Die neue Black Soap made by Speick

Endlich erobert das „kleine Schwarze“ auch die Badezimmer! Die Rede ist dabei nicht von einem stylischen Kimono oder einem anderen Fashion It-Piece, sondern von einem schwarzen Seifenstück – der neuen Black Soap made by Speick. Die nutzt nämlich die Trendzutat Aktivkohle in Kombination mit echter Seifensieder-Tradition. Ihre Mission: porentiefe Reinheit. Wie genau sie das schafft, hat mir Laborleitung Susanne Gans im Interview verraten und auch gleich noch mit ein paar Vorurteilen aufgeräumt.

Aktivkohle kommt schon seit geraumer Zeit für Reinigungsprozesse zum Einsatz. Ob im Labor, in der Medizin oder zur Behandlung von (Trink)Wasser und Lebensmitteln.  Auch die Beauty-Szene hat den gut verträglichen Rohstoff nun für sich entdeckt. Für porentiefe Sauberkeit!

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Mehr als nur ein Trend-Teil: Die Black Soap made by Speick.

Schwarze Reinigungsprodukte versprechen eine besonders reine Haut – was steckt dahinter?

„Bei Versuchen hat man festgestellt, dass die Reinigungskraft, zum Beispiel von Seife, mit der schwarzen Zutat noch unterstützt wird, da Aktivkohle auf Grund der großen Oberfläche Toxine binden kann. Wir haben viele Jahre Aktivkohle zur Sterilfiltration verwendet. So können z.B. Aknebakterien entfernt werden.“

Was ist anders als bei der Verwendung von Tensiden?

„Tenside reinigen auf Grund ihrer Struktur (wasserfreundlicher Kopf und fettliebender Schwanz), weil sie kugelförmige Mizellen bilden (Wasserkopf außen zum Wasser und Fettschwänzchen zum fettigen Schmutz innen) und dabei den Schmutz im Inneren der Mizelle einschließen. Aktivkohle hat eine extrem große Oberfläche und kann kleinste Teilchen festhalten. Im Falle unserer Seife auch Bakterien und Geruchsmoleküle.“

Im Grunde hat Aktivkohle ja eine schwammartige Oberfläche in der sie z.B. Schmutz binden soll. Wie funktioniert es, dass die Kohle erst auf dem Gesicht ihre Wirkung entfaltet und  nicht schon mit anderen Stoffen (aus der Rezeptur) gesättigt ist? Denn dann könnte sie auf der Haut gar keine Wirkung mehr haben – wie ein voller Schwamm, der kein Wasser mehr aufnimmt.

„Auch wenn sie so aussieht: Aktivkohle funktioniert nicht wie ein Schwamm. Sie kann im Prinzip nichts aufsaugen. Aktivkohle kann dafür kleinste Teilchen herausfiltern indem sie diese an der Oberfläche fest hält. Je größer die Oberfläche desto größer das Bindevermögen. Durch diesen Effekt konnten wir unser Reinstwasser noch von Bakterien befreien.“

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Rein, reiner, Aktivkohle…

Um Schmutz, Fette und Toxine zu adsorbieren, müsste der Reinigungsprozess theoretisch (wie bei der Filtration im Labor) doch einige Zeit in Anspruch nehmen. Welche Anwendungsdauer macht Sinn?

„Man kann die Seife wie gewohnt verwenden. Im Zuge der Waschung wird von der Seife der Schmutz gebunden und sobald die Aktivkohle Moleküle oder Bakterien erwischt, werden auch diese gebunden. Also arbeiten Seife und Aktivkohle Hand in Hand, ohne Wartezeiten.“

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Aktivkohle: Ein Rohstoff mit poröser Oberfläche, der die Black Soap veredelt.

Ihre poröse Oberfläche erhält Aktivkohle durch die Behandlung mit Gas. Bringt das Nachteile mit sich bzw. gibt es Unterschiede bei den Kohle-Sorten?

„Die Herstellung spielt eine entscheidende Rolle. Wichtig ist, dass Schadstoffe wie PAK’s nicht entstehen können. Die Funktion der Aktivkohle selbst hängt nicht von dem Ausgangsmaterial ab.“

Hintergrund-Info: PAK

Habt Ihr von PAK’s schonmal gehört? Die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe bilden eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen mit einem großen Variantenreichtum. Es handelt sich überwiegend um neutrale Feststoffe. PAK sind natürlicher Bestandteil von Kohle und Erdöl, aber auch in Gegrilltem und Gebratenem können sie stecken. Sie entstehen unter bestimmten Voraussetzungen bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Material. Und sie haben es in sich…

Susanne, die Kohle entsteht ja grundsätzlich durch Verbrennung von Holz oder ähnlichen Materialien. Während der Verbrennung können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stuft PAK’s größtenteils als krebserregend ein, außerdem können sie zu Entzündungen oder Schäden an den Schleimhäuten führen.

„Es kommt darauf an wie die Aktivkohle hergestellt wird. Bei der Entstehung von PAK’s spielen die Temperaturen, die extrem hoch sein müssen, und der Sauerstoffgehalt bei der Verbrennung eine Rolle. Die von uns verwendete Aktivkohle ist schadstofffrei.“

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Reinheit im dunklen Gewand: Die Black Soap made by Speick.

Vielen Dank, liebe Susanne! Die „kleine Schwarze“ von Speick hat offenbar keine dunklen Geheimnisse. Vielmehr steht die neue Black Soap für Reinheit und Frische. Sie eignet sich besonders für fettige, unreine Haut, ist aber auch für alle anderen Hauttypen eine Versuchung. Besonders toll ist ihr feiner Duft nach Lavendel und Rosmarin – und natürlich die traditionelle Rezeptur mit RSPO zertifiziertem Palmöl aus nachhaltigem Anbau sowie Kokos- und Olivenöl…

Also lasst Euch nicht von ihrer Farbe täuschen und probiert diese Neuheit unbedingt aus!

Eure Jenny

 

 

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2019

Liebe Speick-Freunde!

2018 war und ist für uns bei SPEICK Naturkosmetik ein ganz besonderes Jahr: 90 Jahre liegen nun hinter unserem Familienunternehmen. Nach wie vor orientieren wir uns an den philosophischen Grundsätzen unseres Firmengründers Walter Rau, die heute  wieder brandaktuell sind. Das ist gut, und wir freuen uns mit all unseren Konsumentinnen und Konsumenten über die schöne Weiterentwicklung, die das gesamte Unternehmen bis heute geschafft hat.

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Wir hatten einige wirkliche Highlights in 2018, wie z.B. unsere 5-wöchige Jubiläums-Ausstellung im neuen StadtPalais Stuttgart mit mehr als 30.000 Besuchern. Über den echten Jubiläumstag am 29.9. waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – gemeinsam mit den Familienmitgliedern – unterwegs zum 4-tägigen Betriebsausflug in unsere Speick-Region. Und obendrauf hat unsere SPEICKwelt in Stuttgart-Mitte Ende November das 5-jährige Jubiläum gefeiert. Nun planen wir in die Zukunft und sagen zum Jahresende ganz einfach: Wir danken Euch allen für 365 super Tage und freuen uns alle auf die kommenden 90 Jahre.

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Herr Teuffel bringt es auf den Punkt:

„Nach 90 erfolgreichen Jahren: ab ins Museum? Nein, ganz und gar nicht! Museum zeigt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Für uns war dies eine schöne Plattform der Bestätigung und der Start zu neuen Taten. In diesem Sinne wünsche ich – zusammen mit dem gesamten Team von SPEICK Naturkosmetik – allen frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr 2019.“

Euer SPEICK Naturkosmetik-Team

3 FRAGEN AN: VALENTIN TEUFFEL

Nachdem wir in den letzten Monaten Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen vorgestellt haben, gibt es heute den letzten Teil unserer kleinen Jubiläums-Interviewreihe: Heute kommt Valentin Teuffel zu Wort, sozusagen die „Next Generation“ bei Speick Naturkosmetik. Er wurde 1987 in Stuttgart geboren, hat nach einem Wirtschaftsstudium in Innsbruck und Heidelberg drei Jahre lang erste Berufserfahrung in Wien gesammelt. Und im Oktober 2017 ging‘s dann zurück in die Heimat – und ins Familienunternehmen.

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Die vierte Generation bei Speick Naturkosmetik: Valentin Teuffel (Foto: Marc Doradzillo)

  1. Wie lange wirken Sie nun bereits aktiv im Unternehmen mit? War es schon länger geplant, als die vierte Generation bei SPEICK Naturkosmetik einzusteigen?

Seit Herbst letzten Jahres bin ich im elterlichen Betrieb tätig. Für mich selbst war schon sehr früh klar, dass ich später einmal in den Familienbetrieb einsteigen möchte. Meine Familie hat allerdings in keinster Weise Druck ausgeübt oder Erwartungen an mich gestellt. Die Firma war und ist im Familienalltag aber natürlich immer präsent und ich habe viel über betriebliche Abläufe und Zusammenhänge in Gesprächen mit meinen Großeltern und meinem Vater erfahren. Das hat mein Interesse geweckt und meinen Willen gestärkt, das fortzuführen, was mein Urgroßvater, Großvater und Vater aufgebaut haben. Natürlich erfüllt es mich auch sehr mit Stolz, als vierte Generation an den Erfolgen meiner Familie anzusetzen und diese hoffentlich weiter auszubauen.

  1. Ein Rückblick: Wenn Sie anlässlich des 90-jährigen Jubiläums die Geschichte betrachten, was war besonders spannend?

Ich denke am spannendsten war einerseits die Zeit, als die Speickpflanze 1936 unter Naturschutz gestellt wurde. Für das Unternehmen galt es damals, neue Wege zu finden, um auf legalem Wege an die Pflanze zu gelangen. Das ist uns ja glücklicherweise durch unsere enge Zusammenarbeit mit den Bauern in den Kärntner Nockbergen gelungen. Zwischenzeitlich wurden auch Forschungen angestellt, die Pflanze in unseren heimischen Gefilden ertragreich kultivieren zu können. Bei dem Projekt, das noch vor meiner Geburt stattgefunden hat, wäre ich gerne dabei gewesen.

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Mitten im Geschehen: Valentin Teuffel in der Produktion (Foto: Marc Doradzillo)

  1. Und wie geht es weiter? Haben Sie persönliche Wünsche für die nächsten 90 Jahre? Wo sehen Sie die Chancen, wo die Herausforderungen für den Naturkosmetikpionier?

SPEICK Naturkosmetik hat sich zu einem Klassiker in der Naturkosmetik-Branche entwickelt. Für meine Generation ist es jetzt wichtig, das Sortiment weiter zu beleben und sich in neue Segmente vorzuwagen. Beobachtet man die Entwicklung der Branche und die Bedürfnisse unserer Kunden, werden die Leitmotive meines Urgroßvaters in Zukunft eine noch größere Rolle bei unseren Vorhaben einnehmen. So werden schon im Februar nächsten Jahres auf der weltweit größten Fachmesse für Naturkosmetik, der Vivaness in Nürnberg, einige neue Produktkonzepte vorgestellt. Man darf gespannt sein!

Gespannt bin ich definitiv, was es wieder Neues geben wird – und auch, wie sich Sortiment und Unternehmen künftig mit dem Input der jüngsten Generation entwickeln. In der Vergangenheit, ist der Spagat zwischen Innovation und Tradition auf alle Fälle gelungen. So kann es weiter gehen…

Eure Jenny

4 Fragen an: Das Speick Vertriebsteam

Auch in diesem Monat führen wir unsere Interviewreihe fort und haben uns erstmals gleich vier Mitarbeiter von Speick geschnappt: Caterina Graziosa, Holger Maier, Rainer Schöll und Valentin Teuffel gehören zum Vertriebsteam. Sie sind es gewohnt Fragen zu beantworten – Kundenanfragen in erster Linie. Und die flattern recht häufig rein, gerade was die Verfügbarkeit von Produkten oder das Sortiment betrifft. Welche das am häufigsten sind, interessiert mich natürlich brennend! Daher kommen die (ausnahmsweise 4) Fragen heute nicht von mir, sondern von Euch – den lieben Speick-Kunden!

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Holger Maier, Caterina Graziosa und Valentin Teuffel vom Speick Vertriebsteam (v.l.n.r.).

  1. Wo überall in Deutschland gibt es eure Produkte? Es antwortet Rainer Schöll:

SPEICK Produkte gibt es im klassischen Fachhandel wie zum Beispiel im Bioladen, in der Drogerie und im Reformhaus. In der Apotheke kann man unsere Produkte meist vorbestellen. Darüber hinaus sind viele davon in Drogeriemärkten, in Bio Supermärkten sowie im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich.

SPEICK Produkte werden aber auch über ausgewählte Versandhändler angeboten, offline als auch online.

Selbstverständlich gibt es nicht alle unserer Produkte überall. Der Sortimentsumfang ist unter anderem abhängig von Filialgröße, Region, etc. Die Geheimtipps: Unser gesamtes Sortiment gibt es online auf speickshop.de. Auch in unserem Flagship Store, der SPEICKwelt in Stuttgart Mitte (Hirschstr. 29) und unserem Werksverkauf an unserem Unternehmenssitz in Leinfelden, ist die gesamte Produktfamilie vertreten.

 Die Speickwelt und den tollen Speickshop online haben wir Euch bereits im Blog vorgestellt. Sooo schade, dass man nicht überall diese Produktvielfalt erleben kann – was auch gleich zur nächsten Kundenfrage führt.

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Die Speickwelt in Stuttgart (Foto: Julia Keith)

 2. Warum bekommt man nicht in jedem Geschäft dieselben Produkte bzw. Serien? Es antwortet Holger Maier:

Generell obliegt die Sortimentsgestaltung dem Handel. Selbstverständlich sind wir mit unseren Handelspartnern bezüglich neuer Artikel und Sortimentsoptimierung ständig in Kontakt. Aufgrund unseres breiten Sortiments und unterschiedlicher Vertriebsschienen und Handelspartner, welche wiederum auf unterschiedliche Schwerpunkte und Kompetenzen setzen, ist es leider nur begrenzt möglich, in allen Bereichen vollständig vertreten zu sein.

 Das ist natürlich verständlich und sorgt (bei mir definitiv) dafür, immer einen Vorrat der Lieblingsprodukte parat zu haben. Nur: Was mache ich im Urlaub?!

 3. Bekomme ich eure Produkte auch im Ausland bzw. Urlaubsland? Es antwortet Valentin Teuffel:

Natürlich gibt es unsere Produkte auch im Ausland. Wir sind von Australien bis Zypern aktuell in 38 Ländern weltweit vertreten. Am einfachsten sind SPEICK Naturkosmetik-Produkte jedoch im europäischen Ausland wie Österreich, der Schweiz oder Italien zu bekommen.

Wenn ihr im Ausland lebt oder im Urlaub seid und wissen möchtet, wo Ihr ein bestimmtes Produkt von uns findet, könnt ihr uns jederzeit schreiben oder anrufen. Am einfachsten geht’s über Facebook oder per Email (info@speick.de). Ihr bekommt dann innerhalb kürzester Zeit eine Antwort von uns. Grundsätzlich versendet unser Onlineshop (speickshop.de) natürlich auch in alle Länder. Wir freuen uns zudem auch immer sehr, wenn wir von unseren Konsumentinnen und Konsumenten „Urlaubspost“ in Form eines Fotos mit einem Speick-Produkt vor einem spektakulären und regional erkennbaren Hintergrund o.ä. bekommen. Diese Bilder werden dann traditionell auf Facebook (facebook.com/speick/) und Instagram (instagram.com/speicknaturkosmetik) geteilt.

Wie so eine Speick-Präsenz im Handel am anderen Ende der Welt aussehen kann, hat Julia in diesem spannenden Beitrag aus Tokio gezeigt. Aber auch daheim ist das Unternehmen absolut weltoffen…

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Speick im Crayon House in Tokio (Foto: Julia Keith)

4. Thema Kundenservice – wie kann ich euch denn am besten erreichen und wer kümmert sich dann um meine Anliegen? Es antwortet Caterina Graziosa:

Ganz gleich wo ihr euch befindet – ein Anruf / eine Mail an unseren Kundenservice hilft euch bei der Suche nach eurem Lieblings-Speick Produkt auf jeden Fall weiter. Natürlich könnt ihr euch auch an uns wenden, wenn ihr Fragen zu bestimmten Inhaltsstoffen habt oder Beratung bei der Produktauswahl benötigt. Wir freuen uns über jede Anfrage, ganz gleich ob auf Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch… jede Anfrage wird so schnell wie möglich von unseren Mitarbeitern beantwortet.

Kein Wunder, dass man sich bei Speick immer willkommen fühlt!
Eure Jenny

Konkurrenzdruck beim Rohstoffeinkauf: Pflanzen werden knapp

Ein Beitrag hat mich diesen Sommer ziemlich aufgewühlt: Eine deutsche Tageszeitung titelte, die Rohstoffe für Naturkosmetik seien knapp – ein wichtiger Grund dafür: das wachsende Interesse konventioneller Hersteller an pflanzlichen Zutaten. Diese definitiv schlechten Nachrichten haben mich zu Nachforschungen angeregt, denn ich mache mir ein wenig Sorgen um die Zukunft meiner heiß geliebten Bio Beauty. Haben Authentizität und Pioniergeist am Ende doch weniger Gewicht als große Mengen und Etats? Und welche Probleme gibt es darüber hinaus? Ich habe Susanne Gans, Laborleitung bei Speick Naturkosmetik nach ihren Erfahrungen gefragt und bin teilweise schockiert.

Fakt ist: Die steigende Nachfrage nach Naturkosmetik setzt den Rohstoffmarkt mehr und mehr unter Druck. Wo es einst einfach war, ein pflanzliches Öl vom Lieferanten seiner Wahl zu beziehen, stehen nun die Pioniere der Bio Beauty hinter Kosmetikriesen Schlange, deren Produktion große Mengen verschlingt – und die über die garantierte Abnahme dieser enormen Mengen die Rohstoffhersteller an sich binden. Doch neben der Konkurrenz am Kosmetikmarkt drängen auch Hersteller anderer Branchen auf den natürlichen Markt. Und es kommt nicht zuletzt zur Verknappung des Angebots durch negative Umwelteinflüsse und gesetzliche Verordnungen. Aber eins nach dem anderen…

 

Susanne, was sagst du zum Thema Rohstoffknappheit in der Naturkosmetik. Ist da was dran?

Ja, leider werden vor allem ätherische Öle knapp. Da fallen mir Orangenöl oder Grapefruit Öl ein. Zu den Ursachen komme ich später noch. Das liegt auch daran, dass viele ätherische Öle in Reinigungsmitteln und konventioneller Kosmetik als Eyecatcher eingesetzt werden.

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Knapp durch Missernten: Grapefruit (Foto: pixabay)

Welche anderen Rohstoffe sind durch das Interesse der Großkonzerne weniger verfügbar?

Da fällt mir Lemongrasöl ein. Das kommt daher, dass der Hauptbestandteil Citral darin als synthetische Ware nicht verfügbar ist. Hier hatte BASF der Hauptlieferant einen Betriebsunfall und musste die Produktion stoppen und auch in China mit seinen neuen ökologischen Bestrebungen müssen viele Fabriken geschlossen werden, da sie den neuen Standard nicht einhalten können. Wenn keiner mehr produziert, dann wird der Rest zu Spitzenpreisen verkauft.

Dann wäre da das Lavendelöl. Lavendelöl enthält Linalylacetat und Linalool, die gerade auch synthetisch nicht zu bekommen sind, da aufgrund der REACH Verordnung viele Firmen die Produktion einstellen (die Generierung der geforderten Daten kostet zu viel Geld). Nun nimmt man als Ersatz Lavendelöl.

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Begehrter Austauschstoff: Lavendel (Foto: pixabay)

Natur als Austauschstoff – für mich ein trauriges Beispiel der derzeitigen Marktentwicklung. Und was knapp wird, wird auch teuer… Welche (prozentualen) Preissteigerungen konntet Ihr verzeichnen?

Wir setzen ja ätherische Mischungen ein für unsere Parfümierungen, so dass Preissteigerungen nicht genau zugeordnet werden können. Aber hier sind die Preise auch deutlich gestiegen. Nur bei den wenigen reinen ätherischen Ölen die wir noch zusätzlich einsetzen habe ich eine Vorstellung von der Preissteigerung.

Kostete 2012 Orangenöl noch 8,50 € so lagen wir 2016 bei 14,60 €. Der Preis für Menthol verdoppelte sich. Bei Grapefruit Öl aus Florida ist es ganz krass. Innerhalb eines Jahres stieg der Preis pro Kilogramm von 15 € auf 105 €. Vanille als CO2 Extrakt braucht sich da nicht zu verstecken. Hier muss man das Zehnfache des ursprünglichen Preises bezahlen.

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Rar und teuer: Vanille. Ihr Preis stieg um das zehnfache! (Foto: pixabay)

Ziemliche Hausnummern.. Inwiefern kommen Euch da noch langfristige Verträge oder eigene Anbauprojekte zugute?

Leider haben wir keine eigenen Anbaugebiete, einmal von unserem Speick als kontrollierte Wildsammlung abgesehen. Wir machen aber bei vielen Rohstoffen, vor allem bei den Parfümierungen, Kontrakte über 1 bis 2 Jahre. Da können unsere Lieferanten strategisch ihren Einkauf planen und durch die eingelagerten Mengen haben wir eine Preisstabilität. Bei Vanille melden wir unseren Bedarf schon Jahre im Voraus an, damit uns die Firmen unsere Wunschmenge zumindest einplanen können.

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Exklusiv bei Speick: Die Pflanze aus kontrolliert biologischer Wildsammlung

Tragen aus deiner Sicht auch fremde Branchen, negative Umwelteinflüsse oder der Klimawandel zur Verknappung einiger Rohstoffe bei? Welche wichtigen Faktoren darf man nicht außer Acht lassen?

Die REACH Verordnung mach der Industrie große Probleme. Zuerst mussten die Rohstoffe die über 100 Tonnen, dann die über 10 Tonnen und zum Schluss die über 1 Tonne produziert werden, registriert werden. Danach musste man alle geforderten toxikologischen Daten ermitteln. Schwierig auf der einen Seite, da Tierversuche verboten sind und viele Ersatzmethoden noch nicht validiert und damit einsetzbar sind. Und auch auf der anderen Seite sehr kostenintensiv mit viel Bindung von Kapazitäten die man anderweitig benötigt. Das führt dazu, dass Hersteller einfach die Produktion einstellen oder nicht mehr an die Kosmetik verkaufen. So ging es uns bei pflanzlichen Emulgatoren. Diese dürfen nun nur noch in die Lebensmittelindustrie verkauft werden, da hier die Toxdaten nicht gefordert werden. Die Kosmetik geht nun leer aus. Wenn nun einige Firmen den gleichen Rohstoff aus diesen Gründen nicht mehr liefern, dann entsteht ein Engpass weil einfach keine Ware da ist. Wenn es einen Austauschstoff tatsächlich geben sollte, wird dieser teuer verkauft.

Auch die Arzneimittelindustrie hat ihren Einfluss: Hier ist z.B. Lavandin als Biozid zugelassen. Solche Zulassungen sind aufwendig und teuer, da braucht man das EINE ätherische Öl und kann nicht tauschen. Und bei Engpässen werden letztlich so große Mengen abgezogen, dass für die Kosmetik nichts mehr bleibt … Oder der klägliche Rest ist kaum mehr bezahlbar.

Umwelteinflüsse spielen eine große Rolle. Ernten verkümmern wegen Vulkanausbrüchen, Waldbränden oder wie in Borneo wegen einer Überschwemmung. Ein Hurrikan hat in Florida die ganze Grapefruiternte vernichtet. Die übrig gebliebenen Früchte vergammelten, da kein Strom für die Bearbeitung da war.

Dem Lavendel macht wohl ein Pilz zu schaffen der bei zu viel Feuchtigkeit auftritt. Dieser Pilzbefall muss erst bekämpft werden und das Feld bleibt unbenutzbar. Es dauert Jahre bis wieder an der gleichen Stelle Lavendel angebaut werden kann.

Aufgrund von klimatisch bedingten, jahrelangen Missernten kommt es bei Vanilleextrakten zu langfristigen Engpässen. Es gibt einfach nichts. Das Wenige was oft von den Vanilleschoten noch übrig bleibt, wird gestohlen, oft unreif und dann dadurch auch nicht verwertbar.

 

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Unberechenbar: Naturkatastrophen wie Hurrikans. Sie vernichten ganze Ernten. (Foto: pixabay)


Ein Blick in die Zukunft: Welchen Ausblick gibst du für den Einkauf und die Etablierung neuer (Trend-)Rohstoffe aus der Pflanzenwelt?

Neue Bio Rohstoffe auf den Markt zu bringen wird immer schwieriger. Verantwortungsbewusste Hersteller pflanzenbasierter Rohstoffe nehmen das Nagoya Protokoll ernst. Dieses internationale Umweltabkommen regelt in einen völkerrechtlichen Rahmen den Zugang zu genetischen Ressourcen und einen gerechten Vorteilsausgleich. Also wer einen neuen Pflanzenrohstoff kreiert muss sich fragen, welches Land ist dem Nagoya Protokoll beigetreten und welche Vorgaben werden zur Nutzung des landeseigenen Biomaterials gemacht. Es werden gesetzlich viele Daten gefordert. Man braucht Sicherheitsdatenblätter, Analysenzertifikate und andere Daten. Da steckt Aufwand dahinter und natürlich auch Kosten.

Wenn ich einen Pflanzenwirkstoff einsetze und das auf meine Verpackung schreibe, dann erwartet der Gesetzgeber dass ich mögliche Wirkungen auch belegen kann. Solche kostspielige Studien leisten sich nur große Firmen. Aber ohne Wirknachweise ist ein Einsatz von Wirkstoffen heutzutage fast nicht mehr möglich.

Und: Oft sind toll klingende neue Rohstoffe am Ende nicht zu gebrauchen, da die Funktionalität fehlt. Wir wollten unbedingt eine Seife aus den Früchten der Acrocomia Palme aus einem Kleinbauern Bio Projekt machen. Das ging nicht, da Seife sich trotz idealer Fettzusammensetzung daraus nicht herstellen ließ und auf der anderen Seite die Kleinbauern immer nur das sammelten was sie benötigen…

 

Das klingt nach vielen Herausforderungen am Rohstoffmarkt… Danke liebe Susanne für die Aufklärung! Nach all diesen Details ist mein Respekt gegenüber den Herstellern von Naturkosmetik noch weiter gewachsen – es gehört definitiv viel Idealismus dazu, sich an einem so hart umkämpften Markt zu behaupten.

Eure Jenny

 

 

 

 

Susanne Gans, Laborleiterin bei Speick Naturkosmetik

3 FRAGEN AN: SUSANNE GANS

Heute gibt es den dritten Teil unserer kleinen Jubiläums-Interviewreihe: Ich bin mal eben (digital) ins Labor gehuscht und habe Susanne Gans befragt – das kreative Entwickler-Genie hinter den Speick-Produkten. Ich muss zugeben: Ich beneide sie um ihr Wissen und ihre Arbeit, die das Unternehmen schon so lange prägen. Noch dazu hat sie vieles von dem, was sie heute tut, ganz allein erarbeitet. Nur die vielen Protokolle während der Entwicklung einer Rezeptur, erscheinen sicher manchmal wie die „unendliche Geschichte“… Lest am besten selbst!

  1. Susanne, seit wann bist du im „Speick-Team“ und wie bist du dazu gekommen? Wäre konventionelle Kosmetik je für dich in Frage gekommen? Und hattest du zu Beginn noch einen „Mentor“ im Unternehmen, der dich in die Geheimnisse hinter der Marke (im Labor) eingeführt hat?

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In der Zwischenzeit bin ich über 42 Jahre im Betrieb. Als ich hier in der Entwicklung angefangen habe, direkt nach der Ausbildung, war meine Vorgängerin schon nicht mehr im Labor. Mein damaliger Chef, Dr. Endlich, war für mich wie ein Vater. Ein wirklich herzensguter Mensch, der sich vor allem philosophischen Gedanken widmete und nicht praxisorientiert war. Er sagte so immer: „Das machst Du schon, das kannst Du!“. Also habe ich mir alles erarbeitet, wurde gefördert und geprägt. Wenn ich heute zurückblicke, hätte ich mir keinen besseren Start vorstellen können. Ich hatte Glück, dass mich das Schicksal genau da hingestellt hat, wo ich heute bin: In der Naturkosmetik.

 

  1. Erinnerst Du dich an die erste Rezeptur, die du für Speick entwickelt hast/an deren Entwicklung du beteiligt warst? Und gab es zu Beginn vielleicht eine Textur/einen Duft/eine Mixtur im Sortiment, mit der du so gar nichts anfangen konntest?

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Zusammen mit der Filderklinik sollte ich eine Serie für die Frühgeborenen-Station entwickeln, unter anderem eine Feuchtpflegecreme. Das war eine Herausforderung, alles ganz ohne Computer, nur mit der spärlichen zur Verfügung stehenden Literatur und den wenigen Rohstoffen zu erarbeiten. Endlos viele von Hand ausgefüllte Entwicklungsprotokolle und genauso viele Versuche habe ich dazu gebraucht. Doch zu guter Letzt entstand eine Cremegrundlage, die sich nicht nur gut bei den Frühchen bewährt hat, sondern auch heute noch als Basis für viele unserer Cremes dient.

Schwer getan habe ich mich am Anfang tatsächlich mit dem Speick-Duft, den ich weniger angenehm fand. Aber unser damaliger Verkaufsleiter hatte recht mit seiner Aussage, dass es nichts gibt was man nicht mag, sondern nur solche Dinge, an die man sich noch gewöhnen muss. Heute liebe ich den Speick-Duft!

 

  1. Ich glaube du bist sehr ehrgeizig und ein Perfektionist, was deine Arbeit betrifft. Was war bislang (entwicklungstechnisch) die größte Herausforderung? Hat dich ein Auftrag/Wunsch aus Marketing/Vertrieb im Labor schon mal an den Rand der Verzweiflung gebracht, weil es einfach nicht klappen wollte?

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Leider kann man sich bei der Entwicklung von Naturkosmetik nicht an den vorhandenen konventionellen Versuchsrezepturen orientieren. Alles muss individuell entwickelt werden. Oft kommt es vor, dass die Rezepturen nicht den 6-wöchigen Stabilitätstest überstehen und sich erst zum Schluss verflüssigen oder trennen. Oder die Formulierung sieht nicht so aus, wie man es möchte, riecht nicht so oder hat nicht die Wunschwirkung, obwohl in der Theorie alles stimmt. Man fängt immer wieder von vorne an. Da gibt es leider mehr Tiefschläge als Erfolgserlebnisse. So habe ich 5 Jahre dazu gebraucht, ein wirklich gutes (weg vom herkömmlichen „Bio-Struppi“) Naturkosmetik-Shampoo-Konzept zu entwickeln. Aber alles ist vergessen, wenn man das Perpetuum Mobile geschafft hat. Unsere „Bio-Shampoos“ haben in Testungen genauso gut abschnitten wie konventionelle Shampoos.

 

Definitiv ein Erfolg, auf den Susanne und das Speick-Team stolz sein können. Ich selbst bin großer Fan des Natural Aktiv Shampoos und möchte auch den zugehörigen Conditioner nicht mehr missen. Mit dem Speick-Duft ging es mir übrigens ganz ähnlich: Beim ersten Schnuppern konnte ich nur wenig damit anfangen. Heute hingegen genieße ich schon Minuten nach dem Aufstehen meine krautige Gesichtspflege – einfach frisch und belebend!

Natürlich gibt es auch nächsten Monat wieder ein kleines Interview. Wer nicht so lange warten will, kann gern nochmal in die Beiträge mit Gründerenkel Wikhart Teuffel und Leitung Marketing und Produktmanagement Gudrun Leibbrand reinlesen.

 

Eure Jenny

 

90 Jahre Speick – Sonderausstellung im StadtPalais Stuttgart

Bald duftet es in Stuttgart! In Kooperation mit Speick Naturkosmetik zeigt das StadtPalais – Museum für Stuttgart vom 14. September bis 21. Oktober 2018 die Ausstellung „Natürlich! 90 Jahre Speick“. Anlässlich des großen Jubiläums werden Ausstellungsstücke aus 90 Jahren Speick-Geschichte und der Werdegang des Möhringer Feinseifenwerks zum Naturkosmetik-Unternehmen gezeigt. Dabei ist nicht nur für das Auge etwas geboten:

Neben alten Werbefilmen, -plakaten und Fotos wird eine Duftorgel, das traditionelle Arbeitsgerät eines Parfümeurs, zu sehen sein. Hier können die Besucherinnen und Besucher verschiedene Essenzen riechen und einiges über die Komposition von natürlichen Düften lernen. Noch mehr Highlights gibt es an den Aktionstagen…

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Die Ausstellung im StadtPalais beleuchtet das tief mit Stuttgart verwurzelte Unternehmen und seine Symbiose mit der namensgebenden Speik-Pflanze, die weltweit exklusiv von Speick Naturkosmetik verarbeitet werden darf.

1928 gründete Walter Rau das Feinseifenwerk in Stuttgart-Möhringen. Ein einziges Produkt hat die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begründet und befindet sich seither ununterbrochen in Produktion: Die berühmte Speick-Seife. Charakteristisch im Duft, der lachsroten Farbe und den ausgleichenden Eigenschaften ist sie das Aushängeschild des Familienunternehmens. Kein Wunder, dass dieses „Kernstück“ der Geschichte auch das Zentrum der Ausstellung bildet. Verschiedene Stationen beleuchten den Produktionsprozess und zeigen die unterschiedlichen Zutaten der Seifenproduktion.

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Aktionstage am 15. September und 6. Oktober

An den Aktionstagen am 15. September und 6. Oktober sind Groß und Klein eingeladen, ihre eigene Seife zu schneiden, zu stempeln und kreativ zu verpacken. Natürlich kann das eigene „Liebhaberstück“ anschließend mit nach Hause genommen werden. An der Duftorgel wird gezeigt, wie die Düfte zusammengestellt werden. Die Experten von Speick Naturkosmetik beantworten alle Fragen rund ums Thema Seifen- und Kosmetikproduktion.

Übrigens: 2018 wird Speick Naturkosmetik in dritter Generation geführt und liegt mit seinem Vertrauen in natürliche Produkte mehr denn je im Trend. Über 130 Produkte werden in Leinfelden-Echterdingen produziert, das Unternehmen setzt nach wie vor auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur.

Seid dabei, wenn der Pionier einlädt zurückzublicken und auszuprobieren:

Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Natürlich! 90 Jahre Speick“

13.9.2018, 19 Uhr, StadtPalais – Museum für Stuttgart

Ausstellung „Natürlich! 90 Jahre Speick“

14.9.- 21.10.2018,10 bis 18 Uhr, Salon Sophie, StadtPalais – Museum für Stuttgart

Speick-Aktionstage für Familien

15.9 + 6.10., 12 bis 16 Uhr, StadtPalais – Museum für Stuttgart, Salon Sophie

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Der Eintritt ist frei.

 

StadtPalais – Museum für Stuttgart

Konrad-Adenauer-Straße 2

70173 Stuttgart

Telefon 0711 / 216 258 00

stadtpalais@stuttgart.de

 

Barrierefreier Zugang über Eingang Urbanstraße

Haltestelle Charlottenplatz

 

www.stadtpalais-stuttgart.de

www.facebook.com/StadtpalaisStuttgart

www.instagram.com/StadtpalaisStuttgart

www.twitter.com/PalaisStuttgart

 

Öffnungszeiten

Museum

Di – So 10 bis 18 Uhr

Museumsbar „drinnen & draußen“

Di – So 10 bis 22 Uhr

 

3 Fragen an: Wikhart Teuffel

90 Jahre Speick Naturkosmetik – höchste Zeit, um einmal jene zu befragen, die heute zu den „Urgesteinen“ des Unternehmens gehören. Wir starten unsere kleine Serie mit Gründerenkel Wikhart Teuffel, geschäftsführender Gesellschafter der Walter Rau GmbH & Co. KG. Wenn man es genau nimmt, hat er bereits über 60 Jahre Einfluss auf das Speickwerk und sein Sortiment. Und der begann schon im Säuglingsalter, wie er mir im Interview verraten hat…
Außerdem habe ich erfahren, welche Vorbildfunktion sein Großvater Walter Rau für ihn hatte und wie hoch der Stellenwert von Nachhaltigkeit und ihrem Verständnis für Herrn Teuffel ist.

An meinem Schreibtisch im Home Office habe ich lange gegrübelt, wie ich unsere 3-Fragen-Serie starten soll. Der erste Interviewpartner stand eigentlich sofort fest. Aber ich wollte auch so früh wie möglich in der Geschichte von Speick starten. Aber lest einfach selbst:

1. Herr Teuffel, als Gründerenkel haben Sie Speick Naturkosmetik schon früh als Traditionsunternehmen kennengelernt. Was ist ihre erste „SPEICK-Erinnerung“ aus Kindheitstagen?

Als ich das Licht der Welt erblicken durfte, und das war vor 64 Jahren, wurde in den Gremien der Firma das Thema Babypflege zum erstem Mal diskutiert. So erfuhr ich aus Erzählungen!

Erinnern kann ich mich sehr gut, dass man mir all abendlich die Textgeschichten, die auf den Packungen aufgedruckt waren, vorlas. Außerdem habe ich den tollen Duft unserer damaligen Lindos Kamillen-Kinder-Pflege heute noch in der Nase.

2. Wann haben Sie begonnen, sich beruflich für das Unternehmen Ihres Vaters und Großvaters zu interessieren und wann sind Sie tatsächlich eingestiegen?

Der Wunsch, in das großelterliche Unternehmen einzusteigen, entstand, als ich ungefähr vierzehn Jahre alt war. Zu dieser Zeit habe ich realisiert, welche Vision mein Großvater hatte und mit welchem Engagement er sich dafür in den letzten Jahren seines Lebens eingesetzt hatte. Ich habe innerlich das Vorhaben gebildet, sein Lebenswerk einmal fortzuführen.

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Gründersohn Lothar Teuffel (links) mit Wikhart Teuffel (rechts) und traditionsreichen Speick-Produkten.

3. Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit sind untrennbar mit Speick Naturkosmetik verbunden. Lassen Sie uns an ihren Erinnerungen teilhaben, die Sie gemeinsam mit ihrem Team bei SPEICK eingeführt haben?

Eine der größten Herausforderungen war ab dem Jahr 2000 die Schaffung des Markendaches „Speick“. Es galt Tradition und Innovation so kenntlich zu machen, dass der Anwender unsere Inhalte versteht und in einem einheitlichen Markenbild wiedererkennt.

Eine weitere große Herausforderung war es, unser Tun und unsere Werte in den Themen Nachhaltigkeit und CSR so verständlich zu formulieren, dass wir dafür Verständnis und Anerkennung von unseren Verbrauchern erhalten. Die Auszeichnungen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und der CSR-Preis der Bundesregierung haben uns dies bewiesen.

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Bewiesen hat Speick in der Vergangenheit definitiv schon einiges. Wie schön, dass dieses Traditionsunternehmen noch immer in Familienbesitz ist und auch künftig so fortgeführt werden soll. So soll Wikhart Teuffels Sohn Valentin im Laufe dieser kleinen Serie unbedingt noch zu Wort kommen…

Eure Jenny

Natürlich erfolgreich – erfolgreich natürlich: 90 Jahre SPEICK Naturkosmetik  

Was für ein Jubiläum! Während frau die runde 30 schon für eine „Hausnummer“ hält, präsentiert sich SPEICK noch mit 90 in Bestform. Die innovativen Produkte haben längst bewiesen, dass der Naturkosmetikexperte mehr kann, als nur Seife. Damals wie heute findet das typische Markenzeichen unverändert Einsatz: Der Speick-Extrakt. So trifft im Familienunternehmen unter Wikhart Teuffel nahezu überall Tradition auf Moderne. Und nicht zuletzt das Thema Nachhaltigkeit, welches von Beginn an bei Speick gelebt wird, erfährt stets neue Impulse. Gründe zum Feiern, gibt es also genügend…

 Vom Feinseifenwerk zum Naturkosmetik-Spezialisten

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1928 beginnt die überschäumende Erfolgsgeschichte von SPEICK Naturkosmetik mit dem Aushängeschild des Stuttgarter Familienunternehmens, der klassischen Speick Seife. Die lachsfarbene Seife mit dem charakteristischen Duft und Wirkstoff der Speick-Pflanze aus den Kärntner Nockbergen ist damals eine kosmetische Revolution, gilt sie doch der Körperpflege und nicht nur der Reinigung.

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2018 ist die Speick Natural Seife längst nicht mehr das alleinige Kernstück des Sortiments (ihre Entwicklung über die Jahre könnt Ihr übrigens in den aktuellen Kampagnenmotiven und in Idas Blog nachvollziehen). Die ca. 130 Produkte rund um Deo, Duschgel, Shampoo, Gesichtscremes oder Mizellenwasser werden am exklusiven Standort in Leinfelden-Echterdingen produziert. Tendenz steigend, denn die Natürlichkeit des Unternehmens kommt bei den Kunden gut an. Auch ich habe meine Lieblinge, die nicht nur in ihrer Zahl stetig wachsen, sondern auch zu den unverzichtbaren Dingen in meinem Badezimmer gehören. Meine Top 3: Das THERMAL Sensitiv Mizellenwasser, die NATURAL Aktiv Intensivpflege und das THERMAL Sensitiv Hyaluron Serum.

Klein, aber oho: Der Speick

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Besonderheit aller Speick-Produkte ist die Verwendung des namengebenden Baldriangewächses. Fasziniert von den ausgleichenden Eigenschaften der kleinen Pflanze will Gründer Walter Rau die wertvollen Inhaltsstoffe 1928 wieder nutzbar machen: Aus Idee, Faszination und Vision entsteht damals die einzigartige Speick Seife.

Almbauer bei der Speick-Ernte (2)

Noch immer wird der wild wachsende Speick auf ca. 1800 Höhenmetern im heutigen UNESCO Biosphärenpark Nockberge in Kärnten geerntet – liebevoll in Handarbeit von den dort ansässigen Almbauernfamilien, und das schon über Generationen hinweg. Das ermöglicht den Almbauern eine wichtige finanzielle Absicherung und gleichzeitig das Fortbestehen einer jahrzehntelangen Tradition. Julia, Ida und ich hatten vor nunmehr zwei Jahren Gelegenheit, uns die Speick-Almwiesen vor Ort anzusehen und eine der fleißigen Bauernfamilien zu treffen. Unsere Erlebnisse könnt ihr hier nachlesen.

Nach der jährlichen Ernte werden die getrockneten Pflanzen übrigens nach Stuttgart geschickt – ein absolutes Highlight im Jahr, das bis heute Chefsache ist. Aber lest am besten selbst, was die Speick-Ernte so besonders macht. Anschließend werden der Extrakt und das ätherische Öl in die Speick-Produkte eingearbeitet.

Tradition und Moderne

Neben der Besinnung auf Tradition treibt das Familienunternehmen unter Leitung von Gründerenkel Wikhart Teuffel vor allem eins an: Innovation. Fairer Handel und Nachhaltigkeit sind für das Unternehmen dabei eine Selbstverständlichkeit. Ebenso das ganzheitliche Verständnis von Mensch und Natur. „Mensch bleiben und sich weiter entwickeln können” – das ist Wikhart Teuffel für die Entwicklung seiner Mitarbeiter wichtig. SPEICK Naturkosmetik führt damit auch heute noch die Gründungsvision fort, verbunden mit dem Bewusstsein für das ökologische und soziale Gefüge, in das das Familienunternehmen, die Almbauern und die Region Nockberge gleichsam eingebunden sind.

SPEICK Naturkosmetik beweist damit erfolgreich, dass Traditionen Zukunft haben, ruht sich auf dem Erfolg aber nicht aus. Die rund 50 Mitarbeiter des Unternehmens arbeiten mit Hochdruck am Ausbau der innovativen Produktpalette, sind stets auf der Suche nach Optimierungen bestehender Arbeitsprozesse und der verwendeten Materialien. Mit den neuesten Entwicklungen wie der Serie Speick Organic 3.0 werden beispielsweise erstmalig 100% kreislauffähige Produkte angeboten, die besonders schonend zu Haut und Umwelt sind.

Natürlich. Nachhaltig. SPEICK.

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In Zeiten eines wachsenden Nachhaltigkeits-Bewusstseins trifft SPEICK Naturkosmetik den Nerv der Konsumenten. Die Auszeichnungen der vergangenen Jahre, unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem CSR-Preis der Bundesregierung oder als „Nachhaltiger Hersteller“ durch die Verbraucher Initiative e.V., bestätigen diese erfolgreiche Unternehmensphilosophie. Ida hat das Thema im Blog schon genau unter die Lupe genommen und beschreibt hier im Detail, was für Speick zum Thema Nachhaltigkeit hinzu zählt.

Geschichte zum Anfassen: Seifenproduktion im Museum

Gründe genug, das 90-jährige Firmenbestehen gebührend zu feiern. So zum Beispiel mit einer fünfwöchigen Sonderausstellung im Stadtpalais Stuttgart: Ab dem 13. September 2018 erhalten die Besucher des Stadtmuseums spannende Einblicke in die Unternehmensgeschichte und die Seifenproduktion. Besonderes Highlight: An den Aktionstagen wird die Seifenproduktion ins Museum verlagert, so dass jeder Besucher seine selbst geschnittene und gestempelte Speick Natural Seife mit nach Hause nehmen kann.

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Julia, Ida und ich haben uns schon mit dem SPEICK-Team verabredet und möchten gemeinsam die Ausstellung besuchen. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt im Stadtpalais Stuttgart vorbei schauen! Für alle anderen, gibt es hier nochmal die Möglichkeit, hautnah bei der Produktion dabei zu sein…

Eure Jenny

Sprengstoff & Co: Reklamationen bei Speick

Kein Grund zur Beanstandung. So läuft es im Idealfall, wenn ein zufriedener Kunde auf ein funktionierendes Produkt trifft. Aber manchmal sind wir nicht zu 100% glücklich, was eine Verpackung oder einen Duft betrifft. Vielleicht kommen uns auch erst nach dem Kauf Zweifel oder Fragen zu Inhaltsstoffen. Oder ein Produkt hat schlichtweg einen Transportschaden erlitten. Alle diese Umstände können zu Reklamationen führen. Wie so etwas im Alltag abläuft, welche Konsequenzen Beanstandungen haben und welche kuriosen Anfragen manchmal bei Speick im Labor landen, hat mir Susanne Gans verraten.

Natürlich ist es immer Ziel keine oder zumindest wenige Reklamationen zu haben. Was tut Speick in Sachen Qualitätsmanagement, um möglichst zufriedene Kunden (Händler wie Endverbraucher) zu haben?

Susanne Gans, Laborleitung bei Speick Naturkosmetik:

Alle unsere Produkte verlassen unser Haus nur nach eingehender Kontrolle und in einwandfreiem Zustand. Unser lückenloses Kontrollsystem von der Untersuchung der gelieferten Rohstoffe über die Kontrolle der Herstellung bis zur Endproduktkontrolle mit vielen Freigabeschritten garantiert, dass unsere Waren nur so das Haus verlassen wie wir es wollen.

Bevor wir ein Produkt auf den Markt geben wird es natürlich auch in der Anwendung getestet, bei uns durch einen freiwilligen Probandenkreis. Nur bei einer 90% positiven Bewertung hat das Produkt eine Chance auf den Markt zu kommen. Natürlich lassen wir alle für ein Dossier notwendige Testungen durchführen und einen Sicherheitsbericht von einem Sicherheitsbewerter, der alle Parameter von der Exposition bis zu möglichen Kreuzreaktionen bewertet, erstellen. Um uns darüber hinaus abzusichern, lassen wir von allen unseren neuen Produkten ein allergologisches dermatologisches Gutachten erstellen. Nur wenn das Produkt eine 100% Verträglichkeitsrate bei der Testung beim Allergologen an 30 hautempfindlichen Personen aufweist, ist es nach unserer Überzeugung für den Verkauf geeignet.

Wenn es doch mal „zwickt“: Wie geht Ihr mit Reklamationen um? Von welcher Stelle aus werden sie bearbeitet und sind manchmal mehrere Abteilungen an Bord, um Lösungen zu finden?

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Susanne Gans:

Alle Reklamationen müssen an das Labor gegeben werden. Hier werden sie samt Ergebnissen verwaltet und dokumentiert. Allgemeine Bemerkungen oder Anfragen, wenn jemand irgendetwas nicht gefällt, Qualitätsmängel die das Produkt selbst oder die Verpackung betreffen oder auch Unverträglichkeiten werden ausschließlich vom Labor selbst bearbeitet. Echte Reklamationen werden zudem im Dossier abgelegt. Bei Häufungen muss die Sicherheitsbewertung überdacht werden und wir müssten das Produkt ändern. Das kommt normalerweise Gott sei Dank aber nie vor.

Bei Reklamationen, die die Funktion des Gebindes betreffen, wird auch das Marketing und der Einkauf verständigt. Da aber das Labor sowohl für inhaltliche Mängel als auch für Problemen mit der Verpackung oder bei Unverträglichkeiten verantwortlich ist, bearbeitet das Labor alle eingehenden Reklamationsfälle, da wir diese ja auch speichern. Wir bearbeiten eingehende Reklamationen sofort und antworten innerhalb von 24 Stunden. Wenn eine Fehlersuche länger dauert, oder man die Mithilfe des Kunden benötigt, so bekommt er dennoch innerhalb von 1 Tag eine Rückantwort.

Hand aufs Herz: Wie häufig kommen denn Reklamationen? Dann direkt vom Kunden oder hat eher der Handel Grund für Beanstandungen?

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Susanne Gans:

Vom Handel kommen nur ganz selten Reklamationen. Wenn hier reklamiert wird, dann meistens weil es einen Transportschaden gegeben hat.

Die Kunden kommen in der Regel direkt auf uns zu. Das hat im Laufe der Zeit und mit Einführung des Computers sehr zugenommen. Wir müssen zudem von echten und subjektiven Reklamationen unterscheiden. Also wenn ein Kunde die Duschbadflasche nicht auf bekommt oder findet, dass die Speick Seife nicht gut duftet, so wird das von uns alles aufgenommen, bearbeitet und wir antworten – aber das ist kein Grund, dies im Dossier zu hinterlegen.

Klar sammeln wir auch Reklamationsfälle, wie z.B., wenn ein Pumpspender immer wieder nicht richtig sprüht. Wenn dann einmal 30 Reklamationen zusammen kommen, dann muss hier etwas getan werden. Wir haben z.B. einen neuen Spender getestet und verwenden diesen nun anstelle des alten, da die Herstellerfirma den Fehler nicht finden konnte. Da so etwas nicht von heute auf morgen erledigt ist, können hier natürlich auch mal mehr Reklamationen zusammen kommen.

Wir schauen natürlich auch wenn ein Kunde meint, dass das Duschbad zu flüssig ist oder die Creme zu fest oder etwas anders riecht.

Für uns wichtige Reklamationen sind solche, wenn Personen über eine Unverträglichkeit klagen. Hier kontrollieren wir erst einmal ob der Kunde weiß, ob er auf irgendetwas allergisch reagiert, denn man kann im Grunde auf alles allergisch sein.  Wenn da nichts heraus kommt, dann bitten wir darum, dass der Kunde zum Allergologen geht. Über den Verband der alle Allergiefälle sammelt, dem Informationsbund Dermatologischer Kliniken IVDK, schicken wir dem Allergologen dann die Einzelrohstoffe zur Testung. Das gibt dem Kunden die Sicherheit mögliche Allergene zu meiden und uns eine Vorgabe ob irgendwo ein erhöhtes Allergierisiko besteht. Im Jahr bekommen wir vielleicht 2 – 5 solcher Allergieanfragen. Bislang wurde noch keine Allergie auf eines unserer Produkte von Ärzten nach einem solchen Epikutantest bestätigt. Das liegt sicher daran, dass individuelle Allergien oft auch von der Einnahme von Medikamenten, veränderten Essgewohnheiten oder auch von Stress ausgelöst werden.

Kurioses: An welche Reklamation erinnerst du dich besonders gern – und/oder welche hat dir einen echten Schrecken eingejagt?

Susanne Gans:

Einmal hat ein besorgter Kunde an den Vorstand geschrieben und sich beklagt, dass in unserer Speick Seife ja Glycerin drin wäre und er hielt es für den Sprengstoff den James Bond immer benutzt. Ich habe ihm natürlich geantwortet, dass ich seine Frage an das Sprengstoff Expertenteam weiter geleitet habe und habe ihm dann den Unterschied von Glyzerin und Nitroglyzerin erklärt. Natürlich musste ich einräumen, dass James Bond eine Seife als Wurfwaffe hätte benutzen können, mir das aber nicht bekannt sei. Auf mein Angebot auch weitere seiner Fragen zu entschärfen ist er leider nicht eingegangen.

Einmal reklamierte ein Kunde, dass wir Castor Oil einsetzen und er einer Naturkosmetik Firma nicht zugetraut hätte, radioaktives Ölmaterial einzusetzen. Aber auch hier konnte ich den Kunden beruhigen und ihm erklären dass es sich bei Castor Oil um Rizinusöl handelt.

Erschreckt hat mich ein Kunde der im Achselbereich nach Gebrauch unseres Deo Sticks eine starke Rötung bekommen hat. Gott sei Dank stellte sich allerdings heraus, dass er auf mehrere auf der Verpackung gelistete Inhaltsstoffe allergisch reagierte. Leider haben wir darauf keinen Einfluss, wir versuchen aber, den Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen um ein für ihn verträgliches Produkt zu finden.

Vielen Dank, liebe Susanne, für diese Einblicke. Ich finde es ganz toll, dass sich Speick Naturkosmetik selbst bei einem manchmal heiklen Thema wie dem Management von Reklamationen so in die Karten schauen lässt. So eine Art der Abwicklung wünscht man sich doch als Kunde! Und schön, dass auch bei Beanstandungen manchmal einen Grund zum Schmunzeln gibt…

Meine liebste Reklamation habe ich als Auszubildende im Kundendienst eines bekannten Hausgeräteherstellers erlebt. Auf die Frage der Mitarbeiterin am Telefon, wie das defekte Gerät sich denn anhöre, antwortete die Kundin: „Na das klingt, wie wenn meine Oma im Kühlschrank sitzt und schnarcht…“

In diesem Sinne wünsche ich Euch immer positive Erlebnisse mit Euren Einkäufen,

Eure Jenny

(Fotos: pixabay)