikel, die als Naturkosmetik zertifiziert sind und jedes Produkt, das als Neuheit ins Sortiment kommt, entspricht den Regularien der BDIH-Standards.

Macht Speick Naturkosmetik Tierversuche?

Speick Naturkosmetik hat seit der Unternehmensgründung im Jahr 1928 Tierversuche weder durchgeführt noch in Auftrag gegeben. Was für Speick Naturkosmetik schon von Anbeginn selbstverständlich war, ist seit 2004 EU-weit verboten, seit 2009 dürfen außerdem in der EU keine Kosmetika mehr vermarktet werden, die an Tieren getestet worden sind. Global betrachtet gilt jedoch: andere Länder, andere Sitten. So müssen bspw. Kosmetikprodukte, die in China verkauft werden, an Tieren getestet sein. Aus diesem Grund exportiert Speick Naturkosmetik keine Produkte in Regionen, in denen Tierversuche die Voraussetzung für die Einfuhr sind.

Wie viele Produkte sind vegan?

Bleiben wir gleich mal bei den „tierischen“ Themen. Dass ein Produkt tierversuchsfrei ist, heißt nicht automatisch, dass es keine tierischen Bestandteile enthält. Im Speick-Sortiment findet ihr jede Menge Produkte, die vegan sind: alle Deos, Shampoos, Handcremes und Body Lotions. Die Duschgele sind – abgesehen vom Deo Dusch, das Collagen enthält – ebenfalls vegan. In Summe sind das rund 90% aller Speick-Produkte, die frei von tierischen Inhaltsstoffen sind!

Die meisten nicht-veganen Produkte findet ihr im umfangreichen Seifen-Sortiment von Speick Naturkosmetik. Konkret sind das die Speick Natural Seife (dazu gleich mehr) sowie einige weitere Seifen, die Buttermilch, Bienenwachs und/oder Honig enthalten. Eine Übersicht über alle veganen und nicht-veganen Produkte findet ihr im Download-Bereich.

Auf die Speick Natural Seife möchte ich nun nochmal zurückkommen, denn folgende Frage taucht immer wieder auf:

Warum enthält die Speick Natural Seife Rindertalg?

Die Speick Natural Seife ist das Produkt, mit dem alles begann. Das Design hat sich im Laufe der letzten 9 Jahrzehnte zwar immer wieder gewandelt, die Rezeptur blieb dabei jedoch unverändert, wofür heute die langjährigen und treuen Kunden sehr dankbar sind. Firmengründer Walter Rau war der Erhalt der Originalrezeptur so wichtig, dass er sogar in seinem Nachlass darüber verfügt hat, dass die Rezeptur nicht verändert werden darf.

In diesem Seifen-Klassiker steckt mit Rindertalg ein Inhaltsstoff, der eine lange Tradition in der Seifenherstellung hat – wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um einen Rohstoff handelt, der regional leicht verfügbar war bzw. ist. Und Regionalität ist auch heute noch ein Wert, der in der Naturkosmetik von Bedeutung  ist. So ist auch Speick Naturkosmetik bestrebt, so regional wie möglich zu wirtschaften. Bei der Seifenherstellung ist das gar nicht so einfach, da Oliven-, Kokos- oder Palmöl, die häufig in Seifen zu finden sind, selbstverständlich nicht bei uns vor der Haustür gewonnen werden. Der Rindertalg, der ausschließlich in der Speick Natural Seife zu finden ist, ist ein Nebenprodukt der Fleischindustrie. Es handelt sich damit also um eine Ressource, die in Bezug auf Aspekte der Gewinnung und der Regionalität nachhaltiger ist als viele Pflanzenöle.

Das umfassende Produktsortiment von Speick Naturkosmetik bietet so jedem Konsumenten/jeder Konsumentin die Möglichkeit, die Kaufentscheidungen an den eigenen Werten auszurichten – sei es die Regionalität von Rohstoffen oder der Verzicht auf tierische Rohstoffe. Was all diese Produkte in jedem Fall gemeinsam haben, ist das große Bestreben, nachhaltige und zertifizierte Naturkosmetik anzubieten.

Verwendet Speick Naturkosmetik Palmöl?

Auch bei den Pflanzenölen ist aber nicht alles schwarz oder weiß – insbesondere das Thema Palmöl ist differenziert zu betrachten. Viele VerbraucherInnen fordern den kompletten Verzicht von Palmöl in Kosmetika. Das ist jedoch gar nicht so einfach zu realisieren, da viele Emulgatoren oder Tenside Palmölfraktionen enthalten. Außerdem ist der Ertrag der Palmpflanzen um einiges höher als bei anderen Pflanzen zur Ölgewinnung, bspw. Sonnenblumen.

Das Kernproblem im Kontext von Palmöl ist die Rodung bestehender Wälder, um Flächen für große Palmplantagen in Monokultur zu schaffen. Speick Naturkosmetik setzt deshalb auf nachhaltig gewonnenes Palmöl, das von alten Plantagen stammt, für die keine Wälder gerodet werden mussten und arbeitet dabei bereits seit vielen Jahren mit einem indonesischen Palmöl-Lieferanten zusammen, der seit Beginn Mitglied des Roundtable of Sustainable Palm Oil (RSPO) ist. Dabei handelt es sich um ein in 2011 vom WWF ins Leben gerufene Palmöl-Zertifikat für nachhaltigen Anbau und nachhaltiges Wirtschaften. (Details dazu findet ihr hier.) Wenn ihr noch mehr zum Thema Palmöl erfahren wollt, dann schaut gern mal in Gudruns Beitrag zu diesem anspruchsvollen Dauerbrenner rein.

Beinhalten Speick-Produkte Mikroplastik?

Diese Frage lässt sich kurz und knackig wie folgt beantworten: nein – das haben sie bisher nie und werden sie auch in der Zukunft nicht. Speick Naturkosmetik richtet seine Unternehmensaktivitäten an den Dimensionen der Nachhaltigkeit aus. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass bedenkliche und umweltkritische Stoffe – zu denen ganz klar auch Mikroplastik gehört – nicht in den Rezepturen verwendet werden.

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Ihr seht – das Thema der Inhaltsstoffe ist  also ein mindestens genauso weites Feld wie das der Verpackungen.

Eure Ida

Ganzheitlich nachhaltig: was heißt das eigentlich bei Speick?

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist aus dem Wirtschafts-Vokabular wohl in keinem Unternehmen mehr wegzudenken. Bei Speick ist Nachhaltigkeit das Fundament für unternehmerisches Handeln. Diese ganzheitliche Unternehmensphilosophie wurde in den letzten Jahren mehrfach honoriert, unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis und dem CSR-Preis der Bundesregierung. Doch was genau heißt es eigentlich in der Praxis, wenn ein Unternehmen „ganzheitlich nachhaltig“ ist?  Lasst uns gemeinsam einen Blick auf unterschiedliche Bereiche werfen:

Die Produkte

Beginnen wir mit dem Offensichtlichsten: als nachhaltig agierendes Unternehmen setzt Speick auf „grüne“ Produkte. Das heißt zum einen, dass auf bedenkliche und umweltkritische Inhaltsstoffe wie Mikroplastik, Erdöl-basierte Inhaltsstoffe oder Silikone verzichtet wird und stattdessen die Helden der Naturkosmetik die Basis der Produkte bilden. Speick setzt sich dabei bewusst selbst hohe Standards, die auch über gesetzliche Mindestanforderungen hinausgehen. Am Beispiel von Palmöl konntet ihr über dieses Thema bereits mehr erfahren. Es heißt zum anderen auch, dass Produkte möglichst ressourcenschonend hergestellt werden, bspw. in Hinblick auf den Wasserverbrauch bei der Produktion.

Neben dem Inhalt der Produkte spielen natürlich auch Verpackungen eine entscheidende Rolle, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Speick ist immer auf der Suche nach ressourcenschonenden, intelligenten und kreislauffähigen Verpackungslösungen – die Organic 3.0 Serie ist ein großartiges Beispiel dafür. In diesem Beitrag wurde das überaus komplexe Thema der Verpackungen näher beleuchtet.

Speick setzt dabei im gesamten Prozess übrigens auf Regionalität – vom Einkauf der Rohstoffe bis hin zu Lieferanten und Partnern, bspw. Druckereien.

Der „grüne“ Unternehmenssitz

Nachhaltigkeit endet selbstverständlich nicht an der Firmeneingangstür: auch der Unternehmenssitz von Speick in Leinfelden-Echterdingen gestaltet sich nachhaltig – sichtbar bspw. am E-Auto, das die Mitarbeiter vor Ort nutzen können, dem Bio-Kaffee und der Versorgung mit Bio-Obst und -Gemüse oder der Photovoltaik-Anlage. Unsichtbar, aber mindestens genauso wichtig sind u. a. die Versorgung mit Öko-Strom und Bio-Gas und die Zusammenarbeit mit einem sozial-ökologischen Partner für die Bankgeschäfte.

Dass Forschung & Entwicklung, Produktion und Logistik zentral an einem Standort vereint sind, sorgt außerdem für kurze Wege, die die Ressourcen zusätzlich schonen.

Der Fokus auf Langlebigkeit

Gut Ding will Weile haben, heißt es in einem Sprichwort. Den Fokus auf Langfristigkeit anstelle schneller, kurzlebiger Erfolge zu setzen, ist unweigerlich mit Nachhaltigkeit verbunden. Deshalb entwickelt Speick Produkte, die lange im Sortiment verweilen (die  beliebte lachsrote Seife gibt es immerhin schon seit über 90 Jahren, auch wenn ihr Design sich im Laufe der Zeit gewandelt hat) und so zu echten Liebhaberstücken werden können.

Auch die zwischenmenschlichen (Geschäfts-)Beziehungen sind auf lange Sicht ausgerichtet: zu den Alm-Bauern in den Nockbergen, wo der Speick wächst und geerntet wird, bestehen langjährige Partnerschaften, gleiches gilt für Lieferanten, Agenturen und andere Dienstleister. Unser Redaktions-Team rund um den Blog hat nun auch schon im 4. Jahr Bestand.

Langfristig zu denken bedeutet dabei gleichzeitig, vorausschauend zu planen: so wird bspw. der Generationswechsel bzw. die Nachfolge innerhalb des Familienunternehmens  bei Speick über Jahre hinweg vorbereitet. Valentin Teuffel, Sohn von Wikhart Teuffel,  ist vor knapp 2 Jahren mit in das Unternehmen eingestiegen – im Interview bekommt ihr einen Einblick in sein Schaffen.

Das faire Miteinander

„Mensch bleiben und sich weiterentwickeln können.“ Nach diesem Credo führt Gründerenkel Wikhart Teuffel Speick als Unternehmen und führt damit den Grundsatz der Wertschätzung der Mitarbeiter weiter, dem bereits Firmen-Gründer Walter Rau eine hohe Bedeutung beigemessen hat.

Diese Wertschätzung spiegelt sich nicht nur in der geringen Fluktuation innerhalb der Belegschaft wider, sondern wird auch anhand der Partnerschaften außerhalb der eigenen vier Unternehmenswände deutlich. So stammen bspw. viele der Rohstoffe aus Fair Trade-Projekten, ein außergewöhnliches Beispiel für eine besondere Art von fairem, regionalem Handel ist dabei ohne Zweifel die Gewinnung der Speick-Pflanzen in den Nockbergen. Über die Corporate Social Responsibility von Speick gibt es an dieser Stelle noch mehr zu erfahren.

Der direkte Draht zu den Kunden

Der wertschätzende Kontakt auf Augenhöhe zu den Kunden liegt Speick besonders am Herzen: die Kommunikation erfolgt  deshalb in allen Bereichen vom Kundenservice über die sozialen Medien bis hin zum Blog individuell (d. h. beispielsweise ohne Serienbriefe). Speick ist es außerdem wichtig, möglichst transparent zu sein. So erhaltet ihr bspw. wichtige Informationen auf den Produkten und Verpackungen – schaut zum Thema Clean Labelling gern mal in diesen Beitrag rein. Auf dem Blog habt ihr außerdem die Möglichkeit, Einblicke hinter die geheimen Türen von Forschung und Entwicklung zu bekommen.

Speick auf Hand

Ihr seht, ganzheitliche Nachhaltigkeit umfasst viele Aspekte bei Speick – im Großen und im Kleinen.

Eure Ida

Auflösung des SPEICK-Sommerrätsels 2019

Habt ihr euch schon am Speick-Sommerrätsel versucht? 12 Begriffe rund um das Unternehmen und seine Produkte gilt es zu erraten – als Preis winken Ruhm und Ehre. 🙂 Falls ihr auch noch miträtseln möchtet, findet ihr hier die Fragen. Und für alle Wissbegierigen kommen nun die Antworten. Neben dem ausgefüllten Kreuzworträtsel findet ihr jeweils auch noch einige Erläuterungen zu den gesuchten Begriffen.

 

1. Dieser mineralische UV-Schutzfilter steckt in den Sonnencremes der SPEICK Sun Serie.

Das war eine leichte Frage für den Einstieg, oder? Die Auswahl an mineralischen Lichtschutzfiltern ist schließlich sehr überschaubar. SPEICK verwendet in den Sonnenschutzprodukten Zinkoxid. Es fungiert wie eine Art Mini-Spiegel auf der Haut, indem es die UV-Strahlung reflektiert. Auch das sichtbare Licht wird teilweise reflektiert, so entsteht der bekannte „Weißeleffekt“. Ob man mit dem neuen Sonnenschutz von SPEICK wie ein weißes Gespenst aussieht? Glücklicherweise nicht! Wie begeistert Jenny, Julia und ich von der Sun Serie sind, könnt ihr hier nachlesen.

2. Die Thermal Sensitiv Serie von SPEICK enthält – der Name verrät es bereits – Thermalwasser. Gesucht wird hier der Inhaltsstoff, mit dem das Wasser angereichert wird und das u. a. die Elastizität des Bindegewebes unterstützt.

Thermalwasser aus einer Warmwasser-Quelle in Schlangenbad steckt in den Produkten der Speick Thermal Sensitiv Serie. Bevor es letztendlich in unseren Badezimmern landet, fließt es durch einen Quarzstollen in 60 Meter Tiefe. Dort wird es mit Kieselsäure angereichert, deren Hauptbestandteil Siliziumdioxid ist. Es unterstützt den Zellstoffwechsel und fördert das Bindegewebe. In Kombination mit Hyaluronsäure und Co. ein echter Power-Wirkstoff für die Haut!

3. Diese Pflanze liefert die kosmetische „Zutat“, auf der die After Sun Lotion von SPEICK basiert.

Lotionen basieren ja normalerweise gern auf Wasser. In der After Sun Lotion kommt stattdessen Aloe Vera Gel aus Bio-Anbau als Grundlage daher – 80% der Lotion bestehen daraus. Gerade für die Pflege der Haut nach dem Sonnenbaden ist Aloe Vera sehr gut geeignet, da ihr Gel sich auf der Haut angenehm kühl anfühlt. Gleichzeitig beruhigt es die Haut und spendet intensiv Feuchtigkeit. Vier weitere Gründe, die die After Sun Lotion zu etwas Besonderem machen, hat Julia mit euch geteilt.

Foto-Credit: Isa und Rebecca Planck

4. So heißt der Kosmetik-Trend, bei dem es darum geht, die Haut vor Umweltbelastungen wie Feinstaub und Luftverschmutzung mit geeigneten Produkten zu schützen.

Wenn man sich mit Kosmetik-Trends beschäftigt, führt an Anti-Pollution derzeit kein Weg vorbei. Interessanterweise hat SPEICK schon längst Produkte im Sortiment, die mit verschiedenen Inhaltsstoffen die Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen. Ectoin schützt bspw. vor blauem Licht, während Kameliensamenöl antioxidativ wirkt. Jenny ist diesem Thema an dieser Stelle ausführlich nachgegangen.

5. Gesucht wird hier ein Adjektiv, das Produkte bezeichnet, die keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs enthalten.

Inhaltsstoffe, die tierischen Ursprungs sind, gibt es einige: Honig, Propolis, Karmin, … Sind all diese Inhaltsstoffe nicht enthalten, ist ein Produkt vegan. Manchmal ist das auf den ersten Blick gar nicht so einfach in den INCI zu erkennen. Und dann gibt es auch noch irreführende Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Milchsäure, die trotz ihres Namens vegan ist. Alle veganen SPEICK-Produkte sind auf ihrer Verpackung explizit als solche mit einem großen Schriftzug gekennzeichnet und so einfach zu erkennen.

6. Dieser Inhaltsstoff sorgt für die spektakuläre dunkle Farbe der Black Soap made by Speick.

Aktivkohle liegt voll im Trend. In der Black Soap von Speick geht sie mit Tensiden Hand in Hand und unterstützt deren Reinigungswirkung. Jenny hat mit Susanne ein spannendes Interview darüber geführt, wie Aktivkohle genau funktioniert (Spoiler: nein, nicht wie ein Schwamm), was bei der Herstellung zu beachten ist und wie man sie am besten anwendet.

7. Nach diesem internationalen Standard sind die Naturkosmetik-Produkte von SPEICK zertifiziert.

Wirft man einen Blick auf die Umverpackung von Naturkosmetik, kann man manchmal leicht den Überblick verlieren: verschiedene Siegel und Symbole reihen sich munter aneinander und geben den Konsumenten Auskunft über Eigenschaften des Produkts. Siegel, die „echte“ Naturkosmetik kennzeichnen, gibt es einige. Auf den Speick-Produkten seht ihr die Zertifizierung von Cosmos (Cosmos Natural bzw. Cosmos Organic).  Verschiedene Zertifizierer, darunter bspw. BDIH und Ecocert, haben diesen international gültigen Standard geschaffen. Er ersetzt nicht die etablierten Siegel, sondern gibt Auskunft über übergreifend verbindliche Mindeststandards.

8. Diese Weltanschauung, die auf Rudolf Steiner zurückgeht, vertrat auch Walter Rau.

Der Name Rudolf Steiner ist unweigerlich mit dem Begriff der Anthroposophie verknüpft, schließlich gilt er als „Vater“ dieser Weltanschauung. Sie hat viele Bereiche geprägt – von der Medizin über die Wirtschaft bis zur Kunst – und ist auch heute noch präsent, bspw. in Form von Waldorfschulen, biologisch-dynamischer Landwirtschaft bis hin zu namhaften, etablierten Naturkosmetik-Unternehmen wie SPEICK, die sich auf ihre anthroposophischen Wurzeln berufen.

9. So heißt die Laborleiterin bei SPEICK, die sich von unserem Redaktionsteam jederzeit mit Geduld und Fachkompetenz Löcher in den Bauch fragen lässt – gesucht ist ihr Vorname.

Oben habe ich es ja bereits verraten: Susanne Gans leitet das Labor bei SPEICK. Wenn ihr mehr über sie erfahren wollt, dann schaut doch mal in ihr Portrait rein. Auf dem Blog steht sie uns gern Rede und Antwort, wenn wir mal wieder INCI-Fachfragen haben und teilt mit uns gern ihr detailliertes Fachwissen – danke dafür!

lindos kamillen kinder seife

10. Diesen Namen trägt nicht nur ein Ort auf der griechischen Insel Rhodos, sondern auch eine Serie für Kinder und Babys, die Walter Rau in den 1950ern entwickelt hat.

Walter Rau war ausgesprochen reisefreudig. So führte ihn sein Weg unter anderem bis nach Griechenland, genauer gesagt nach Lindos, einen Ort auf der Insel Rhodos. Nach diesem Ort ist die mehrteilige Pflegeserie für Babys und Kinder benannt, in deren Zentrum die Wirkung der Kamille steht und in der natürlich auch eine Seife nicht fehlen darf. Mehr darüber erfahrt ihr in diesem Beitrag.

11. In diesem Ortsteil von Stuttgart fand die Seifen-Produktion von SPEICK  1928 ihren Anfang im Feinseifenwerk.

In Möhringen befindet sich die Wiege von SPEICK, denn dort hat Walter Rau 1928 das Feinseifenwerk gegründet. Alles begann mit der bekannten Seife, die mit ihrer lachsroten Farbe und ihrem charakteristischen, krautig-feinen Duft bis heute zu den beliebtesten Produkten von SPEICK zählt. Wie sie damals aussah und wie sie sich im Laufe der Zeit gewandelt hat, könnt ihr hier nachvollziehen. 1968 sind Produktion und Versand schließlich nach Leinfelden-Echterdingen umgezogen, seit 2008 hat das Unternehmen dort komplett seinen Sitz. Jenny, Julia und ich waren im letzten Jahr vor Ort zu Besuch.

12. Letztes Jahr hat SPEICK das große Jubiläum mit einer Sonderausstellung im StadtPalais Stuttgart gefeiert. Doch wie viele Jahre hatte SPEICK 2018 eigentlich „auf dem Buckel“? (Zahl als Wort geschrieben)

Die Anfänge von SPEICK reichen nicht 60, nicht 70 und auch nicht 80, sondern nun schon über 90 Jahre zurück! Walter Rau war Visionär genug, um bei der Gründung des Feinseifenwerks zu erkennen, dass das Produkt Seife viel mehr kann,  als nur Flecken als Kleidung zu entfernen oder Hände zu reinigen. Er stellte die Wirkung für die Körperpflege in den Mittelpunkt und verhalf so der Seife auf die Sprünge beim Siegeszug in die Badezimmer.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Mitraten!

Eure Ida

Sauer macht lustig – und schön: Säuren in der Naturkosmetik

Wenn wir an Hautpflege denken, ist Säure wahrscheinlich nicht das erste Wort, das uns dabei in den Sinn kommt. Dabei spielen Säuren in der Naturkosmetik eine wichtige Rolle:  sie prägen von Natur aus verschiedene Inhaltsstoffe, die uns in Kosmetikprodukten begegnen. Welche das im Detail sind, erfahrt ihr jetzt anhand von fünf Beispielen.

Fettsäuren fetter Pflanzenöle

Pflanzenöle gehören zu den unverzichtbaren Helden der Naturkosmetik: als „pure“ Grundlage für Körperöle oder als Teil von Emulsionen finden wir sie in Cremes, Duschgelen, Lippenbalsamen und Co. Sie liefern natürlich auch wertvolle Ausgangsstoffe für die Herstellung von Seife.

Pflanzenöle und -fette unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung, denn verschiedene Fettsäuren prägen sie. Diese  weisen ganz unterschiedliche molekulare Strukturen auf und lassen sich grundsätzlich in zwei große Gruppen unterteilen: gesättigte und ungesättigte Fettsäuren.

Zu den gesättigten Fettsäuren zählt bspw. Laurinsäure, die u. a. Babassu- und Kokosöl zu finden ist. Laurinsäure-betonte Öle wirken kühlend und hautglättend und hinterlassen nach dem Auftragen ein angenehmes, nicht-fettiges Gefühl. Kokosöl ist in verseifter Form bei SPEICK bspw. im kleinen Stück Seifenglück oder der Speick Men Active Rasierseife zu finden.

Vertreter der ungesättigten Fettsäuren (sog. Omega-Fettsäuren) sind unter anderem Linolsäure, Ölsäure, α-Linolensäure und γ-Linolensäure. Linolsäure findet ihr bspw. in Sojaöl, das die Haut regeneriert und ihre Verhornung reguliert. Zu finden ist es u. a. im Speick Natural Aktiv Körperöl. Ölsäure steckt wiederum z. B. im Kameliensamenöl, das die Haut vor Feuchtigkeitsverlust bewahrt, sie schützt und pflegt. Mehr zu diesem besonderen Öl erfahrt ihr in diesem Beitrag von Jenny. Die Eigenschaften von Linol- und Linolensäure macht SPEICK sich beispielsweise in den verschiedenen Gesichtscremes zunutze – Julia hat das in diesem Beitrag näher beleuchtet.

Hyaluronsäure

Zu den prominentesten Säurevertretern innerhalb der Kosmetik zählt ganz klar die Hyaluronsäure. Sie ist natürlicher Bestandteil unseres Körpers und steckt u. a. in der Lederhaut. Im Laufe des Lebens lässt die körpereigene Produktion nach – dann kommt die Kosmetik ins Spiel. Besonders beliebt ist Hyaluronsäure in Produkten für die Gesichtspflege wie Seren und Cremes.

Besonders gut macht Hyaluronsäure sich dabei im Doppel, d. h. genauer gesagt in einem Mix aus nieder- und hochmolekularer Hyaluronsäure. So kann sie in den tieferen Hautschichten der Hautalterung entgegenwirken und gleichzeitig intensiv in den oberen Schichten Feuchtigkeit spenden. SPEICK setzt ebenfalls auf dieses Power-Duo, das beispielsweise im von mir heiß geliebten Hyaluron-Serum aus der Thermal Sensitiv Serie steckt (lest hier unseren Dreier-Test). Diese Serie hält wiederum gleich noch eine weitere Spezialität bereit:

Kieselsäure

Dass Wasser nicht gleich Wasser ist, hat Julia bereits auf dem Blog beleuchtet. Die Speick Thermal Sensitiv Serie basiert auf Thermalwasser aus einer Warmwasser-Quelle in Schlangenbad. Das Wasser aus dieser sog. Akratotherme zeichnet sich durch seinen besonders niedrigen Anteil an Mineralien aus. In 60 Meter Tiefe fließt das Wasser jedoch durch einen Quarzstollen und wird dort mit Kieselsäure angereichert.

Und jetzt wird es wiederum für die Hautpflege interessant, da Kieselsäure größtenteils aus dem Spurenelement Siliziumdioxid besteht. Dieses ist maßgeblich am Zellstoffwechsel beteiligt und sorgt für elastisches und festes Bindegewebe. In allen Produkten der Thermal Sensitiv Serie ist also dieses kieselsäurereiche Wasser zu finden – und es bekommt dabei je nach Produkt auch noch Unterstützung von Hyaluronsäure und Co.

Vitamine

Auch Vitamine sind aus der Hautpflege nicht wegzudenken. Besonders prominent ist dabei Ascorbinsäure (Vitamin C). Sie wirkt als Antioxidant freien Radikalen entgegen und hemmt Entzündungen. In Kosmetika ist Vitamin C jedoch gar nicht so einfach zu verarbeiten, da es sehr instabil ist und so innerhalb kürzester Zeit seine Wirkung verlieren kann. SPEICK setzt deshalb anstelle von Vitamin C auf die antioxidative Wirkung von Vitamin E. Es kann in Rezepturen als isolierter  Wirkstoff eingesetzt werden und begegnet euch in der INCI-Liste als Tocopherol. Vitamin E kommt jedoch auch ganz natürlich in Pflanzenölen vor. Einen besonders hohen Anteil an Vitamin E hat bspw. Weizenkeimöl.

AHA, BHA und PHA

In der Kosmetik erfreut sich eine besondere Gruppe zunehmend größerer Beliebtheit: die AHA-, BHA und PHA-Säuren. Zu den AHA (Alphahydroxysäuren) zählen insbesondere Fruchtsäuren, Milchsäure, Zitronen-, Mandel- und Glycolsäure, Salicylsäure ist wiederum eine bekannte Vertreterin aus der Gruppe der BHA (Betahydroxysäuren).  AHA-Säuren haben einen Verhornungs-regulierenden Effekt, den sich die Kosmetikindustrie bisweilen zunutze macht, indem Produkte mit einem vergleichsweise hohen Anteil dieser Säuren ausgestattet sind und bei täglichem Gebrauch die oberste Hornschicht regelmäßig abtragen. Diese Art des „chemischen Peelings“ führt jedoch unweigerlich zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut, sodass täglicher Sonnenschutz definitiv ein Muss ist, um Hautschäden zu vermeiden.

In den Produkten von SPEICK findet ihr zwar auch Zitronen- und Milchsäure (Citric Acid und Lactic Acid) – allerdings in sehr geringer Konzentration (d. h. ohne peelenden Effekt) und zu einem ganz anderen Zweck: sie regulieren den PH-Wert.  Gewonnen wird die Milchsäure übrigens aus der Zuckerrübe und ist daher laktosefrei – mehr dazu erfahrt ihr hier.

Ihr seht, sauer macht also tatsächlich nicht nur lustig, sondern auch schön!

Eure Ida

Ätherische Öle: die Vorteile natürlicher Duftstoffe

Naturkosmetik soll nicht nur der Haut, sondern auch allen Sinnen schmeicheln. Wie häufig habt ihr schon vor dem Kauf an einem Produkttester geschnuppert, ob euch der Duft einer Creme oder Bodylotion zusagt? Für mich ist der Duft eine ganz wesentliche Komponente – manche Dinge kann man eben „gut riechen“, andere hingegen nicht.

In zertifizierter Naturkosmetik sind ätherische Öle deshalb aus den Rezepturen nicht wegzudenken – sie gehören zu den unverzichtbaren Helden der Naturkosmetik. Doch worin liegen überhaupt die Vorteile ätherischer Öle gegenüber synthetischen Duftstoffen?

ÄTHERISCHE ÖLE GEHÖREN ZU UNSEREM ALLTAG

Selbst, wenn wir auf Kosmetika komplett verzichten würden, wären natürliche Duftstoffe Teil unseres Alltags. Und damit meine ich weniger das natürliche Vanille-Aroma im Joghurt als viel mehr die geringe, aber eben doch vorhandene Menge an ätherischen Ölen, die wir beim Verzehr von Lebensmitteln wie frischem Obst, Gemüse oder Kräutern zu uns nehmen. Wenn im Frühjahr die Blumen und Bäume ihr üppiges Aroma verströmen, sind daran natürlich ebenfalls jede Menge ätherische Öle beteiligt. Wenn ätherische Öle uns also ohnehin jeden Tag begleiten, warum dann nicht auch in der Kosmetik?

Ätherische Öle sind voller Leben

Ist ein Produkt mit einer Mischung aus naturreinen ätherischen Ölen beduftet, steckt darin eine Menge Leben. Ätherische Öle werden aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen, z. B. aus Blättern, Blüten, Fruchtschalen oder Wurzeln. Jeder Tropfen ätherischen Öls, der durch Verfahren wie Wassderdampfdestillation oder Kaltpressung gewonnen wird, trägt damit auch die konzentrierte Kraft der jeweiligen Pflanze in sich.

Ätherische Öle sind frei von fragwürdigen Inhaltsstoffen

Menschen können zwar sowohl auf synthetische als auch auf natürliche Duftstoffe empfindlich oder allergisch reagieren, natürliche Duftstoffe haben aber den Vorteil, dass sie keine gesundheitskritischen Inhaltsstoffe enthalten. Dazu zählen vor allem Phtalate, bestimmte Konservierungsstoffe und Substanzen, die im Verdacht stehen, hormonell wirksam zu sein. (Es gibt jedoch auch synthetische Duftstoffe, die frei von diesen fragwürdrigen Substanzen sind.) Im Vergleich zu synthetischen Duftstoffen werden ätherische Öle außerdem vom Körper deutlich leichter abgebaut.

Ätherische Öle liefern Mehrwert

Ätherische Öle können so viel mehr, als nur gut zu riechen. Sie wirken über die Haut, die Schleimhäute und den Geruchssinn unmittelbar auf Körper und Seele. Agrumenöle (ätherische Öle aus Zitrusfrüchten) sind Klassiker, wenn es um die Aufhellung der Stimmung geht, Lavendel ist für seine beruhigenden Eigenschaften hinreichend bekannt. Und der Speick wirkt körperlich belebend und gleichzeitig geistig beruhigend – eine Kombination, die ich immer wieder zu schätzen weiß.

Gerade jetzt im grauen und trüben Winter sind verschiedene ätherische Öle auch eine gute Wahl gegen den Winterblues.  Auch Naturparfum wie das Speick Natural Eau de Cologne hat über den Duft hinaus also einen zusätzlichen Mehrwert. Das gilt übrigens ebenso für das Aktiv Sauna-Aufguss-Konzentrat von Speick, das sich als Mischung ätherischer Öle auch daheim in eigenen Kreationen vielfältig verwenden lässt – hier und hier findet ihr verschiedene Ideen und Rezepte zum Selbermischen.

Ätherische Öle & Natürliche Düfte sind alles andere als langweilig

Naturkosmetik hat manchmal noch mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass sie langweilig oder eintönig riecht. Produkte wie die von Speick zeigen jedoch, dass das keineswegs der Fall ist. Moderne Verfahren ermöglichen es, einzelne Inhaltsstoffe aus ätherischen Ölen zu isolieren, erfahrene Parfümeure kreieren so heute komplexe, moderne Düfte. Die Thermal Sensitiv-Serie mit ihrem cremig-fruchtigen Duft hat bspw. ein ganz anderes Duft-Profil als die krautig-herbe Natural-Linie von Speick. Der Naturkosmetik-Markt bietet  heute für jede Nase die passenden Düfte.

Wie erkenne ich, ob ein Produkt natürliche oder synthetische Duftstoffe enthält?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn der Blick auf die INCI-Liste hilft nur bedingt. „Parfum“ oder „Fragrance“ sagt leider nichts darüber aus, ob es sich um natürliche oder synthetische Duftstoffe handelt. Und auch die 26 deklarationspflichtigen Duftstoffe geben nur teilweise Auskunft, denn ein Großteil davon davon – darunter Linalool, Citronellol, Benzyl Benzoat oder Geraniol – kommt zwar als Bestandteil in ätherischen Ölen vor, kann aber genauso synthetisch hergestellt worden sein. Es ist also durchaus kompliziert.

Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, haltet ihr nach entsprechenden Siegeln für zertifizierte Naturkosmetik wie denen von Natrue oder BDIH Ausschau, die ihr auch auf den Produkten von SPEICK Naturkosmetik findet. So könnt ihr sicher sein, dass es sich um Produkte handelt, die ausschließlich natürliche Duftstoffe enthalten.

Eure Ida

Konkurrenzdruck beim Rohstoffeinkauf: Pflanzen werden knapp

Ein Beitrag hat mich diesen Sommer ziemlich aufgewühlt: Eine deutsche Tageszeitung titelte, die Rohstoffe für Naturkosmetik seien knapp – ein wichtiger Grund dafür: das wachsende Interesse konventioneller Hersteller an pflanzlichen Zutaten. Diese definitiv schlechten Nachrichten haben mich zu Nachforschungen angeregt, denn ich mache mir ein wenig Sorgen um die Zukunft meiner heiß geliebten Bio Beauty. Haben Authentizität und Pioniergeist am Ende doch weniger Gewicht als große Mengen und Etats? Und welche Probleme gibt es darüber hinaus? Ich habe Susanne Gans, Laborleitung bei Speick Naturkosmetik nach ihren Erfahrungen gefragt und bin teilweise schockiert.

Fakt ist: Die steigende Nachfrage nach Naturkosmetik setzt den Rohstoffmarkt mehr und mehr unter Druck. Wo es einst einfach war, ein pflanzliches Öl vom Lieferanten seiner Wahl zu beziehen, stehen nun die Pioniere der Bio Beauty hinter Kosmetikriesen Schlange, deren Produktion große Mengen verschlingt – und die über die garantierte Abnahme dieser enormen Mengen die Rohstoffhersteller an sich binden. Doch neben der Konkurrenz am Kosmetikmarkt drängen auch Hersteller anderer Branchen auf den natürlichen Markt. Und es kommt nicht zuletzt zur Verknappung des Angebots durch negative Umwelteinflüsse und gesetzliche Verordnungen. Aber eins nach dem anderen…

 

Susanne, was sagst du zum Thema Rohstoffknappheit in der Naturkosmetik. Ist da was dran?

Ja, leider werden vor allem ätherische Öle knapp. Da fallen mir Orangenöl oder Grapefruit Öl ein. Zu den Ursachen komme ich später noch. Das liegt auch daran, dass viele ätherische Öle in Reinigungsmitteln und konventioneller Kosmetik als Eyecatcher eingesetzt werden.

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Knapp durch Missernten: Grapefruit (Foto: pixabay)

Welche anderen Rohstoffe sind durch das Interesse der Großkonzerne weniger verfügbar?

Da fällt mir Lemongrasöl ein. Das kommt daher, dass der Hauptbestandteil Citral darin als synthetische Ware nicht verfügbar ist. Hier hatte BASF der Hauptlieferant einen Betriebsunfall und musste die Produktion stoppen und auch in China mit seinen neuen ökologischen Bestrebungen müssen viele Fabriken geschlossen werden, da sie den neuen Standard nicht einhalten können. Wenn keiner mehr produziert, dann wird der Rest zu Spitzenpreisen verkauft.

Dann wäre da das Lavendelöl. Lavendelöl enthält Linalylacetat und Linalool, die gerade auch synthetisch nicht zu bekommen sind, da aufgrund der REACH Verordnung viele Firmen die Produktion einstellen (die Generierung der geforderten Daten kostet zu viel Geld). Nun nimmt man als Ersatz Lavendelöl.

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Begehrter Austauschstoff: Lavendel (Foto: pixabay)

Natur als Austauschstoff – für mich ein trauriges Beispiel der derzeitigen Marktentwicklung. Und was knapp wird, wird auch teuer… Welche (prozentualen) Preissteigerungen konntet Ihr verzeichnen?

Wir setzen ja ätherische Mischungen ein für unsere Parfümierungen, so dass Preissteigerungen nicht genau zugeordnet werden können. Aber hier sind die Preise auch deutlich gestiegen. Nur bei den wenigen reinen ätherischen Ölen die wir noch zusätzlich einsetzen habe ich eine Vorstellung von der Preissteigerung.

Kostete 2012 Orangenöl noch 8,50 € so lagen wir 2016 bei 14,60 €. Der Preis für Menthol verdoppelte sich. Bei Grapefruit Öl aus Florida ist es ganz krass. Innerhalb eines Jahres stieg der Preis pro Kilogramm von 15 € auf 105 €. Vanille als CO2 Extrakt braucht sich da nicht zu verstecken. Hier muss man das Zehnfache des ursprünglichen Preises bezahlen.

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Rar und teuer: Vanille. Ihr Preis stieg um das zehnfache! (Foto: pixabay)

Ziemliche Hausnummern.. Inwiefern kommen Euch da noch langfristige Verträge oder eigene Anbauprojekte zugute?

Leider haben wir keine eigenen Anbaugebiete, einmal von unserem Speick als kontrollierte Wildsammlung abgesehen. Wir machen aber bei vielen Rohstoffen, vor allem bei den Parfümierungen, Kontrakte über 1 bis 2 Jahre. Da können unsere Lieferanten strategisch ihren Einkauf planen und durch die eingelagerten Mengen haben wir eine Preisstabilität. Bei Vanille melden wir unseren Bedarf schon Jahre im Voraus an, damit uns die Firmen unsere Wunschmenge zumindest einplanen können.

Speick auf Hand

Exklusiv bei Speick: Die Pflanze aus kontrolliert biologischer Wildsammlung

Tragen aus deiner Sicht auch fremde Branchen, negative Umwelteinflüsse oder der Klimawandel zur Verknappung einiger Rohstoffe bei? Welche wichtigen Faktoren darf man nicht außer Acht lassen?

Die REACH Verordnung mach der Industrie große Probleme. Zuerst mussten die Rohstoffe die über 100 Tonnen, dann die über 10 Tonnen und zum Schluss die über 1 Tonne produziert werden, registriert werden. Danach musste man alle geforderten toxikologischen Daten ermitteln. Schwierig auf der einen Seite, da Tierversuche verboten sind und viele Ersatzmethoden noch nicht validiert und damit einsetzbar sind. Und auch auf der anderen Seite sehr kostenintensiv mit viel Bindung von Kapazitäten die man anderweitig benötigt. Das führt dazu, dass Hersteller einfach die Produktion einstellen oder nicht mehr an die Kosmetik verkaufen. So ging es uns bei pflanzlichen Emulgatoren. Diese dürfen nun nur noch in die Lebensmittelindustrie verkauft werden, da hier die Toxdaten nicht gefordert werden. Die Kosmetik geht nun leer aus. Wenn nun einige Firmen den gleichen Rohstoff aus diesen Gründen nicht mehr liefern, dann entsteht ein Engpass weil einfach keine Ware da ist. Wenn es einen Austauschstoff tatsächlich geben sollte, wird dieser teuer verkauft.

Auch die Arzneimittelindustrie hat ihren Einfluss: Hier ist z.B. Lavandin als Biozid zugelassen. Solche Zulassungen sind aufwendig und teuer, da braucht man das EINE ätherische Öl und kann nicht tauschen. Und bei Engpässen werden letztlich so große Mengen abgezogen, dass für die Kosmetik nichts mehr bleibt … Oder der klägliche Rest ist kaum mehr bezahlbar.

Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle. Ernten verkümmern wegen Vulkanausbrüchen, Waldbränden oder wie in Borneo wegen einer Überschwemmung. Ein Hurrikan hat in Florida die ganze Grapefruiternte vernichtet. Die übrig gebliebenen Früchte vergammelten, da kein Strom für die Bearbeitung da war.

Dem Lavendel macht wohl ein Pilz zu schaffen der bei zu viel Feuchtigkeit auftritt. Dieser Pilzbefall muss erst bekämpft werden und das Feld bleibt unbenutzbar. Es dauert Jahre bis wieder an der gleichen Stelle Lavendel angebaut werden kann.

Aufgrund von klimatisch bedingten, jahrelangen Missernten kommt es bei Vanilleextrakten zu langfristigen Engpässen. Es gibt einfach nichts. Das Wenige was oft von den Vanilleschoten noch übrig bleibt, wird gestohlen, oft unreif und dann dadurch auch nicht verwertbar.

 

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Unberechenbar: Naturkatastrophen wie Hurrikans. Sie vernichten ganze Ernten. (Foto: pixabay)


Ein Blick in die Zukunft: Welchen Ausblick gibst du für den Einkauf und die Etablierung neuer (Trend-)Rohstoffe aus der Pflanzenwelt?

Neue Bio Rohstoffe auf den Markt zu bringen wird immer schwieriger. Verantwortungsbewusste Hersteller pflanzenbasierter Rohstoffe nehmen das Nagoya Protokoll ernst. Dieses internationale Umweltabkommen regelt in einen völkerrechtlichen Rahmen den Zugang zu genetischen Ressourcen und einen gerechten Vorteilsausgleich. Also wer einen neuen Pflanzenrohstoff kreiert muss sich fragen, welches Land ist dem Nagoya Protokoll beigetreten und welche Vorgaben werden zur Nutzung des landeseigenen Biomaterials gemacht. Es werden gesetzlich viele Daten gefordert. Man braucht Sicherheitsdatenblätter, Analysenzertifikate und andere Daten. Da steckt Aufwand dahinter und natürlich auch Kosten.

Wenn ich einen Pflanzenwirkstoff einsetze und das auf meine Verpackung schreibe, dann erwartet der Gesetzgeber dass ich mögliche Wirkungen auch belegen kann. Solche kostspielige Studien leisten sich nur große Firmen. Aber ohne Wirknachweise ist ein Einsatz von Wirkstoffen heutzutage fast nicht mehr möglich.

Und: Oft sind toll klingende neue Rohstoffe am Ende nicht zu gebrauchen, da die Funktionalität fehlt. Wir wollten unbedingt eine Seife aus den Früchten der Acrocomia Palme aus einem Kleinbauern Bio Projekt machen. Das ging nicht, da Seife sich trotz idealer Fettzusammensetzung daraus nicht herstellen ließ und auf der anderen Seite die Kleinbauern immer nur das sammelten was sie benötigen…

 

Das klingt nach vielen Herausforderungen am Rohstoffmarkt… Danke liebe Susanne für die Aufklärung! Nach all diesen Details ist mein Respekt gegenüber den Herstellern von Naturkosmetik noch weiter gewachsen – es gehört definitiv viel Idealismus dazu, sich an einem so hart umkämpften Markt zu behaupten.

Eure Jenny