Susanne Gans, Laborleiterin bei Speick Naturkosmetik

3 FRAGEN AN: SUSANNE GANS

Heute gibt es den dritten Teil unserer kleinen Jubiläums-Interviewreihe: Ich bin mal eben (digital) ins Labor gehuscht und habe Susanne Gans befragt – das kreative Entwickler-Genie hinter den Speick-Produkten. Ich muss zugeben: Ich beneide sie um ihr Wissen und ihre Arbeit, die das Unternehmen schon so lange prägen. Noch dazu hat sie vieles von dem, was sie heute tut, ganz allein erarbeitet. Nur die vielen Protokolle während der Entwicklung einer Rezeptur, erscheinen sicher manchmal wie die „unendliche Geschichte“… Lest am besten selbst!

  1. Susanne, seit wann bist du im „Speick-Team“ und wie bist du dazu gekommen? Wäre konventionelle Kosmetik je für dich in Frage gekommen? Und hattest du zu Beginn noch einen „Mentor“ im Unternehmen, der dich in die Geheimnisse hinter der Marke (im Labor) eingeführt hat?

20180924_101527_resized

In der Zwischenzeit bin ich über 42 Jahre im Betrieb. Als ich hier in der Entwicklung angefangen habe, direkt nach der Ausbildung, war meine Vorgängerin schon nicht mehr im Labor. Mein damaliger Chef, Dr. Endlich, war für mich wie ein Vater. Ein wirklich herzensguter Mensch, der sich vor allem philosophischen Gedanken widmete und nicht praxisorientiert war. Er sagte so immer: „Das machst Du schon, das kannst Du!“. Also habe ich mir alles erarbeitet, wurde gefördert und geprägt. Wenn ich heute zurückblicke, hätte ich mir keinen besseren Start vorstellen können. Ich hatte Glück, dass mich das Schicksal genau da hingestellt hat, wo ich heute bin: In der Naturkosmetik.

 

  1. Erinnerst Du dich an die erste Rezeptur, die du für Speick entwickelt hast/an deren Entwicklung du beteiligt warst? Und gab es zu Beginn vielleicht eine Textur/einen Duft/eine Mixtur im Sortiment, mit der du so gar nichts anfangen konntest?

20180924_101702_resized

Zusammen mit der Filderklinik sollte ich eine Serie für die Frühgeborenen-Station entwickeln, unter anderem eine Feuchtpflegecreme. Das war eine Herausforderung, alles ganz ohne Computer, nur mit der spärlichen zur Verfügung stehenden Literatur und den wenigen Rohstoffen zu erarbeiten. Endlos viele von Hand ausgefüllte Entwicklungsprotokolle und genauso viele Versuche habe ich dazu gebraucht. Doch zu guter Letzt entstand eine Cremegrundlage, die sich nicht nur gut bei den Frühchen bewährt hat, sondern auch heute noch als Basis für viele unserer Cremes dient.

Schwer getan habe ich mich am Anfang tatsächlich mit dem Speick-Duft, den ich weniger angenehm fand. Aber unser damaliger Verkaufsleiter hatte recht mit seiner Aussage, dass es nichts gibt was man nicht mag, sondern nur solche Dinge, an die man sich noch gewöhnen muss. Heute liebe ich den Speick-Duft!

 

  1. Ich glaube du bist sehr ehrgeizig und ein Perfektionist, was deine Arbeit betrifft. Was war bislang (entwicklungstechnisch) die größte Herausforderung? Hat dich ein Auftrag/Wunsch aus Marketing/Vertrieb im Labor schon mal an den Rand der Verzweiflung gebracht, weil es einfach nicht klappen wollte?

20180924_101724_resized

Leider kann man sich bei der Entwicklung von Naturkosmetik nicht an den vorhandenen konventionellen Versuchsrezepturen orientieren. Alles muss individuell entwickelt werden. Oft kommt es vor, dass die Rezepturen nicht den 6-wöchigen Stabilitätstest überstehen und sich erst zum Schluss verflüssigen oder trennen. Oder die Formulierung sieht nicht so aus, wie man es möchte, riecht nicht so oder hat nicht die Wunschwirkung, obwohl in der Theorie alles stimmt. Man fängt immer wieder von vorne an. Da gibt es leider mehr Tiefschläge als Erfolgserlebnisse. So habe ich 5 Jahre dazu gebraucht, ein wirklich gutes (weg vom herkömmlichen „Bio-Struppi“) Naturkosmetik-Shampoo-Konzept zu entwickeln. Aber alles ist vergessen, wenn man das Perpetuum Mobile geschafft hat. Unsere „Bio-Shampoos“ haben in Testungen genauso gut abschnitten wie konventionelle Shampoos.

 

Definitiv ein Erfolg, auf den Susanne und das Speick-Team stolz sein können. Ich selbst bin großer Fan des Natural Aktiv Shampoos und möchte auch den zugehörigen Conditioner nicht mehr missen. Mit dem Speick-Duft ging es mir übrigens ganz ähnlich: Beim ersten Schnuppern konnte ich nur wenig damit anfangen. Heute hingegen genieße ich schon Minuten nach dem Aufstehen meine krautige Gesichtspflege – einfach frisch und belebend!

Natürlich gibt es auch nächsten Monat wieder ein kleines Interview. Wer nicht so lange warten will, kann gern nochmal in die Beiträge mit Gründerenkel Wikhart Teuffel und Leitung Marketing und Produktmanagement Gudrun Leibbrand reinlesen.

 

Eure Jenny

 

90 Jahre Speick – Sonderausstellung im StadtPalais Stuttgart

Bald duftet es in Stuttgart! In Kooperation mit Speick Naturkosmetik zeigt das StadtPalais – Museum für Stuttgart vom 14. September bis 21. Oktober 2018 die Ausstellung „Natürlich! 90 Jahre Speick“. Anlässlich des großen Jubiläums werden Ausstellungsstücke aus 90 Jahren Speick-Geschichte und der Werdegang des Möhringer Feinseifenwerks zum Naturkosmetik-Unternehmen gezeigt. Dabei ist nicht nur für das Auge etwas geboten:

Neben alten Werbefilmen, -plakaten und Fotos wird eine Duftorgel, das traditionelle Arbeitsgerät eines Parfümeurs, zu sehen sein. Hier können die Besucherinnen und Besucher verschiedene Essenzen riechen und einiges über die Komposition von natürlichen Düften lernen. Noch mehr Highlights gibt es an den Aktionstagen…

Natürlich_90 Jahre Speick Ausstellung_StadtPalais Stuttgart_3.jpg

Die Ausstellung im StadtPalais beleuchtet das tief mit Stuttgart verwurzelte Unternehmen und seine Symbiose mit der namensgebenden Speik-Pflanze, die weltweit exklusiv von Speick Naturkosmetik verarbeitet werden darf.

1928 gründete Walter Rau das Feinseifenwerk in Stuttgart-Möhringen. Ein einziges Produkt hat die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begründet und befindet sich seither ununterbrochen in Produktion: Die berühmte Speick-Seife. Charakteristisch im Duft, der lachsroten Farbe und den ausgleichenden Eigenschaften ist sie das Aushängeschild des Familienunternehmens. Kein Wunder, dass dieses „Kernstück“ der Geschichte auch das Zentrum der Ausstellung bildet. Verschiedene Stationen beleuchten den Produktionsprozess und zeigen die unterschiedlichen Zutaten der Seifenproduktion.

 Natürlich_90 Jahre Speick Ausstellung_StadtPalais Stuttgart_1.jpg

Aktionstage am 15. September und 6. Oktober

An den Aktionstagen am 15. September und 6. Oktober sind Groß und Klein eingeladen, ihre eigene Seife zu schneiden, zu stempeln und kreativ zu verpacken. Natürlich kann das eigene „Liebhaberstück“ anschließend mit nach Hause genommen werden. An der Duftorgel wird gezeigt, wie die Düfte zusammengestellt werden. Die Experten von Speick Naturkosmetik beantworten alle Fragen rund ums Thema Seifen- und Kosmetikproduktion.

Übrigens: 2018 wird Speick Naturkosmetik in dritter Generation geführt und liegt mit seinem Vertrauen in natürliche Produkte mehr denn je im Trend. Über 130 Produkte werden in Leinfelden-Echterdingen produziert, das Unternehmen setzt nach wie vor auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur.

Seid dabei, wenn der Pionier einlädt zurückzublicken und auszuprobieren:

Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Natürlich! 90 Jahre Speick“

13.9.2018, 19 Uhr, StadtPalais – Museum für Stuttgart

Ausstellung „Natürlich! 90 Jahre Speick“

14.9.- 21.10.2018,10 bis 18 Uhr, Salon Sophie, StadtPalais – Museum für Stuttgart

Speick-Aktionstage für Familien

15.9 + 6.10., 12 bis 16 Uhr, StadtPalais – Museum für Stuttgart, Salon Sophie

sms_stadtpalais-stuttgart_20180410-1_72

Der Eintritt ist frei.

 

StadtPalais – Museum für Stuttgart

Konrad-Adenauer-Straße 2

70173 Stuttgart

Telefon 0711 / 216 258 00

stadtpalais@stuttgart.de

 

Barrierefreier Zugang über Eingang Urbanstraße

Haltestelle Charlottenplatz

 

www.stadtpalais-stuttgart.de

www.facebook.com/StadtpalaisStuttgart

www.instagram.com/StadtpalaisStuttgart

www.twitter.com/PalaisStuttgart

 

Öffnungszeiten

Museum

Di – So 10 bis 18 Uhr

Museumsbar „drinnen & draußen“

Di – So 10 bis 22 Uhr

 

3 Fragen an: Wikhart Teuffel

90 Jahre Speick Naturkosmetik – höchste Zeit, um einmal jene zu befragen, die heute zu den „Urgesteinen“ des Unternehmens gehören. Wir starten unsere kleine Serie mit Gründerenkel Wikhart Teuffel, geschäftsführender Gesellschafter der Walter Rau GmbH & Co. KG. Wenn man es genau nimmt, hat er bereits über 60 Jahre Einfluss auf das Speickwerk und sein Sortiment. Und der begann schon im Säuglingsalter, wie er mir im Interview verraten hat…
Außerdem habe ich erfahren, welche Vorbildfunktion sein Großvater Walter Rau für ihn hatte und wie hoch der Stellenwert von Nachhaltigkeit und ihrem Verständnis für Herrn Teuffel ist.

An meinem Schreibtisch im Home Office habe ich lange gegrübelt, wie ich unsere 3-Fragen-Serie starten soll. Der erste Interviewpartner stand eigentlich sofort fest. Aber ich wollte auch so früh wie möglich in der Geschichte von Speick starten. Aber lest einfach selbst:

1. Herr Teuffel, als Gründerenkel haben Sie Speick Naturkosmetik schon früh als Traditionsunternehmen kennengelernt. Was ist ihre erste „SPEICK-Erinnerung“ aus Kindheitstagen?

Als ich das Licht der Welt erblicken durfte, und das war vor 64 Jahren, wurde in den Gremien der Firma das Thema Babypflege zum erstem Mal diskutiert. So erfuhr ich aus Erzählungen!

Erinnern kann ich mich sehr gut, dass man mir all abendlich die Textgeschichten, die auf den Packungen aufgedruckt waren, vorlas. Außerdem habe ich den tollen Duft unserer damaligen Lindos Kamillen-Kinder-Pflege heute noch in der Nase.

2. Wann haben Sie begonnen, sich beruflich für das Unternehmen Ihres Vaters und Großvaters zu interessieren und wann sind Sie tatsächlich eingestiegen?

Der Wunsch, in das großelterliche Unternehmen einzusteigen, entstand, als ich ungefähr vierzehn Jahre alt war. Zu dieser Zeit habe ich realisiert, welche Vision mein Großvater hatte und mit welchem Engagement er sich dafür in den letzten Jahren seines Lebens eingesetzt hatte. Ich habe innerlich das Vorhaben gebildet, sein Lebenswerk einmal fortzuführen.

SPEICK_180814_115800

Gründersohn Lothar Teuffel (links) mit Wikhart Teuffel (rechts) und traditionsreichen Speick-Produkten.

3. Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit sind untrennbar mit Speick Naturkosmetik verbunden. Lassen Sie uns an ihren Erinnerungen teilhaben, die Sie gemeinsam mit ihrem Team bei SPEICK eingeführt haben?

Eine der größten Herausforderungen war ab dem Jahr 2000 die Schaffung des Markendaches „Speick“. Es galt Tradition und Innovation so kenntlich zu machen, dass der Anwender unsere Inhalte versteht und in einem einheitlichen Markenbild wiedererkennt.

Eine weitere große Herausforderung war es, unser Tun und unsere Werte in den Themen Nachhaltigkeit und CSR so verständlich zu formulieren, dass wir dafür Verständnis und Anerkennung von unseren Verbrauchern erhalten. Die Auszeichnungen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises und der CSR-Preis der Bundesregierung haben uns dies bewiesen.

CSR-Preisverleihung.jpg

Bewiesen hat Speick in der Vergangenheit definitiv schon einiges. Wie schön, dass dieses Traditionsunternehmen noch immer in Familienbesitz ist und auch künftig so fortgeführt werden soll. So soll Wikhart Teuffels Sohn Valentin im Laufe dieser kleinen Serie unbedingt noch zu Wort kommen…

Eure Jenny

Natürlich erfolgreich – erfolgreich natürlich: 90 Jahre SPEICK Naturkosmetik  

Was für ein Jubiläum! Während frau die runde 30 schon für eine „Hausnummer“ hält, präsentiert sich SPEICK noch mit 90 in Bestform. Die innovativen Produkte haben längst bewiesen, dass der Naturkosmetikexperte mehr kann, als nur Seife. Damals wie heute findet das typische Markenzeichen unverändert Einsatz: Der Speick-Extrakt. So trifft im Familienunternehmen unter Wikhart Teuffel nahezu überall Tradition auf Moderne. Und nicht zuletzt das Thema Nachhaltigkeit, welches von Beginn an bei Speick gelebt wird, erfährt stets neue Impulse. Gründe zum Feiern, gibt es also genügend…

 Vom Feinseifenwerk zum Naturkosmetik-Spezialisten

Seifen-Jubilaeum_2_300dpi

1928 beginnt die überschäumende Erfolgsgeschichte von SPEICK Naturkosmetik mit dem Aushängeschild des Stuttgarter Familienunternehmens, der klassischen Speick Seife. Die lachsfarbene Seife mit dem charakteristischen Duft und Wirkstoff der Speick-Pflanze aus den Kärntner Nockbergen ist damals eine kosmetische Revolution, gilt sie doch der Körperpflege und nicht nur der Reinigung.

Seifen-Jubilaeum_3_300dpi

2018 ist die Speick Natural Seife längst nicht mehr das alleinige Kernstück des Sortiments (ihre Entwicklung über die Jahre könnt Ihr übrigens in den aktuellen Kampagnenmotiven und in Idas Blog nachvollziehen). Die ca. 130 Produkte rund um Deo, Duschgel, Shampoo, Gesichtscremes oder Mizellenwasser werden am exklusiven Standort in Leinfelden-Echterdingen produziert. Tendenz steigend, denn die Natürlichkeit des Unternehmens kommt bei den Kunden gut an. Auch ich habe meine Lieblinge, die nicht nur in ihrer Zahl stetig wachsen, sondern auch zu den unverzichtbaren Dingen in meinem Badezimmer gehören. Meine Top 3: Das THERMAL Sensitiv Mizellenwasser, die NATURAL Aktiv Intensivpflege und das THERMAL Sensitiv Hyaluron Serum.

Klein, aber oho: Der Speick

Speick Pflanze 14_©SPEICK Naturkosmetik

Besonderheit aller Speick-Produkte ist die Verwendung des namengebenden Baldriangewächses. Fasziniert von den ausgleichenden Eigenschaften der kleinen Pflanze will Gründer Walter Rau die wertvollen Inhaltsstoffe 1928 wieder nutzbar machen: Aus Idee, Faszination und Vision entsteht damals die einzigartige Speick Seife.

Almbauer bei der Speick-Ernte (2)

Noch immer wird der wild wachsende Speick auf ca. 1800 Höhenmetern im heutigen UNESCO Biosphärenpark Nockberge in Kärnten geerntet – liebevoll in Handarbeit von den dort ansässigen Almbauernfamilien, und das schon über Generationen hinweg. Das ermöglicht den Almbauern eine wichtige finanzielle Absicherung und gleichzeitig das Fortbestehen einer jahrzehntelangen Tradition. Julia, Ida und ich hatten vor nunmehr zwei Jahren Gelegenheit, uns die Speick-Almwiesen vor Ort anzusehen und eine der fleißigen Bauernfamilien zu treffen. Unsere Erlebnisse könnt ihr hier nachlesen.

Nach der jährlichen Ernte werden die getrockneten Pflanzen übrigens nach Stuttgart geschickt – ein absolutes Highlight im Jahr, das bis heute Chefsache ist. Aber lest am besten selbst, was die Speick-Ernte so besonders macht. Anschließend werden der Extrakt und das ätherische Öl in die Speick-Produkte eingearbeitet.

Tradition und Moderne

Neben der Besinnung auf Tradition treibt das Familienunternehmen unter Leitung von Gründerenkel Wikhart Teuffel vor allem eins an: Innovation. Fairer Handel und Nachhaltigkeit sind für das Unternehmen dabei eine Selbstverständlichkeit. Ebenso das ganzheitliche Verständnis von Mensch und Natur. „Mensch bleiben und sich weiter entwickeln können” – das ist Wikhart Teuffel für die Entwicklung seiner Mitarbeiter wichtig. SPEICK Naturkosmetik führt damit auch heute noch die Gründungsvision fort, verbunden mit dem Bewusstsein für das ökologische und soziale Gefüge, in das das Familienunternehmen, die Almbauern und die Region Nockberge gleichsam eingebunden sind.

SPEICK Naturkosmetik beweist damit erfolgreich, dass Traditionen Zukunft haben, ruht sich auf dem Erfolg aber nicht aus. Die rund 50 Mitarbeiter des Unternehmens arbeiten mit Hochdruck am Ausbau der innovativen Produktpalette, sind stets auf der Suche nach Optimierungen bestehender Arbeitsprozesse und der verwendeten Materialien. Mit den neuesten Entwicklungen wie der Serie Speick Organic 3.0 werden beispielsweise erstmalig 100% kreislauffähige Produkte angeboten, die besonders schonend zu Haut und Umwelt sind.

Natürlich. Nachhaltig. SPEICK.

Speick_Organic 3.0_DG+BL_still_300

In Zeiten eines wachsenden Nachhaltigkeits-Bewusstseins trifft SPEICK Naturkosmetik den Nerv der Konsumenten. Die Auszeichnungen der vergangenen Jahre, unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, dem CSR-Preis der Bundesregierung oder als „Nachhaltiger Hersteller“ durch die Verbraucher Initiative e.V., bestätigen diese erfolgreiche Unternehmensphilosophie. Ida hat das Thema im Blog schon genau unter die Lupe genommen und beschreibt hier im Detail, was für Speick zum Thema Nachhaltigkeit hinzu zählt.

Geschichte zum Anfassen: Seifenproduktion im Museum

Gründe genug, das 90-jährige Firmenbestehen gebührend zu feiern. So zum Beispiel mit einer fünfwöchigen Sonderausstellung im Stadtpalais Stuttgart: Ab dem 13. September 2018 erhalten die Besucher des Stadtmuseums spannende Einblicke in die Unternehmensgeschichte und die Seifenproduktion. Besonderes Highlight: An den Aktionstagen wird die Seifenproduktion ins Museum verlagert, so dass jeder Besucher seine selbst geschnittene und gestempelte Speick Natural Seife mit nach Hause nehmen kann.

Seifen-Jubilaeum_1_300dpi

Julia, Ida und ich haben uns schon mit dem SPEICK-Team verabredet und möchten gemeinsam die Ausstellung besuchen. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt im Stadtpalais Stuttgart vorbei schauen! Für alle anderen, gibt es hier nochmal die Möglichkeit, hautnah bei der Produktion dabei zu sein…

Eure Jenny

Sprengstoff & Co: Reklamationen bei Speick

Kein Grund zur Beanstandung. So läuft es im Idealfall, wenn ein zufriedener Kunde auf ein funktionierendes Produkt trifft. Aber manchmal sind wir nicht zu 100% glücklich, was eine Verpackung oder einen Duft betrifft. Vielleicht kommen uns auch erst nach dem Kauf Zweifel oder Fragen zu Inhaltsstoffen. Oder ein Produkt hat schlichtweg einen Transportschaden erlitten. Alle diese Umstände können zu Reklamationen führen. Wie so etwas im Alltag abläuft, welche Konsequenzen Beanstandungen haben und welche kuriosen Anfragen manchmal bei Speick im Labor landen, hat mir Susanne Gans verraten.

Natürlich ist es immer Ziel keine oder zumindest wenige Reklamationen zu haben. Was tut Speick in Sachen Qualitätsmanagement, um möglichst zufriedene Kunden (Händler wie Endverbraucher) zu haben?

Susanne Gans, Laborleitung bei Speick Naturkosmetik:

Alle unsere Produkte verlassen unser Haus nur nach eingehender Kontrolle und in einwandfreiem Zustand. Unser lückenloses Kontrollsystem von der Untersuchung der gelieferten Rohstoffe über die Kontrolle der Herstellung bis zur Endproduktkontrolle mit vielen Freigabeschritten garantiert, dass unsere Waren nur so das Haus verlassen wie wir es wollen.

Bevor wir ein Produkt auf den Markt geben wird es natürlich auch in der Anwendung getestet, bei uns durch einen freiwilligen Probandenkreis. Nur bei einer 90% positiven Bewertung hat das Produkt eine Chance auf den Markt zu kommen. Natürlich lassen wir alle für ein Dossier notwendige Testungen durchführen und einen Sicherheitsbericht von einem Sicherheitsbewerter, der alle Parameter von der Exposition bis zu möglichen Kreuzreaktionen bewertet, erstellen. Um uns darüber hinaus abzusichern, lassen wir von allen unseren neuen Produkten ein allergologisches dermatologisches Gutachten erstellen. Nur wenn das Produkt eine 100% Verträglichkeitsrate bei der Testung beim Allergologen an 30 hautempfindlichen Personen aufweist, ist es nach unserer Überzeugung für den Verkauf geeignet.

Wenn es doch mal „zwickt“: Wie geht Ihr mit Reklamationen um? Von welcher Stelle aus werden sie bearbeitet und sind manchmal mehrere Abteilungen an Bord, um Lösungen zu finden?

thought-2123970_960_720

Susanne Gans:

Alle Reklamationen müssen an das Labor gegeben werden. Hier werden sie samt Ergebnissen verwaltet und dokumentiert. Allgemeine Bemerkungen oder Anfragen, wenn jemand irgendetwas nicht gefällt, Qualitätsmängel die das Produkt selbst oder die Verpackung betreffen oder auch Unverträglichkeiten werden ausschließlich vom Labor selbst bearbeitet. Echte Reklamationen werden zudem im Dossier abgelegt. Bei Häufungen muss die Sicherheitsbewertung überdacht werden und wir müssten das Produkt ändern. Das kommt normalerweise Gott sei Dank aber nie vor.

Bei Reklamationen, die die Funktion des Gebindes betreffen, wird auch das Marketing und der Einkauf verständigt. Da aber das Labor sowohl für inhaltliche Mängel als auch für Problemen mit der Verpackung oder bei Unverträglichkeiten verantwortlich ist, bearbeitet das Labor alle eingehenden Reklamationsfälle, da wir diese ja auch speichern. Wir bearbeiten eingehende Reklamationen sofort und antworten innerhalb von 24 Stunden. Wenn eine Fehlersuche länger dauert, oder man die Mithilfe des Kunden benötigt, so bekommt er dennoch innerhalb von 1 Tag eine Rückantwort.

Hand aufs Herz: Wie häufig kommen denn Reklamationen? Dann direkt vom Kunden oder hat eher der Handel Grund für Beanstandungen?

feedback-1825515_960_720

Susanne Gans:

Vom Handel kommen nur ganz selten Reklamationen. Wenn hier reklamiert wird, dann meistens weil es einen Transportschaden gegeben hat.

Die Kunden kommen in der Regel direkt auf uns zu. Das hat im Laufe der Zeit und mit Einführung des Computers sehr zugenommen. Wir müssen zudem von echten und subjektiven Reklamationen unterscheiden. Also wenn ein Kunde die Duschbadflasche nicht auf bekommt oder findet, dass die Speick Seife nicht gut duftet, so wird das von uns alles aufgenommen, bearbeitet und wir antworten – aber das ist kein Grund, dies im Dossier zu hinterlegen.

Klar sammeln wir auch Reklamationsfälle, wie z.B., wenn ein Pumpspender immer wieder nicht richtig sprüht. Wenn dann einmal 30 Reklamationen zusammen kommen, dann muss hier etwas getan werden. Wir haben z.B. einen neuen Spender getestet und verwenden diesen nun anstelle des alten, da die Herstellerfirma den Fehler nicht finden konnte. Da so etwas nicht von heute auf morgen erledigt ist, können hier natürlich auch mal mehr Reklamationen zusammen kommen.

Wir schauen natürlich auch wenn ein Kunde meint, dass das Duschbad zu flüssig ist oder die Creme zu fest oder etwas anders riecht.

Für uns wichtige Reklamationen sind solche, wenn Personen über eine Unverträglichkeit klagen. Hier kontrollieren wir erst einmal ob der Kunde weiß, ob er auf irgendetwas allergisch reagiert, denn man kann im Grunde auf alles allergisch sein.  Wenn da nichts heraus kommt, dann bitten wir darum, dass der Kunde zum Allergologen geht. Über den Verband der alle Allergiefälle sammelt, dem Informationsbund Dermatologischer Kliniken IVDK, schicken wir dem Allergologen dann die Einzelrohstoffe zur Testung. Das gibt dem Kunden die Sicherheit mögliche Allergene zu meiden und uns eine Vorgabe ob irgendwo ein erhöhtes Allergierisiko besteht. Im Jahr bekommen wir vielleicht 2 – 5 solcher Allergieanfragen. Bislang wurde noch keine Allergie auf eines unserer Produkte von Ärzten nach einem solchen Epikutantest bestätigt. Das liegt sicher daran, dass individuelle Allergien oft auch von der Einnahme von Medikamenten, veränderten Essgewohnheiten oder auch von Stress ausgelöst werden.

Kurioses: An welche Reklamation erinnerst du dich besonders gern – und/oder welche hat dir einen echten Schrecken eingejagt?

Susanne Gans:

Einmal hat ein besorgter Kunde an den Vorstand geschrieben und sich beklagt, dass in unserer Speick Seife ja Glycerin drin wäre und er hielt es für den Sprengstoff den James Bond immer benutzt. Ich habe ihm natürlich geantwortet, dass ich seine Frage an das Sprengstoff Expertenteam weiter geleitet habe und habe ihm dann den Unterschied von Glyzerin und Nitroglyzerin erklärt. Natürlich musste ich einräumen, dass James Bond eine Seife als Wurfwaffe hätte benutzen können, mir das aber nicht bekannt sei. Auf mein Angebot auch weitere seiner Fragen zu entschärfen ist er leider nicht eingegangen.

Einmal reklamierte ein Kunde, dass wir Castor Oil einsetzen und er einer Naturkosmetik Firma nicht zugetraut hätte, radioaktives Ölmaterial einzusetzen. Aber auch hier konnte ich den Kunden beruhigen und ihm erklären dass es sich bei Castor Oil um Rizinusöl handelt.

Erschreckt hat mich ein Kunde der im Achselbereich nach Gebrauch unseres Deo Sticks eine starke Rötung bekommen hat. Gott sei Dank stellte sich allerdings heraus, dass er auf mehrere auf der Verpackung gelistete Inhaltsstoffe allergisch reagierte. Leider haben wir darauf keinen Einfluss, wir versuchen aber, den Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen um ein für ihn verträgliches Produkt zu finden.

Vielen Dank, liebe Susanne, für diese Einblicke. Ich finde es ganz toll, dass sich Speick Naturkosmetik selbst bei einem manchmal heiklen Thema wie dem Management von Reklamationen so in die Karten schauen lässt. So eine Art der Abwicklung wünscht man sich doch als Kunde! Und schön, dass auch bei Beanstandungen manchmal einen Grund zum Schmunzeln gibt…

Meine liebste Reklamation habe ich als Auszubildende im Kundendienst eines bekannten Hausgeräteherstellers erlebt. Auf die Frage der Mitarbeiterin am Telefon, wie das defekte Gerät sich denn anhöre, antwortete die Kundin: „Na das klingt, wie wenn meine Oma im Kühlschrank sitzt und schnarcht…“

In diesem Sinne wünsche ich Euch immer positive Erlebnisse mit Euren Einkäufen,

Eure Jenny

(Fotos: pixabay)

Hautschutz oder digitale Diät – was hilft gegen blaues Licht?

UV-Schutz ist wichtig. Das hat mittlerweile wirklich jeder verstanden. Dabei setzen wir uns täglich über viele Stunden hinweg einem anderen Licht aus, welches die Hautalterung ebenfalls negativ beeinflusst: Die Rede ist von sogenanntem Bluelight, wie es Smartphone, Tablet, Laptop und PC ausstrahlen. Das blaue Licht soll die Augen schädigen und den Schlaf-wach-Rhythmus durcheinanderbringen. Laut Dermatologen kann es außerdem bis tief in die Haut eindringen und oxidativen Stress verursachen. Um Knitterfältchen und dem sogenannten „Digital Aging“ vorzubeugen, hilft nur abschalten – oder die richtige Pflege. Susanne Gans aus dem Speick Labor hat mir verraten, was wirkt.

Wir kommen beinahe nicht drum herum: Viel zu sehr ist unser Leben im Job und auch privat von der digitalen Welt geprägt. Wir arbeiten am Bildschirm, nutzen Smartphone und Tablet für diverse Dinge des Alltags, schauen Filme auf modernen LED TVs und machen mit Leuchtstoffröhren die Nacht zum Tag. Blaues Licht ist also allgegenwärtig. Und selbst, wenn wir unsere digitalen Helfer mal bei Seite legen: Auch im Tageslicht kommt das blaue Licht vor. Offiziell wird es als HEV-Licht (High Energy Visible Light) bezeichnet und macht etwa 50 Prozent unseres Sonnenlichts aus. Den Rest teilen sich die bekannten und teils gefürchteten Strahlen von UV‑A und UV‑B (fünf Prozent) sowie das Infrarotlicht (45 Prozent).

Blaues Risiko

office-626094_960_720.jpg

Allgegenwärtig: Digitale Helfer (Foto: pixabay)

Bluelight verursacht zwar keinen Sonnenbrand oder die Entstehung von Hautkrebs, fördert aber wie die UV‑A‑Strahlung vorzeitige Hautalterung und die Entstehung von Pigmentflecken. Und: Es dringt offenbar noch tiefer in die Haut ein und bildet regelrechte Mengen an freien Radikalen. Diese wiederum zerstören Kollagen und Elastin, was der Haut einen Teil ihrer Elastizität nimmt. Und das blaue Licht schwächt sogar die natürliche Barriere der Haut – sie wird so anfälliger für äußere Einflüsse.

ipad-249417_960_720.jpg

Bei Vielen kommen sie sogar mit ins Bett: Smartphone und Tablet (Foto: pixabay)

Ein Stück weit kann unsere Haut sich selbst helfen und ist mit entsprechenden Schutzmechanismen ausgerüstet. Auch eine gesunde Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, kann unterstützen, um den Teint wirksam zu schützen. Trotzdem ist es vor allem die richtige Pflege, die unser größtes Organ gegen Bluelight unter die Arme greift…

Susanne, was braucht die Haut, wenn wir nicht dauerhaft die Möglichkeit haben, eine „digitale Diät“ einzulegen?

Wir haben hierfür zum Beispiel als Rohstoff Ectoin in unserem Speick Thermal Sensitiv Hyaluron Serum. Das Serum ist ein Multitalent, unter anderem mit effektivem Zellschutz vor UVA/UVB, IR-A – und Bluelight.

Klar habe ich den Wirkstoff schon in der INCI entdeckt, weiß aber ehrlich gesagt so gar nicht, was sich eigentlich hinter Ectoin verbirgt…

Holomonas Elongata, genannt Ectoin, ist eines der kleinsten und ältesten Mikroorganismen.

Ectoin ist ein Aminosäurederivat gebildet von Mikroorganismen zum Überlebensselbstschutz in lebensfeindlicher Umgebung (Salzseen, heiße Quellen, Wüsten). Entdeckt wurde es schon1985, hergestellt wird es durch patentierte Bio-Fermentation in Deutschland.

Dieser Extremolyt ist ein Universaltalent, zu dem es unendlich vielen Studien gibt. Gegen Placebo konnte zum Beispiel belegt werden:

speick-thermal-sensitiv-hyaluron-serum-15ml

  • 100 % STOP von UV induzierter Hautschädigung
  • 100 % Schutz und Stärkung des Haut Immunsystems
  • Globaler Zellschutz „ Anti – Photoaging & Anti – Pollution“
  • Faltenreduzierung bis 40 % (nach 4 Wochen)
  • 200 % Feuchtigkeitssteigerung mit Langzeiteffekt (7 Tage)
  • Verringerung der Hautrauigkeit 52 %, 82 % mehr Elastizität (nach 4 Wochen)
  • Reparatur der Hautbarriere (TEWL Reduzierung 24 %) (nach 9 Tagen)
  • Entzündungshemmend, Reizungslinderung (Rötung – 38 %)
  • besser als „Hydrocortison“ (4 Wochen)
  • Schutz vor Hautalterung & DNA Schädigungen
  • Schutz vor UVA/UVB, IR-A und sichtbarem (blauem) Licht

 

Im Bild ein Auszug aus der Studie zu Bluelight:

Studie Blue light

Ectoin kann blaues Licht um über 90% reduzieren! Du kannst also auch mit einem nicht ganz so schlechten Gewissen regelmäßig dein Smartphone nutzen.

Danke, liebe Susanne! Auch wenn ich tatsächlich versuche, die Technik privat so gut es geht ruhen zu lassen, komme ich nicht ganz dran vorbei. Allein beruflich sind es täglich mindestens 4 Stunden, die ich am PC verbringe. Und „verknittern“ möchte ich dabei ja nun auch nicht unbedingt…

Darüber hinaus kann Ectoin wirklich mit einer beachtlichen Liste punkten. Und es ist ja nicht mal der einzige Wirkstoff, den das Serum mitbringt. Zusammen mit Hyaluron und Co. ist die Haut damit wirklich perfekt gegen Umwelteinflüsse und Hautalterung geschützt. Julia, Ida und ich waren im Dreiertest auf jeden Fall begeistert!

Hättet Ihr gewusst, dass Bluelight so allgegenwärtig und tiefenwirksam ist? Wie geht Ihr den blauen Strahlen aus dem Weg oder schützt Euch und Eure Haut davor?

Eure Jenny

 

 

 

Zu Besuch bei Speick: Ida, Julia und Jenny auf Tour

Trotz Entfernung immer in Kontakt: Auch wenn Telefon, E-Mail und Co. heute fast alles möglich machen, ist es immer wieder schön, wenn das ganze Blog Team mal persönlich zusammentrifft. Und wenn die Location dann noch das Zuhause von Speick Naturkosmetik ist, heißt es nicht nur Austauschen, Ideen schmieden und Lachen, sondern auch hinter die Kulissen schauen – und sogar selber rühren. Ende April haben Julia, Ida und Jenny die Reise nach Leinfelden angetreten und einen tollen Tag zusammen verbracht. Hier erfahrt ihr, was sie beim Rundgang alles entdeckt haben und welche Ideen dabei für den Speickblog entstanden sind. Neugierig?

speick-april-2018_julia-keith

Zu sechst „unter der Haube“: Idas Eindrücke vom Rundgang

Schon seit langem habe ich mich darauf gefreut, das Speick-Blog-Team endlich einmal wieder live zu sehen, anstatt Emails auszutauschen oder zu telefonieren. Also auf nach Leinfelden! Die Freude über das Wiedersehen mit Anke und Gudrun von SPEICK und meinen Blogger-Kolleginnen Julia und Jenny ist groß. Geschäftsführer Wikhart Teuffel heißt uns nicht nur persönlich willkommen, sondern stellt uns außerdem seinen Sohn Valentin Teuffel vor, der ebenfalls zum SPEICK-Team gehört und mit uns gemeinsam den Tag verbringt. Zu sechst starten wir mit einem Rundgang. Ausstaffiert mit Schutzkittel, Haube und Schuhüberziehern geht es ins lichtdurchflutete Labor, in das wir allerdings nur einen kurzen Blick werfen. Anke und Gudrun tuscheln vor sich hin, denn hier wartet später wohl noch eine Überraschung auf uns – wir sind gespannt!

Weiter geht es in die Produktionshallen, in denen heute allerdings Ruhe herrscht: Wir sehen die riesigen Behälter, in denen die beliebten Cremes, Duschgele, Deos etc. hergestellt werden, erfahren, wo der Alkohol lagert (vergällt, deshalb nicht für spontane After-Work-Partys geeignet) und wo die Rasiercreme noch mehrere Wochen ruhen darf. Und überall liegt der wohltuende Speick-Duft in der Luft!

Ein Stockwerk höher geht es deutlich geschäftiger zu, hier rattert gerade das SPEICK Natural Deo Dusch über das Fließband und wird abgefüllt, etikettiert und kartonweise verpackt.

Auch nebenan ist die Produktion in vollem Gange, wir können den Weg der Arztseife nachvollziehen – von den großen Säcken voller Seifenspäne über die Presse für die Seifennudeln bis hin zum Fließband, auf dem die Seifenstränge entlangrattern, ehe sie stückweise in ihre finale Form gebracht und maschinell verpackt werden. Ganz ohne Handarbeit geht es aber auch hier nicht – die Kartons werden von Hand geschlossen und gestapelt.

speick lager ida könig

In der angrenzenden Lagerhalle wird mir einmal mehr die Größe und Vielfalt des SPEICK-Sortiments bewusst und Valentin Teuffel, Gudrun und Anke plaudern ein bisschen aus dem Nähkästchen der SPEICK-Geschichte: Wusstet ihr zum Beispiel, dass es mal eine Serie mit Produkten für Babys gab? Und kennt von euch noch jemand die SPEICK Woman Produkte?

Mit dem Speick-Duft in der Nase verlassen wir kurzzeitig das Firmengelände und machen uns auf den Weg zur Eselsmühle im Siebenmühlental. Wir haben Glück, denn das Wetter meint es ausgesprochen gut mit uns, so dass wir auf der Terrasse der Mühlenstube bei Sonnenschein und Fliederduft feinstes Schwäbisches Essen in Bio-Qualität genießen können, während wir die letzten Monate und Blogbeiträge Revue passieren lassen und gemeinsam Ideen schmieden – denn bald bricht schon unser drittes gemeinsames Blogjahr an!

Im Rührfieber: Mit Julia im Labor

Nach der Führung durch das Speick-Werk und dem Mittagessen dürfen wir dann selbst ran. Im Labor hat Lena für uns eine Überraschung vorbereitet: Jeder darf sein eigenes Lieblingsduschgel herstellen! Auf dem Tisch stehen schon die Duschgelbasis und sieben verschiedene Düfte bereit. Bevor wir loslegen, schlüpfen wir alle wieder in weiße Kittel. Und dann schuppern wir erst mal alle an den Duftfläschchen; für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ich entscheide mich für Duft Nummer zwei, ein frisch-krautiger Duft, der gut zum kommenden Sommer passt.

Mithilfe einer Waage gießen wir vorsichtig 300gr in ein Glasbehältnis. Mit einer Pipette geben wir dann die Parfümmischung dazu, die sich aus rein ätherischen Ölen zusammensetzt. Nun wird alles mit einem Glasstab verrührt. Spannend: Manche Parfümmischungen sorgen dafür, dass sich die Textur des Duschgels ein bisschen verändert! Solche Feinheiten aus dem Labor finde ich immer besonders spannend. Schließlich füllen wir das Duschgel in einen Duschgelflakon, der zum krönenden Abschluss noch mit einem individuellen Aufkleber versehen wird (auf dem Foto könnt ihr unseren fertigen Produkte sehen).

lieblingsduschgel-speick_julia-keith

Da ich mit dem Zug angereist bin, muss ich unser Treffen pünktlich verlassen. Ohne einen Besuch des Speick-Shops kann ich aber nicht gehen! Dort gibt es das vollständige Sortiment von Speick zu entdecken – es duftet dort wie im ganzen Gebäude von Speick ganz herrlich nach den Speick-Produkten. Mitgenommen habe ich mir aus dem Shop eines meiner Lieblingsprodukte, das Mizellenwasser. Und dann muss ich mich schon von allen verabschieden und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen!

Jennys Kuriositätenkabinett

Auch ich konnte natürlich nicht umhin, neben meinem ganz persönlichen Duschgel (parfümiert mit Sanddorn-Orangen-Duft) ein paar Lieblinge aus dem Speick-Shop mit nach Hause zu nehmen. Shampoo und Conditioner müssen mit! Ansonsten habe ich jede Menge Eindrücke, Notizen und Ideen im Gepäck…

Kurios fand ich zum Beispiel, dass die Speick Rasiercreme mit einem Teigrührgerät verarbeitet wird. Ein wenig wie in der Bäckerei schaut das aus – aber höchst professionell. Beim Mischen im Labor habe ich gelernt, dass bei gleicher Rezeptur bereits die Wahl des Parfümöls einen großen Einfluss auf die Viskosität haben kann. Auch interessant: Der Alkohol wird bei Speick zum Beispiel mit Lavendelextrakt vergällt, so bleibt der Rohstoff natürlich, obwohl er Zusätze bekommt. Und: Es gibt praktisch keinen Papiermüll. Denn alles, was an Kartonagen und Co. wiederverwendet werden kann, wird es auch.

Zukunftsmusik

In Sachen Themenplanung werden wir ein paar Dinge rund um das Jubiläum „90 Jahre Speick“ für Euch vorbereiten und auch unser Blog feiert bald seinen immerhin zweiten Jahrestag. Ihr dürft gespannt sein!

Instagram_90Jahre_1080x1080.jpg

Natürlich werden wir uns künftig weiter eng mit den Speick Insights austauschen und den Kreis vielleicht sogar erweitern: Wir haben beschlossen, auch das Vertriebsteam mal zu Wort kommen zu lassen, zum Beispiel was das neue Elektroauto betrifft, mit dem die Geschäfte besucht werden. Mit Susanne und Lena aus dem Labor geben wir Euch demnächst ein paar Einblicke in die Konservierung von Naturkosmetik. Und: Wir überlegen, den Speickblog hier und da mit Bewegtbildern zum Leben zu erwecken. Hättet Ihr Lust auf kurze Videos? Oder gibt es Themen, die Ihr bislang vermisst?

Euer hochmotiviertes Team, noch voll mit Eindrücken von diesem grandiosen Besuch

Ida, Julia und Jenny

 

 

Auf den letzten Drücker – Restentleerbarkeit bei Speick

Der Alptraum schlechthin: Es ist Wochenende, die Lieblingscreme geht zur Neige und man hat vergessen Ersatz einzukaufen. So ging es mir vor ein paar Wochen mit meiner SPEICK Natural Intensivpflege… Was mich aber tatsächlich noch über ein paar Tage hinweg rettete, war die enorm gute Restentleerbarkeit der Alu-Tube. Buchstäblich bis zum letzten Tropfen presste ich meine Creme Rich aus den letzten Winkeln heraus. Klar war ich froh, dass es klappte. In Gedanken an meinen Beitrag zu den verschwiegenen Geheimnissen bei Speick Naturkosmetik ratterte es aber in meinem Kopf. Ob das Zufall sein konnte, oder wieder einmal Bestandteil der nachhaltigen Philosophie des Unternehmens ist?

Zurück am Schreibtisch schrieb ich gleich an Anke aus dem Speick Insights Team. Wahrscheinlich musste sie Lachen über meine Frage… Und Ihr ahnt es bereits: Nichts ist Zufall:

Anke Boy: „Die Restentleerbarkeit von Packmitteln wird bei uns auf „Herz und Nieren“ geprüft – klar, ist ja nicht nachhaltig, wenn die Hälfte in der Packung verbleibt.“

Eigentlich logisch. Aber hoch interessant, was da noch so dahinter steckt. Anke verwies mich an die Spezialistinnen im Labor und so hatte ich wieder einmal das Vergnügen, die liebe Susanne zu löchern:

Bevor wir zu den tollen Tuben kommen – was ist eigentlich mit dem Klassiker: Cremes im Tiegel?

Susanne Gans: „Tiegel gibt es bei uns überhaupt nicht, und zwar aus hygienischen Gründen. Auch wenn sie in Glas einige Vorteile bei der Produktstabilität durch Lagerung und bei der Entleerbarkeit hätten. Bei Naturkosmetik wird auf Konservierungsstoffe möglichst verzichtet und ist viel anfälliger als konventionelle Kosmetikprodukte. Leider bringt man mit jeder Entnahme neue Keime in das Produkt und das kann die Haltbarkeit natürlich drastisch verkürzen. So kann eine noch so gute Creme schlecht und unbrauchbar werden. Alles was mit möglichst wenig Haut in Berührung kommt, hat so den Vorzug.“

Zum Glück gibt es Alternativen. Besonders beliebt sind hygienische Spender. Wie schaut es da in Sachen Entleerbarkeit aus?

Spender

Body Oil, Reinigungsschaum und Serum in verschiedenen Spender-Varianten.

Susanne Gans: „Besonders gut und quasi vollständig kann der Reinigungsschaum mit der Pumpe entleert werden. Auch beim Körperöl bleibt beinahe nichts übrig (maximal 0,8 ml). Die kleine Restmenge man aber wenn man aufschraubt ebenfalls einfach heraus bekommen. Den Serum Spender mag ich persönlich gerne, da man hier sehr gut auch kleine Mengen dosieren kann und der Inhalt durch den Pumpmechanismus gut vor Keimen geschützt ist. Die Entleerbarkeit ist auch sehr gut, da durch Unterdruck ein Zweitboden angezogen wird und alles Serum in den Spender gedrückt wird, wie von Zauberhand…“

Sichtstreifen

Der praktische Sichtstreifen gibt Einblick, wie viel noch in der Hülle steckt.

Was auch prima klappt: Auf die Tube drücken. Hab ich selbst erfolgreich ausprobiert.

Tube Metall

Die Alutuben – echte Helden in Sachen Entleerbarkeit.

Susanne Gans: „Das kommt darauf an. Die Alutubenentleerung ist gut, aber abhängig von der Entleerungstechnik. Besonders gut und fast vollständig lassen sich die Alutuben entleeren, wenn man diese aufwickelt. Mit unseren PE Tuben hatten wir da schon mehr Probleme: Wir wollten die schulterlosen Verschlüsse nehmen, um Verschlussmaterial zu sparen. Das hat aber der Restentleerbarkeit geschadet: Durch Stabilisierungsstege innen blieb viel Medium in der Tube zurück. Nun haben wir Tuben mit aufgeprellten Verschlüssen ohne Stege, in denen fast jedes Medium gut nach unten läuft und auch nahezu alles entnommen werden kann. Der Trick dabei ist, die Tube auf dem Kopf stehend zu lagern.“

Tube Plastik

Die PE Tube mit transluzenter Hülle und Verschluss ohne Steg.

Fazit: Auch auf die Technik kommt es an

Die clevere Verpackung ist also das eine. Oft ist es aber auch eine Frage der Technik, ob der Verwender alles heraus bekommt. Restentleerbarkeit hat demnach eine gewisse Individualität. Danke, liebe Susanne, für die Einblicke in Eure Verpackungskonzepte!

Damit es nicht – wie bei mir – auf den letzten Drücker zum Einkaufen geht, helfen transluzente Verpackungen dabei zu sehen, wie viel noch an Inhalt enthalten ist. Und auch an einer Alutube erkennt man deutlich, wenn ihr Inhalt zur Neige geht. Grundsätzlich habe ich meine Lieblingsprodukte (bis auf dieses Mal) eh immer auf Vorrat zuhause. Höchste Zeit, den wieder aufzustocken…

Eure Jenny

 

Gesichter 2018 – Schön. Voller Lebenskraft.

Bereits seit 2008 verfolgen wir nachhaltig den Weg, authentische Menschen für unsere eigene Bildwelt zu fotografieren. Nach mehreren Fotoshootings in unserer Region Stuttgart haben wir uns dieses Mal den Herzenswunsch erfüllt, in der Heimat unserer Speick-Pflanze, im UNESCO Biosphärenpark Nockberge zu fotografieren. Der Windebensee an der Nockalmstraße hatte als Location fast alles zu bieten, was wir uns gewünscht hatten. Eine Neuerung: Christel und Stefan haben wir aus dem Bestandsteam mitgenommen. Dazugekommen sind Franzi und ein weiterer Stefan, die beide etwas jünger sind. So möchten wir den Generationentransfer unserer Marke Speick transportieren. Alle vier sind wunderbare Charaktermenschen.

0900_BRF0758_300dpi

 

Wie immer, sind unsere Protagonisten nachhaltig gekleidet – dieses Mal mit Kleidung der Marken Eyd (eydclothing.com) und Vaude (vaude.com/de). Es ist immer wieder eine schöne Erfahrung, auch in solchen Bereichen mit Partnern zusammen zu arbeiten, die unsere nachhaltigen Grundsätze teilen. Mit vielen wunderbaren Kleidungsstücken ausgestattet, haben wir arbeitsreiche und fröhliche – zusammen mit unserem höchst kreativen Fotografen, der Stylistin und den beiden unverzichtbaren Kolleginnen aus unserer Partneragentur – vier Tage in der Speick-Heimat verbracht. Erholen konnten wir uns jeden Abend in unserem Partnerhotel vor Ort, dem Superior Refugium Kirchheimerhof, Bad Kleinkirchheim. Einer der schönsten Wellnessbereiche und die exklusive Küche haben uns alle täglich neu beflügelt.

0116_BRF9870_300dpi

Warum machen wir das?

Wir möchten rund um das Thema „Zertifizierte Naturkosmetik“ ganzheitlich nachhaltig agieren. Und unsere Fotoshootings folgen der logischen Konsequenz daraus. Unsere Protagonisten sind jedes Mal mit viel Herzblut und Einsatz dabei. Das macht bei aller Arbeit auch wirklich Spaß. Unsere Marke Speick wird glaubwürdig unterstrichen, und jedes unserer Fotos sagt aus: Schön. Voller Lebenskraft.

0987_BRF0849_300dpi

Die neue Bildwelt präsentieren wir rechtzeitig zu unserem 90-jährigem Firmenjubiläum 2018. Wie findet Ihr die Aufnahmen?

Eure Gudrun & Anke

PS: Wenn Ihr möchtet, schnuppert doch auch in die kurzen Bewegtbilder hinein – wir hatten jede Menge Spaß, wie man sieht 🙂

WILLKOMMEN zur YogaWorld Stuttgart

WILLKOMMEN an unserem Messestand! Vom 06.- 08. April 2018 lädt die YogaWorld in Stuttgart im Rahmen der Frühjahrsmessen zu Deutschlands größtem Yoga-Event ein. Drei Tage lang dreht sich alles rund um Yoga und Ayurveda.

Und an unserem Stand Nr. 2EO6 heißen wir von SPEICK Naturkosmetik Euch „WILLKOMMEN IM WOHLFÜHLBEREICH“. An unserem schönen Eck-Stand – wir sind sicher nicht zu übersehen – könnt Ihr unsere veganen, COSMOS-zertifizierten Produkte in aller Ruhe testen, daran schnuppern und Euch beraten lassen. Wir nehmen uns gerne Zeit und freuen uns schon sehr auf Euch!

Anzeige.jpg

Warum eigentlich SPEICK Naturkosmetik und Yoga, warum Yoga und Naturkosmetik?

Gesundheitsbewusstsein und Kosmetik sind ja kein Widerspruch, ganz im Gegenteil: Gerade die Naturkosmetik leistet ihren wichtigen Beitrag als ganzheitliche Körperpflege. Und gerade Yogaübende, die sehr bewusst etwas Gutes für sich und ihren Körper tun wollen, achten bei der Wahl von Körperpflege ganz besonders auf natürliche und gesunde Inhaltsstoffe.

Wer SPEICK Naturkosmetik verwendet, muss sich keine Sorgen machen – wundervolle Köstlichkeiten aus der Natur sind unser Geheimrezept.

Bis nächste Woche!

Eure Anke

 

Location und Öffnungszeiten:

YogaWorld

Landesmesse Stuttgart // Messepiazza 1 // 70629 Stuttgart

Freitag, 06. April 2018
10:00 – 18:00 Uhr

Samstag, 07. April 2018
10:00-18:00 Uhr

Sonntag, 08. April 2018
10:00-18:00 Uhr