Wahre Schönheit: Be natural!

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es. Aber ist das wirklich so? Was wir tatsächlich attraktiv finden, ist subjektiv. Allerdings spielen auch kulturelle Einflüsse und die Psychologie eine Rolle dabei. In Sachen Werbung und Kommunikation fließen all diese Aspekte mit ein und das Bild wandelt sich. Lust auf einen kleinen Beauty-Exkurs?

Was ist eigentlich „schön“?

Im ersten Schritt ist Schönheit eine Wertung: Was wirkt attraktiv oder anziehend? Diese Wahrnehmung ist zu etwa 50 Prozent individuell, die andere Hälfte ist geprägt von einem Gemeinschaftsbild. Jede Kultur hat eine ganz eigene Vorstellung von Attraktivität und auch in der Geschichte hatten bestimmte Epochen konkrete Schönheitsideale. Aber bleiben wir im Hier und Jetzt…

Das sagt die Wissenschaft

Studien zeigen, dass das Empfinden von Attraktivität auch mit der wirtschaftlichen Entwicklung eines Landes zusammenhängt. In ärmeren Ländern wird zum Beispiel eine gewisse Körperfülle bevorzugt, in reichen Ländern ist es umgekehrt.

Weitere Ergebnisse von Studien waren, dass Symmetrie wichtig ist. Darüber hinaus allerdings auch die Nähe zum Durchschnitt der Population, also das Fehlen von Abweichungen und Extremen. Es wurde zudem untersucht, ob Attraktivität etwas mit Gesundheit zu tun hat. Auch dies hat sich bestätigt: Gesunde Haut und ein strahlender Teint, ein frischer Ausdruck und klare Augen machen uns schön. Das spricht auf jeden Fall für eine gute Ernährung und Pflege.

Engelsgleich?

Das finde ich besonders spannend: Menschen beurteilen Schönheit im Kontext von sozialen Vergleichen.  Wir passen unser Schönheitsempfinden also automatisch an unser Umfeld an. Da spielen auch die (sozialen) Medien eine große Rolle, die uns täglich mit Idealen konfrontieren. Schon in den 80er Jahren gab es eine berühmte Studie dazu: Männer, die die Serie „3 Engel für Charlie“ sahen, beurteilten danach ihre Partnerin als weniger attraktiv. Das Phänomen wurde als „Charlie‘s Angels-Effekt“ benannt. Man darf beinahe nicht daran denken, was 2022 die gefilterten Instagram-Fotos mit unserer Psyche anstellen…

Ist Schönheit visuell und statisch?

Zum Glück ist weit mehr an unser Schönheitsempfinden gekoppelt als eine bloße, optische Idealvorstellung. Zwar ist der Mensch ein stark visuell orientiertes Wesen, aber auch das Auditive ist ein sehr wichtiger Bereich. So werden Männer mit tieferer Stimme als attraktiver empfunden, Frauen mit höherer. Auch der Geruch ist ein wichtiger Aspekt. Was mir besonders gefällt: Happy girls are the prettiest! Die Gesichts­attraktivität ist nicht statisch und steigert sich wenn wir Lächeln um etwa 30 Prozent. Ähnliche Effekte können Körperhaltung und Bewegung haben.

Rot und die Schönheit

Was speziell Frau sonst noch tun kann, um auf Anhieb attraktiver zu wirken, ist beinahe zu einfach: Alles auf Rot setzen! Wissenschaftler fanden heraus, dass die Farbe tatsächlich begehrenswerter macht: In einer Reihe von Studien wurden Fotos von Menschen entweder auf einen roten, blauen, grünen oder weißen Hintergrund montiert. Männer wie auch Frauen, sollten einschätzen, wie schön, wie anziehend und wie sympathisch die jeweilige Person auf den Bildern empfunden wird. Überraschung! Schon ein roter Hintergrund reichte aus, um einen Menschen schöner erscheinen zu lassen. Noch deutlicher zeigte sich die Farbwirkung, wenn eine Frau rote Kleidung trug. Männer würden sich lieber mit ihr verabreden als mit einer Dame in grüner oder blauer Hülle. Übrigens: Weibliche Betrachter der Fotos zeigten sich von der Farbe völlig unbeeindruckt. So einfach ist es mit uns dann doch nicht…

Speick Naturkosmetik: Schön. Voller Lebenskraft. Und echt.

Nachdem die Farbe Rot auch bei Speick Naturkosmetik eine lange Tradition hat, kommen wir zum Abschluss doch zum Schönheitsideal der Marke. Der Unternehmens-Claim „Schön. Voller Lebenskraft.“ deckt sich mit der eingangs erwähnten Verbindung von Schönheit und einer gesunden Ausstrahlung. In der Kommunikation setzt die Marke aber vor allem auf Natürlichkeit: Visuals zeigen keine typischen „Profi-Models“, sondern Menschen mit natürlicher Ausstrahlung. So stehen auch im Fokus des Instagram Accounts waschechte Speick-NutzerInnen. Ganz bewusst sind diese Fotos nicht retuschiert, denn sie sollen die natürliche Schönheit zeigen. Ein klares Statement gegen die gefilterte und geschönte Bildsprache, die uns immer häufiger in den sozialen Medien begegnet. Wäre es nicht absurd, wenn gerade Naturkosmetik mit all dem, wofür sie steht, ausschließlich mit aalglatten, superschlanken, jungen Modells kommuniziert? Schließlich hat Schönheit viele Gesichter…

Eure Jenny

Kolumne: Anti-Aging – ohne mich!

Mehrmals täglich halte ich mich in meinem Bad auf. Im Badschrank, aber auch rund um das Waschbecken stehen all die schönen Beauty-Produkte, die ich verwende. Wahrscheinlich nehme ich die Aufschriften nicht immer bewusst, aber meist eben doch unbewusst wahr. Alltagsgegenstände prägen das Unterbewusstsein und beeinflussen damit indirekt meine Gedanken. Kosmetikprodukte, die mit dem Begriff ‚Anti-Aging‘ werben, mag ich deswegen seit vielen Jahren nicht mehr so gern.

Weshalb ich Anti-Aging nicht mag

Bereits der erste Teil des Wortes ‚Anti-Aging‘ sorgt bei mir für negative Stimmung. In meinem Bad möchte ich etwas für mein Wohlbefinden machen und nicht gegen etwas kämpfen. Gegen das Älterwerden bin ich schon gleich gar nicht, denn ich schätze mein Alter durchaus. Selbstverständlich sieht meine Haut nicht mehr so aus wie mit 20 Jahren, dafür hat sich aber auch einiges in meinen Kopf getan, auf was ich nicht mehr verzichten möchte.

Ein diskriminierender Begriff

Das einflussreiche amerikanische Beauty-Magazin „Allure“ hat den Begriff ‚Anti-Aging‘ seit 2017 aus dem Heft verbannt. Grund dafür ist, dass ‚Anti-Aging‘ gleich in mehrerlei Hinsicht diskriminierend ist. Damit wird suggeriert, dass die Attraktivität von Frauen von ihrer Jugendlichkeit abhängt – bei Männern ist das viel weniger oft der Fall, sie können älter und zugleich begehrenswert sein. ‚Anti-Aging‘ setzt außerdem ältere Menschen sozial herab und unterstützt damit, dass in der Werbung ausschließlich junge Menschen als Vorbilder zu sehen sind. Nicht bedacht wird dabei, dass Älterwerden ein Privileg ist – und warum sollten wir dann nicht auch entsprechend aussehen dürfen?

Kosmetik ohne Anti-Aging

Selbstverständlich möchte ich mich jetzt und auch später wohl in meiner Haut fühlen. Ich wünsche mir jedoch dringend eine neue und weniger oberflächliche Definition von Schönheit, die nicht nur mit junger Haut zu tun hat. Meine Haut braucht nicht faltenfrei, straff oder glatt zu sein, aber sie soll – altersgemäß – trotzdem auf ihre Art gut aussehen. Ich schätze deswegen Kosmetikmarken, die auf den Begriff ‚Anti-Aging‘ verzichten.

Es ist eine positive Entwicklung, dass mittlerweile einige Kosmetikmarken das Konzept ‚Anti-Aging‘ hinterfragen und auf das Wort verzichten. Manche Firmen weichen dabei z.B. auf ‚Pro-Aging‘ aus, was immerhin schon etwas weniger negativ klingt. Trendforschungsinstitute gehen übrigens davon aus, dass es in Zukunft nicht mehr um ‚Anti-Aging‘, sondern viel mehr um ‚Well-Aging‘ gehen wird. Das Älterwerden soll dabei mit Wohlbefinden und Gesundheit verbunden werden.

Speick Naturkosmetik für jedes Alter

Bei Speick Naturkosmetik war ‚Anti-Aging‘ noch nie ein Thema, weswegen sich dieses Wort auch nicht auf den Verpackungen findet. Die Produkte sind so konzipiert, dass sie Hautbedürfnisse bedienen, die in jedem Alter auftreten können: Trockene Haut betrifft beispielsweise nicht nur ältere Menschen, sondern ist ein Hautzustand, der auch in jüngeren Jahren auftritt. Manche reifere Haut freut sich hingegen über eine leichte Pflege, wenn sie mehr Feuchtigkeit als Lipide benötigt.

Für ein schönes Älterwerden steht für mich das Thema Selbstakzeptanz an erster Stelle, neben einer ganzen Portion Herzensbildung und geistiger Horizonterweiterung. Eine gepflegte Haut und Freude am Thema Beauty sind mir ebenfalls wichtig – mit Kosmetikprodukten, die mir nicht das Älterwerden verleiden wollen.

Zum Schluss noch ein Tipp: Was Schönheit für Speick Naturkosmetik bedeutet, kann man in diesem Radiointerview anhören.

Eure Julia