Beauty-Vorsätze fürs neue Jahr: Zero Waste im Badezimmer

Ein frohes und gesundes neues Jahr wünsche ich euch! Wie haltet ihr es mit Vorsätzen zum Jahreswechsel? Ich bin ja persönlich kein Fan von utopischen Vorhaben, die schon am 3. Januar wieder aus dem Gedächtnis verschwunden sind. Aber für 2018 habe ich mir doch ein paar Dinge vorgenommen, die ich langfristig umsetzen möchte. Dazu gehört unter anderem auch, dass ich im Badezimmer noch mehr darauf achten möchte, Müll und speziell Plastik zu reduzieren. So richtig „Zero Waste“ wird mein Badezimmer wahrscheinlich nie sein, aber mit dem Grundgedanken hinter der Bewegung – eben Müll so gut es geht zu reduzieren – kann ich mich identifizieren. Nun muss man dafür nicht gleich alle Kosmetikprodukte ab heute selber herstellen. Es gibt durchaus auch alternative Wege, um Plastik und Co. den Kampf anzusagen und gleichzeitig den Komfort gebrauchsfertiger Produkte zu nutzen. Das sind meine persönlichen 5 Strategien dafür:

Strategie Nr. 1: Auf langlebige Accessoires umsteigen

Wer seinen Plastik- und Müllanteil im Badezimmer dauerhaft reduzieren möchte, kann das mit ganz einfachen Maßnahmen bereits wirkungsvoll tun. Wie häufig landen beispielsweise Wattepads nach einmaligem Gebrauch im Müll? Wiederverwendbare, waschbare Pads aus Baumwolle sind da eine gute Alternative. Eine sinnvolle Investition kann zum Beispiel auch ein Rasierhobel sein, der mit Metallklingen, die in schlichten Papiersachets verpackt sind, deutlich weniger Plastikmüll verursacht als gängige Klingen, die nicht nur selbst zum Teil aus Plastik bestehen, sondern in aller Regel auch noch erheblichen Verpackungsmüll verursachen. Ich möchte meinen Rasierhobel nicht mehr missen! Die Anwendung fand ich übrigens schon nach wenigen Versuchen (natürlich mit dem SPEICK Men Rasierschaum) genauso komfortabel wie mit „modernen“ Rasierern.

Strategie Nr. 2: Nachwachsende Rohstoffe wählen

Klar, viele Produkte im Badezimmer verursachen Müll. Doch wenn schon Verpackungen und Helferlein in den Mülleimer wandern, dann doch wenigstens aus nachwachsenden Rohstoffen. Zahnbürsten aus Bambus oder Wattestäbchen aus Baumwolle sind dabei fast schon ein alter Hut. Doch auch Cremes, Lotionen und Co. müssen nicht in ein kurzlebiges Plastikgewand gehüllt werden. So zeigt beispielsweise die Organic 3.0 Serie von SPEICK, dass es auch anders geht: die Verpackung aus Polyethylen basiert ebenfalls auf einem nachwachsenden Rohstoff, nämlich Zuckerrohr, und ist komplett kreislauffähig. Wie komplex das Thema umweltfreundlicher Kosmetik-Verpackungen ist, erfahrt ihr ausführlich in diesem Blogbeitrag.

Strategie Nr. 3: Auf Klassiker der Körperpflege setzen

Klassiker der Körperpflege? Na, damit kann natürlich nur Seife gemeint sein! Seife ist aus Zero Waste Sicht so ein tolles Produkt: abgesehen vom Umkarton aus FSC-zertifiziertem Karton kommen die SPEICK-Seifen ohne jegliche Verpackung aus und bereichern so jedes plastikfreie Badezimmer. Seife ist außerdem äußerst ergiebig in der Anwendung und verbraucht sich so sehr langsam im Vergleich zu Duschgel und Co., so dass sie nicht so schnell nachgekauft werden muss. Außerdem lässt sie sich vielseitig anwenden – zum Duschen, Baden, Händewaschen, … (und sogar als Weihnachtsdeko).

Strategie Nr. 4: Multitalente nutzen

Wo wir gerade bei vielseitig anwendbaren Produkten sind: Multitalente, wie Jenny, Julia und ich sie euch bereits vorgestellt haben, sind auch eine gute Möglichkeit, um Abfall im Bad zu reduzieren. Wenn eine Creme gleichzeitig als Gesichtsmaske angewendet werden kann, das Körperöl sich auch als Zusatz für ein Fußbad eignet oder das Serum sich als Geheimtipp für die Handpflege entpuppt, können die Kosmetikbestände im Badezimmer gering gehalten werden. Das spart Platz und Müll (und schon nebenbei bemerkt auch den Geldbeutel).

Strategie Nr. 5: Mit Köpfchen online kaufen

Online-Shopping und Zero Waste – ist das nicht schon ein Widerspruch in sich? Sicher, beim Online-Kauf von Kosmetik fällt auf jeden Fall Müll in Form von Versandkartons, Füllmaterial, ggf. beiliegender Rechnung etc. an. Deshalb lohnt es sich aus meiner Sicht, den Kopf dabei einmal mehr einzuschalten, während der Warenkorb virtuell gefüllt wird. Eine Bestellung auslösen, nur um ein einzelnes Exemplar eines Lippenbalsams zu erhalten? Eher keine so gute Idee. Da lohnt es sich doch eher, Dinge des täglichen Bedarfs als Bündel zu bestellen, damit Nutzen und umweltrelevanter Aufwand halbwegs in einer akzeptablen Relation zueinander stehen. Auch eine Maßnahme: Online-Shops nutzen, die auf umweltfreundliches Verpackungsmaterial Wert legen. Im Interview haben Jana und Alexander, die Inhaber von Speickshop.de, euch verraten, wie sie das managen: der Versand der Produkte erfolgt durch DHL GoGreen, das Füllmaterial für die Kartons besteht aus Maisstärke und selbst das Klebeband haftet dank umweltfreundlichem Kleber aus Kartoffelstärke. So shoppt es sich auch online ein kleines bisschen „grüner“.

Welche weiteren Maßnahmen ergreift ihr, um Müll und Plastik im Badezimmer zu reduzieren?

Bis bald,

Eure Ida

Hinter den Kulissen von Speickshop.de

Wer sich die Produkte von SPEICK Naturkosmetik ins Badezimmer holen möchte, hat dafür viele Möglichkeiten – vom klassischen Drogeriemarkt über gut sortierte Bioläden bis hin zu verschiedenen Online-Händlern (oder vielleicht heute auch der Blick in den Nikolausstiefel?). Unter Speickshop.de findet ihr das gesamte Speick-Sortiment, das in die ganze Welt seinen Weg findet. Im Interview lernt ihr die beiden Inhaber, Jana und Alexander Heigold, und ihre Arbeit rund um Speickshop.de näher kennen.

Jana und Alexander Heigold, Inhaber von Speickshop.de

Liebe Jana, lieber Alexander, stellt euch doch unseren Lesern kurz mit jeweils fünf Worten vor.

Jana: Familie, Garten, Kaffee, Kunst, Fotografie

Alex: Familie, Fotografie, Informationstechnologie, Kaffee, Bio

Ihr seid seit 2010 Inhaber von Speickshop.de und versendet SPEICK-Produkte in die ganze Welt. Wie kam es dazu?

Diese Frage bekommen wir sehr häufig gestellt. Wir haben 2009 eine Überlegung gestartet. wie wir „nebenher“ ein kleines Geschäft eröffnen könnten. Kurz vor der Vivaness 2010 ist uns eingefallen, dass Alex’ Vater seit mehreren Jahrzehnten Speick-Fan ist. Wir haben uns die Produkte näher angesehen und kamen zum Entschluss, dass diese traditionellen, sehr hochwertigen Produkte im Internet einen Platz benötigen „wo man sie alle bekommen kann“. Also fragten wir Alex’ Papa, ob er, da er sowieso jährlich auf der Biofach/Vivaness zu Gast ist,  mal bei Herrn Teuffel anklopfen kann, wie er zu einem „reinen“ Speick Naturkosmetik Onlineshop steht. In unserem jugendlichen Leichtsinn und voller Hoffnung haben wir schon vorher die Domain speickshop.de reserviert. Herr Teuffel zeigte sich positiv gegenüber unserer Idee und nickte das Projekt telefonisch mit uns ab. Seit März/April 2010 beliefern wir also mehrere tausend Kunden jedes Jahr mit Speick-Produkten auf dem gesamten Globus.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei euch aus? Welche Aspekte mögt ihr an eurer Arbeit ganz besonders?

Einen Onlineshop zu führen ist eine sehr komplexe Tätigkeit. Wir geben euch daher einen Überblick eines durchschnittlichen Arbeitstages von uns beiden.

Zu allererst läuft die Kaffeemaschine ;-). Dann geht Alex gegen 7 Uhr aus dem Haus. Er ist nämlich hauptberuflich als IT Systemadministrator bei einem Unternehmen angestellt. Seit dem 14.10. diesen Jahres bestimmt unsere Tochter, wann Jana mit dem Versorgen des Onlineshops beginnt. Meistens jedoch werden am Vormittag die Aufträge gedruckt, Zahlungen abgeglichen und neue Ware bei Speick bestellt. Am Nachmittag werden schon die Produkte für die Aufträge bereit gelegt und die Pakete gepackt. Diese müssen bis 15 Uhr für den DHL-LKW bereit stehen. Während der eigentlichen Arbeit – das Paketepacken – trudeln von Irene, Alex’ Mama, die telefonischen Bestellungen per Fax ein. Diese werden von Hand in unserem System erfasst, sodass sie auch pünktlich das Haus verlassen können. Und schon kommt um 15 Uhr der DHL-LKW und nimmt die Pakete für das DHL Versandzentrum mit.

Am Abend, nach Alex’ Hauptjob, werden die Kundenanfragen, die nicht direkt eine laufende Bestellung betreffen, beantwortet und versorgt. Daher kann es hier hin und wieder zu sehr späten Uhrzeiten kommen – was für uns nicht als negativ angesehen wird; wir beantworten diese Emails immer mit Freude und meist miteinander.

Ja, eigentlich war das ein grober Überblick unseres durchschnittlichen Tages. Dinge wie Marketing, Steuerberater und sonstige Behörden würde ich jetzt einmal als Sonderfälle einstufen. 😀

Welches sind die größten Herausforderungen dabei, die SPEICK-Produkte an den Mann bzw. die Frau zu bringen?

Die größte Herausforderung ist tatsächlich das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und diese für unseren Onlineshop zu begeistern. Alleine durch die offene Art und Weise, wie wir den Onlineshop gestaltet haben, holen wir schon 95% der Kunden ohne weitere Hilfe direkt über den Shop ab. Es gibt hin und wieder die Meldung, dass Kunden mit unserem Onlineshop nicht klar kommen. Für uns nicht besonders verwunderlich, es gibt tausende unterschiedliche Onlineshops im Internet. Obwohl diese Rückmeldungen Ausnahmen sind, tun wir alles dafür, dass der Onlineshop benutzerfreundlich bleibt und verbessert wird. Die Kunden sind es gewohnt, teilweise bei anderen großen Versandhäuser zu bestellen. Neben diesen Shops am Markt zu stehen ist nicht einfach, jedoch möglich. Wir punkten sicherlich nicht mit Speick Produkten zu Dumpingpreisen oder Versandkostenfrei ab dem ersten Euro, sondern wir achten auf einen persönlichen Kundenservice, nachhaltigen Versand und faire Arbeitsbedingungen für uns selbst. Unsere Kunden finden zu uns weitestgehend über Google, denn hier schalten wir fleißig Werbung mit dem Suchwort „Speick“. Auch der Hersteller unseres Produktsortiments SPEICK Naturkosmetik ist im Bereich Marketing sehr professionell vertreten und aktiv – dies hilft uns natürlich auch unheimlich.

Nachhaltigkeit wird bei SPEICK Naturkosmetik groß geschrieben (ich habe erst kürzlich in einem Blogbeitrag Einblicke in die CSR bei SPEICK gegeben). Inwiefern spielt Nachhaltigkeit bei euch eine Rolle?

Für uns ist es selbstverständlich, diese Maßnahmen zu ergreifen. Wir versenden ausschließlich per DHL GoGreen (soweit seitens DHL die Möglichkeit besteht), bringen unsere Kartonagen zu einer Fabrik, wo diese zu Pappen weiterverarbeitet werden und nutzen ausschließlich Füllmaterial, das entweder aus Maisstärke besteht oder wir von Lieferanten erhalten haben. Sogar unser Klebeband ist aus Papier und der Kleber hierfür aus Kartoffelstärke.

Was sind eure persönlichen Lieblingsprodukte von SPEICK?

Alex: Speick Men Duschgel für Haare und Körper, Speick Natural Aktiv Shampoo Regeneration und Pflege und Speick Men Deo Spray.

Jana: Speick Natural Deo Spray, Speick Thermal Sensitiv getönte Tagescreme dunkel und das Speick Natural Shampoo Glanz & Volumen.

Zu guter Letzt: Was waren eure Highlights 2017 im Speickshop und worauf freut ihr euch schon jetzt für das kommende Jahr?

Wir freuen uns über jeden Auftrag – jedoch war das Highlight 2017, dass wir besonders viele Bestellungen Übersee verschicken durften. So haben wir Speick-Fans z.B. in Hong Kong, Australien, Laos, USA oder in Kanada begeistern können.

Im nächsten Jahr freuen wir uns ganz besonders auf die Vivaness im Februar und auf eventuelle, neue Produkte von SPEICK Naturkosmetik. In 2020 feiern wir schon unser zehnjähriges Bestehen – hier möchten wir schon nächstes Jahr überlegen, wie wir dieses feiern können.

VIelen Dank für die Einblicke hinter die Kulissen von Speickshop.de, Jana und Alexander!

Bis bald,

Eure Ida

Clean Labelling: glutenfrei, laktosefrei, vegan

Fachchinesisch kann ganz schön lästig sein. Zwar müssen die Inhaltsstoffe von Kosmetik gesetzmäßig auf der Verpackung deklariert werden, aber durchschaubar sind die Auflistungen dennoch nur bedingt. Wer kennt schon die INCI-Sprache genau? Insbesondere, wenn man auf bestimmte Stoffe verzichten will, heißt es oft mühsam nachschlagen. Bei wunschgemäß veganen, glutenfreien oder laktosefreien Rezepturen, freut man sich über deutliche Hinweise vom Hersteller. Dieses Clean Labelling findet man zum Beispiel bei Speick Naturkosmetik.

In der EU müssen alle Inhaltsstoffe eines Kosmetikproduktes vollständig angegeben werden, und zwar nach festgelegten Richtlinien in einer Fachsprache aus Englisch und Latein. Mit dieser INCI-Liste (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients), kann man viel über ein Produkt erfahren – wenn man sie versteht.

Klare Ansage

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Clean Labelling schafft ein Stück weit Abhilfe: Dank der deutlichen Kennzeichnung mittels Label oder Aufschrift können wir vegane, laktose- oder glutenfreie Produkte auf den ersten Blick erkennen, ohne die INCI zu durchforsten und übersetzen zu müssen. Dabei geht es nicht darum, dass tierische Rohstoffe, Milchzucker und Gluten grundsätzlich vermieden werden sollten, sondern es jenen Menschen, die eben genau darauf besonderen Wert legen, leichter zu machen.

Ob aus Überzeugung oder wegen Allergien und Unverträglichkeiten: Gründe für den Verzicht gibt es viele. Und anstelle ihn auf die Ernährung zu beschränken, wird daraus oft eine komplette Lebensweise, die unter anderem eben auch die Kosmetik mit einbezieht.

Megatrend vegane Kosmetik

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Den veganen Beauty-Trend haben wir im Blog schon einmal näher unter die Lupe genommen. Bei Laktose und Gluten zeichnet sich nun eine ähnliche Entwicklung ab: Genau wie auf tierische Rohstoffe, wird auf die beiden Zutaten gerne verzichtet.

Laktose: Die Milch macht‘s

Warum steckt Laktose eigentlich in Pflegeprodukten? Sie wird Kosmetik zugesetzt, da sie herausragende, pflegende Eigenschaften besitzt. Zum Beispiel enthält sie Feuchtigkeit spendende Proteine und einen hohen Anteil leistungsstarker Anti-Aging-Wirkstoffe. Milcheiweiß besteht zudem aus vielen verschiedenen Aminosäuren, die für ihre hautschützende Wirkung bekannt sind.

Und wo liegt das Problem? Eine Laktoseintoleranz bedeutet, dass der Körper keinen Milchzucker verträgt. Oft kommt es zu Verdauungsstörungen in Verbindung mit Bauchschmerzen, Magenkrämpfen, Durchfall und Völlegefühl. Der Körper kann über die Nahrung aufgenommenen Milchzucker schlichtweg nicht verarbeiten.

Eine Spur genügt: Gluten

Bei einer Glutenunverträglichkeit, im Fachjargon Zöliakie, führt das in den üblichen Getreidesorten Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste enthaltene Klebereiweiß Gluten häufig zu Durchfall. Im Gegensatz zur Laktose, bei der bestimmte Mengen nötig sind, um Reaktionen auszulösen, machen schon kleinste Spuren davon Patienten zu schaffen. Glutenhaltige Bestandteile von Kosmetik sind zum Beispiel Weizenkleie-Extrakt, stärkendes Weizenprotein und pflegendes Weizenkeimöl.

Ist Verdauung auch Hautsache?

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In der Regel kommen Inhaltsstoffe über Kosmetik nicht ins Verdauungssystem und können so auch keine Beschwerden verursachen. Außer, sie gelangen über den Mund in den Magen-Darm-Trakt. Bei Erwachsenen können insbesondere Gesichtscremes, Gesichts-Reinigungsprodukte und vor allem Lippenpflege ein Risiko darstellen. Eltern mit erkrankten Kindern sollten selbst bei Badezusätzen und anderen Hautcremes vorsichtig sein – hier wird einfach viel schneller mal ein Produkt in den Mund genommen.

Ein gewisses Risiko bei Unverträglichkeiten besteht also. Hinzu kommt der psychologische Aspekt und der persönliche Anspruch aus den verschiedensten Gründen grundsätzlich gluten- oder laktosefrei zu leben. Speick Naturkosmetik unterstützt mit Clean Labelling diese Philosophie.

Für Gudrun Leibbrand aus dem Marketing eine klare Sache:

„Wir haben den Anspruch, alle so umfassend wie nur möglich zu informieren. Und dann gehört der Hinweis einfach mit auf die Packung bzw. in die Kommunikation. Das wiederum hat etwas mit der Wertschätzung der Konsumenten zu tun. Und das ist auch ein Teilchen unseres Mottos ‚ganzheitlich nachhaltig‚“.

Die Kennzeichnung hat also durchaus ihre Berechtigung, auch wenn zwischen der Verdauung und der Anwendung auf der Haut kein unmittelbarer Zusammenhang besteht.

Darüber hinaus ist übrigens auch der Hinweis „dermatologisch allergologisch getestet“ auf den Speick-Produkten zu finden und natürlich das Label für kontrollierte Naturkosmetik (COSMOS). Sicherheit auf einen Blick und Vertrauen aus gutem Grund sind für mich nicht umsonst Attribute, die ich mit Speick verbinde.

Eure Jenny

 

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Gelebte Nachhaltigkeit: CSR bei SPEICK Naturkosmetik

Naturkosmetik zu nutzen, heißt für mich nicht nur, auf bestimmte Inhaltsstoffe zu verzichten, sondern Unternehmen zu unterstützen, die sich über ihre Produkte hinaus für Umwelt, Gesellschaft und Soziales engagieren. Die unternehmerische gesellschaftliche Verantwortung wird als Corporate Social Responsibility (kurz CSR) bezeichnet. Gemeint sind damit alle Aktivitäten, die auf freiwilliger Basis über gesetzliche Vorgaben hinausgehen und dazu dienen, Nachhaltigkeit praktisch umzusetzen – und zwar in allen drei Nachhaltigkeits-Dimensionen: Ökologie, Ökonomie und Soziales.

Auch bei SPEICK Naturkosmetik ist CSR fest in der Unternehmenskultur verankert, und das im Prinzip schon seit der Unternehmensgründung, auch wenn der CSR-Begriff als solcher 1928 noch nicht in Gebrauch war. Der Gründer Walter Rau legte von Anfang an Wert darauf, das Familien-Unternehmen fair, verantwortungsbewusst und ganzheitlich zu führen. Daran hat sich auch heute in der dritten Generation der Unternehmensführung nichts geändert. Doch wie sieht „gelebte Nachhaltigkeit“ in der Praxis konkret aus? Schauen wir uns dazu vier Bereiche beispielhaft an.

  1. Rohstoffgewinnung: achtsam und fair

Die gesellschaftliche Verantwortung von SPEICK erstreckt sich über die gesamte Produktions- und Lieferkette, an deren Anfang die Gewinnung von Rohstoffen steht. Am Beispiel der Speick-Pflanze im UNESCO Biosphärenpark Nockberge wird zweifelsohne deutlich, wie achtsame und faire Rohstoffgewinnung aussehen kann: Die kleine, unter Naturschutz stehende Pflanze wird jedes Jahr behutsam von ausgewählten Almbauern per Hand geerntet. Wirtschaftliches Handeln und Umweltschutz gehen hier Hand in Hand: Die Familien der Bauern sind finanziell abgesichert, während gleichzeitig ein Beitrag dazu geleistet wird, die Biodiversität in den Nockbergen zu sichern. Fairer Handel spielt auch beim Einkauf weiterer Rohstoffe eine Rolle, wie ihr bereits im Interview mit Susanne Gans erfahren konntet.

  1. Verpackungen: ökologisch sinnvoll

Nicht nur die Frage nach der Gewinnung von Rohstoffen und den Herstellungsprozessen der Produkte ist relevant, wenn es um Nachhaltigkeit geht, sondern auch die Verpackungen sind entscheidend. Gudrun hat bereits Einblicke in dieses Thema gegeben. Mit der Serie Organic 3.0 setzt SPEICK Naturkosmetik neue Maßstäbe für umweltbewusste Packmittel von Kosmetika. Bio-Polyethylen aus nachwachsendem Zuckerrohr bietet eine sinnvolle Alternative zu gängigen Verpackungen. Pressrückstände, die bei der Herstellung des Bio-PE anfallen, werden genutzt, um Ökostrom zu erzeugen – dieser kann dann wiederum für die Herstellung des Bio-PE direkt genutzt werden. Ein ausgeklügeltes, zukunftsweisendes System!

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  1. Mitarbeiterführung: Kollegialität und Wertschätzung

Ganz klar: der „Faktor Mensch“ ist ein ganz entscheidender, wenn es um nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln geht. Dass es bei SPEICK besonders stark „menschelt“, sieht man unter anderem an der Mitarbeiterfluktuation, die gegen Null tendiert – wer das Unternehmen verlässt, tut das in der Regel, um in Elternzeit oder in den Ruhestand zu gehen. Die Grundsteine, die Walter Rau für eine wertschätzende Mitarbeiterführung legte – u. a. bereits 1952 durch eine Arbeitnehmervertretung – sind bis heute präsent: tariflich geregelte Verträge und ein Betriebsrat sind in einem vergleichsweise kleinen Unternehmen wie SPEICK Naturkosmetik nicht selbstverständlich.

  1. Preis- und Produktpolitik: Langfristigkeit anstelle kurzlebiger Erfolge

SPEICK Naturkosmetik setzt auf Langfristigkeit. Das spiegelt sich nicht nur in langfristigen Partnerschaften mit den Almbauern in den Nockbergen wider, sondern wird auch am Sortiment deutlich: Produkte existieren langfristig, schnelllebige Limited Editions sucht man vergeblich. Die Speick Natural Seife habe ich im Wandel der Zeit bereits etwas genauer unter die Lupe genommen. Eine faire Gestaltung der Preise ist ebenfalls ein Anliegen von SPEICK Naturkosmetik, um die Produkte im Mittelpreissegment möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.

Ihr seht, CSR und Nachhaltigkeit haben bei SPEICK Naturkosmetik viele unterschiedliche Facetten und ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Unternehmensaktivitäten. Bereits mehrfach wurde das Engagement von SPEICK durch Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013 und den CSR-Preis der Bundesregierung 2014.

Bis bald,

Eure Ida

 

Was muss eine Verpackung leisten? Von Glas, PE und nachwachsenden Rohstoffen

Eine Verpackung muss perfekt sein: Schön soll sie aussehen, praktisch im Gebrauch muss sie sein, gut in der Hand liegen beim Gebrauch, Stabilität muss gewährleistet sein, und die Beschreibung des Produkts muss so ausführlich und klar wie nur möglich sein. Aber müssen wir überhaupt verpacken? Es geht doch auch unverpackt, oder? Ich behaupte: Verpacken geht zumindest sinnvoll. So viel wie nötig – so wenig wie möglich. Und was das Material angeht: so nachhaltig es nur geht. Daran orientieren wir uns täglich im Produktmanagement bei Speick Naturkosmetik.

Selten ohne

Leider, leider geht „unverpackt“ im Fall „Zertifizierte Naturkosmetik“ nur in absoluten Ausnahmefällen. Am ehesten noch bei einem Stück Seife. Aber selbst da: Das schöne bunte Stück bekommt Kratzer, Macken, und schon möchte es niemand mehr kaufen und benutzen. Das geschieht im Laden relativ schnell, weil Menschen das Stück intuitiv in die Hand nehmen – allein, um zu erfahren, wie die Seife duftet. Also ist hier „unverpackt“ zum Schluss auch keine gute Lösung. Im schlechtesten Fall schickt der Handel das Stück, oder schlimmer noch die Stücke, an uns zurück mit der Bitte um Gutschrift. Und wir? Wir können das gute Stück nur noch vernichten. Also ist wirklich nichts gewonnen.

Weitere wichtige Gründe für’s Verpacken hochsensibler Naturkosmetik: Produktsicherheit, Keimfreiheit bei wenig oder keiner Konservierung. Und es gibt noch viele Gründe mehr.

Glasklar: Die eine Lösung gibt es nicht

162_Speick Natural_Aktiv_DeoRoll-on_300Bereits seit 2008 beschäftigen wir uns damit, all unsere Verpackungen nachhaltig zu optimieren. Ein Deo in der Glasflasche – super. Glas wird immer recycelt, sofern es ins Altglas entsorgt wird. Aber wir Deutschen sind ja bekanntlich Weltmeister in der Mülltrennung. So gehen wir davon aus, dass die Entsorgung in den meisten Fällen gut funktioniert. Ist es für Euch selbstverständlich, den Müll sinnvoll zu trennen?

Unsere interne Vorgabe lautet: Glas, wo Glas möglich ist und keine Gefahr darstellt. Körperpflege spielt sich ja nahezu zu 100 % im Bad zwischen Fliesen und Keramik ab. Ein Duschgel können wir nicht in eine Glasflasche füllen: viel zu gefährlich – für Mensch und Keramik. Glas können wir also leider nur bei den wenigsten Produkten einsetzen. Was dann?

Polyethylen: Mehr als nur Plastik

428_speick_ts_reinigungsmilch_300dpiUnsere Alternative ist sortenreines Polyethylen (PE). Das hat viele Vorteile gegenüber anderen Kunststoffen sowohl in der Herstellung als auch im Recycling. Und Ihr könnt es wieder entsprechend den Vorgaben mit bestem Gewissen in den „Gelben Sack“ entsorgen. Auch PE wird heutzutage mehrheitlich maschinell aussortiert und recycelt. Das ist doch schon mal sehr gut.

Seit 2016 gehen wir noch einen Schritt weiter mit unseren beiden neuen Speick Organic 3.0-Produkten (Duschgel und Body Lotion). PE aus nachwachsenden Rohstoffen – hier Zuckerrohr): Flasche, Verschluss und Etikett aus einem Material. Keine fossilen Rohstoffe (Erdöl), recyclefähig und sowohl im Herstellungsprozess als auch im Recycling höchst umweltfreundlich und ressourcenschonend. Das hat uns überzeugt, und die ersten Erfahrungen sind sehr gut.

(Alt)Papier und Nachhaltigkeit

Dann haben wir noch viele Kartonverpackungen. Faltschachteln, Displays. Diese müssen als Mindeststandard bei uns grundsätzlich aus bestimmtem Anteil Altkarton und auf jeden Fall FSC-zertifiziert sein. Dadurch ist sichergestellt, dass das verbrauchte Holz wieder entsprechend aufgeforstet wird. Farben und Lacke im Druck müssen aus umweltfreundlichen Materialien sein. Auch hier ist uns das Wichtigste, dass Ihr mit gutem Gewissen die Faltschachtel o.ä. in Euer Altpapier entsorgen könnt. Auch dies wird heutzutage mehrheitlich recycelt. Übrigens: Auch alle unsere Geschäftspapiere wie Rechnungen, Visitenkarten bis hin zum Drucker- und Kopierpapier sind FSC-zertifiziert und/oder Recyclingmaterialien. Das ist für uns ganz selbstverständlich.

 Kreislauffähigkeit: Die Königsdisziplin für Produkt und Verpackung

Recycling ist heute zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor unserer Industrie geworden. Rohstoffe sind wertvoll, und so wird gutes Geld für die zu recycelnden Stoffe gezahlt. Das gewährleistet am ehesten den vernünftigen Umgang mit den Materialien, die zwangsläufig bei uns allen im Müll landen.

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Mit den beiden neuen Produkten Speick Organic 3.0 Duschgel und Body Lotion haben wir uns auf den Weg in die Zukunft begeben: 100% kreislauffähig in Inhalt und Verpackung, minimalistische Rezepturen, vegan, palmölfrei und mit energetisiertem Wasser angereichert. Das sortenreine PE wird aus Zuckerrohr hergestellt. Insgesamt stecken in den beiden Produkten drei Jahre intensive Entwicklungszeit und viel Herzblut. Belohnt wurden wir bereits mit drei großartigen Prämierungen: Dem internationalen „Sustainable Beauty Award“ als „Runner up“ in 2016 für die innovative und nachhaltige Verpackung. Auf der Vivaness im Februar 2017 wurde die brandneue Speick Organic 3.0 Body Lotion bei den „Best New Product Awards“ auf Platz 1 in der Kategorie „Körperpflege“ gevotet. Und aktuell haben wir den „Green Product Award 2017“ erhalten.

Wie denkt Ihr über das große Thema „Verpackungen“? Wir sind neugierig, ob und inwieweit Ihr Euch Gedanken darüber macht. Bei uns landen täglich viele Fragen, die wir grundsätzlich individuell und ausführlich beantworten. Damit schaffen wir Transparenz für Euch.

Es war mir ein Bedürfnis, zu diesem Thema einmal ausführlich zu berichten.
Es grüßt Euch ganz herzlich

Gudrun, Leitung Produktmanagement

 

Fair gehandelte Rohstoffe bei Speick Naturkosmetik

Am 13.05. ist World Fair Trade Day – dieser Tag wird weltweit zum Anlass genommen, um darauf aufmerksam zu machen, wie fairer Handel dazu beiträgt, Armut, Ausbeutung und die Auswirkungen des Klimawandels zu bekämpfen. Auch in der Kosmetik spielt Fair Trade eine Rolle, insbesondere in der Gewinnung von Rohstoffen. In der Firmenphilosophie von Speick Naturkosmetik ist der faire Umgang mit den Partnern und Lieferanten fest verankert – wie das in der Praxis konkret aussieht, erfahrt ihr im Interview mit Susanne Gans, Leiterin des Labors bei Speick Naturkosmetik:

Susanne Gans, Laborleiterin bei Speick Naturkosmetik

Susanne Gans, Laborleiterin bei Speick Naturkosmetik

Fair Trade zertifizierte Inhaltsstoffe begegnen wir in mehreren Produkten von Speick Naturkosmetik. Doch was genau bedeutet das eigentlich: fair gehandelt? Und warum ist das Thema im Bereich der Kosmetik-Rohstoffe überhaupt von Bedeutung?

Fairer Umgang ist in allen Lebensbereichen wichtig, mit Partnern, mit Mitmenschen, mit Lieferanten oder auch mit Kunden. Im Prinzip sind die Extrakte, die wir einsetzen, auch Lebensmittel. Damit unterscheidet sich auch die Kosmetik bei ihren Fair Trade Projekten nicht von denen der Lebensmittelindustrie. Unsere Fair Trade Rohstoffe stammen aus Gebieten, die in der Regel benachteiligt sind. So ist es wichtig, dass man einen Rohstoff vom Anbau über den Handel bis hin zum Endverbraucher unter fairen Bedingungen produziert und handelt. Fairer Umgang hat für uns auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun, da man sich auf die wirklich notwendigen Bedürfnisse konzentriert.

Was ist grundsätzlich der Unterschied zwischen Fair Trade- und Bio-Inhaltsstoffen – und wo haben die beiden Bereiche möglicherweise Schnittstellen?

Meist sind Fair Trade Rohstoffe nicht Bio-zertifiziert. Für eine Fair Trade oder Bio Zertifizierung und die Erfüllung aller Vorgaben braucht man eine gute Organisation und auch Geld für die Zertifizierung. Auch wenn viele Fair Trade Rohstoffe unter Bio-Bedingungen geerntet und weiter verwertet werden (z. B. Früchte aus Wildsammlung), ist eine Zertifizierung für die meist kleinen Kooperativen nicht möglich. Wiederum kann man Bio-Kriterien beim Anbau erfüllen (z. B. kontrolliert biologischer Anbau), aber das hat nichts mit den Regularien  von Fair Trade zu tun, sondern mehr mit den Anbaubedingungen selbst. Alles, was nicht in den Statuten steht, ist erlaubt.

Fair gehandelte Argannüsse aus Marokko

Nach Fair Trade zertifiziert sind in den Produkten von Speick Naturkosmetik das verwendete Bio-Arganöl und Bio-Aloe Vera. Kannst du uns am Beispiel des Arganöls kurz erläutern, wie sich der Fair Trade Gedanke bei der Gewinnung des Arganöls konkret widerspiegelt?

Unser Arganöl kommt aus Marokko. Unseren Lieferanten habe ich auf der Vivaness kennen gelernt. Er studierte in Paris und nachdem sein Vater verstorben war, hatte er die Verantwortung für seine Mutter und seine Schwestern, die in Marokko als Frauen keine Arbeit hatten. So hat er seine privaten Räume und sein Grund und Boden genutzt, um die Früchte der wilden Arganbäume sammeln zu lassen. Er hat Maschinen angeschafft und lässt nun die Frauen aus der Gegend hier den gesamten Wertschöpfungsablauf selbstständig bearbeiten. Er hat auch investiert und dieses Arganöl Fair Trade zertifizieren lassen. Alles erfolgt ohne diese unbarmherzige Ausbeutung der Bevölkerung und dem gnadenlosen Streben nach Gewinn. Das ist tatsächlich fairer Handel, denn er erfolgt selbstlos aus Verantwortungsbewusstsein für die notleidenden Mitmenschen, ganz ohne Eigeninteresse. Da die Früchte aus unberührten Gebieten gesammelt werden, war hierbei auch eine Organic Zertifizierung möglich. Immer neue Früchte werden nun gesammelt und unter den gleichen Bedingungen verwertet. Wir zahlen hier zwar etwas mehr für das Arganöl, als es ansonsten zu bekommen wäre, aber wir unterstützen gerne diese bitterarmen Frauen, die in Marokko von der Ausweglosigkeit endlich eine Aufgabe und ein Auskommen gefunden haben.

Im Lebensmittelbereich sieht man häufig das Transfair-Logo auf fair gehandelten Produkten. Auch in der Kosmetikindustrie begegnen einem Fair Trade-zertifizierte Produkte inzwischen. Warum verzichtet Speick Naturkosmetik auf diese Zertifizierung bzw. welche Hürden gibt es dabei?

Fair Trade Logos in der Kosmetikindustrie sind eher die Ausnahme, vielleicht weil es sehr schwierig ist, verkauft man nicht reines Arganöl, diesen fairen Umgang mit allen Partnern nachzuweisen. Wir behandeln alle unsere Partner fair, vom Rohstofflieferanten über die Mitarbeiter bis zum Handelspartner. Das ist unsere Firmenphilosophie, die wir nicht durch ein Zeichen zur Schau stellen müssen. Mit all unser offenen Kommunikation wollen wir, dass unsere Kunden Speick als nachhaltige faire Marke wahrnehmen. Fair Trade muss gelebt werden, allerdings nicht durch das Abhaken von starren zu erfüllenden Statuten. Fair zu sein hat viel mehr Facetten. Bislang haben uns unsere Kunden auch nicht auf dieses eher seltene Siegel angesprochen.

Der Anbau und die Ernte der Speick-Pflanzen in Kärnten sind auf ihre Weise auch eine Art Fair Trade Projekt. Inwiefern unterstützt Speick Naturkosmetik die Speick-Bauern in den Nockbergen?

Die Speick Pflanzen werden von Bauern geerntet, deren Höfen zu den höchstgelegenen Almen in Kärnten zählen. Gerade diese Bauern in dieser abgeschiedenen Alpenregion tun sich schwer bei der Bewirtschaftung ihrer Höfe. Die Milchwirtschaft ist oft nicht besonders ertragreich. Viele kleine Höfe werden somit aufgegeben. Das Sammeln von Speick ist keine leichte Arbeit – die Bauern stechen jedes einzelne Speick-Pflänzchen auf ihren Almen im Naturschutzgebiet von Hand aus, bevor sie zum Hof getragen und im Schober einige Wochen getrocknet werden. Diese Arbeit ist anstrengend und zeitaufwändig und wird von uns entsprechend fair bezahlt. Durch eine gute Bezahlung helfen wir den Bauern, ihren Wirtschaftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Wir schätzen auch den engen familiären Kontakt. Der Speick wurde kbA zertifiziert und der Chef holt jedes Jahr persönlich die Ernte ab.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke rund um die fair gehandelten Rohstoffe bei Speick Naturkosmetik, Susanne!

Eure Ida

Was nachhaltige Produktentwicklung ausmacht

Bevor ich mit dem Bloggen begonnen habe, war ich als Produktmanagerin in einer großen Firma beschäftigt und durfte mich dabei oft mit der Entwicklung neuer Produkte befassen. Um Nachhaltigkeit ging es dabei nie (um Kosmetik allerdings auch nicht) – aber ich habe eine Leidenschaft dafür entwickelt, so einen Entstehungsprozess zu koordinieren. Als Naturkosmetik-Bloggerin bin ich jetzt natürlich um so neugieriger, wie ein Naturkosmetik-Produkt entsteht und wie das Thema Nachhaltigkeit bei Speick in den Produktentwicklungsprozess integriert ist.

Am Anfang eines jeden Produkts steht eine Idee, erklärt mir Anke Boy aus dem Produktmarketing von Speick Naturkosmetik bei unserem ausführlichen Gespräch. Diese Inspiration kann aus dem Bereich der Marktbeobachtung kommen, von den Mitarbeitern aus dem Labor von einer Tagung mitgebracht werden, ein Wunsch von Händlern und dem Vertrieb sein oder aber auch von Kunden stammen, denen ein spezielles Produkt im Sortiment von Speick Naturkosmetik fehlt. Schon an dieser Stelle wird abgewogen, ob die Neuheit zur Marke Speick passt, auch hinsichtlich des Themas Nachhaltigkeit.

Die Bio-Rezeptur

Übersteht die Idee mehrere Diskussionsrunden mit Marketing, Vertrieb, Labor, Controlling, Einkauf und der Leitung von Speick Naturkosmetik, dann bekommt das Labor einen Entwicklungsauftrag und es kann los gehen! Seit 2001 werden dort Produkte ausgetüftelt, die den Vorgaben vom Naturkosmetik-Siegel BDIH bzw. neu Cosmos entsprechen. Speick Naturkosmetik war sogar Gründungsmitglied des BDIH und setzte damit ein eindeutiges Zeichen für nachhaltige Kosmetik. Das Siegel schreibt übrigens auch Details vor, z.B. mit welchen Mitteln die Maschinen in der Produktion gereinigt werden dürfen! Die Entwicklungsdauer von Produkten ist übrigens unterschiedlich: Manche Sachen brauchen nur ein Jahr, an manchen anderen Produkten – wie dem Duschgel Organic 3.0 – wird bis zu drei Jahre bei Speick Naturkosmetik herumgefeilt.

Ausgewählte Rohstoffe

Auch den Einkauf der Rohstoffe gestaltet man bei Speick Naturkosmetik möglichst nachhaltig: Man setzt auf langfristige Partnerschaften, auf die sich beide Seiten verlassen können. Ich finde schön, dass dabei über den rein ökologischen Aspekt der Nachhaltigkeit hinausgegangen wird: Dank dieser gewachsenen Beziehungen wird z.B. im Falle eines Falles auch mal eine Sonderschicht beim Lieferanten für Speick eingelegt! Selbstverständlich schlägt sich das auch in der hohen Qualität der Rohstoffe nieder (die von Speick Naturkosmetik bei jedem Wareneingang kontrolliert wird). Außerdem engagiert sich Speick Naturkosmetik z.B. bei der Organisation FONAP für ein nachhaltig produziertes Palmöl und bezieht für die Seifen ausschließlich zertifiziertes Palmöl (mehr dazu im Blogpost von Speick Insights).

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Nachhaltige Verpackungen

Kosmetik besteht ja nicht nur aus Inhaltsstoffen, sondern auch aus Verpackung! Vor vier Jahren habe ich einen Post über die schulterlose Tube auf meinem Blog geschrieben, die damals von Speick Naturkosmetik verwendet wurde – sie kam ohne den separaten Verschluss aus und war deutlich leichter. Leider hat sie sich auf dem Markt nicht durchgesetzt und wurde vom Hersteller wieder eingestellt. Vom Siegel Cosmos gibt es zum Thema umweltverträgliche Verpackung ebenfalls Vorschriften. Mit der Verpackung des Duschgels und der Bodylotion Organic 3.0, die aus 100% nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird, übertrifft Speick Naturkosmetik die Vorgaben von Cosmos – eine Innovation, bei der Speick Naturkosmetik Pionier ist und die sich hoffentlich durchsetzen wird. Natürlich ist so eine Verpackung teurer als üblichen PET-Tuben oder Flakons…

In die nachhaltige Gestaltung des Packmittels spielen noch so viele andere „Kleinigkeiten“ hinein: Der Umkarton besteht bei Speick Naturkosmetik aus FSC-Papier, das regional hergestellt und bedruckt wird (und nicht von Asien nach Deutschland transportiert werden muss). Umweltschädliche Ozonlacke oder Farben mit Mineralölen beim Bedrucken der Verpackung kommen für Speick Naturkosmetik nicht in Frage.

Vertrieb und Kommunikation mit Bewusstsein

Nachhaltigkeit zeigt sich für Speick Naturkosmetik auch im Handel: Die Produkte werden bei ausgewählten Partnern vertrieben, bei Preiskämpfen in Discountern macht man nicht mit. Auch nach China werden die Produkte nicht verkauft, so lange dafür Tierversuche durchgeführt werden könnten.

Bei der Auswahl der Werbepartner unterstützt man bewusst die Medien, deren ökologische Ausrichtung zu Speick Naturkosmetik passt. Die Plakate für Werbekampagnen werden übrigens klimaneutral gedruckt! Und selbstverständlich wird das Thema Nachhaltigkeit von Speick Naturkosmetik auch in der Kommunikation bei Facebook – oder eben auf diesem Blog – immer wieder aufgegriffen.

Wenn bei Speick Naturkosmetik also ein neues Produkt wie das Mizellenwasser oder das neue Hyaluronserum lanciert wird, dann haben sich die Mitarbeiter der Firma schon viele Monate vorher Gedanken darum gemacht, wie es möglichst nachhaltig sein kann. Und auf der Vivaness werden die Sachen dann endlich präsentiert, wenn alles gut gelaufen ist!

Eure Julia