Auf den letzten Drücker – Restentleerbarkeit bei Speick

Der Alptraum schlechthin: Es ist Wochenende, die Lieblingscreme geht zur Neige und man hat vergessen Ersatz einzukaufen. So ging es mir vor ein paar Wochen mit meiner SPEICK Natural Intensivpflege… Was mich aber tatsächlich noch über ein paar Tage hinweg rettete, war die enorm gute Restentleerbarkeit der Alu-Tube. Buchstäblich bis zum letzten Tropfen presste ich meine Creme Rich aus den letzten Winkeln heraus. Klar war ich froh, dass es klappte. In Gedanken an meinen Beitrag zu den verschwiegenen Geheimnissen bei Speick Naturkosmetik ratterte es aber in meinem Kopf. Ob das Zufall sein konnte, oder wieder einmal Bestandteil der nachhaltigen Philosophie des Unternehmens ist?

Zurück am Schreibtisch schrieb ich gleich an Anke aus dem Speick Insights Team. Wahrscheinlich musste sie Lachen über meine Frage… Und Ihr ahnt es bereits: Nichts ist Zufall:

Anke Boy: „Die Restentleerbarkeit von Packmitteln wird bei uns auf „Herz und Nieren“ geprüft – klar, ist ja nicht nachhaltig, wenn die Hälfte in der Packung verbleibt.“

Eigentlich logisch. Aber hoch interessant, was da noch so dahinter steckt. Anke verwies mich an die Spezialistinnen im Labor und so hatte ich wieder einmal das Vergnügen, die liebe Susanne zu löchern:

Bevor wir zu den tollen Tuben kommen – was ist eigentlich mit dem Klassiker: Cremes im Tiegel?

Susanne Gans: „Tiegel gibt es bei uns überhaupt nicht, und zwar aus hygienischen Gründen. Auch wenn sie in Glas einige Vorteile bei der Produktstabilität durch Lagerung und bei der Entleerbarkeit hätten. Bei Naturkosmetik wird auf Konservierungsstoffe möglichst verzichtet und ist viel anfälliger als konventionelle Kosmetikprodukte. Leider bringt man mit jeder Entnahme neue Keime in das Produkt und das kann die Haltbarkeit natürlich drastisch verkürzen. So kann eine noch so gute Creme schlecht und unbrauchbar werden. Alles was mit möglichst wenig Haut in Berührung kommt, hat so den Vorzug.“

Zum Glück gibt es Alternativen. Besonders beliebt sind hygienische Spender. Wie schaut es da in Sachen Entleerbarkeit aus?

Spender

Body Oil, Reinigungsschaum und Serum in verschiedenen Spender-Varianten.

Susanne Gans: „Besonders gut und quasi vollständig kann der Reinigungsschaum mit der Pumpe entleert werden. Auch beim Körperöl bleibt beinahe nichts übrig (maximal 0,8 ml). Die kleine Restmenge man aber wenn man aufschraubt ebenfalls einfach heraus bekommen. Den Serum Spender mag ich persönlich gerne, da man hier sehr gut auch kleine Mengen dosieren kann und der Inhalt durch den Pumpmechanismus gut vor Keimen geschützt ist. Die Entleerbarkeit ist auch sehr gut, da durch Unterdruck ein Zweitboden angezogen wird und alles Serum in den Spender gedrückt wird, wie von Zauberhand…“

Sichtstreifen

Der praktische Sichtstreifen gibt Einblick, wie viel noch in der Hülle steckt.

Was auch prima klappt: Auf die Tube drücken. Hab ich selbst erfolgreich ausprobiert.

Tube Metall

Die Alutuben – echte Helden in Sachen Entleerbarkeit.

Susanne Gans: „Das kommt darauf an. Die Alutubenentleerung ist gut, aber abhängig von der Entleerungstechnik. Besonders gut und fast vollständig lassen sich die Alutuben entleeren, wenn man diese aufwickelt. Mit unseren PE Tuben hatten wir da schon mehr Probleme: Wir wollten die schulterlosen Verschlüsse nehmen, um Verschlussmaterial zu sparen. Das hat aber der Restentleerbarkeit geschadet: Durch Stabilisierungsstege innen blieb viel Medium in der Tube zurück. Nun haben wir Tuben mit aufgeprellten Verschlüssen ohne Stege, in denen fast jedes Medium gut nach unten läuft und auch nahezu alles entnommen werden kann. Der Trick dabei ist, die Tube auf dem Kopf stehend zu lagern.“

Tube Plastik

Die PE Tube mit transluzenter Hülle und Verschluss ohne Steg.

Fazit: Auch auf die Technik kommt es an

Die clevere Verpackung ist also das eine. Oft ist es aber auch eine Frage der Technik, ob der Verwender alles heraus bekommt. Restentleerbarkeit hat demnach eine gewisse Individualität. Danke, liebe Susanne, für die Einblicke in Eure Verpackungskonzepte!

Damit es nicht – wie bei mir – auf den letzten Drücker zum Einkaufen geht, helfen transluzente Verpackungen dabei zu sehen, wie viel noch an Inhalt enthalten ist. Und auch an einer Alutube erkennt man deutlich, wenn ihr Inhalt zur Neige geht. Grundsätzlich habe ich meine Lieblingsprodukte (bis auf dieses Mal) eh immer auf Vorrat zuhause. Höchste Zeit, den wieder aufzustocken…

Eure Jenny

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s