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Blätter, Blüten und Co.: die unverzichtbaren Helden der Naturkosmetik

Naturkosmetik hat längst nur noch wenig mit der romantischen Vorstellung zu tun, dass wenige Zutaten im Handumdrehen am Herd zu Cremes und Co. zusammengerührt werden können. Stattdessen ist die Herstellung von Kosmetika eine hochkomplexe Aufgabe im Labor. Selbstverständlich liefern Pflanzen aber in Naturkosmetik nach wie vor essentielle Rohstoffe für die Herstellung all der wohlduftenden und pflegenden Produkte, mit der wir unsere Haut täglich verwöhnen. Und genau um diese unverzichtbaren Helden der Naturkosmetik-Rezepturen soll es heute gehen:

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Öle, Wachse und Buttern

Neben Wasser sind verschiedene Öle, Wachse und Buttern Hauptbestandteil vieler Naturkosmetik-Produkte. Insbesondere Nüsse, Samen und Kerne finden sich häufig in Ölform in Rezepturen, von Klassikern wie Mandel-, Oliven- oder Jojobaöl (wobei letzteres streng genommen ein Wachs ist) bis hin zu Exoten wie Gurkensamen- oder Chiasamenöl. Gewonnen werden viele hochwertige Öle durch schonende Kaltpressung der jeweiligen Kerne, Nüsse und Samen. Dabei bleiben die sekundären Pflanzenstoffe, bspw. Vitamine, erhalten und liefern der Haut so wertvolle Pflegestoffe. Die Vielfalt an Ölen ermöglicht es jedem Hauttyp, das passende Öl zu finden, da sie sich in Bezug auf Eigenschaften wie das jeweilige Fettsäurespektrum und das Verhalten auf der Haut erheblich voneinander unterscheiden. So wirkt Sojaöl zum Beispiel rückfettend, ohne schwer aufzuliegen – davon könnt ihr euch bei der Anwendung des Speick Natural Aktiv Körperöls selbst überzeugen. Auch Wachse und Buttern sind in vielen Naturkosmetik-Produkten essentieller Bestandteil. Zu den bekanntesten zählen dabei sicher (nicht-pflanzliches) Bienenwachs und Sheabutter, die beispielsweise in der Speick Lippenpflege für reichhaltige Pflege und langanhaltenden Schutz sorgen. Auch bei der Herstellung von Seifen sind Öle nicht wegzudenken – Jenny, Julia und ich haben euch bereits unsere Seifenglück-Lieblinge vorgestellt.

Ätherische Öle

Nicht nur das Innere, wenn man Kerne und Co. mal so bezeichnen möchte, sondern auch die weiteren Bestandteile einer Pflanze sind wertvolle Grundstoffe für die Herstellung naturkosmetischer Inhaltsstoffe. Eine große Bedeutung haben dabei natürlich auch die ätherischen Öle – und das nicht nur in der Aromatherapie. Aus verschiedenen Pflanzenteilen von den Blättern über Blüten bis zu Hölzern werden ätherische Öle überwiegend durch Wasserdampfdestillation, teilweise auch durch CO2-Extraktion, gewonnen. Ihre Wirkung in Kosmetika und auch der Naturparfumerie ist in mehrerer Hinsicht interessant: Zum einen sorgen sie für die verschiedensten angenehmen Düfte, denn hinter dem Begriff „Parfum“ verbirgt sich in echter Naturkosmetik eine Mischung ätherischer Öle (im Gegensatz zu synthetischen Duftkomponenten in der konventionellen Kosmetik). Zum anderen sind ätherische Öle kraftvolle Multitalente mit einem äußerst breiten Wirkspektrum! Produkte wie mein heiß geliebtes Speick Natural Eau de Cologne vereinen somit beides: einzigartigen Duft und aromatherapeutische Wirkung.

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Extrakte                                                                         

Um Wirkstoffe von Pflanzen nutzbar zu machen, können sie aus dem Pflanzenmaterial extrahiert, d. h. gelöst werden. Das kann bspw. mit Hilfe von Alkohol, Wasser oder Glycerin geschehen. Wird das Lösungsmittel entfernt, bleibt der Extrakt als konzentrierter Auszug zurück. In der Naturkosmetik begegnen uns zum Beispiel die Extrakte von Rosmarin, Calendula, Salbei oder Sanddornfruchtfleisch. Und was wären die Produkte von Speick Naturkosmetik ohne Valeriana Celtica Extract, den Speick-Extrakt! Er wirkt harmonisierend und sorgt dafür, dass wir bei der Anwendung unserer Speick-Lieblinge körperlich entspannen, ohne zu ermüden und unser Geist gleichzeitig belebt wird.

Hydrolate

Als Nebenprodukt bei der Destillation ätherischer Öle entsteht eine weitere Kategorie an Inhaltsstoffen, die in der Naturkosmetik beliebt ist: Hydrolate. Sie können sowohl pur verwendet werden als auch in Kosmetikrezepturen als Zusatz dienen, z. B. als wässrige Phase in Cremes. In Reinform gelten sie als die „sanften Schwestern“ ätherischer Öle. Klassiker sind unter anderem Rosen-, Pfefferminz- oder Hamameliswasser. Letzteres sorgt bspw. für die hautberuhigende Wirkung des Thermal Sensitiv Tonics. Auch hier gilt, ähnlich wie bei Ölen: für jede Haut lässt sich das passende Wässerchen finden. Apropos Wasser – das ist natürlich auch ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Naturkosmetik. Julia hat das Thema von vielen Seiten in diesem Beitrag näher beleuchtet.

Die Qualität ist entscheidend

Wenn natürliche Pflanzen die Basis für die Herstellung von Kosmetik bilden, dann bestimmen viele Faktoren schon vor der Arbeit im Labor die finale Qualität des Produkts. Aspekte wie der Anbau der Pflanzen, ihre Pflege auf dem Feld bis hin zur Ernte und der weiteren Verarbeitung geben dabei den Ausschlag. Wie behutsam und arbeitsintensiv das bspw. im Falle der Speick-Pflanze vonstattengeht, darüber hat Jenny in diesem Beitrag bereits Einblicke gegeben.

Bis bald,

Eure Ida

 

In heller Aufregung: Warten auf den Speick

Gerade ist sie wieder in vollem Gange: Die Speick-Ernte! Unsere Almbauern haben gut zu tun, um die seltene Heilpflanze exklusiv für SPEICK Naturkosmetik zu sammeln. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis und sitzen wie auf Kohlen, während wir auf die Pflänzchen warten. Wie lange es noch dauert, wer die Ernte in unserer Zentrale entgegen nimmt und wie der Duft der frischen Blätter und Wurzeln sich im Gebäude ausbreitet, erfahrt ihr in diesem Blog.

Schon bald gibt es dazu übrigens eine Fortsetzung: Almbauer Hans-Peter gibt noch weitere Einblicke in die Speick-Ernte, sobald seine Zeit es zulässt.

speick pflanze nockberge

Die Speickpflanze: Eine botanische Rarität

Die Ernte erfolgt jedes Jahr traditionell in Handarbeit zwischen dem 15. August (dem „Frauendreißiger“) Mariä Himmelfahrt und Mariä Namen am 12. September. Da die Almbauern-Familien sich aber parallel mit ihren Almrindern, selbstgemachtem Bio-Eis und Bio-Käse beschäftigen, ernten sie auch großräumig um diese traditionellen Termine herum.

Weltweit einzigartig

Ihr wisst es bereits: Alle SPEICK-Produkte enthalten weltweit exklusiv den wertvollen Extrakt des wild wachsenden, hochalpinen Speicks aus dem UNESCO Biosphärenpark Nockberge in Kärnten (zertifiziert als kontrolliert biologische Wildsammlung). Die kleine Heilpflanze ist aber nicht nur eine botanische Rarität, sondern weist viele weitere Besonderheiten auf, und es ranken sich zahlreiche Mythen um den Speick. Auch in den traditionellen Raunächten spiel er eine wichtige Rolle.

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Schaurig schön: Die Raunächte im Alpenraum (Foto: Pixabay)

Reine Chefsache

Natürlich sind wir schon gespannt auf die neue Ernte. Aber erst nach 3-wöchiger Trockenzeit in den Speick-Schobern können wir die Jahresernte beurteilen. Ein klein wenig müssen wir uns also noch gedulden. Die Übernahme unserer Speick-Pflanzen ist grundsätzlich reine Chef-Sache bei uns: Eine erste Qualitätskontrolle erfolgt noch vor Ort in den Schobern. Und dann geht’s ab nach Leinfelden für weitere Qualitätsanalysen im Labor.

Ein Unternehmen im Speick-Fieber

Wenn die Pflänzchen bei uns eintreffen, duftet das ganze Haus erdig-speickig – genauso wie der Duft auf den Almen zur Erntezeit der reifen Pflanzen, wenn uns der einzigartige Duft mit dem Wind beim Wandern umspielt und betört…

Wir freuen uns hier alle natürlich riesig auf die neuen Pflanzen. Bei uns gibt es ja eine klare Losung für alle: Ohne die Speick-Pflanze kein Unternehmen Speick Naturkosmetik mit diesen einzigartigen Produkten! Davon und dafür leben wir alle im Unternehmen das gesamte Jahr über.

Eure Gudrun

 

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Spiel und Spaß mit dem SPEICK Sommerrätsel 2017

Sommerzeit ist für mich Rätselzeit! Schon als Kind und später als Jugendliche verbrachte ich in den Ferien viele Stunden damit, über der neuesten Ausgabe der „Troll“-Rätselzeitschrift zu brüten. Später wurde das Sommerrätsel im MAGAZIN meine liebste Beschäftigung, um mir im Sommer den Kopf für das richtige Lösungswort zu zerbrechen – daran hat sich bis heute nichts geändert. Wie wäre es also zur Abwechslung mit einem Rätsel, das sich rund um SPEICK Naturkosmetik dreht? 15 Wörter gilt es zu erraten, die Lösungen findet ihr jeweils in den Beiträgen hier auf dem Blog versteckt. Leerzeichen kommen in den Lösungen nicht vor, Umlaute (ä,ö,ü) werden als solche verwendet.

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  1. In dieser Region in Kärnten wächst der Speick und wird von den Bauern in Handarbeit geerntet.
  2. Julia berichtete von diesem „haarigen“ Beautytrend, für den sie den Aktiv Hair Conditioner verwendet.
  3. Das neueste Serum von SPEICK beinhaltet diesen Power-Wirkstoff, der die Haut intensiv mit Feuchtigkeit versorgt und feine Linien sanft glättet.
  4. Dieses Produkt aus der Organic 3.0-Serie wurde – zusammen mit dem Duschgel – vor Kurzem mit dem Green Product Award 2017 ausgezeichnet.
  5. Aus Schlangenbad kommt diese flüssige Grundlage der Produkte aus der Thermal Sensitiv-Serie, die aus einem Wildbad stammt und besonders reich an Kieselsäure ist.
  6. Fair werden sie gehandelt, die Argannüsse, die zu wertvollem Arganöl verarbeitet werden. In welchem Land werden sie angebaut und geerntet?
  7. Ein Produkt begeistert Jenny, Julia und Ida aus der Natural Aktiv-Serie gleichermaßen – sei es zur Pflege müder Füße nach dem Wandern, als Ganzkörper-Pflege oder zur Entspannung beanspruchter Schultern.
  8. Wie heißt die magische Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, in der früher traditionell u. a. fleißig mit getrocknetem Speick geräuchert wurde (Schreibweise mit enthaltenem h)?
  9. In dieser Vereinigung engagiert SPEICK sich für den Einsatz von nachhaltigem Palmöl (Abkürzung).
  10. Auch mit diesem noch recht neuem Produkt, das auf der Vivaness 2017 vorgestellt wurde, liegt SPEICK voll im Trend – Makeup lässt sich damit mühelos entfernen! Im Interview mit dem SPEICK-Labor habt ihr Einblicke in die Forschung und Entwicklung dieser Neuheit erhalten.
  11. Sie benötigt man, um die verschiedenen schönen SPEICK-Seifen herzustellen – sie werden in die SPEICK-Produkt geliefert, ehe daraus erst Nudeln geformt werden, die anschließend zu Strängen verarbeitet werden, aus denen dann die fertigen Seifen entstehen.
  12. Ein äußert vielseitig einsetzbares Produkt ist hier gesucht! Ida zeigte euch 9 verschiedene Möglichkeiten, um diesen Allrounder anzuwenden, sei es als Gesichtswasser, zur Erfrischung zwischendurch oder sogar als Raumspray. In der Thermal Sensitiv-Serie werdet ihr mit diesem Multitalent auch fündig.
  13. Diesen Rohstoff findet ihr nicht im Organic 3.0 Duschgel und der dazugehörigen Body Lotion. Ein Blick aufs Etikett hilft dabei in jedem Fall weiter.
  14. Hier ist der Vorname des SPEICK-Gründers gesucht.
  15. So heißt ein Duftwasser, das besonders im Sommer mit zitrischen, krautigen und dezent holzigen Noten wunderbar erfrischend und belebend wirkt. SPEICK hat auch eins im Sortiment, Ida hat es euch näher vorgestellt.

Viel Spaß beim Rätseln wünsche ich euch! Die Lösung findet ihr mit einem Klick hier.

Eure Ida

Happy Birthday – ein Jahr SPEICKBLOG

Kaum zu glauben: Ein Jahr ist es nun schon her, dass unser SPEICK BLOG an dieser Stelle gestartet ist. Die Zeit ist vergangen wie im Flug und die Themen gehen uns noch lange nicht aus…

Wir haben unser erstes Jubiläum zum Anlass genommen, zurück zu blicken auf die Anfänge und unsere liebsten Beiträge. Erinnert Ihr Euch noch an Idas Besuch in der Seifenproduktion oder Julias CoWash-Blog? Und könnt Ihr Euch vorstellen, welche neuen Produkte sich die Bloggerinnen von SPEICK wünschen würden? Das alles und noch viel mehr, erfahrt Ihr in unserem Geburtstagsspecial.

An erster Stelle soll SPEICK Geschäftsführer Wikhart Teuffel zu Wort kommen:

Immer wieder werde ich enthusiastisch mitgerissen von den lebendigen Geschichten, die aus unserem täglichen „Speick-Leben“ entstehen. Die Vielfalt, die uns der naturkosmetische Ansatz bietet, scheint mir wichtig, und ich finde es gelungen, wie diese durch  den Blog weitergetragen wird. Informationen, Anwendungshinweise, Tipps, verbunden mit dem Ausdruck von Lebensfreude, sind die Dinge, die uns beflügeln und Werte vermitteln. Alles in allem eine gelungene Sache, die es lohnt zu würdigen. Weiter so!

Über so viel Lob aus der Chefetage freuen wir uns natürlich besonders! Genau wie über die Freiheit, die wir bei der Gestaltung dieses besonderen Corporate Blogs haben. Vielen DANK dafür!

Im Folgenden haben wir uns einige Fragen überlegt, die unser Kernteam unabhängig voneinander beantwortet hat. In vielen Punkten sind sich unsere Blogger wieder mal einig – aber es gab auch ein paar überraschende Ansätze…

Den Anfang machen die SPEICK-Insights  Anke, Gudrun, Sylvie und Caterina:

Speick Insights Foto

SPEICK-Insights

Wie alles für mich anfing mit dem Speick-Blog.

Gudrun: Es ist bestimmt schon gut zwei Jahre her, daß ich mit Anke über das Thema Speick-Blog gesprochen hatte. Mein Wunsch war es, einen Blog der besonderen Art zu kreieren. Aber selbst aus dem Innenleben heraus bespielen? Nein, genau das war nicht mein Wunsch. Viel zu befangen und damit nicht mehr neutral. Ein Zwischen-Impuls kam dann im Herbst 2015 von Jenny, die auf einer gemeinsamen Reise so ganz nebenbei meinte, dass wir unbedingt einen Speick-Blog brauchen. Es gäbe soviel zu erzählen, über Produkte zu berichten, und, und …

Das war mein kleiner und ausschlaggebender Motivationsschub, und ganz schnell stand die Idee im Raum, unsere tollen Kontakte zu einigen der Spezialistinnen aus dem Naturkosmetik-Blogbereich zu nutzen, und unsere Favoritinnen einfach zu fragen, ob sie nicht Lust haben, den Speick-Blog gemeinsam zu füllen. Ganz schnell stand unser Team fest: Jenny, Julia und Ida als die Profis, wir vier Kolleginnen aus dem Innenleben als Speick Insights, und ein Gastblogbereich musste her.

Auf dem letztjährigen NaturkosmetikCamp  haben wir gemeinsam den ersten 3-Monats-Themenplan geschaffen, zu dem die Ideen nur so gesprudelt sind. Das war im Juni 2016. Am 3.7.2016 ging unser erster Beitrag online. Und schwupp: Schon ist ein Jahr vorbei, und ich berichte Euch darüber, wie alles anfing. Witzig!

Was mir beim Bloggen mit Speick besonders viel Spaß macht bzw. weshalb ich gern beim Speick-Blog dabei bin.

Anke: Ich finde es klasse, dass ich beim Bloggen über Dinge schreiben kann, die mir am Herzen liegen (z.B. mein Beitrag zum Thema Minimalismus im Badezimmer ), die mich interessieren und faszinieren. Und dass wir als Team Speick Insights wunderbar aus dem Nähkästchen plaudern und unsere Unternehmenskultur transportieren können – eine tolle Ergänzung zu meiner Arbeit im Marketing/Produktmanagement bei SPEICK Naturkosmetik.

Rückschau: Mein erster Blogartikel.

Anke: Unser Speick-Sommergrillen war Anlass für meinen ersten Blogartikel im August 2016, kurz nachdem wir den Blog gestartet hatten. Ich fand’s ziemlich lustig, dass sich der erste Kommentar gleich auf das Rezept der Lupinenburger bezog – die gab’s für uns Vegetarier. Spannend, oder? Und diese schönen Überraschungen erleben wir beim Bloggen immer wieder. Auf unser nächstes Grillfest freue ich mich natürlich schon.

Was ich vorher auch noch nicht über Speick Naturkosmetik wusste und durch den Blog gelernt habe.

Sylvie: „Unsere Speick-Pflanze“ – seit 1936 unter Naturschutz gestellt und kontrolliert biologisch geerntet – ist schon so ein Pflänzchen, das es in sich hat.

Aber, nicht nur die wertvollen Inhaltsstoffe, die sowohl anregende als auch beruhigende Wirkung auf unser Nervensystem haben, machen sie so interessant, sondern auch ihre lange und vielschichtige Vergangenheit ist bewundernswert.

Ein fast unscheinbares Pflänzchen, das auf kargem Boden und in unwegsamen Höhen der Nockberge wächst und heute noch genauso begehrenswert ist wie vor Jahrtausenden, hat an Attraktivität – fast 90 Jahre in unseren SPEICK-Produkten enthalten- nichts verloren.

Und so ist es für mich sehr aufschlussreich, was über die Speick-Pflanze bekannt ist. Dass bereits die ägyptische Königin Cleopatra den Speick für Ihr Pflegeritual entdeckte, der Arzt Galen das Magenleiden des Kaisers Marc Aurel kurierte und, dass Sünder für kleinere Vergehen im Mittelalter in den Speick-Arrest gesteckt wurden, das wusste ich bereits.

Als Jenny Ihre Blogbeiträge „Sagenhafter Speick“ und „Gelebte Rau(ch)nächte“ Ende letzten Jahres online stellte, war ich doch sehr erstaunt, was sie alles über „unseren Speick“ zu berichten hatte.

Ich habe viel über den keltischen Brauch des Räucherns und über Rau(ch)nächte erfahren. Auch der Speick spielte dabei immer eine Rolle. Es sollten negative Einflüsse aus den Häusern vertrieben, Krankheiten ferngehalten und vor Unheil geschützt werden. Die Rau(ch)nächte haben allerdings nichts mit unserem Firmengründer Walter Rau zu tun, der von der Speick-Pflanze schon vor Jahrzehnten fasziniert war. Das ist ein reiner Zufall.

Da der Speick mittlerweile geschützt ist, muss man auf so schöne Traditionen wie das Räuchern in den Rau(ch)nächten aber nicht verzichten. Der Speick Natural Aktiv Sauna-Aufguss als Konzentrat eignet sich dafür hervorragend.

Für alle, die mehr über die historische Geschichte „unseres Pflänzchens“ wissen möchte, empfehle ich diesen tollen Blogbeitrag zu lesen.

Worüber ich gerne mal schreiben würde.

Caterina: Ich würde gerne mal über unser tolles Team schreiben, das in allen Situationen der Firma immer die Treue hält.

Ganz gleich wie groß das Auftragsvolumen ist, wir sind immer mit Herzblut dabei.
Jeder für sich auf seine ganz eigene Art ergibt immer ein Ganzes – uns als Firma.
Über die Menschen, die im Hintergrund für das Zustandekommen dieser Produkte verantwortlich sind, schreibt niemand. Also würde ich das gerne tun.

Wie in jedem kosmetischen Unternehmen, gibt es auch bei uns eine Verwaltung, ein Labor, eine Produktion und den Versand. Im Zusammenspiel aller Abteilungen entstehen schöne, neue Produkte die den Weg in die weite Welt finden.

Während die Verwaltung sich um die Beschaffung, den Vertrieb, das Marketing & die Belange unserer Kunden kümmert, wird im Labor getüftelt und in der Produktion das Ergebnis umgesetzt. Letztendlich werden sie vom Versand auf die Reise geschickt. Zu Menschen, die uns seit Jahren die Treue halten. Zu Menschen, die uns neu- oder wiederentdeckt haben.

Wir als Mitarbeiter können stolz auf uns sein, unseren Beitrag zum Erfolg des Unternehmens Tag für Tag zu leisten. Jeder von uns ist Teil eines Produktes. Wir sind nicht nur Beschäftigte, nicht nur Arbeitnehmer. Wir sind Teil des Unternehmens. Ich empfinde unser Miteinander ein wenig wie bei den Musketieren:
Als mittelständisches Familienunternehmen in der 3. Generation ist der Zusammenhalt und die Treue zum Unternehmen, wahrlich die eines Musketiers. Einer für alle und alle für einen!

 

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Julia

Wie alles für mich anfing mit dem Speick-Blog.

Ich erinnere mich noch genau: Im Mai 2016 war ich gerade in Frankreich unterwegs war, als ich einen Anruf vom Produktmanagement von Speick bekam. Hui, wie spannend! Gudrun Leibbrand und Anke Boy wollten mich gern als Bloggerin für ihren niegelnagelneuen Speick-Blog dabei haben. Natürlich sagte ich sofort zu!

Was mir beim Bloggen mit Speick besonders viel Spaß macht bzw. weshalb ich gern beim Speick-Blog dabei bin.

Der Speick-Blog ist ein Corporate Blog, also der Blog der Firma. Für mich ist das eine der interessantesten Formen zu bloggen – und gefällt mir schon deswegen, weil der Blog von einem Team mit unterschiedlichen Sichtweisen geführt wird (bei meinem eigenen Blog bin ich ja leider meist die einzige Person). Durch die Interviews mit dem Labor oder Produktmanagement von Speick lerne ich außerdem ständig dazu und bekomme ganz neue Einsichten in die Herstellung von Naturkosmetik. Last but not least: Speick ist eine Naturkosmetik-Marke, die ich schon lange kenne und schätze, weil Tradition und Nachhaltigkeit hier so gut zusammengehen.

Rückschau: Mein erster Blogartikel und ein kurzer Kommentar dazu – und/oder: mein liebster Blogartikel und warum er das ist.

Oha, ich wusste gar nicht mehr, dass ich mit einem Blogpost über den Trend CoWash mit dem Natural Aktiv Hair Conditioner in den Speick-Blog eingestiegen bin!

Sehr gut gefallen hat mir Idas Reportage über die Seifenherstellung bei Speick, die schönen Bilder brachten mir den Herstellungsprozess ganz nahe.

Was ich vorher auch noch nicht über Speick Naturkosmetik wusste und durch den Blog gelernt habe  Und: Auf welches Produkt ich durch eine Blogkollegin aufmerksam wurde, das ich vorher nicht beachtet habe.

Ich wusste gar nicht, dass auf der Innenseite der Produkt-Verpackungen von Speick eine kleine Geschichte steht. Danke deswegen an Gudrun für Deinen Post über die Speick-Story in the box! Und auf den Natural Aktiv Fußbalsam hat mich glücklicherweise Jennys herbstlicher Blogpost aufmerksam gemacht, er liegt nun auch auf meinem Nachtkästchen.

Aussicht: Worüber ich gern mal schreiben würde. Oder: mein Wunschprodukt.

Hach, wie gern würde ich mal die Entwicklung eines Produkts Schritt für Schritt für den Blog begleiten! Wie wäre es denn, wenn das Speick-Labor ein alpines Sonnenschutzgel mit LSF 30 (natürlich auch mit Speickextrakt) entwickeln würde? Ja, ich weiß schon, ich träume von einem sehr anspruchsvollen Produkt! Ich würde euch Leser und Leserinnen dann über jeden Schritt auf dem Laufenden halten, bis das Sonnengel fertig ist und im Verkauf angeboten wird.

 

Ida

Ida

Wie alles für mich anfing mit dem Speick-Blog.

Als ich im Frühjahr letzten Jahres bei Speick Naturkosmetik zu Besuch war und einen Blick in die Produktion werfen durfte, kam zum ersten Mal gemeinsam mit Anke und Gudrun das Thema eines Speick-Blogs ins Gespräch. Ich war sofort Feuer und Flamme, insbesondere bei so netten Blogger-Kolleginnen wie Jenny und Julia, und erinnere mich noch gut an unsere erste kleine Redaktionssitzung, die wir zu fünft im Sommer gehalten haben. Kurz darauf ging auch schon der erste Beitrag online!

Was mir beim Bloggen mit Speick besonders viel Spaß macht bzw. weshalb ich gern beim Speick-Blog dabei bin.

Besonders gern mag ich unsere Dreier-Produkttests – ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich Julia, Jenny und ich Produkte verwenden oder wie ähnlich unsere Einschätzungen manchmal ausfallen. Ich bin immer sehr gespannt darauf, die Meinungen der anderen zu lesen, wenn der Beitrag online geht, denn wir stimmen uns inhaltlich vorher nicht ab.

Rückschau: mein liebster Blogartikel und warum er das ist.

Mein liebster Blog-Artikel beschreibt den Weg der Seifen bei SPEICK Naturkosmetik von den Seifenspänen bis ins Badezimmer. Ich mag ihn deshalb so gern, weil er mich an den Besuch bei Speick vor Ort erinnert, bei dem ich jede Menge über die Seifenproduktion gelernt habe – und damit auch an die Anfänge des Blogs (siehe Frage 1).

Auf welches Produkt ich durch eine Blogkollegin aufmerksam wurde, das ich vorher nicht beachtet habe.

Den Aktiv Hair Conditioner hatte ich so noch gar nicht auf dem Schirm, bis Julia darüber berichtet hat, wie sich damit der Trend des CoWash ganz einfach umsetzen lässt. Es wird wirklich langsam Zeit, dass ich das endlich auch mal ausprobiere!

Aussicht: Worüber ich gern mal schreiben würde. Oder: mein Wunschprodukt.

Wenn ich mir Neuzugänge im Speick-Sortiment wünschen dürfte, dann wären das gleich drei:

  • Ein Eau de Toilette, das so duftet wie die Produkte der Thermal Sensitiv-Serie.
  • Eine Bademilch, die die Aktiv-Serie ergänzt.
  • Ein Kosmetiktäschchen aus Baumwolle in leuchtendem „Speick-Rot“.

 

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Jenny

Wie alles für mich anfing mit dem Speick-Blog.

Das war gewissermaßen eine „Eingebung“. Ich arbeite über naturalbeauty.de schon lange mit SPEICK zusammen und habe des Öfteren online im Shop gestöbert, wenn ich zu den Produkten recherchiert habe. Beim Tippen der Adresse ins Browserfenster passierte es mir mehrfach, dass ich anstelle von Speick-Shop, Speick-BLOG eingegeben habe. Auf unserer Reise in die Nockberge habe ich Gudrun aus dem Marketingteam davon erzählt – die Idee war geboren und es hat sich ein tolles Konzept daraus entwickelt. Ich bin super happy, ein Teil davon zu sein.

Was mir beim Bloggen mit Speick besonders viel Spaß macht.

Einfach alles! Ich liebe die Produkte, den unkomplizierten Austausch mit dem SPEICK-Team, die Blicke hinter die Kulissen… Man ist buchstäblich „mittendrin statt nur dabei“ – bei der Auswahl der Themen, beim Launch neuer Produkte, teilweise sogar bei der Produktion. Als INCI-Freak finde ich den engen Draht zum Labor super spannend. Und nicht zuletzt natürlich die super netten Blogger-Kolleginnen – ich schätze Ida und Julia sehr und die Zusammenarbeit könnte nicht besser sein.

Rückschau: Mein erster Blogartikel – und: mein liebster Blogartikel.

Mein erster Beitrag hat ein kompaktes und super vielseitiges Produkt vorgestellt: Den Natural Aktiv Lippenpflegestift.  Der darf bis heute nicht in der Tasche fehlen.

Einer meiner liebsten Blogs war der erste Dreiertest: Julia, Ida und ich haben damals die Deos ausprobiert. Diese Art von Produkttest mag ich bis heute sehr gern, weil jede von uns ganz viel Individualität rein bringt.

Beim Stöbern merke ich, dass ganz viele tolle Beiträge im Archiv sind und ich mich kaum entscheiden kann… Diesen hier, über die Speick-Seife im Wandel der Zeit, fand ich auch ganz zauberhaft, weil er so einen tollen Retro-Charme versprüht.
Was ich vorher auch noch nicht über Speick Naturkosmetik wusste und durch den Blog gelernt habe.

Dass SPEICK ein Unternehmen ist, bei dem Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert einnimmt, wusste ich. Aber wie aufwändig das Ganze betrieben wird und das für die Entwicklung eines Produktes bis zu drei Jahre benötigt werden (wie beim Duschgel Organic 3.0), hätte ich nicht gedacht – danke an Julia für den Einblick in die nachhaltige Produktentwicklung.

Aussicht: mein Wunschprodukt.

Oh da habe ich einen anspruchsvollen Wunsch mit liebe Grüßen an Susanne im Labor: Nachdem ich Euer Mizellenwasser gegen nichts in der Welt austauschen würde, „bastelt“ mir doch bitte das erste Naturkosmetik Mizellenshampoo! Auch eine intensive Haarkur (vielleicht mit Öl-Komponente?) wäre toll. Und: Eine Natural Aktiv Coldcream für den Winter mit gutem Schutz, aber ohne den extremen Glanz, den die meisten Produkte hinterlassen. Ansonsten schließe ich mich Ida an und wäre auch potentielle Abnehmerin eines SPEICK-roten Kosmetiktäschchens…

Klingt nach Potential für weitere spannende Beiträge…
Was hat Euch bisher am besten gefallen und auf welchen Blog wartet Ihr schon lange?
Wir freuen uns auf jeden Fall auf die vielen noch folgenden SPEICK-Stories!

Eure SPEICK-Insights, Julia, Ida und Jenny

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fair gehandelte Rohstoffe bei Speick Naturkosmetik

Am 13.05. ist World Fair Trade Day – dieser Tag wird weltweit zum Anlass genommen, um darauf aufmerksam zu machen, wie fairer Handel dazu beiträgt, Armut, Ausbeutung und die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen. Auch in der Kosmetik spielt Fair Trade eine Rolle, insbesondere in der Gewinnung von Rohstoffen. In der Firmenphilosophie von Speick Naturkosmetik ist der faire Umgang mit den Partnern und Lieferanten fest verankert – wie das in der Praxis konkret aussieht, erfahrt ihr im Interview mit Susanne Gans, Leiterin des Labors bei Speick Naturkosmetik:

Susanne Gans, Laborleiterin bei Speick Naturkosmetik

Susanne Gans, Laborleiterin bei Speick Naturkosmetik

Fair Trade zertifizierte Inhaltsstoffe begegnen wir in mehreren Produkten von Speick Naturkosmetik. Doch was genau bedeutet das eigentlich: fair gehandelt? Und warum ist das Thema im Bereich der Kosmetik-Rohstoffe überhaupt von Bedeutung?

Fairer Umgang ist in allen Lebensbereichen wichtig, mit Partnern, mit Mitmenschen, mit Lieferanten oder auch mit Kunden. Im Prinzip sind die Extrakte, die wir einsetzen, auch Lebensmittel. Damit unterscheidet sich auch die Kosmetik bei ihren Fair Trade Projekten nicht von denen der Lebensmittelindustrie. Unsere Fair Trade Rohstoffe stammen aus Gebieten, die in der Regel benachteiligt sind. So ist es wichtig, dass man einen Rohstoff vom Anbau über den Handel bis hin zum Endverbraucher unter fairen Bedingungen produziert und handelt. Fairer Umgang hat für uns auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun, da man sich auf die wirklich notwendigen Bedürfnisse konzentriert.

Was ist grundsätzlich der Unterschied zwischen Fair Trade- und Bio-Inhaltsstoffen – und wo haben die beiden Bereiche möglicherweise Schnittstellen?

Meist sind Fair Trade Rohstoffe nicht Bio-zertifiziert. Für eine Fair Trade oder Bio Zertifizierung und die Erfüllung aller Vorgaben braucht man eine gute Organisation und auch Geld für die Zertifizierung. Auch wenn viele Fair Trade Rohstoffe unter Bio-Bedingungen geerntet und weiter verwertet werden (z. B. Früchte aus Wildsammlung), ist eine Zertifizierung für die meist kleinen Kooperativen nicht möglich. Wiederum kann man Bio-Kriterien beim Anbau erfüllen (z. B. kontrolliert biologischer Anbau), aber das hat nichts mit den Regularien  von Fair Trade zu tun, sondern mehr mit den Anbaubedingungen selbst. Alles, was nicht in den Statuten steht, ist erlaubt.

Fair gehandelte Argannüsse aus Marokko

Nach Fair Trade zertifiziert sind in den Produkten von Speick Naturkosmetik das verwendete Bio-Arganöl und Bio-Aloe Vera. Kannst du uns am Beispiel des Arganöls kurz erläutern, wie sich der Fair Trade Gedanke bei der Gewinnung des Arganöls konkret widerspiegelt?

Unser Arganöl kommt aus Marokko. Unseren Lieferanten habe ich auf der Vivaness kennen gelernt. Er studierte in Paris und nachdem sein Vater verstorben war, hatte er die Verantwortung für seine Mutter und seine Schwestern, die in Marokko als Frauen keine Arbeit hatten. So hat er seine privaten Räume und sein Grund und Boden genutzt, um die Früchte der wilden Arganbäume sammeln zu lassen. Er hat Maschinen angeschafft und lässt nun die Frauen aus der Gegend hier den gesamten Wertschöpfungsablauf selbstständig bearbeiten. Er hat auch investiert und dieses Arganöl Fair Trade zertifizieren lassen. Alles erfolgt ohne diese unbarmherzige Ausbeutung der Bevölkerung und dem gnadenlosen Streben nach Gewinn. Das ist tatsächlich fairer Handel, denn er erfolgt selbstlos aus Verantwortungsbewusstsein für die notleidenden Mitmenschen, ganz ohne Eigeninteresse. Da die Früchte aus unberührten Gebieten gesammelt werden, war hierbei auch eine Organic Zertifizierung möglich. Immer neue Früchte werden nun gesammelt und unter den gleichen Bedingungen verwertet. Wir zahlen hier zwar etwas mehr für das Arganöl, als es ansonsten zu bekommen wäre, aber wir unterstützen gerne diese bitterarmen Frauen, die in Marokko von der Ausweglosigkeit endlich eine Aufgabe und ein Auskommen gefunden haben.

Im Lebensmittelbereich sieht man häufig das Transfair-Logo auf fair gehandelten Produkten. Auch in der Kosmetikindustrie begegnen einem Fair Trade-zertifizierte Produkte inzwischen. Warum verzichtet Speick Naturkosmetik auf diese Zertifizierung bzw. welche Hürden gibt es dabei?

Fair Trade Logos in der Kosmetikindustrie sind eher die Ausnahme, vielleicht weil es sehr schwierig ist, verkauft man nicht reines Arganöl, diesen fairen Umgang mit allen Partnern nachzuweisen. Wir behandeln alle unsere Partner fair, vom Rohstofflieferanten über die Mitarbeiter bis zum Handelspartner. Das ist unsere Firmenphilosophie, die wir nicht durch ein Zeichen zur Schau stellen müssen. Mit all unser offenen Kommunikation wollen wir, dass unsere Kunden Speick als nachhaltige faire Marke wahrnehmen. Fair Trade muss gelebt werden, allerdings nicht durch das Abhaken von starren zu erfüllenden Statuten. Fair zu sein hat viel mehr Facetten. Bislang haben uns unsere Kunden auch nicht auf dieses eher seltene Siegel angesprochen.

Der Anbau und die Ernte der Speick-Pflanzen in Kärnten sind auf ihre Weise auch eine Art Fair Trade Projekt. Inwiefern unterstützt Speick Naturkosmetik die Speick-Bauern in den Nockbergen?

Die Speick Pflanzen werden von Bauern geerntet, deren Höfen zu den höchstgelegenen Almen in Kärnten zählen. Gerade diese Bauern in dieser abgeschiedenen Alpenregion tun sich schwer bei der Bewirtschaftung ihrer Höfe. Die Milchwirtschaft ist oft nicht besonders ertragreich. Viele kleine Höfe werden somit aufgegeben. Das Sammeln von Speick ist keine leichte Arbeit – die Bauern stechen jedes einzelne Speick-Pflänzchen auf ihren Almen im Naturschutzgebiet von Hand aus, bevor sie zum Hof getragen und im Schober einige Wochen getrocknet werden. Diese Arbeit ist anstrengend und zeitaufwändig und wird von uns entsprechend fair bezahlt. Durch eine gute Bezahlung helfen wir den Bauern, ihren Wirtschaftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Wir schätzen auch den engen familiären Kontakt. Der Speick wurde kbA zertifiziert und der Chef holt jedes Jahr persönlich die Ernte ab.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke rund um die fair gehandelten Rohstoffe bei Speick Naturkosmetik, Susanne!

Eure Ida

Speick-Story „in the box“

Habt Ihr schon mal eine Umverpackung z.B. einer edlen, im besten Falle fairen Schokolade in Bio-Qualität vorsichtig auseinander genommen, weil Ihr entdeckt habt, dass da innen irgendetwas eingedruckt ist? Und kennt Ihr auch dieses Überraschungsgefühl? …..weil Stories geschrieben stehen zur Qualität und/oder der Herkunft dieser ganz speziellen Schokolade? So ging es mir bereits des Öfteren.

Von der Schokolade zur Kosmetik

Da dachten wir uns hier im Marketing: Das machen wir jetzt auf unsere ganz besondere Art für unsere Faltschachtel-Verpackungen. Und schwupps: gedacht, getan. Unsere große, fast 90-jährige Speick-Story lesbar auf ein Minimum an Platz im Inneren der Faltschachtel zu bringen, war schon eine ziemlich große Herausforderung. Aber wie man sieht – es ist gelungen! Und es sieht sooo schööön aus. Und die minimalistisch stilisierte Speick-Pflanze daneben unterstreicht perfekt die kleine Story, die übrigens in verschiedenen Varianten in den Schächtelchen zu finden ist. Neugierig? So sieht sie zum Beispiel beim beliebten SPEICK Natural Aktiv Körperöl aus:

Dem Speick auf der Spur – die Story

„In der Botanik kennt man ihn als Valeriana celtica. „Valere“ ist lateinisch und bedeutet „gesund erhalten“, während „celtica“ für die keltische Herkunft, heute die alpinen Kärntner Nockberge, steht. Der Speick entspannt, ohne müde zu machen, und belebt Seele, Körper und Geist. Bereits seit Jahrtausenden gewinnt man das wertvolle Speick-Öl durch sanfte Extraktion aus der ganzen Pflanze.

Im Ägypten des Jahres 500 v. Chr. aromatisierte man die Bäder mit Speick und pflegte sich anschließend mit dem kostbaren Öl. Jahrhundertelang wurden über Venedig täglich mehrere Tonnen Speick in alle Welt exportiert. Schon im 19. Jahrhundert n.Chr. setzte man die Heilpflanze medizinisch ein. Die Pflanze wurde inzwischen mit Gold aufgewogen und extra besteuert.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Speick in die Türkei, nach Syrien und Marokko oder den Sudan geliefert. 1936 befürchtete man seine Ausrottung und stellte ihn unter Naturschutz. Damit verlor der Speick schlagartig seine wirtschaftliche Bedeutung und geriet in Vergessenheit.

Alle Speick-Produkte enthalten – weltweit exklusiv – den einzigartigen Speick-Extrakt, der seit 2003 als kontrolliert biologische Wildsammlung (kbW) zertifiziert ist. Der Speick wird noch heute von Hand geerntet. Für die Kärntner Almbauernfamilien mit Erntelizenz ist die Speick-Ernte ein wichtiger Zusatzverdienst.“

Wertschätzung und Geschichte als Mehrwerte

Wir finden, dass das auch eine besondere Wertschätzung für die Verpackung, den tollen Karton, der aus Wiederaufforstung kommt (FSC), und zum Schluss für’s ganze Produkt ist. Beim neuen THERMALsensitiv Hyaluron Serum sieht der Blick in die Faltschachtel übrigens so aus:

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Naturkosmetik ist so etwas Feines, Edles und Besonderes – schon allein in seinen Inhalten. Da sind wir der Meinung, das muss die Verpackung für unsere Speick-Produkte widerspiegeln, und wenn sie noch so minimalistisch ist. Und wenn ich als Konsumentin dann noch etwas über eines meiner Lieblingsprodukte lerne, dann ist das doch perfekt.

Sind euch solche hübschen und besonderen Verpackungen mit Inneneindruck auch schon aufgefallen?

Viele herzliche Grüße von Gudrun aus dem Marketing

 

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Das neue SPEICK Thermal Sensitiv Mizellenwasser – Einblicke in Forschung und Entwicklung

Letzte Woche wurden auf der Vivaness die Neuheiten von SPEICK präsentiert. Eines der neuen Produkte ist das Mizellenwasser, das ab sofort die Speick Thermal Sensitiv Serie ergänzt. Doch was genau sind eigentlich Mizellen und warum sind sie für die Gesichtsreinigung so interessant? Und wie entsteht überhaupt ein neues Produkt bei Speick – von der Idee bis zum verkaufsfertigen Artikel? All meine Fragen rund um das neue Mizellenwasser und seine Entstehung hat Lena aus dem Speick-Labor ausführlich beantwortet:

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Lena Dihlmann gibt im Interview Einblicke in die Forschung und Entwicklung im Speick-Labor.

Mizellenwasser ist eines der Trendprodukte schlechthin, wenn es um die Gesichtsreinigung geht. Was genau versteht man unter Mizellen und was hat es mit den Begriffen „fettliebend“ und „wasserliebend“ auf sich, die man im Zusammenhang mit Mizellenwasser immer wieder liest?

Kurz gesagt sind Mizellen kleine Partikel, welche sich aus Tensiden bilden, sobald die kritische Mizellenkonzentration (cmc) überschritten wird. Sie besitzen einen fettliebenden (lipophilen) Kern und eine wasserliebende (hydrophile) Hülle. Das bedeutet, dass sie sowohl fettlösliche als auch wasserlösliche Substanzen aufnehmen und abtransportieren können. Dies ist bei der Gesichtsreinigung sehr vorteilhaft, da somit Rückstände von Make-up und anderer Schmutz leicht von der Haut genommen werden können. Dabei wirken die Mizellen fast wie ein Magnet. Das heißt, sie sind so effektiv, dass kaum Druck oder starkes Reiben nötig sind, um die Haut optimal zu reinigen.

Was ist der Vorteil, sofern es einen gibt, von Mizellenwasser im Vergleich zu anderen Reinigungsprodukten in der Gesichtspflege?

  • milde und effektive Reinigung der Gesichtshaut
  • einfaches Entfernen von Make-up und Mascara
  • einfache Anwendung (z. B. Kein Nachspülen mit Wasser nötig)
  • Abschminken und Reinigen ohne Druck (keine mechanische Reizung)

Ist Mizellenwasser für alle Hauttypen, also auch sensible Haut, geeignet?

Mizellenwasser ist besonders gut für sensible Haut geeignet, da es mit relativ wenigen Zusätzen auskommt und eine schonende Reinigung ohne viel Druck ermöglicht, was sensible Haut zusätzlich schont.  Dies gilt insbesondere für  naturkosmetikzertifizierte Produkte. Sie enthalten für die Mizellenbildung schonende Tenside aus pflanzlichen Substanzen oder Zucker, welche für sensible Haut gut geeignet sind.

Apropos Naturkosmetik: Worin bestehen die Herausforderungen, ein Mizellenwasser auf der Basis natürlicher Inhaltsstoffe zu entwickeln?

Die Herausforderung besteht darin, geeignete Inhaltsstoffe so zu kombinieren, dass eine möglichst effektive und dennoch schonende Reinigung zu erzielen ist. Weiterhin sollen vielleicht auch Komponenten eingearbeitet werden, welche unter Umständen nicht wasserlöslich sind. Hier bedarf es Fingerspitzengefühl und Erfahrung in der für Naturkosmetik begrenzten Rohstoffauswahl um eine stabile Formulierung zu erreichen. Da das Konzept des Mizellenwassers vorsieht, dass dieses Produkt nicht abgespült werden muss, ist es daher wichtig die richtige Balance zwischen den Inhaltsstoffen zu finden, um allen Faktoren gerecht zu werden. Folgende Ergebnisse sollten erzielt werden:

  • milde und hautfreundliche Reinigung
  • effektive Reinigung
  • kein Schaum auf der Haut
  • gutes Gleitvermögen auf der Haut
  • schnelle Abtrocknung der Haut
  • Pflege der Haut
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Das neue Mizellenwasser aus der SPEICK Thermal Sensitiv Serie

Die Thermal Sensitiv-Serie von Speick Naturkosmetik wurde ganz neu um ein Mizellenwasser erweitert. Kannst du uns den Prozess der Produktentwicklung von der Produktidee bis hin zur Produktion kurz beschreiben? Und wie lange hat dieser Prozess insgesamt gedauert?

Produktidee: Gerne wollte man die Speick Thermal Sensitiv Serie um ein weiteres innovatives Reinigungsprodukt ergänzen. Es sollte sich sowohl von der Reinigungsmilch als auch vom alkoholhaltigen Tonic deutlich abheben und einfach in der Anwendung sein. Die Wahl ist daher auf ein Mizellenwasser ohne Alkohol gefallen.

Die folgende Übersicht gibt einen groben Abriss über den Verlauf der Entwicklung des Mizellenwassers. Von der Produktidee bis hin zur Präsentation sind knapp ein Jahr vergangen.

Produktentwicklung: Januar 2016: Produktidee

April 2016: Entwicklungsauftrag an Labor mit Ziel Vivaness 2017

Anfang Juni 2016: erste Muster mit guter Stabilität sind im Labor entwickelt

Ende Juni 2016: Testmuster mit Fragebogen werden an Freiwillige verteilt

Juli 2016: Überarbeitung der Rezeptur anhand der Testergebnisse aus den Fragebögen

August 2016: Erneute Ausgabe von Testmustern mit anschließender Auswertung

September/Oktober 2016:

  • Feinschliff der Rezeptur
  • Konservierungsbelastungstest
  • Dermatologischer Test
  • Augenärztlicher Test
  • Gewünschte Packmittel werden ausgewählt und auf ihre Tauglichkeit im Labor untersucht

November 2016: Dossiererstellung, Rezepturverwaltung, Anmeldung für Naturkosmetikzertifizierung bei COSMOS, finale Layouts für Verpackung bzw. Etiketten, Textmanuskripte erstellen, Verpackungsmaterialen bestellen uvm. Hier arbeiten die unterschiedlichen Abteilungen Hand in Hand.

Dezember 2016: Einteilung in den Produktionsplan und Schulung der Mitarbeiter in der Produktion zum neuen Produkt.

Januar 2017: Das Produkt wird produziert und abgefüllt.

Februar 2017: Das Produkt wird auf der Vivaness in Nürnberg präsentiert

Vervollständige zum Abschluss bitte den folgenden Satz: „Das Speick Thermal Sensitiv Mizellenwasser ist für mich…“

…ein Frischekick am Morgen und eine Wohltat am Abend.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke rund um das Mizellenwasser und die Forschung und Entwicklung bei Speick, Lena!