Von Sonnenstrahlen bis Salzwasser: Wie der Sommer die Haarpflege beeinflusst

Urlaub am Meer, Feierabendstunden im Freibad: was uns den Sommer versüßt, kann für unsere Haare gleichzeitig Stress bedeuten. Was genau beim Sommerspaß im Wasser biochemisch passiert, warum Beach Waves nicht unbedingt erstrebenswert sind und was das Haar jetzt wirklich braucht: wir klären auf.

Was macht Meersalz mit dem Haar?

Meerwasser hat einen Salzgehalt von ca. 3,5 %. Das klingt nicht nach viel, ist aber hoch genug, um durch Osmose Feuchtigkeit aus der Haarfaser zu ziehen und die schützenden äußeren Schuppenschichten zu öffnen. Die Folge: Das Haar wird rau und porös.

Texturierte Beach Waves, die als Sommerlook häufig beliebt sind, sind eigentlich ein Zeichen von mechanischem Stress: dabei werden dehydrierte Haarfasern von Salzkristallen zusammengeklebt, wenn das Meerwasser trocknet. Sieht optisch nach Urlaub aus, ist für das Haar aber das Gegenteil davon. 

Was richtet UV-Strahlung auf dem Kopf an?

Sonnenlicht bedeutet für die Haare genauso Stress wie für die Haut. UVB-Strahlung kann dabei nicht nur zu Sonnenbrand auf ungeschützter Kopfhaut führen, sondern greift auch das Keratin an – das Protein, aus dem Haare im Wesentlichen bestehen. Das führt zu weniger Elastizität und in der Folge zu brüchigerem Haar.

Unsere Haut kann sich in gewissem Maße selbst reparieren. Das Haar ist dazu nicht in der Lage. UV-Schäden akkumulieren sich über den Sommer, sodass sprödes Haar im September häufig das Ergebnis der vorangegangenen Monate ist.

Ein häufig gern gesehener Sonneneffekt: das natürliche Farbpigment Melanin oxidiert unter Sonneneinstrahlung, sodass helles Haar noch heller wird und dunklere Töne Rotstiche zeigen.

Und wie wirkt Chlor auf das Haar?

Schwimmbadwasser enthält Hypochlorit, das wie ein mildes Oxidationsmittel auf die Haarfaser wirkt. Dabei werden sowohl Proteine als auch die schützende Lipidschicht partiell abgebaut, zurück bleiben dadurch Trockenheit und verminderter Glanz.

Der bekannte Grünstich bei hellen Haaren wird wiederum nicht direkt durch das Chlor selbst verursacht, sondern durch Kupferverbindungen im Wasser, die sich bevorzugt in der bereits porösen Haarstruktur anreichern. Oxidierende Bedingungen im Schwimmbadwasser begünstigen dabei die Ausbildung der charakteristischen Grünfärbung.

Was das Haar jetzt braucht: fünf Tipps für die Haarpflege im Sommer 2026

  1. Vor dem Schwimmen anfeuchten. Trockenes Haar verhält sich wie ein Schwamm. Wer die Haare vorher mit klarem Wasser tränkt, schafft eine natürliche Barriere: Das bereits gesättigte Haar nimmt dadurch deutlich weniger Salz und Chlor auf. Ein paar Tropfen eines Pflegeöls wie dem Speick Natural Aktiv Körperöl können die äußere Schutzschicht der Haare vor dem Schwimmen außerdem versiegeln.
  2. Nach dem Baden oder Schwimmen sofort ausspülen. Salz- und Chlorrückstände, die im Haar eintrocknen, arbeiten weiter. Eine kurze Spülung mit klarem Wasser direkt nach dem Baden unterbricht das. Falls am Meer die nächste Dusche zu weit entfernt ist, kann eine kleine Flasche mit abgefülltem Leitungswasser ein hilfreiches Tool sein, um die Haare kurz auszuspülen.
  3. Milder reinigen. Schweiß, Salz, Sonnencreme – im Sommer neigen wir dazu, die Haare öfter zu shampoonieren. Das bedeutet allerdings zusätzlichen Stress für die Kopfhaut, insbesondere bei Rezepturen mit harschen Tensiden. Ein Shampoo wie das Speick Pure Shampoo reinigt mit milden Tensiden, sodass die Kopfhaut auch bei kürzeren Waschrhythmen in Balance bleibt.
  4. Extrapflege ist kein optionaler Schritt. Wer im Sommer bei häufigem Baden auf Conditioner oder Spülung verzichtet, merkt das spätestens im Herbst. Eine Pflege wie der Speick Pure Conditioner legt sich um die offenen Haarschuppen, verschließt sie und reduziert Feuchtigkeitsverlust, Frizz und Bruchneigung.
  5. Leave-in-Pflege als Schutzfilm. Nicht nur die Haut freut sich über After Sun Pflege, sondern auch das Haar. Leichte Leave-in-Pflege bildet einen Film gegen Hitze und mechanischen Stress. Insbesondere die Längen und Spitzen freuen sich über ein paar Tropfen Öl (z.B. das Speick Pure Balancing Face Oil), das das Haar schützt und ihm seinen Glanz zurückgibt. Praktisch im Vergleich zu Conditioner: die Pflege muss nicht ausgespült werden.

Sommerhaar braucht also vor allem eines: Schutz statt Reparatur. Die Einflüsse von Salz, Sonne und Chlor können mit diesen einfachen Tipps reduziert werden, sodass Feuchtigkeit, Glanz und Geschmeidigkeit bis in den Herbst hinein bewahrt werden können. So bleiben von den Sommermonaten keine Haarschäden, sondern vor allem schöne Momente als Erinnerung zurück.

Ida

Die Leidenschaft für natürliche Gesichts- und Körperpflege hat Ida beruflich 2014 in die Welt der Naturkosmetik geführt, wo sie heute im Online-Marketing zuhause ist. Ida in drei Worten: neugierig, begeisterungsfähig und zukunftsorientiert.